taz Salon Hamburg 26.03.

Schöner töten?

Heimliche Aufnahmen zeigen Tierquälerei in Schlachthöfen. TierärztInnen standen z.T. daneben.

geschlachtetes Rind Bild: dpa

Mit versteckten Kameras haben Tierschützer im Oktober und November 2018 gleich drei Skandale in niedersächsischen Schlachthöfen aufgedeckt. Ausgemergelte Milchkühe wurden an Ketten aus Transportern gezogen, obwohl kranke Tiere gar nicht in den Schlachthof gebracht werden dürften. Rinder wurden vor dem Entbluten nicht richtig betäubt – ein qualvoller Tod. Schlachthof-Arbeiter traktierten Schweine bis zu 40 Mal mit Elektroschockern. Staatliche Veterinäre standen zum Teil daneben – und taten nichts.

Gehört Tierquälerei also zum System Schlachthof dazu? Ist sie wegen der Masse an Tieren und des Zeitdrucks unvermeidbar? Oder haben die Tierschützer nur die schwarzen Schafe der Branche erwischt? Und wozu gibt es Amtstierärzte?

Diskutieren Sie mit unseren Podiumsgästen, wie künftig zu verhindern ist, dass Rinder, Schweine oder Hühner im Schlachthof gequält werden, bevor sie auf unserem Teller landen.

Die Podiumsgäste:

Christine Bothmann, Vizepräsidentin des Bundesverbandes der beamteten Tierärzte

Friedrich Mülln von der Soko Tierschutz, die die Quälereien in Bad Iburg aufgedeckt hat

Miriam Staudte, Landtagsabgeordnete der Grünen in Niedersachsen

Peter Suel, Inhaber der Landschlachterei Theresienhof in Rathjensdorf

Moderation:

Andrea Maestro, Niedersachsen-Korrespondentin der taz

wann: Dienstag, 26. März 2019, 19.30 Uhr

wo: Kulturhaus 73, Schulterblatt 73, 20357 Hamburg

Eintritt frei