
Bürokauffrau, Krankenschwester und "tazpresso"-Chefin
Sie ist Krankenschwester, Bürokauffrau und Heilpraktikerin. Sie hat Psychologie und Pädagogik studiert, als Hauskrankenpflegerin gearbeitet und in Kreuzberg eine türkische Mädchengruppe geleitet. In der taz wunderte sich deshalb niemand, als die Leiterin der Aboabteilung vorschlug, im Erdgeschoss des Verlagshauses ein Café aufzumachen. Sigrid Renner kam Mitte der neunziger Jahre zur taz. Dreimal wurde die allein erziehende Mutter von der basisdemokratisch organisierten Abo-Abteilung zum Vorstellungsgespräch gebeten, dann hatte sie endlich die begehrte Planstelle.
Heute bewirtschaftet Sigrid Renner gemeinsam mit ihrem Kollegen Nikolaus Haupenthal das taz-Café. Die Idee zum "tazpresso", einer taz-typischen Mischung aus Empfang, Café, Kantine und Veranstaltungsort, kam der taz schon vor Jahren, als sich die Aboabteilung peu à peu zum Kunden-Center mit Service-Bewusstsein und prosperierendem tazshop wandelte: In einer "begehbare" taz sollten nicht nur interessierte taz-LeserInnen einen Ansprechpartner, sondern auch die vielen schönen Dinge aus dem tazshop ihren Platz finden. Aber lange fehlte der geeignete Raum für den beruflichen Neuanfang. "Als dann der Buchladen im taz-Haus schließen musste, dachte ich: Das ist doch die Chance für die taz - und für mich!"
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