15./16. Februar 2013

Seit 2006 gibt es in Berlin ein Seniorengesetz, nach dem alle fünf Jahre in jedem Stadtbezirk eine bis zu 17-köpfige Seniorenvertretung von den Menschen ab 60 „gewählt“ wird. Die soll die Interessen der Älteren vertreten und deren Teilhabe und Mitwirkung in allen Lebensbereichen verstärken. Die gewählten VertreterInnen sind Mittler zwischen SeniorInnen und Bezirksamt und anderen Einrichtungen. Ich bin dabei, weil es mir stinkt, dass „Alter“ ab 60 in all seiner möglichen Vielfalt gern ignoriert und, wenn überhaupt wahrgenommen, dann auf ein Demografieproblem und die Ursache eines Pflegenotstandes reduziert wird.

Ich bin Gründungsmitglied der Sozialen und Politischen Bildungsvereinigung L-O e. V. und des Bunten Bürgerforums. Beide Organisationen befassen sich mit der Zurückdrängung des rechten Mainstreams und arbeiten für eine tolerantere und couragierte Zivilgesellschaft. So entstanden bundesweit Kontakte, die in die Arbeit einfließen und mit denen ein beständiger Austausch stattfindet.

Pinkstinks ist eine Kampagne gegen Produkte, Werbeinhalte und Marketingstrategien, die Mädchen eine limitierende Geschlechterrolle zuweisen. Diese „Pinkifizierung“ trifft Mädchen und Jungen gleichermaßen, und Pinkstinks möchte diesem Trend entgegenwirken. Wir werben für ein kritisches Medienbewusstsein, Selbstachtung, ein positives Körperbild und alternative weibliche Rollenbilder für Kinder.

hilft MigrantInnen in Deutschland anzukommen und will die Verständigung zwischen Afrika und Europa verbessern.
Chaimite gründete den Verein Afropa und berät im Ausländerbeirat die Stadt Dresden. Er organisiert Fußballturniere und Theaterprojekte mit MigrantInnen und ist persönlicher Ansprechpartner für Asylsuchende und Opfer rassistischer Gewalt. Emiliano Chaimite kam 1986 von Mosambik in die DDR und erlebte seitdem viel Diskriminierung. „Aber wenn man immer unter sich bleibt, wird das nichts mit der Integration“, so sein Lebensmotto.
ecoact ist ein gemeinnütziger Verein, der sich für den Klimaschutz engagiert. Wir entwickeln Ideen für eine ressourcenschonende und nachhaltige Lebensweise. Wir vermitteln Kenntnisse über Regenerative Energien und ökologische Haustechnik. Wir begeistern Kinder und Jugendliche mit unseren Solarworkshops. Wir organisieren europäische Seminare zu Klimaschutzthemen und Fachtagungen zur Solartechnik.
Ich arbeite gern mit anderen Begeisterten. Begegnungen mit Gleichgesinnten aus aller Welt, bei der Betreuung von Trainees, bei Europäischen workcamps, bei der Teilnahme an UNO-Klimakonferenzen, geben mir das Gefühl, Mitglied einer internationalen „Familie“ zu sein und positives bewirken zu können.

Zur Organisation: Die Bürgerstiftung Neukölln zielt auf die Teilhabe aller Menschen vor Ort an der Gestaltung ihres Lebensumfelds und auf ein respektvolles Miteinander. Die Projekte der Stiftung basieren auf einem wertschätzenden Ansatz und eröffnen die Möglichkeit eines Dialogs auf Augenhöhe. Sie tragen dazu bei, Brücken zwischen verschiedenen Milieus zu bauen und Menschen zur Mitgestaltung zu motivieren.
Zur persönlichen Motivation: Das Patenschaftsprojekt der Bürgerstiftung Neukölln, "Neuköllner Talente", schafft ganz konkret einen Raum für Begegnung und Austausch und ist spürbar ein Gewinn für alle Beteiligten. Deshalb freue ich mich, seit März 2011 dem Projektteam anzugehören.

Der 2009 gegründete Verein Bluepngu e. V. setzt sich für eine gerechtere, sozialere und nachhaltigere Welt ein. Dazu bietet er den Nürnberger Bürgern Informationen auf Märkten und Veranstaltungen, im Internetportal und im "Regionallotsen" mit über 1.000 Adressen aus der Region. Letztes Jahr wurde von Bluepingu ein mobiler Stadtgarten geschaffen, der eine verwaiste Gewerbefläche zum Grünen und Blühen gebracht hat. Unser Motto soll positiv rüberkommen und zum Mitmachen animieren: Mach den kleinen Unterschied!

In einer globalisierten Welt sollten demokratische Mitbestimmungsrechte nicht an nationalen Grenzen enden. Das Komitee für eine demokratische UNO setzt sich seit zehn Jahren für die Einrichtung einer Parlamentarischen Versammlung bei den Vereinten Nationen ein. Eine Stimme für die Bürger der Welt.

peace brigades international (pbi) ist eine von den Vereinten Nationen anerkannte Nichtregierungsorganisation, die sich seit 1981 in Krisengebieten für Menschenrechte, den Schutz von MenschenrechtsaktivistInnen und die gewaltfreie Bearbeitung von Konflikten einsetzt. pbi wird nur auf Anfrage tätig und arbeitet unabhängig von wirtschaftlichen, religiösen oder politischen Interessen.
Immer wieder bin ich von der Hingabe und dem Mut von MenschenrechtsaktivistInnen in Konfliktgebieten beeindruckt. Mit meinem Engagement bei pbi möchte ich ihre wichtige Arbeit solidarisch unterstützen und meinen Teil dazu beitragen, die Welt gerechter für alle zu machen.

Haukari ist Kurdisch und bedeutet Solidarität. Seit 1995 arbeitet Haukari e. V. in Kurdistan/Irak. Wir unterstützen vor allem soziale Basisprojekte im Bereich Frauenförderung und Gesundheitswesen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Arbeit mit Opfern politischer Gewalt. Aktuell haben wir zwei Projekte. Das Beratungs- und Bildungszentrum Khanzad, das Frauen in Gewalt- und Krisensituationen betreut, und das Erinnerungsforum Anfal. Hier unterstützen wir Frauen, die die Anfal-Operationen des irakischen Regimes überlebt haben, bei der Errichtung einer selbst gestalteten Gedenk- und Begegnungsstätte.

Das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude in Wiesenburg/Mark stand viele Jahre leer, bis engagierte Bürger 2010 eine Genossenschaft gründeten, um es mit der Unterstützung möglichst vieler Menschen wieder zu einem Schnittpunkt regionaler Identität zu machen. Mit viel ehrenamtlichem Engagement sind mittlerweile Café und Regioladen täglich geöffnet, und es finden verschiedenste Veranstaltungen im Bahnhof statt. www.Bahnhof-am-Park.de Neben meiner Liebe zu Bahnhöfen und zum Bahnfahren begeistert mich die großartige Unterstützung durch so viele Menschen und Institutionen. Ich bin stolz auf das bisher Erreichte, und ich freue mich außerdem an der Zunahme von Mut und Einsatzbereitschaft durch dieses gute Beispiel.

Kommhelp e. V. berät und unterstützt Menschen mit schweren neuromotorischen Behinderungen bei der Nutzung von handelsüblichen Computern als Kommunikationshilfsmittel. Mit alternativen Eingabegeräten kann man auch ohne Maus und Tastatur schreiben; und eine Sprachausgabe kann die Stimme ersetzen. Wir verwenden bevorzugt freie bzw. OpenSource Software und entwickeln auch eigene Programme sowie individuelle Eingabehilfen mithilfe von Ehrenamtlichen. Ich habe vor über 20 Jahren einen spastisch behinderten nichtsprechenden jungen Mann kennengelernt, der nur sehr mühsam über Symbole kommunizierte. Mit einem einfachen Programm von mir konnte er einen PC zur besseren Verständigung nutzen. Ich konnte mit einer einfachen Idee helfen – und deswegen mache ich das weiter.

ROCK YOUR LIFE! Berlin e. V.: Nach wie vor hängt Erfolg in Deutschland stark vom soziodemographischen Hintergrund ab. Wir qualifizieren Studierende als Coaches, die ehrenamtlich Schüler aus sozial, wirtschaftlich oder familiär benachteiligten Verhältnissen auf dem Weg in den Beruf begleiten. Ziel der Coaching-Beziehungen ist es, die Schüler zu unterstützen, ihr individuelles Potenzial zu entfalten, sie in ihren Fähigkeiten, Talenten und Visionen zu stärken sowie ihre Perspektive zu erweitern. Ich engagiere mich gerne bei ROCK YOUR LIFE!, weil ich daran glaube, dass jeder Mensch Potenziale hat. Doch leider glauben viele Schüler das nicht von sich. Ein Teil davon zu sein, dies zu ändern, ist großartig, und die Reaktionen der Schüler motivieren mich immer aufs Neue.

Das Bündnis für Straßenkinder in Deutschland e. V. fördert den fachlichen Austausch von Hilfeeinrichtungen in Deutschland, die sich um obdachlose Jugendliche kümmern, und gibt den Straßenkindern eine Stimme. Mit Notschlafplätzen, Anlaufstellen, Essensversorgung und Beratung helfen die Projekte, die größte Not zu lindern. Die Mädchen und Jungen sind im Alter von 12 bis 26 Jahren, sie fliehen aus ihren Elternhäusern, zumeist vor Gewalt, sexuellem Missbrauch und der Alkohol- und Drogenabhängigkeit von Mutter und Vater. Jährlich fliehen so über 10.000 Jugendliche in die Ungewissheit. Ich arbeite gern für das Bündnis für Straßenkinder in Deutschland, weil mir die Verbundenheit der Helfer mit den Jugendlichen in lebensbedrohlicher Not Bewunderung abringt.

Amaro Foro e.V. ist eine Selbstorganisation/Verein junger Roma und nicht-Roma mit dem Ziel, junge Menschen durch Empowerment, Mobilisierung, Selbstorganisation und Partizipation zu stärken. Ich arbeite bei Amaro Foro, da ich selbst Roma-Wurzeln habe (liegt leider schon etwas zurück). Durch meine Arbeit kann ich hier vielen ein besseres Leben ermöglichen (Beratung, Projekte, Workshops) und zudem auch eine Veränderung / Sensibilisierung in der Mehrheitsgesellschaft erreichen.

Das Konzeptwerk Neue Ökonomie wurde 2011 in Leipzig gegründet. Ziel ist die Entwicklung und Verbreitung von Konzepten zur sozial-ökologischen Transformation unserer Wirtschaft. Wir sind informierte AnsprechpartnerInnen für JournalistInnen und politische EntscheidungsträgerInnen. Zudem wollen wir mit unserer Bildungsarbeit wieder mehr Interesse an wirtschaftlichen Themen wecken. Ich engagiere mich gerne beim Konzeptwerk, weil bisher in Deutschland ein Akteur fehlt, der die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur sozial-ökologischen Transformation verständlich und medienwirksam darstellt. Außerdem ist es mir wichtig, unabhängig und basisdemokratisch zu arbeiten.

RWE ist mit dem Rheinischen Braunkohlerevier Europas größter CO² Einzelemmitent und damit Klimmakiller Nr.1. Deshalb macht der Braunkohleabbau durch radioaktiven Feinstaub nicht nur die gesamte Region krank, sondern ist global betrachtet vor allem ein gigantisches soziales Problem. Deshalb leisten wir, die WaldbesetzerInnen des Hambacher Forst, zusammen mit der lokalen Bevölkerung widerstand, immer mehr, immer vielfältiger und immer erfolgreicher. Meine Motivation: Zwangsumsiedlungen, Klimaflüchtlinge, Waffenproduktion, Korruption, Umweltzerstörung, Gesundheit und vieles mehr hängt unmittelbar mit dem Thema Braunkohle zusammen. Die Einfachheit all diese Themen zu verknüpfen ist es, was das Thema Braunkohle so spannend macht.

digitalcourage e.V.": Der Verein „digitalcourage e.V.“ setzt sich für den Erhalt einer lebenswerten Welt im digitalen Zeitalter ein. Durch Kampagnenarbeit sollen Bürgerrechte, ungehinderte Kommunikation und Datenschutz gefördert sowie ein Bewusstsein für den Wert der Privatsphäre geweckt werden. Gemeinsam mit anderen Bürgerrechtsorganisationen trägt der Verein maßgeblich dazu bei Überwachung und Datensammeln in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung zu bringen.
In der Kampagne „Stop it! Rassismus bekämpfen – alle Lager abschaffen“ kämpfen AktivistInnen und Flüchtlinge aus verschiedenen Orten von Mecklenburg-Vorpommern gegen Lagerunterbringung und andere rassistische Ausgrenzungs- und Diskriminierungspraxen wie das Gutscheinsystem. Ein weiteres Ziel ist, den Diskurs bezüglich aktueller Themen wie dem Gedenken an das NSU-Opfer Mehmet Turgut aus antirassistischer und antifaschistischer Perspektive mitzugestalten.
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am 15. / 16. Februar 2013
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