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Peter Unfried

Blattmacher, neuer Öko und Chefreporter der taz

Sein energisches „taz muss sein“ gilt bis heute . Als Peter Unfried 1994 zur taz kam, wurde seinetwegen extra der Quotierungsbeschluss aufgehoben: Für die alternative Sportredaktion war dieser „subversive Schwabe“ absolut unverzichtbar. Was damals für die „Leibesübungen“ stimmte, gilt längst für die ganze taz: Von 1999 bis 2009 war Unfried stellvertretender Chefredakteur, Stück für Stück hat er in dieser Zeit die Zeitung zu dem umgebaut, was er ein „Orientierungsmedium das 21. Jahrhunderts“ nennt. Mit dem „Schwerpunkt“, dem großformatigen Titelthema und den Gesellschaftsseiten „tazzwei“ sei die taz jetzt bereit für eine Gesellschaft, in der man „die Guten nicht mehr am Haarschnitt oder Dresscode erkennen kann“.

Für Chefreporter Unfried ist die taz „mehr als eine Zeitung“. Deren Einzigartigkeit zeigt sich nicht zuletzt in ihrer Selbstorganisation als Genossenschaft. „Das ist die Voraussetzung für wahrhaft unabhängige, kritische Berichterstattung, die sich an den Interessen der Gesellschaft orientiert.“ Seit er 2006 nach eigenem Bekunden vom Ironiker zum „neuen Öko“ konvertierte, hat der Familienvater ein neues persönliches Ziel: Die Schaffung einer gesellschaftlichen Klimakultur, mit deren Hilfe Energiewende und Auswirkungen des Klimawandels bewältigt werden. Das muss nämlich auch sein. Seit 2009 ist Unfried Chefreporter der taz.