• 13.06.2012

Zum Tod von Margarete Mitscherlich-Nielsen

Die Frauenbewegte

Optimistisch, aber nicht verklärend: Margarete Mitscherlich-Nielsen, prominenteste Psychoanalytikerin der Republik, ist in Frankfurt am Main mit 94 Jahren gestorben.von Jan Feddersen

  • 13.06.2012 13:34 Uhr

    von grumpy old man:

    Wirklich schade, dass dieses Handbuch vergriffen ist! ist "Handbuch" eigentlich ein Synonym für "Wichsvorlage"?

  • 13.06.2012 12:33 Uhr

    von Maulster:

    Dies festzuhalten: Margarete Mitscherlich war die Frau eines bedeutenden Mannes! Aber sonst? Kämpferin für Frauenrechte? Mag sein. Was gehört dazu schon mehr als ein großes Ma...? Ihre Psychoanalyse? Na ja, Schwamm drüber, stirbt ja keiner davon... Vordenkerin der Studentenbewegung? Hahaha... Ich habe ihren Mann gehört. Ein feiner Kopf! Aber Margarete? Nachfolgend mein Eindruck, den ich anlässlich eines Interviews gewonnen habe, das sie vor vielen Jahren gegeben hat.


    „Die Unfähigkeit zu trauern“... dies sei ein Buch auch gegen jegliche Ideologien sagt Margarete Mitscherlich und nun ist sie Feministin „...weil die Männerherrschaft in diesem Jahrhundert so viel Schlimmes verursacht hat!“ Ah ja, die Männerherrschaft. Zwanzig Millionen Feldherren, die im letzten Krieg dran geglaubt haben... oder dran glauben mussten.

    Ein anarchischer Mensch sei sie nicht. Sie habe es gerne ordentlich. Aha! Wer schon nicht weiß was Anarchie sein kann, die wird auch gern mal Feministin, und es darf dann schon die Herrschaft von Frauen sein. Das ist der Penisneid in neuem Kleide. Der ‘Penis’ ist Fiktion. Frauen neiden Männern ein anderes Zepter - die Macht!

    „Die Minderwertigkeitsgefühle der Frauen sind absurd“, sagt sie. Ts, ts, ts... Also wenn Frauen schon mal Anflüge von realistischer Selbsteinschätzung zeigen, dann muss Frau Mitscherlich das nicht gleich pathologisieren. Ich vergleiche mich ja auch nicht mit Alfred Brendel ...

    Welch ein fürchterlicher Mischmasch, den sie da in einem Radio-Interview von sich gegeben hat: „... über Jahrtausende waren Männer an Macht gewöhnt... haben sich nie um die Meinungen der Frauen gekümmert... auch die Homosexualität... sie genießen es unter sich zu sein... die Macht zu teilen... die englischen Clubs, wo sie unter sich sind...“

    Gewiss, gewiss, der englische Bergarbeiter hat sich natürlich abends zum gepflegten Dinner in den Club begeben. „...wie ist der Lachs heute, Hopkinson?“ Die englischen Clubs standen ja schon immer allen Männern sperrangelweit offen. Dieses ganze, konfuse Durcheinander wurde von einem einzigen vernünftigen Satz gefolgt. „Die Feindbilder, mit denen wir den anderen verzerren, haben mit dem anderen ja nichts zu tun.“

    Seien wir großzügig und nehmen an, dass die alte Dame es sportlich sieht. Sie würde sich gut in so einem englischen Club machen, und ich denke, wie so viele ihrer Schwestern neidet auch sie heimlich den Männern solche Plätze exquisiter Zurückgezogenheit.

    Liebe Frau Mitscherlich! Wenn sie mehr von den Plätzen exquisiter Zurückgezogenheit der Männer sehen wollen, dann brauchen sie nicht in die Schwulenszene oder nach England zu blicken. Fahren sie mal nach Frankreich. Auf dem Weg durch das Grenzgebiet können sie, wenn sie rechts und links schauen, Plätze exklusiver Zurückgezogenheit sehen, Ausdruck ‘der Privilegien der Männer’, ‘die soviel Unheil über dieses Jahrhundert gebracht haben’.

    Muss ich es noch extra ausführen? Die armen Schweine, die dort in Reih’ und Glied auf den Kriegsgräberfeldern unter den Kreuzen liegen, waren in erster Linie Opfer ihrer Gesellschaftssysteme! Der Kaiser hat abgedankt - aber wie kommen Sie dazu die Privilegien des Kaisers dem Rest der Männer vorzurechnen?

    „Die Feindbilder, mit denen wir den anderen verzerren, haben mit dem anderen ja nichts zu tun.“ Sie wären gut beraten diesen, ihren schönen Satz mal auf ihr seltsames Männerbild anzuwenden, zu überlegen welche Minderwertigkeitsgefühle sie mit ihrer Männerhäme kompensieren.

    (Entnommen dem "Handbuch für Männer in Zeiten von Aids und Feminismus" erschienen 2001, vergriffen.)

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