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Matthias Urbach

Diplomphysiker, Ökojournalist und Online-Chef der TAZ

IN DER PHYSIK LASSEN SICH JEDER SACHE FESTE "WERTE" ZUORDNEN.Für die LeserInnen der taz ist der Wert ihrer gedruckten Zeitung schon lange relativ: Wer es sich leisten kann, zahlt für sein Abo freiwillig erheblich mehr. „Nur im Internet wird der Wert journalistischer Inhalte bislang noch als große Unbekannte gehandelt“, weiß Matthias Urbach.

Wenn es nach ihm geht, wird die Aktion „taz-zahl-ich“ dies bald ändern. Statt wie andernorts den Online-Auftritt mit Bezahlschranken zu verbarrikadieren, wirbt Urbach für ein Modell der Freiwilligkeit. „Gegen die Gratiskultur setzen wir eine Kultur der Fairness.“ Die Frage „Was ist dir dieser Artikel wert?“ beantwortet bei taz-zahl-ich“ jeder User für sich selbst.

Als Urbach 1997 von der Hamburger Morgenpost nach Berlin kam, stellte die taz ihre Printausgabe schon lange ins Internet. Vollständig und kostenfrei. Seit 2007 baut Urbach taz.de zu einem dynamischen News-Portal aus. Inzwischen hat seine digitale Ausgabe mehr Leser als die gedruckte taz. „Der Strukturwandel ist nicht aufzuhalten“, so Urbach. „Die Bezahlschranke schon.“

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