20. - 30. Okt. 2014 (noch 1 freier Platz)

Palästina/Israel

Reiseleiter Thomas Hartmann (März) bzw. Georg Baltissen (Oktober)

Der Felsendom in der Altstadt von Jerusalem.   Bild: Johannes Weber

Nablus - Ramallah - Jenin - Jericho - Jerusalem -  Bethlehem - Hebron

Kooperationspartner dieser Reise: medico international

Auch 21 Jahre nach der Unterzeichnung des Oslo-Abkommens existiert kein palästinensischer Staat. Die Widerstände wurden im September 2012 anlässlich des PLO-Antrags auf UN-Vollmitglied-schaft deutlich. Die israelische Besatzung besteht seit mehr als 40 Jahren.

PROGRAMM

PREISE UND LEISTUNGEN

LITERATUR ZUM EINLESEN

 

PREIS: 2.390 Euro (DZ/HP/Flug)

VERANSTALTER:

Biblische Reisen, Stuttgart,

Tel: 0711-619 25-0

info@biblische-reisen.de

Die Reise kann nur beim Veranstalter gebucht werden.

Auseinandersetzungen und Gewalt prägen unser Bild von diesem Land. Dahinter verschwindet die alltägliche Lebensrealität der in drei Zonen unterteilten Westbank. Die Zonen definieren den Grad an palästinensischer Autonomie und damit das Ausmaß an Blockaden und Erschwerungen im Alltagsleben – das zudem immer dem Recht der israelischen Militärbesatzung unterworfen ist.

Thomas Hartmann, früher taz-Nahost-Redakteur; seit 2008 entwickelt er die "Reisen in die Zivilgesellschaft"

Georg Baltissen, taz-Redakteur; von 1997 bis 1999 Nahost-Korrespondent der taz in Jerusalem

Susanne Knaul, taz-Korrespondentin in Jerusalem

Unser Interesse gilt vor allem Friedens-initiativen und soziokulturellen Projekten der Zivilgesellschaft, die häufig die Selbstbehauptung der Palästinenser im Auge haben und sich stets mit den Problemen der Besatzung auseinander-setzen. So werden wir ein Theater-projekt in Jenin (das "Freedom Theatre") kennen lernen, palästinensische Friedensaktivisten in ihrem Dorf besuchen und uns in Ramallah, Jerusalem, Hebron und an der Universität Bir Zeit mit Künstlern, Pädagogen, Kulturhistorikern, Journalisten und anderen Experten unterhalten.

Ziel ist es, selbst auf einer nur 11-tägigen Reise die Lebensrealität der Palästinenser aus verschiedenen Blickwinkeln wahrnehmen zu können. Dazu gehört, dass wir in Beit Sahour (bei Bethlehem) zwei Tage bei palästinensischen Familien wohnen oder bei der Fahrt ins Jordantal auch eine jüdische Siedlung besuchen und uns dort mit einer Siedlerin treffen. Wir lernen städtisches Milieu in Ramallah ebenso kennen wie die Situation der Landarbeiter im Jordantal, in der Zone C, in der Israel die alleinige Kontrolle ausübt. Was das bedeutet, spürt man vor Ort schnell.

An die Spannungen im Lande werden Sie bei unserer Reise durchs Westjordanland an jedem Checkpoint erinnert. Aber Sie erleben auch die landschaftlichen Schönheiten dieses Landstrichs, insbesondere bei einer mehrstündigen Wanderung durch Olivenhaine, und die Einmaligkeit Jerusalems.

Studentinnen in der Bir-Zeit Universität  Bild: Kathrin Tintelnot

Dort werden wir uns zwei Tage aufhalten und Zeit für Besichtigungen und Erkundigungen einräumen. Abstecher nach Jericho, eine der ältesten Städte der Welt, und nach Hebron, wo jüdische Siedler einen Teil der Altstadt bewohnen, runden die Fahrt ab.

Auf unserer Rundreise werden wir Menschen und Projekten begegnen, die verschiedene kulturelle bzw. soziale Aktivitäten am Leben erhalten und der Besatzung trotzen, nicht nur in materieller Hinsicht, sondern auch in ihrer Lebenseinstellung.

Ein beeindruckendes Projekt dieser Art lernen wir in Ramallah kennen: die Nicht-Regierungsorganisation „Riwaq“ engagiert sich seit über 20 Jahren für den Denkmalschutz und für das palästinensische Kulturerbe.Inzwischen arbeiten Riwaq-Mitarbeiter in 80 Dörfern. Historische Bauten werden renoviert und der Gemeinde je nach Bedarf zur Verfügung gestellt, als Versammlungsraum, als Musikschule oder als Frauenzentrum. Ziel der Organisation ist es, das Kulturerbe Palästinas zu bewahren und es zudem für die sozio-wirtschaftliche Entwicklung zu nutzen.

Graffiti an der Mauer in Bethlehem auf palästinensischer Seite  Bild: Andreas Müller

Und nicht zu vergessen: auf unserer Route liegen bedeutsame religiöse Stätten, die wir natürlich besichtigen, wie die Grabeskirche in Jerusalem, die Geburtskirche in Bethlehem, die Abrahams Moschee in Hebron oder auch - weniger bedeutsam, aber sehr schön - der Sufi-Schrein Nabi Mussa im Jordantal.

Diese Reise fand zum ersten Mal im Oktober 2008 statt. Reiseberichte finden Sie hier unten, allerdings wurde das Programm inzwischen in einigen Punkten weiter entwickelt.

Vor Ort wird die Reise von der palästinensischen „Alternative Tourism Group“ (ATG) in Beit Sahour organisiert. 2007 war sie Preisträger beim „ToDo! – Wettbewerb für sozial verantwortlichen Tourismus“, der jährlich auf der ITB in Berlin vergeben wird. Die ATG bietet jedes Jahr auch kostengünstige Aufenthalte im Rahmen der "Oliven-Kampagne" an. Näherer Informationen: www.atg.ps