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Nepals König büßt Macht ein

KATHMANDU/BONN epd ■ Das Parlament Nepals hat gestern eine drastische Einschränkung der Macht von König Gyanendra gebilligt. Die Abgeordneten stimmten ohne Gegenstimmen einem entsprechenden Vorschlag von Ministerpräsident Girija Prasad Koirala zu, berichtete die Tageszeitung Kantipur. Dem König wird damit der Oberbefehl über die Streitkräfte und alle Sicherheitsorgane des Staates entzogen. Die Kontrolle dieser Staatsorgane soll künftig Aufgabe des Parlaments und des Ministerrats sein. Die vormals „Königlich-Nepalesische Armee“ wird in „Nepalesische Armee“ umbenannt. Außerdem verliert der König sämtliche Rechte, in das parlamentarische Geschehen einzugreifen. Die nepalesische Übergangsregierung ist erst seit Ende April im Amt. Nach wochenlangen Protesten der Opposition hatte der König das Parlament, das er 2002 aufgelöst hatte, wieder eingesetzt.