taz Salon Hamburg am 18.09. (Di)

Wohin mit der Liebe zum Fußball?

Der therapeutische taz Salon sucht nach Auswegen aus einer Beziehungskrise: Abwenden? Verändern? Verdrängen? Fremd gehen?

Spieler des HFC Falke stehen im Juli 2016 in Hamburg auf dem Platz Bild: dpa

Irgendwann hat es uns erwischt – bei vielen begann es mit der Liebe zum Ball, zum Spiel als solchem, zu neunzig Minuten ehrlichem Fußball auf Dorf- und Vorstadtplätzen. Andere sind gleich beim schönen Spiel eingestiegen, im Stadion oder vor dem Fernseher.

Alle sind wir lange den Weg des Fußballs mitgegangen – von der schönen Nebensache zum Dreh- und Angelpunkt des Kapitalflusses mit all seinen hässlichen Erscheinungen. Oft mit Zweifeln, wie sich das Gebaren der Funktionäre, Spieler und Profiteure mit unseren ethischen und politischen Vorstellungen vereinbaren lässt. Spitzenfußball und soziale Verantwortung bilden unter heutigen Vermarktungsbedingungen nun mal ein Gegensatzpaar.

Sobald der Ball rollte, hat er uns wieder mitgenommen, in die Faszination des Spiels hineingesogen. Aber in den letzten Jahren scheint etwas kaputt gegangen zu sein, immer mehr Leute berichten davon, sich trennen zu wollen oder zumindest mal eine Weile auf Abstand zu gehen. Selbst der Kicker fragt: Profitiert die Dritte Liga von der Krise des Spitzenfußballs?

Wir reden mit Menschen, die in irgendeiner Form dem Spitzenfußball verbunden sind und sich nun fragen - wie es weitergehen soll. Abwenden? Verändern? Verdrängen? Fremd gehen? Auf jeden Fall drüber reden.

Unsere Gäste:

Susanne Amar, Bloggerin, coacht Eltern von jungen Fußballern

Tamara Dwenger, Präsidentin des HFC Falke, Bezirksliga Nord

Nicole Selmer, stellvertretende Chefredakteurin des österreichischen Fußballmagazins ballesterer

Weitere Podiumsgäste sind angefragt

Moderation: Ralf Lorenzen, Autor und freier Journalist

wann: am 18. September (Di) um 19.30 Uhr

wo: im Kulturhaus 73, Schulterblatt 73, 20357 Hamburg

Eintritt frei