taz logo klein

Jana Petersen

Ex-Schauspielerin, Ex-Hamburgerin und stellvertretende Ressortleiterin der Sonntaz

SIE HÄTTE AUCH EINFACH DEM ERFOLG FOLGEN KÖNNEN. Aber das wäre einfach zu einfach gewesen. Kaum zwanzig Jahre alt, war die Hamburgerin schon eine gefragte Schauspielerin: Sie drehte mit Hans-Christian Schmid und Sönke Wortmann. Die Teeniekomödie „Seventeen“ machte sie einem breiten Publikum gesichtsbekannt. In einem Alter, in dem andere überhaupt mal über Familie und Karriere nachdenken, hatte Jana Petersen schon einen Sohn im Schulkindalter und ihren Beruf bereits wieder aufgegeben. „Was ich machen wollte, habe ich gemacht“, sagt Jana. Mit dem Journalismus hat sie sich nun ihren Jugendtraum erfüllt, vielleicht sogar (zurück)erobert: Journalistenschule statt Kinokarriere und dann die politische taz statt der glamourösen Vanity Fair, wo sie zunächst im Ressort „Stil“ arbeitete.

„Hierher kommt man nicht aus Versehen“, sagt Jana Petersen und zeigt auf die etwas abgelegenen Redaktionsräume im sechsten Stock des taz-Hauses. Das Wochenendmagazin sonntaz ist eine taz in der taz, es setzt eigene Themen, feiert eigene Erfolge. Offiziell ist Jana Petersen hier Nachwuchs. Aber wer ihr Interview mit Margarete Mitscherlich oder ihre Gedanken zur Muße liest, spürt, dass da jemand fragt und schreibt, der bereits viel Erfahrung gesammelt hat. Und mehr Lust hatte, sich treu zu bleiben als dem Erfolg.

Die tageszeitung wird ermöglicht durch

12.571

GenossInnen, die in die Pressefreiheit investieren.