• 14.08.2012

was fehlt ...

… der Geburtstagsgruß

Keine Zeremonien. Keine öffentlichen Geschenke. Das wird Fidel Castro ausgehalten haben, an seinem 86. Geburtstag am Montag. Aber kein Brief von der deutschen Linkspartei an den alten linken Mann aus Kuba? Das war schon sehr hart.

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Sie erinnern sich? Vor einem Jahr hatten die damaligen Parteivorsitzenden Gesine Lötzsch und Klaus Ernst Fidel zu einem „kampferfüllten Leben und erfolgreichen Wirken“ gratuliert und die „beispiellosen sozialen Errungenschaften“ Kubas gewürdigt. Das gab ein wenig Ärger. Dieses Jahr erklärte die Linkspartei am Nachmittag des Geburtstags, dass es keine Grußkarte geben wird.

Wir von der Kuba-Gruppe der taz hatten natürlich bis zum Ende des Geburtstages (nach kubanischer Zeit) gehofft, dass irgendjemand aus dem Sekretariat einfach trotzdem einen Brief schreibt und die Unterschriften der Parteichefs elektronisch drunterklebt, so wie das 2011 ja auch war. Aber Pustekuchen. So viel zur in-ter-na-tio-na-len So-li-da-ri-tät! Püh.

Immerhin ist die Begründung von Linken-Chef Bernd Riexinger sehr sympathisch. „Wir haben glaube ich gerade drängendere Probleme“, sagte er. Irgendwie ist sie ja knuffig, diese Linkspartei. (mbr)