29. März - 8. April + 4. - 14. Okt. 2015

Palästina/Jerusalem

Reiseleitung: Georg Baltissen

Der Felsendom in der Altstadt von Jerusalem.   Bild: Johannes Weber

Nablus - Ramallah - Jenin - Jericho -  Bethlehem - Hebron - Jerusalem

Kooperationspartner dieser Reise: medico international

Auseinandersetzungen und Gewalt prägen unser Bild von diesem Land. Dahinter verschwindet die alltägliche Lebensrealität in der Westbank, die in drei Zonen unterteilt ist. Die Zonen definieren den Grad an palästinensischer Autonomie und damit das Ausmaß an Blockaden und Erschwerungen im Alltagsleben, das aber in allen Fällen den Vorgaben der israelischen Militärbesatzung unterworfen ist. Die israelische Besatzung besteht inzwischen seit 47 Jahren - und eine vernünftige Lösung ist leider nicht in Sicht.

PROGRAMM

PREISE UND LEISTUNGEN

LITERATUR ZUM EINLESEN

 

PREIS: 2.450 Euro (DZ/HP/Flug)

VERANSTALTER:

Biblische Reisen, Stuttgart,

Tel: 0711-619 25-0

info@biblische-reisen.de

Die Reise kann nur beim Veranstalter gebucht werden.

Das Interesse der Reise gilt sozialen und kulturellen Initiativen aus der Zivilgesell-schaft, die häufig die Selbstbehauptung der Palästinenser im Auge haben und sich meist mit Problemen der Besatzung auseinandersetzen. So können Sie ein Theaterprojekt in Jenin besuchen (das "Freedom Theatre"), zivilen Widerstand gegen die Mauer in einem Dorf kennen lernen und sich in Jerusalem, Bethlehem,  Ramallah sowie an der Universität Bir Zeit mit Journalisten, Pädagogen, Kulturhistorikern und anderen Experten unterhalten.

Georg Baltissen, taz-Redakteur; von 1997 bis 1999 Nahost-Korrespondent der taz in Jerusalem

Susanne Knaul, taz-Korrespondentin in Jerusalem

Ziel ist es, selbst auf einer nur 11-tägigen Reise die Lebensrealität der Palästinenser aus verschiedenen Blickwinkeln wahrnehmen zu können. Dazu gehört, dass Sie in Beit Sahour (bei Bethlehem) zwei Tage bei palästinensischen Familien wohnen oder bei der Fahrt ins Jordantal auch eine jüdische Siedlung besuchen und sich dort mit einer Siedlerin treffen. Sie lernen städtisches Milieu in Ramallah ebenso kennen wie die Situation der Land- arbeiter im Jordantal in der Zone C, in der Israel die alleinige Kontrolle ausübt. Was das bedeutet, spürt man vor Ort schnell.

An die Spannungen im Lande werden Sie bei der Reise durchs Westjordanland an jedem Checkpoint erinnert. Aber Sie erleben auch die landschaftlichen Schönheiten dieses Landstrichs, insbesondere bei einer mehrstündigen Wanderung durch Olivenhänge, und die Einmaligkeit Jerusalems.

Diese "Hauptstadt dreier Weltreligionen", in der sich alle religiösen und politischen Kontroversen bündeln, werden Sie knapp drei Tage lang erkunden. Abstecher nach Jericho, eine der ältesten Städte der Welt, und nach Hebron, wo jüdische Siedler einen Teil der Altstadt bewohnen, runden die Reise ab. Dabei werden Sie Menschen begegnen, die der Besatzung trotzen, nicht mit aktivem Widerstand gegen die Gewalt, sondern vor allem in ihrer Lebenseinstellung und durch Projekte für eine bessere Zukunft.

Studentinnen in der Bir-Zeit Universität  Bild: Kathrin Tintelnot

Ein beeindruckendes Projekt dieser Art lernen Sie in Ramallah kennen: die Nicht-Regierungsorganisation „Riwaq“ engagiert sich seit über 20 Jahren für den Denkmalschutz und für das palästinensische Kulturerbe.Inzwischen arbeiten Riwaq-Mitarbeiter in 80 Dörfern. Historische Bauten werden renoviert und der Gemeinde je nach Bedarf zur Verfügung gestellt, als Versammlungsraum, als Musikschule oder als Frauenzentrum. Ziel der Organisation ist es, das Kulturerbe Palästinas zu bewahren und es zudem für die sozio-wirtschaftliche Entwicklung zu nutzen.

Und nicht zu vergessen: auf der Route liegen bedeutsame religiöse Stätten, die Sie natürlich besichtigen, wie die Grabeskirche in Jerusalem, die Geburtskirche in Bethlehem, die Abrahams Moschee in Hebron oder auch - weniger bedeutsam, aber sehr schön - der Sufi-Schrein Nabi Mussa im Jordantal.

Diese Reise fand zum ersten Mal im Oktober 2008 statt. Reiseberichte finden Sie hier unten, allerdings wurde das Programm inzwischen in einigen Punkten weiter entwickelt.

Graffiti an der Mauer in Bethlehem auf palästinensischer Seite  Bild: Andreas Müller

Vor Ort wird die Reise von der palästinensischen „Alternative Tourism Group“ (ATG) in Beit Sahour organisiert. 2007 war sie Preisträger beim „ToDo! – Wettbewerb für sozial verantwortlichen Tourismus“, der jährlich auf der ITB in Berlin vergeben wird. Die ATG bietet jedes Jahr auch kostengünstige Aufenthalte im Rahmen der "Oliven-Kampagne" an. Näherer Informationen: www.atg.ps