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Gerd Rosenkranz

Foto: Anja Weber

Warum ich dabei bin?

Eher weil es sich so ergab, war ich 2001 beim taz Kongress „Wie wollen wir leben?“ dabei. Und schwer beeindruckt von der Resonanz und dem enormen Bedürfnis nach Orientierung, das sich dort bei Teilnehmerinnen und Teilnehmern offenbarte. Die taz, die mir einst half, den Einstieg in einen neuen Beruf zu wagen, hatte mal wieder den Puls der Zeit getroffen. Die Stiftung sehe ich als einen Versuch, diese Fähigkeit zu systematisieren: die Suche nach Impulsen und Impulsgebern, in der Gesellschaft und im Journalismus. Es ist schon so: Seit ich meinen Beruf ein zweites Mal gewechselt habe und nicht mehr Journalist bin, leide ich mehr noch als zuvor unter der Oberflächlichkeit und Willfährigkeit vieler meiner früheren Kollegen. Besonders wenn sie es mit wirtschaftlicher Macht zu tun bekommen. Die „Journalistenschule taz“ zu institutionalisieren, ist da keine schlechte Idee. Die Stiftung könnte werden, was auch die taz immer sein wollte: ein Zukunftsprojekt. Zugegeben, es gibt noch ein anderes, banaleres Motiv für meine spontane Zusage, dabei zu sein: Nostalgie – ich freue mich auf viele alte Bekannte.

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