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Konny Gellenbeck

Lehrerin, Fundraiserin und Leiterin der taz Genossenschaft

Es war ihr persönliches Briefgeheimnis! Jahrelang unterschrieb Konny Gellenbeck ihre Geschäftspost nur mit einem diskreten "K. Gellenbeck". Die andere Seite musste ja nicht gleich erfahren, dass sich hinter dem Absender eine junge, attraktive Frau verbarg. Als Verwalterin der rund 800 "Knast-Abos" hatte sie es vor allem mit männlichen Gefangenen zu tun. "Da sollte sich niemand Hoffnungen machen." Heute, zwanzig Jahre später, schreibt Konny Gellenbeck immer noch Briefe. Aber inzwischen ist sie es, die sich dabei große Hoffnungen macht. Denn seit 1996 ist die studierte Gymnasiallehrerin für die taz Genossenschaft und ihre über 11.000 Mitglieder zuständig. 2008 kam die gemeinnützige taz Panter Stiftung dazu, deren Aufbau sie maßgeblich gestaltete.

Aus dem kleinen Geno-Team hat sie mit den Jahren eine gut organisierte Abteilung geformt, die die Akquise von Investitionsgeldern mit den modernen Mitteln des Direkt-Marketings betreibt. "Trotzdem bleibt die individuelle Betreuung der Schlüssel zum Erfolg", weiß Konny Gellenbeck, und so beantwortet sie immer noch viele Anfragen persönlich. Das Engagement zahlt sich aus: Jedes Jahr fließen über die Genossenschaft Hunderttausende in die taz. Auch ein Ex-Knacki hat schon 500 Euro gezeichnet. Jeder Brief zahlt sich eben irgendwann aus.