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Obwohl ihr Beitrag zum Film grundlegend ist, wird die Arbeit von Kameraleuten von der Öffentlichkeit selten in gebührendem Maße geschätzt. Umso schöner, dass im Rahmen der Marburger Kameragespräche ein Preis für herausragende Bildgestaltung im Film verliehen wird. Am Wochenende nahm ihn die Kamerafrau Judith Kaufmann entgegen. Die in Berlin lebende Österreicherin zeichnet unter anderem für die Bildgestaltung in „Elefantenherz“ (2001/2002, Regie: Züli Aladag) und „Fremde Haut“ (2004/2005, Regie: Angelina Maccarone) verantwortlich.

Peter Handke (Foto) kann es nicht lassen: Am Samstag, meldete die österreichische Nachrichtenagentur APA, hat der Schriftsteller in der serbischen Stadt Pozarevac an der letzten öffentlichen Trauerkundgebung für den verstorbenen jugoslawischen Expräsidenten Slobodan Milošević teilgenommen. „Die so genante Welt ist heute abwesend, nicht nur heute, nicht nur hier. Die so genannte Welt ist keine Welt“, sagte Handke in einer kurzen, auf Serbisch gehaltenen Ansprache. Er spielte damit auf das Fernbleiben prominenter internationaler Gäste an. Weiter sagte er: „Ich weiß, dass ich die Wahrheit nicht kenne, doch ich blicke herum, höre zu, empfinde, erinnere mich. Daher bin ich heute anwesend, in der Nähe Jugoslawiens, in der Nähe Serbiens, in der Nähe von Slobodan Milošević’.“

Handke hat in der Vergangenheit in mehreren literarischen Texten und öffentlichen Äußerungen Sympathien für die Haltung Serbiens beim Zerfall des Vielvölkerstaats Jugoslawien erkennen lassen. Besonders kontrovers war sein im Jahr 1996 erschienener Essay „Eine winterliche Reise zu den Flüssen Donau, Save, Morawa und Drina oder Gerechtigkeit für Serbien“.