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  • 04.01.2008

taz: Herr Lilienthal, das Hebbel-Theater wird in diesem Jahr 100 Jahre alt. Wie kam es zu seiner Gründung? ]]>

Matthias Lilienthal: Aus einer Examensarbeit wissen wir von einem ungarischen Journalisten, der wollte gerne Dramaturg werden. Die bestehenden Theater haben ihn abgelehnt und er sagte sich, gut, dann baue ich mir mein eigenes Theater. Im Kaufhaus des Westens sah er eine Küchenzeile, die von Oskar Kaufmann gestaltet war und ihm so gut gefiel, dass er auf die Idee kam, Kaufmann zu fragen, ob er sein Theater bauen will. Das war der erste Auftrag an Oskar Kaufmann, der später mit dem Renaissance-Theater und der Volksbühne zu einem der wichtigsten Theaterarchitekten wurde. ]]>

War damals mit Theater Geld zu verdienen? ]]>

Da mischte das Hebbel-Theater erfolgreich mit? ]]>

Ist allein die Konkurrenz des erstarkenden Kinos verantwortlich für das Ende der Theater als erfolgreiche Privatunternehmen? ]]>

Nele Hertling begann hier in den 80er-Jahren mit einem Programm internationaler Gastspiele. Davor stand es zehn Jahre lang leer, sogar der Abriss stand zur Disposition. Warum ließ man so ein schönes Haus so verkommen? ]]>

In diesem Januar feiert das HAU 100 Jahre Hebbel-Theater, dazu gehört am 18. und 19. Januar ein thematisches Wochenende: "Re-Education - You too can be like us". Worum geht es da? ]]>

Warum berührt Sie gerade diese Zeit so sehr? ]]>

Gehört der Gedanke, mit Theater zur demokratischen Erziehung beizutragen, nicht der Vergangenheit an? ]]>

Ein anderes Projekt im Januar bezieht sich auf Douglas Sirk, den amerikanischen Filmregisseur. ]]>

Als Sie hier vor viereinhalb Jahren angefangen haben, gab es den Anspruch, zwei weit auseinanderliegende Größen unter einen Hut zu kriegen: einerseits der lokalen Kultur den Rücken zu stärken und den Standort in Kreuzberg ernst zu nehmen, und andererseits viele Fenster zu Kulturen zu öffnen, von denen man hier wenig weiß, wie die Theaterszene Brasiliens oder aus Beirut. Von diesem Anspruch hat es noch keine Abstriche gegeben? ]]>

Was meinen Sie damit? ]]>

Wenn in letzter Zeit von Freiem Theater die Rede ist, hört man sehr schnell, dass fast jeder, der da etwas erreichen will, sich irgendwann auch mal um Mittel des Hauptstadtkulturfonds bewerben will und deshalb in Berlin eine Bühne sucht. Haben Sie das Gefühl, das HAU ist zu einem Nadelöhr geworden, wo jeder durch will, der eigene Theaterprojekte hat? ]]>

Gleich Anfang Januar kommt eine Produktion von Johan Simons, "Das Leben ein Traum". Johan Simons haben Sie von Anfang an viel an dieses Haus geholt. Kommt er ihrem Traum von Theater am nächsten? ]]>

Ihm folgt ein Stück von Rimini Protokoll, die oft an ihrem Haus arbeiten. ]]>

Machen einen diese vielen Informationen nicht müde? ]]>

www.hebbel-am-ufer.de]]>