• 13.08.2012

was fehlt ...

... die Nacht

Die Farbe des Nachthimmels ändert sich, sagen Berliner Forscher. Über der Hauptstadt leuchtet er derzeit rötlich, stellten FU-Physiker Christopher Kyba und Kollegen bei Messungen fest. Schuld ist das zumeist gelb-orange Licht der Straßenbeleuchtung. Mit der Umstellung auf LED-Leuchten, die kälteres, weißes Licht aussenden, erwarten die Forscher in Zukunft auch in anderen Städten einen wesentlich blaueren Nachthimmel.

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„Besonders deutlich wird das zu sehen sein, wenn der Nachthimmel bewölkt ist“, sagte Kyba. Dann werde das ausgesandte Licht besonders stark reflektiert. „Früher sprach man von der tiefschwarzen Sturmnacht. Das ist schon lange nicht mehr der Fall: Heute ist es in stürmischen Nächten wegen der Wolken sehr viel heller als in einer klaren Nacht.“

In Berlin ist das blaue Licht eines bewölkten Nachthimmels siebenmal heller als in unbewölkten Nächten, das rote Licht sogar 18 mal heller. Für Tiere kann das schlimm sein, sagen die Forscher. Für Nachtschichtarbeiter ist das gut, sagen wir. (dpa/taz)