was fehlt ...: ...der Nazikatzenfreund
Der Fall Drygalla beweist: Zu enger Kontakt zu einem Nazi bringt Probleme mit sich. Das weiß auch die Katze von NSU-Terrorhelferin Beate Zschäpe ...
Der Fall der Ruderin Drygalla hat die Debatte angestoßen, welche Konsequenzen die Liebe zu einem Nazi haben sollte. Ist es Drygalla überlassen, wen sie in Wohnung und Bett lässt oder ist wichtiger, dass man einen Freund mit rechter Gesinnung bewusst (ab-)wählen kann? Wer sich so entscheidet, muss mit den Folgen leben: Olympia-Aus, kritische Berichterstattung und Isolation.
Doch wie ist es mit einer Katze? Kann man dieser vorwerfen, einen Nazi geliebt zu haben? Umgekehrt zumindest hat Beate Zschäpe ihre Katze sehr geliebt. Das Tierheim Zwickau, gegenwärtiges zu Hause des Vierbeiners, vermutet, dass die NSU-Terrorhelferin ihre Katze verwöhnt hat. Diese gilt nun als unvermittelbar. Die Suche nach neuen Besitzern bleibt erfolglos. Sie reagiere äußerst aggressiv auf Fremde, „faucht und schlägt mit den Pfoten, sobald sich Unbekannte ihrem Käfig nähern.“
Zur Verwicklung in braune Kreise kommt also hinzu, dass die Katze auch noch fremdenfeindlich ist. Hat sie es verdient, eine zweite Chance zu bekommen, wie Drygalla, für die nun doch die Aufnahme als Sportsoldatin beantragt wurde? Zschäpes anderer Kater wurde bereits anonym vermittelt. So schlecht sieht's also nicht aus für die Miezi. (taz, lom)
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