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SZ-Oberen. Hans Ulrich Kempskis Auto war knallrot, und es war auch kein Mittelklasse-BMW, sondern ein Ford Mustang Cabrio.]]>
SZ-Chefreporter ertrotzt hatte, kann schnell lächerlich wirken. Bei ihm war das nicht so. Es mag eine Marotte gewesen sein, ja, aber sie stand ihm. Die jungen, von 68 angehauchten SZ-Leute kamen gar nicht auf die Idee, sich über den Mustang aufzuregen. Kempski war kaum fünfzig und schon das Markenzeichen der Süddeutschen Zeitung.]]>
Süddeutschen eine ganze Garde erstklassiger Reporter entwickeln können.]]>
SZ geschrieben: "Nein, Journalisten wie Hans Ulrich Kempski gibt es heute nicht mehr." Das ist wahr, die Zeiten, die Lesegewohnheiten haben sich verändert. Die Frage, ob das nicht schade ist, wird man aber stellen dürfen. Frustriert von der Häppchenwirtschaft des Fernsehens und der Beliebigkeit des Internets könnten Leser wieder geneigt sein, sich einem Reporter anzuvertrauen, der die Prinzipien der SZ-Legende Kempski hochhält: sich dem Gegenüber mit Respekt, aber auch Distanz nähern, sich von Neugier, nicht vom Vorurteil leiten lassen.]]>
MICHAEL STILLER]]>