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rückkehr ins 20. jahrhundert: full moon – aufbruch zum mond

Seit Erfindung der Fotografie scheinen es vor allem die Fotos von kriegerischen Ereignissen zu sein, die sich dem kollektiven Bildgedächtnis der Menschheit fest eingeprägt haben. Zu den wenigen Ausnahmen zählen jene Aufnahmen, die – wen wundert es – nicht von dieser Welt sind. Es zählen also die Bilder dazu, die von Außerirdischen gemacht wurden, die sich Astronauten nannten und die am 24. Dezember 1968 zum ersten Mal die über dem Mond aufgehende Erde fotografierten. Es ist lange her, dass wir diese Fotos bestaunt haben. Jetzt können wir sie noch auf ein Neues bewundern. Der amerikanische Landschaftsfotograf Michael Light hat sich nämlich die Mühe gemacht, 900 Nasa-Negative digital aufzuarbeiten („Full Moon – Aufbruch zum Mond“, Verlag Frederking & Thaler, München 2002, Sonderausgabe 19,90 €). Sein Versuch ging vor allem dahin, die geradezu surreal anmutende Schärfe, die dem luftleeren Raum gedankt ist, und die extreme Farbigkeit des Originalmaterials genau herauszuarbeiten. Dabei gelang es Light in Fotos, die vor allem kartografischen Zwecken dienten, den Aspekt der Landschaftsfotografie deutlich zu machen und in simplen dokumentarischen Schnappschüssen den der Reportagefotografie. Warum eigentlich, fragt man sich beim Betrachten des Bands, wussten die Menschen schon lange vor ihren Weltraumausflügen, dass die Begriffe überirdisch und schön zusammengehören? Wbg

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