25. Okt.-2. Nov. / 23. Dez. 2014 - 2. Jan. 2015 (fällt leider aus)

Kairo plus Oase El-Fayoum

Reiseleiter Jannis Hagmann in Kooperation mit Karim El-Gawhary

Die Pyramiden von Gizeh   Bild: Wolfgang Zügel

Kairo - Ismailiya am Suezkanal - Oase El-Fayoum
Zum Jahreswechsel auch Alexandria

Kooperationspartner dieser Reise: Feluka-Trading

PROGRAMM Oktober

PROGRAMM Jahreswechsel

PREISE UND LEISTUNGEN

LITERATUR ZUM EINLESEN

 

PREIS: Oktober 9 Tage: 1.750 €

Jahreswechsel 11 Tage: 2.080 € (immer DZ/HP/Flug)

VERANSTALTER: Exodus Tours, Bad Lippspringe; 05252-9229079; info@exodus-tours.de

Die Reise kann nur beim Veranstalter gebucht werden.

Kairo bietet mehr als Pyramiden. Sie erhalten Einblicke in das soziale und kulturelle Leben dieser größten arabischen Metropole, die sich seit dem Arabischen Frühling 2011 ständig neu erfindet. Den aktuellen Stand werden Sie bei Treffen mit AnhängerInnen eines neuen Demokratie-Verständnisses erfahren.

Jannis Hagmann, taz-Autor und Islamwissenschaftler

Karim El-Gawhary, Leiter Nahost-Studio des Österreichischen Fernsehens ORF in Kairo und taz-Korrespondent seit 1988

 

 

Neben einem Tagesausflug nach Ismailiya am Suezkanal verlassen Sie Kairo für eine Nacht und fahren durch die Wüste in die Oase El-Fayoum. Dort besuchen Sie Fair-Trade-Kooperativen und übernachtern in einer Öko-Lodge. Bei der Reise zum Jahreswechsel gehört auch eine Fahrt nach Alexandria (mit Übernachtung) zum Programm.

Kairo ist die größte arabische Metropole, eine Stadt, die niemals ruht. Der beste Ort, um einen Einblick in das Leben und die Mechanismen einer arabisch-muslimischen Gesellschaft zu erhalten. Und Sie erleben die Bedeutung des arabischen Aufbruchs vor Ort erleben.

Die Al-Azhar-Moschee genießt höchste Autorität in Sachen Islam  Bild: Sönke Meyer-Lohmann

Geschichte wird in Kairo erlebbar: die Al-Azhar, seit über 1000 Jahre Universität und Hort islamischer Gelehrsamkeit, liegt nicht weit vom Tahrir-Platz entfernt, wo sich die junge Generation trifft. In der pulsierenden Hauptstadt im Nil-Delta sind die wachsenden Gegensätze Ägyptens deutlich spürbar.

Kairo wird geprägt durch die Spannungen zwischen verschiedenen Einflüssen der globalen Ökonomie, ländlicher Verwurzelung und religiöser Werte, zwischen lähmender Armut und exzessivem Reichtum. Jetzt wirbelt der Arabische Frühling  alles durcheinander.

In den letzten Jahren hatten sich sporadisch immer wieder zivilgesellschaftliche Initiativen gegen das verkrustete Mubarak-Regime gebildet, z.B. Menschen, die sagten: „Es reicht!“ („Kifaya“). Eine neue Qualität haben solche Initiativen schließlich durch die Facebook-Mobilisierung und die Besetzung des Tahrir-Platzes erhalten.

Graffiti nach dem Sturz von Mubarak  Bild: Archiv

Seit dem Sturz von Mubarak lebt die Stadt in einem ständigen Wechselbad der Gefühle zwischen Hoffnung und Enttäuschung. Die aktuelle Situation werden Sie bei dieser Reise erleben.

Bei dieser Reise treffen Sie Menschen, die sich gegen Ungerechtigkeit auflehnen und für ein ökologisches Gleichgewicht engagieren. Sie besuchen verschiedene Fair-Trade-Kooperativen (Handelspartner von Feluka-Trading, dem Kooperationspartner dieser Reise) und erfahren, welche Hoffnungen ägyptische Frauen mit einem fairen Handel verbinden. Sie lernen die Organisatoren eines ökosozialen Entwicklungs-Projekts in der Kairoer Müll-Stadt kennen und Journalisten, die sich aus einer säkularen Perspektive heraus mit muslimischen Gruppen auseinandersetzen. 

Korbflechterinnen eines Fair-Trade-Projekts in der Oase El-Fayoum.  Bild: Fair Trade Egypt

Insgesamt werden Sie ein breites Spektrum sozialen Engagements erleben, das unterschiedlich motiviert ist. Sie haben die Gelegenheit mit Aktivisten und Multiplikatoren über Gegenwart und Zukunft Ägyptens auf dem Gebiete der Politik, der Sozial-Ökonomie und der Kultur zu diskutieren.

Oase El-Fayoum

Von der Hektik der Metropole Kairo erholen Sie sich bei einem Ausflug in die nahe gelegene Oase El-Fayoum. Sie erleben das ländliche Ägypten. Ein fünfzig Meter unter Meeresniveau liegender großer See prägt das Leben der anderthalb Millionen Einwohner der Oase, die vor allem Landwirtschaft betreiben. Archäologen sind der Ansicht, hier sei der früheste nachweisbare Ort des Ackerbaus zu lokalisieren.

Neben dem Anbau von Feigen, Datteln und Oliven ist El-Fayoum besonders berühmt für seine reichhaltige Küche („Fayoum“ dient in der Umgangssprache als Synonym für „köstlich“). In der Oase gibt es mehrere Produktions-Kooperativen, die von der NGO „Fair Trade Egypt“ unterstützt werden. 

Anschlussreise individuell möglich

Der Veranstalter Exodus-Reisen wird Ihnen bei Interesse gerne eine individuelle Anschlussreise nach diesem Kairo-Aufenthalt zusammenstellen: sei es ein Badeurlaub am Roten Meer, eine Nilschiffsreise nach Luxor oder eine Fahrt zu den Oasen in der ägyptischen Wüste.