• 15.05.2012

was fehlt ...

... Lady Gaga

Lady Gaga darf nicht in Jakarta auftreten: Nach Protesten von Islamisten hat die indonesische Polizei das für Anfang Juni geplantes Konzert abgesagt. „Wir werden keine Genehmigung für den Auftritt am 3. Juni erteilen“, sagte ein Polizeisprecher. Großmütig zeigte er sich dennoch. Das Konzert könnte an einen anderen Ort verlegt werden, sollte die dortige Polizei nichts einzuwenden haben. Konzert-Organisator Big Daddy Productions äußerte sich zunächst nicht. Er hat bereits mehr als 50.000 Karten für das Konzert verkauft. Insofern hat er ja, was er wollte. Aber die Gaga-Fans? Leeres Portemonnaie und kein Konzert.

taz paywall

Ist Ihnen dieser Artikel etwas wert?

Mehr Infos

taz.de

Ein Polizeivertreter in Jakarta verteidigte die Entscheidung, keine Genehmigung zu erteilen. Nach seinen Angaben hatte der Nationale Rat der islamischen Rechtsgelehrten höchstpersönlich gegen den „erotisch aufgeheizten“ Auftritt der exzentrischen Sängerin und Homosexuellen-Aktivistin interveniert. In der vergangenen Woche drohte bereits die radikalislamische Organisation "Verteidigerfront des Islam" damit, die 26-Jährige auf dem Flughafen abzufangen, ihr Konzert platzen zu lassen und damit zu verhindern, dass sie "ihren satanischen Glauben" in Indonesien weiterverbreiten werde.

Die taz findet das einfach gaga. (taz/afp)