4. - 14. Oktober 2015 (ausgebucht)

Palästina/Jerusalem

Reiseleitung: Georg Baltissen

Der Felsendom in der Altstadt von Jerusalem.   Bild: Johannes Weber

Nablus - Ramallah - Jenin - Jericho -  Bethlehem - Hebron - Jerusalem

Kooperationspartner dieser Reise: medico international

Sie besuchen ein Theaterprojekt in Jenin (das "Freedom Theatre"), lernen zivilen Widerstand gegen die Mauer in einem Dorf kennen und unterhalten sich in Jerusalem, Bethlehem, Ramallah und anderen Orten mit Journalisten, Pädagogen, Kulturhistorikern und anderen Experten. Ziel ist es, selbst auf einer nur 11-tägigen Reise die Lebensrealität der Palästinenser aus verschiedenen Blickwinkeln wahrnehmen zu können.

PROGRAMM

PREISE UND LEISTUNGEN

LITERATUR ZUM EINLESEN

 

PREIS: 2.450 Euro (DZ/HP/Flug)

VERANSTALTER:

Biblische Reisen, Stuttgart,

Tel: 0711-619 25-0

info@biblische-reisen.de

 

Die Reise kann nur beim Veranstalter gebucht werden.

Dazu gehört, dass Sie in Beit Sahour (bei Bethlehem) zwei Tage bei palästinensischen Familien wohnen oder bei der Fahrt ins Jordantal auch eine jüdische Siedlung besuchen und sich dort mit einer Siedlerin treffen.

Georg Baltissen, taz-Redakteur; von 1997 bis 1999 Nahost-Korrespondent der taz in Jerusalem

Susanne Knaul, taz-Korrespondentin in Jerusalem

Bei der Reise lernen Sie vor allem soziale und kulturelle Initiativen aus der Zivilgesellschaft kennen, die häufig die Selbstbehauptung der Palästinenser im Auge haben und sich meist mit Problemen der Besatzung auseinandersetzen, deren Bedeutung man erst vor Ort erkennt.

Sie lernen städtisches Milieu in Ramallah ebenso kennen wie die Situation der Landarbeiter im Jordantal in der Zone C, in der Israel die alleinige Kontrolle ausübt. Was das bedeutet, spürt man vor Ort schnell.

Leider verschwindet im Ausland hinter den häufigen Bildern und Nachrichten von Gewalt und Auseinandersetzungen die alltägliche Lebensrealität in der Westbank, die in drei Zonen unterteilt ist. Die Zonen definieren den Grad an palästinensischer Autonomie und damit das Ausmaß an Blockaden und Erschwerungen im Alltagsleben, das aber in allen Fällen den Vorgaben der israelischen Militärbesatzung unterworfen ist. Die israelische Besatzung besteht inzwischen seit 48 Jahren - und eine vernünftige Lösung ist leider nicht in Sicht.

Studentinnen in der Bir-Zeit Universität  Bild: Kathrin Tintelnot

An die Spannungen im Lande werden Sie bei der Reise durchs Westjordanland an jedem Checkpoint erinnert. Aber als Touristen haben Sie weder von den Palästinensern, die sich über Besucher freuen, noch vom israelischen Militär etwas zu befürchten. Und wenn zwischen beiden irgendwo lokale Auseinandersetzungen stattfinden – was leider permanent passiert und auch bei früheren Reisen schon passierte – meiden wir diese natürlich; deren Orte bzw. Plätze sind vor Ort durchaus vorher bekannt.

Doch Sie erleben auch die landschaftlichen Schönheiten dieses Landstrichs, insb. bei einer mehrstündigen Wanderung durch Olivenhänge, und nicht zu vergessen: auf der Route liegen bedeutsame religiöse Stätten, die Sie natürlich besichtigen, wie die Grabeskirche in Jerusalem, die Geburtskirche in Bethlehem, die Abrahams Moschee in Hebron oder auch - weniger bedeutsam, aber sehr schön - der Sufi-Schrein Nabi Mussa im Jordantal. Allein Jerusalem ist eine Reise wert. Diese "Hauptstadt dreier Weltreligionen", in der sich alle religiösen und politischen Kontroversen bündeln, werden Sie knapp drei Tage lang erkunden.

Abstecher nach Jericho, eine der ältesten Städte der Welt, und nach Hebron, wo jüdische Siedler einen Teil der Altstadt bewohnen, runden die Reise ab. Dabei werden Sie Menschen begegnen, die der Besatzung trotzen, nicht mit aktivem Widerstand gegen die Gewalt, sondern vor allem in ihrer Lebenseinstellung und durch Projekte für eine bessere Zukunft.

Ein beeindruckendes Projekt dieser Art lernen Sie in Ramallah kennen: die Nicht-Regierungsorganisation „Riwaq“ engagiert sich seit über 20 Jahren für den Denkmalschutz und für das palästinensische Kulturerbe. Inzwischen arbeiten Riwaq-Mitarbeiter in 80 Dörfern. Historische Bauten werden renoviert und der Gemeinde je nach Bedarf zur Verfügung gestellt, als Versammlungsraum, als Musikschule oder als Frauenzentrum. Ziel der Organisation ist es, das Kulturerbe Palästinas zu bewahren und es zudem für die sozio-wirtschaftliche Entwicklung zu nutzen.

Graffiti an der Mauer in Bethlehem auf palästinensischer Seite  Bild: Andreas Müller

Diese Reise fand zum ersten Mal im Oktober 2008 statt. Reiseberichte finden Sie hier unten, allerdings wurde das Programm inzwischen in einigen Punkten weiter entwickelt.

Vor Ort wird die Reise von der palästinensischen „Alternative Tourism Group“ (ATG) in Beit Sahour organisiert. 2007 war sie Preisträger beim „ToDo! – Wettbewerb für sozial verantwortlichen Tourismus“, der jährlich auf der ITB in Berlin vergeben wird. Die ATG bietet jedes Jahr auch kostengünstige Aufenthalte im Rahmen der "Oliven-Kampagne" an. Näherer Informationen: www.atg.ps