: Mutige Bischöfe
Katholische Kirchenchefs fordern Rechte für „Illegale“
BERLIN taz ■ Einen Tag nach Bekanntwerden der Süssmuth-Vorschläge haben sich auch die Kirchen in die Zuwanderungsdiskussion eingeschaltet – mit unterschiedlichen Akzenten.
Während der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Manfred Kock, „positive Signale“ bei der Zuwanderungspolitik erkennen wollte, machte die Katholische Bischofskonferenz auf Versäumnisse aufmerksam: „Irreguläre Zuwanderung“ sei „kein Randthema, sondern ein zentrales Problem“. Erstmals forderte die Bischofskonferenz in einer offiziellen Erklärung die „Sicherung sozialer Mindeststandards“ für Menschen in der Illegalität. Dazu gehöre, „unabhängig vom Aufenthaltsstatus“ die schulische und berufliche Bildung von Kindern sicherzustellen und „den Zugang zu den erforderlichen medizinischen Leistungen“ zu gewährleisten. LKW
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