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Die Organisatorinnen

Seit 2010 hat der taz Panter Preis organisatorisch eine Doppelspitze – Kristin Anderson und Aliki Koútras sind in der taz für die Organisation von Veranstaltungen und Messepräsenzen zuständig.


Kristin Anderson
sah die Mauer als Elfjährige fallen. Nach dem Abitur machte sie zunächst ein Freiwilliges Ökologisches Jahr beim Umweltamt in Leipzig. Danach lernte sie Verlagskauffrau bei der „Mitteldeutschen Zeitung“, wechselte aber bald nach dem Abschluss zum Studium nach Berlin.

Aliki Koútras
1965 in Hannover geboren wurde Aliki Koútras erst Berlinerin, dann Tischlerin, dann Mutter. Später wurde sie auch noch Veranstaltungskauffrau, Fremdsprachenkorrespondentin und taz-Eventmanagerin. Dann machte ihre noch sehr junge Tochter sie 2008 unerwartet zur Oma.



Wer für den Panter Preis nominiert ist, hat Beachtliches auf die Beine gestellt. WelcheR der vielen „HeldInnen des Alltags“ hat dir bisher am meisten imponiert?


Imponierend sind sie ja irgendwie immer alle. Aber ganz besonders mitgefiebert habe ich bei Julius Deutsch. Er entwickelt Computerlösungen, die es Schwerstbehinderten ermöglichen, sich der Außenwelt mitzuteilen. Es klingt so einfach, aber es ermöglicht Menschen, die von ihrer Umwelt abgeschnitten sind, ein „neues“ Leben.

Am liebsten hätte ich, dass sie alle mit einem Panter ausgezeichnet werden. Aber die Arbeit von Heike Heinenberg hat mich besonders berührt. Sie war 2008 Panter-Nominierte, weil sie jungen Müttern in Krisensituationen Hilfe zur Selbsthilfe gibt. Das finde ich deshalb so wichtig, weil viele Menschen schon an ihre Grenzen kommen, wenn sie ihr eigenes Leben selbständig regeln müssen – ob ihre Beziehungen oder ihre Existenz. Und dann kommt ein Kind dazu ... Das ist eine große Herausforderung, die oft von nur einer Person gemeistert werden muss. Scheitert sie, leiden Eltern, Kinder und in letzter Konsequenz wir alle, die wir mit verstörten Jugendlichen und Erwachsenen konfrontiert werden.



Jedes Jahr schlagen taz-LeserInnen aus ihrem Bekanntenkreis neue „HeldInnen des Alltags“ vor. Wem aus deinem persönlichen Umfeld würdest du gerne mal einen Preis verleihen und wofür?


Der Klassiker – meine Mama. Aber auch meiner Freundin Annett, die eines Tages nicht mehr mit ansehen konnte, dass viele Kinder heutzutage an kleinsten motorischen Herausforderungen wie einer Rolle rückwärts scheitern. Sie hat daraufhin eine Sportgruppe gegründet, ihre Arbeitszeit reduziert und spielt nun viermal die Woche mit rund 90 Kindern Floorball. Nach all den Jahren ist es toll zu sehen, dass die Kinder sich nicht nur bewegen, sondern vor allem auch, wie sie zu kleinen Persönlichkeiten mit jeder Menge Selbstvertrauen herangewachsen sind.

Meinem Exmann als „Opa des Jahres“. Als unsere Tochter Yasmin im letzten Sommer kurz vor Ausbildungsbeginn ins Krankenhaus musste (ich war in Frankreich), sprang er heldenhaft in die Bresche, gewöhnte unsere Enkeltochter in den Kindergarten ein, schmiss den Haushalt und kümmerte sich um alle nötigen Behördengänge. Ohne ihn hätte unsere Tochter ihre Ausbildung nicht anfangen können.



Zivilcourage und Partizipation fängt immer im eigenen Alltag an. Wann wacht der Panter in dir auf und kämpft für eine gute Sache?


Neulich wurde vor mir eine Frau in die S-Bahn-Gleise gestoßen. Weder half einer der Umstehenden, noch wollte jemand etwas gesehen haben. Dies hat mich erschüttert und den Panter in mir geweckt.

Im Kleinen und meist unterwegs, z.B. wenn ich sehe, dass jemand zum Opfer gemacht wird und keiner sagt was. Aber es geht ja nicht allein ums „Kämpfen“. Wenn jemand hilflos auf der Straße liegt oder verwirrt nicht nach Hause findet, braucht der/die auch Unterstützung. Ich bin mir nicht zu fein dafür.



Kaum ist der taz Panter Preis vergeben, geht schon die Suche nach den nächsten „HeldInnen des Alltags“ los. Was ist für dich der schönste Moment im taz-Panter-Jahr?


Der Moment der Verkündung der PreisträgerInnen. Wenn man zunächst die Überraschung, später die Überwältigung und dann einfach nur noch Freude in den Gesichtern sieht. In diesen Momenten, weiß man, wofür man ein Jahr gearbeitet hat.

Wenn alles getan ist. Prost!



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taz Panter Preis

Ausführliche Informationen zum Preis für die HeldInnen des Alltags.

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