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taz Panter Workshop Nr. 8

Grün. Die Farbe des Jahres?!

von Carsten Reichelt

Zwanzig junge Menschen haben am verlängerten Wochenende in der taz eine Sonderbeilage für die Montagszeitung gestaltet. Die Stiftung der taz hat die Nachwuchs-JournalistInnen eingeladen, vier leere Seiten zum Thema „Grün. Die Farbe des Jahres" zu füllen. Je zehn Frauen und Männer zwischen 18 und 28 haben Interessantes recherchiert und aufgeschrieben: Von drohender Ökodiktatur bis zum Umweltfestival im grauen Marzahn.

Die aus über 1000 BewerberInnen ausgewählten Nachwuchs-JournalistInnen haben vier Wochen vor Beginn ein Thema für die nächste Akademie-Beilage der taz gestellt bekommen: „Grün. Die Farbe des Jahres?!“. Neunzehn junge Menschen aus allen Ecken Deutschlands und eine Wahlwienerin hat die taz Panter Stiftung in die Rudi-Dutschke-Straße zum 8. Workshop der taz Akademie eingeladen.

Die TeilnehmerInnen begutachten die Ergebnisse der letzten Workshops. Alle Fotos: Sebastian Heiser

Am Himmelfahrtstag wird es dann ernst: die TeilnehmerInnen stellen die Ergebnisse ihrer Vorrecherche in einer ersten Redaktionskonferenz im taz Haus in Berlin vor. Ganz schnell ist klar: die grüne Revolution in Nordafrika ist gar nicht grün und sprengt den Rahmen der vier taz Seiten. Und: die Grüne Partei und die Bündnisneunziger finden alle als Thema viel zu langweilig.

Basisdemokratie im Viertelstundentakt

„Grün. Ein Lebensgefühl“ – Das ist das neue Arbeitsthema. Vier Untergruppen für vier Seiten werden gebildet. Basisdemokratie im Viertelstundentakt: ein gesitteter Abstimmungsmarathon folgt. Keine Kontroversen, keine Auseinandersetzungen. Grün. Die Farbe der Harmonie. Die Diskussion geht später auf einer Party in Kreuzberg weiter. Bei heißen Temperaturen und einem kühlen Bier wird über Ökodiktatur, Greenwashing, Grünes Bewusstsein und die Grüne Internationale philosophiert.

Der Workshop wird von der Panter Stiftung finanziert und ist für die Teilnehmenden gratis.

David gegen Goliath: Perlentaucher gegen FAZ

Am Freitag erweist sich der Brückentag zwischen Himmelfahrt und dem anschließenden Wochenende als journalistinenunfreundlich. InterviewpartnerInnen sind Mangelware oder nur durch krächzende Telefonleitungen hindurch auf Hiddensee erreichbar. Die Temperatur im Konferenzraum der taz steigt. Alternativen werden gesucht und gefunden. Beim ersten Seminar des Workshops mit Thekla Dannenberg von Perlentaucher.de stehen die Unterschiede zwischen Print und Online im Mittelpunkt. Über Auseinandersetzungen mit der FAZ erfahren die TeilnehmerInnen ebenso wie über URL-Verkürzer a la Bitly.

Je zehn Frauen und Männer dürfen am Workshop in der taz teilnehmen.

Umweltfestival in Berlin-Marzahn

Dann schreiben, Rat holen, seminieren, zuhören, diskutieren, recherchieren und immer wieder Zeichen zählen. Coach Elisabeth Schmidt verrät Kniffe und Tricks für die Arbeit an den Texten. Auf einem Umweltfestival in Berlin-Marzahn scheinen zwei Teilnehmer verschollen zu sein. Seit acht Stunden sind die jungen Männer im Berliner Osten abgetaucht. Da scheint etwas nicht ganz grün zu sein. Zum vegetarischen Abendessen kann Entwarnung gegeben werden. Die beiden haben keinen EHEC-Anfall von grünem Salat bekommen und sind wohlbehalten wieder in der Dutschke-Straße angekommen. Am Sonntag wird alles mit Hilfe der fachkundigen Unterstützung des taz Layouts in eine Form und in zwei Farben gepresst. Schwarz-Grün! Ein Omen für Berlin?

Bei der Produktion der taz Sonderbeilage werden die TeilnehmerInnen von taz RedakteurInnen unterstützt.

Schwarz-Grün. Ein neuer Anstrich für Berlin?

Beim Abschlussseminar zucken Gesine Agena und Emily Büning vom Bundesvorstand der Grünen Jugend auf diese Farbkombination angesprochen nur mit den Schultern. „Das ist keine Option für uns“ sagen die beiden. Mit einem grünen Ökosekt in den Händen wird sich dann am Sonntagabend auf die Schultern geklopft. Blattkritik überstanden. Jetzt sind wir auf die Reaktionen der taz LeserInnen gespannt. Eines haben die 10 Frauen und 10 Männer jetzt aber schon bewiesen: Zeitung können sie machen. Grünschnäbel sind sie nicht mehr!

Klicken Sie auf die Grafiken, um sich die im Workshop Nr. 8 produzierten Seiten als PDF-Datei herunterzuladen.

Texte von TeilnehmerInnen als Audiodatei:

Auf grünen Pfaden

Kein grünes Indien

Umweltschutz ist Heimatschutz

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