(Berlin) „Schön, hier zu sein. 20 Möglichkeiten, über die Gegenwart zu schreiben“, so lautet das Motto der Kurzgeschichten-taz, die am 31. Dezember als Sonderausgabe im Rahmen der Wochenendausgabe sonntaz erscheint.
Die taz veröffentlicht auf 20 Seiten ausschließlich literarische Texte und hat dafür prominente SchriftstellerInnen gewonnen. Unter den Literaten sind international bekannte Namen wie der Niederländer Cees Nooteboom und die junge finnisch-estnische Schriftstellerin Sofi Oksanen, die bislang noch unveröffentlichte Erzählungen beisteuerten. Andere wie der Kroate Edo Popovic und die Deutsch-Amerikanerin Ann Cotten schrieben ganz neue Stories.
Die Kurzgeschichten-Sonderausgabe enthält außerdem unveröffentlichte Notizen aus dem Nachlass Walter Kempowskis, ein Kapitel aus dem neuen Buch der Iranerin Pashua Bashi und einen Text des Literaturnobelpreisträgers J.M. Coetzee.
Weitere Beiträge kommen von Henning Ahrens, Carlos Busqued, Edo Popovic, Jochen Schmidt, Benjamin Stein, Kim Thuy, Tina Übel, Ulf Erdmann Ziegler u.a. Detlef Kuhlbrodt komplettiert die schöne literarische Ausgabe mit einem Reigen von zwölf Kalendergeschichten.
Illustriert wird jede Seite der Ausgabe von einem anderen Künstler. Beck, Izhar Cohen, Felix Gephart, Doro Huber, Dieter Jüdt, Yvonne Kroese, Vitali Konstantinov, Yvonne Kuschel, Joe Villion und taz-Zeichner TOM sind neben vielen anderen dabei.
Die taz-Kurzgeschichten Sonderausgabe erscheint am 31. Dezember 2010.
Anfragen zur Kurzgeschichten-taz beantworten Dirk Knipphals, Tel.030-25902244, knipphals@taz.de und Jana Petersen, Tel.030-25902349, jp@taz.de.
taz und Freitag präsentieren:
Nach der Auftaktveranstaltung zum Thema universitäre Bildung lädt die taz im April 2011 zum zweiten taz.lab: Der Medienkongress findet am 8. und 9. April im Berliner Haus der Kulturen der Welt in Berlin statt.
Mit Aufkommen des Internets als globalem, demokratischem Informationsmedium träumte die Medienbranche in den 1990er Jahren von einer journalistischen und digitalen Revolution. Viel ist davon heute nicht übrig geblieben. Von Krise der Medien ist die Rede und davon, dass Zeitungen keine Zukunft mehr haben. In den USA wurden in den
vergangenen Jahren wichtige Titel eingestellt. Und auch deutsche Printmedien entließen JournalistInnen in Teamstärke, häufig zulasten journalistischer Qualität.
Die taz hat diesen Krisenbefund im Blick, wenn sie mit einer Reihe hochkarätiger KooperationspartnerInnen zum zweiten tazlab lädt: "So haben wir uns die Revolution nicht vorgestellt! – Der Medienkongress in Berlin“.
Erfoderlich ist eine kritische Bilanz. Welche Kontrollmöglichkeiten über die Mächtigen stehen der Presse noch zur Verfügung? Sind Presseunternehmen nicht vorrangig zu einem Wirtschaftszweig geworden, der unter der Maxime der Gewinnerzielung steht? Wächst durch die Verkleinerung und Schließung von Redaktionen die Gefahr, dass Zeitungen zu Spielwiesen von lobbyistischen Interessen werden? Hat die mediale Öffentlichkeit ihr moralisches Rückgrat verloren?
Die taz kooperiert für diesen Medienkongress mit der Wochenzeitung Freitag. Die KollegInnen bringen die „Freitag-Fabrik“ mit, die Raum für kritische Debatten bieten wird.
Mit eingeladen und zugesagt haben obendrein der Guardian, das Leitmedium der kritischen Öffentlichkeit in Großbritannien, die Internet-Plattform perlentaucher.de, die Nichtregierungsorganisation Reporter ohne Grenzen und die Redaktion der deutschen Ausgabe von Le Monde diplomatique.
Die taz Panter Stiftung wird das taz.lab Medien inhaltlich und organisatorisch unterstützen.
Das tazlab medien 2011 beginnt am Freitag, den 8. April 2011 ab 18 Uhr mit einer großen Auftaktveranstaltung und wird am Samstag, den 9. April 2011 ganztägig fortgesetzt.
Eintrittskarten für den Kongress können ab Mitte Januar 2011 bestellt werden. Die Karten kosten 10,-, 20,- oder 30,- Euro. Wie immer stellt die taz es Ihren BesucherInnen frei, einen Preis zu wählen.
Das taz.lab medien ist erreichbar unter taz.lab@taz.de, Anfragen beantwortet Jan Feddersen, Tel. 030-259 02 248.
(Berlin) Die taz provoziert mit kontroversen Beiträgen zum Thema Deutschsein und Migration. Junge Kolleginnen und Kollegen deutscher und nicht-deutscher Herkunft produzieren zu morgen eine 24-seitige Sonderausgabe. Die Produktion wird geleitet von Marie-Claude Bianco, Alem Grabovac und Emilia Smechowski. 14 Gäste aus Politik, Kultur und Journalismus produzieren die Sonderausgabe mit eigenen Texten und streiten engagiert über die bereits vorliegenden Beiträge.
Die am 7. Dezember erscheinende Ausgabe vereint konstruktive und kritische Beiträge zum Thema Deutschsein und Migration. Europaparlamentarier Daniel Cohn-Bendit wirft der deutschen Rechten Dogmatismus und Mythenbildung vor. Medientheorieprofessor Norbert Bolz antwortet mit einem provokanten Beitrag: „Linke Lebenslügen“. Die Ausgabe erhält außerdem ein Streitgespräch mit dem Autoren Thomas Brussig, dem Regisseur Neco Celik, der Politologin Naika Foroutan und der Vertriebenen-Politikerin Erika Steinbach.
Vor allem ein Gespräch zwischen Thilo Sarrazin („Deutschland schafft sich ab“) und dem Publizisten Henrik M. Broder sorgt in der Redaktion der Sonderausgabe für Diskussionen. Redaktionsleiterin Emilia Smechowski unterstreicht, dass die Redaktion dieses Gespräch unbedingt und in genau dieser Form bringen wollte. „Wir haben uns gefragt, ob sich Sarrazin einem Gesprächspartner gegenüber offener zeigt, der seine Thesen nicht ablehnt. Und das hat sich bestätigt.“ Autor Feridun Zaimoglu: „Die taz muss das Gespräch bringen. Natürlich bietet man diesem Autor damit einmal mehr eine Plattform für seine zweifelhaften Ansichten. Aber soll man den Text etwa zensieren?“
Mit Statements, Streitgesprächen, Analysen, Reportagen und Momentaufnahmen beteiligen sich außerdem die Schriftsteller Maxim Biller und Wladimir Kaminer, der ARD-Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar und viele andere.
Die Produktion der Sonderausgabe betreuen
Hatice Akyün, freie Journalistin und Schriftstellerin
Mo Asumang, Schauspielerin und Journalistin
Imran Ayata, Pop-Literat
Sevim Dagdelen, Die Linke
Yonas Endrias, Politologe+Rassismusforscher
Pegah Ferydoni, Schauspielerin („Türkisch für Anfänger“)
Dunja Hayali, Journalistin und ZDF-Moderatorin
Jeannine Kantara, Journalistin („Die Zeit“)
Hassan Katheeb, seit 18 J. geduldeter Palästinenser, Jura-Student
Kien Nghi Ha, Politologe und Autor
Danko Rabrenovic, Autor, „Balkanizer“ und Musiker
Waridi Schrobsdorff, Ex-Model und Aids-Aktivistin
Mariam Stibenz, Migrationsbeauftragte Berlin-Mitte
Feridun Zaimoglu, Schriftsteller
Fragen zum Projekt beantworten Jan Feddersen, Tel. 030-259 02 248 oder Anja Mierel, Tel. 030-259 02 137.
Die Verträge zur Privatisierung der Berliner Wasserbetriebe sind nicht länger geheim: Die taz, Die Tageszeitung, stellt die Wasserverträge am Samstag, den 30. Oktober, um 0 Uhr zum Download auf ihre Webseite unter www.taz.de/wasservertrag bereit.
Damit liegen auch die umstrittenen Details der Gewinnermittlung und -verteilung vor. Seit der Privatisierung floss an die privaten Konzerne ein Gewinn von 1,3 Milliarden Euro. Das Land Berlin erhielt lange Jahre weit weniger Anteile am Gewinn, obwohl es noch die Hälfte der Anteile besitzt. Inzwischen sind die Wasserpreise mit Hilfe von ebenfalls vertraulichen Änderungsvereinbarungen soweit gestiegen, dass auch das Land einen höheren Gewinn macht.
Mit einem Paragrafen des Wasservertrages wird unter anderem auch eine Entscheidung des Landesverfassungsgerichts Berlin ausgehebelt. Das hatte im Teilprivatisierungsgesetz die zu hohe Verzinsung des Kapitals moniert, auf der die Gewinngarantie für die privaten Investoren beruht. Im Vertrag jedoch wird das Land Berlin für den Fall eines solchen Urteils ausdrücklich zum Ausgleich der wirtschaftlichen Nachteile verpflichtet. In einer geheimen Zusatzvereinbarung zu dem Vertrag legte die rot-rote Koalition zudem fest, dass ab dem Jahr 2008 wieder die ursprüngliche, für verfassungswidrig erklärte Formel zur Berechnung der Verzinsung gilt.
Der Vertrag ist vom Jahre 1999, von der taz mit veröffentlichte Änderungsvereinbarungen reichen bis in das Jahr 2004. Die schwarz-rote Regierung unter Eberhard Diepgen (CDU) hatte die Berliner Wasserbetriebe zu 49,9 Prozent verkauft und dafür 3,3 Milliarden Mark erlöst. Die Offenlegung des Vertrags wird seit Jahren durch Klagen und ein Volksbegehren angestrebt.
Mit einem 45-sekündigen Kinospot bewirbt die taz ab Ende Oktober ihr neues Wochenendabo. Das neue taz-Aboangebot wurde gelauncht mit einer Anzeigen- und Beilagenkampagne, fotografiert von Daniel Josefsohn. Die Idee zum jetzt startenden Kinospot hatten Jens Junker und Simone Schirmer. Der Spot thematisiert das Wochenendabo auf selbstironische, humorvolle, freche Art. Eine Szene aus Helge Schneiders Film "Jazzclub" ist dabei die Grundlage.
Helge Schneider agiert in dieser Sequenz als Zeitungsausträger. Es regnet und stürmt, verzweifelt stopft er die einzelnen Briefkästen mit völlig durchweichten Zeitungen voll. Die ganze Situation ist so grotesk, dass man nicht mehr weiß, ob man weinen oder lachen soll. Die Szene ist lakonisch, tragisch und trist und dennoch von einer gewissen Schönheit.
Jens Junker ist Absolvent der Hochschule für Film und Fernsehen München (HFF) und Preisträger des Max-Ophüls-Preises beim Filmfestival Saarbrücken 2009. Mit Philipp Haucke erfand er 2005 den taz-Kinospot "Kalle, gib mal Zeitung", dessen Veröffentlichung nach juristischer Intervention des Axel Springer Verlags zunächst unterbunden wurde. Mit Simone Schirmer gründete Junker das Kollektiv für Kunst und Reklame KING KHALIL.
Ab Donnerstag, den 28.10.2010 ist der neue Kinospot der taz bundesweit in 200 Kinos der cinemaxx-Kette zu sehen. Er läuft darüberhinaus in etlichen Programmkinos.
Spot: taz Wochenendabo
Länge: 45 Sekunden
Idee und Realisation: Jens Junker und Simone Schirmer, KING KHALIL
Produktion: Walker + Worm Film GmbH, München
Kreativdirektion taz: Nina Schoenian
Weitere Informationen zum Kinospot erhalten Sie bei Wilhelm Vogelpohl, taz Werbeleitung. (o 30) 25 902 132, wv@taz.de
(Berlin) Die taz bietet ab sofort ein Wochenend-Abonnement. Zum Preis von 12,90 Euro im Monat erhalten die LeserInnen die jeden Samstag erscheinende durchgehend vierfarbige Wochenendausgabe mit 16 Seiten aktueller Berichterstattung und der Wochenendbeilage sonntaz. Die taz unterstreicht somit die Bedeutung ihrer Wochenendausgabe: Ab dem 18. September wird diese erweitert und umfasst dann 24 Seiten. Auf mindestens 40 Seiten zuzüglich der Lokalausgaben wird den LeserInnen ein attraktives Wochenendprodukt angeboten.
Die taz unterstreicht mit dem Aboangebot Erfolg und wachsende Bedeutung ihrer Wochenendausgabe. Laut einer Umfrage unter taz-KioskkäuferInnen würden 63% ein Wochenend-Abo abschließen. Das Risiko, dass allzu viele BezieherInnen der wöchentlichen Vollabos auf das reduzierte Angebot umsteigen, nimmt die taz in Kauf. Geschäftsführer Karl-Heinz Ruch: „Bei dem sich ausdifferenzierenden Medienverhalten (...) zwischen Print und Online sollen wir jede Chance nutzen, neue LeserInnen zu gewinnen.“
Die acht zusätzlichen Seiten am Wochenende bieten mehr Themen, mehr Recherche und mehr Information. Auf drei Seiten präsentiert die Wochenendausgabe in den Ressorts Körper, Konsum und Genuss Produktneuheiten, Gesundheitsstudien und Wissenswertes rund um das Thema Essen und Trinken. Unter der Rubrik opentaz ist Raum für von LeserInnen angeregte Recherchen. Und in der Rubrik Geist sind großformatige Begegnungen mit Prominenten und DenkerInnen aus der Kultur- und Medienwelt geplant.
Zum Start der erweiterten Wochenendausgabe wird es vier Seiten Hintergrundinformation zur Anti-Atom-Bewegung geben, die sich am Samstag zur großen Demo in Berlin trifft. Wer steht hinter der Atomenergie in Deutschland? Wie punktet die Anti-AKW-Bewegung?
In einer umfangreichen Print- und Online-Kampagne bewirbt die taz das neue Abo in vielen überregionalen Pressetiteln und auf Internetportalen. Die vier Anzeigenmotive wurden von der taz inhouse kreiert und vom Lead-Award-Gewinner und ADC-Mitglied Daniel Josefsohn fotografisch umgesetzt. Gezeigt werden WochenendabonnentInnen in intimen Momenten an bzw. vor ihren Haustüren. Eine Übersicht über die Motive hängt an.
Weitere Informationen zum neuen Wochenend-Abo der taz erhalten Sie bei Nina Schoenian, ns@taz.de, Tel. 030-259 02 333.
(Berlin) Die tageszeitung bietet ab sofort in Kooperation mit der zelect GmbH den neuen Dienst „Themen-Alarm“ an. Mit diesem Dienst werden Nutzer über aktuelle Artikel zu auswählbaren Themen auf taz.de und in der gedruckten taz informiert. Der Themen-Alarm für taz-Themen ist per E-Mail, SMS oder PDF erhältlich.
LeserInnen und UserInnen der gedruckten taz und von taz.de können sich bei Themen-Alarm registrieren. Sie treffen eine Auswahl an Themen, über die sie auf dem Laufenden gehalten werden wollen. Sobald ein Artikel zu den gesuchten Themen in der taz erscheint, erhalten sie eine Nachricht.
Diese Bezugsformen des taz-Themen-Alarms gibt es.
Per E-Mail werden die Links zu den ausgewählten Online-Artikeln und/oder einem Hinweis auf exklusive Artikel in der gedruckten Ausgabe versendet.
Zum o.g. E-Mail-Service wird zusätzlich eine SMS mit den gewünschten Themen aus der gedruckten taz auf das Handy des Bestellers übermittelt. Es wird am Tag maximal eine SMS verschickt. Die SMS ist kostenlos und enthält keine Werbung.
Bei diesem Service werden alle Artikel der gedruckten taz per E-Mail als PDF ausgeliefert. Die Bezahlung erfolgt per PDF-Flatrate zu gestaffelten Preisen.
Die Registrierung für den taz-Themen-Alarm erfolgt über eine verschlüsselte Verbindung, die Daten der BezieherInnen sind geschützt.
Weitere Infos, Preise und Anmeldeformulare finden Sie unter www.taz.de/themenalarm.
Fragen zum taz-Themen-Alarm beantwortet Nina Schoenian, ns@taz.de.
(Berlin/München) „Wie sieht die tägliche Bedrohung der Menschen in Laos durch Streubomben aus? Wer tut etwas dagegen? Was wird aus den Opfern?“
Unter diesen Fragestellungen widmeten sich 52 junge Leute zwischen 15 und 19 Jahren einem journalistischen Wettbewerb von Handicap International und der taz. Die Hilfsorganisation setzt sich für Streubombenopfer in Laos ein.
Kurz bevor an diesem 1. August das internationale Verbot von Streubomben in Kraft tritt, schildern sie mit beeindruckendem Engagement die bedrohliche Situation, der ihre Altersgenossen in Laos noch Jahrzehnte nach dem Krieg in Südostasien durch die zahlreichen Blindgänger dieser Bomben ausgesetzt sind.
„Ursprünglich wollten die USA damit Infrastruktur und Militäreinrichtungen zerstören bzw. unzugänglich machen – heute sind sie gefährliche Spielgefährten für Kinder wie Dam.“ So schreibt Jan-Hendrik Mautsch aus Fredenbeck, der mit seiner eindringlichen Schilderung des schrecklichen Unfalls des siebenjährigen Dam den ersten Platz im Wettbewerb errang. Er wird gemeinsam mit Handicap International und dem taz-Journalisten Andreas Zumach im Herbst nach Laos reisen, um noch mehr über das vergessene Unrecht durch die Millionen Blindgänger dort zu erfahren und zu berichten.
Schauspielerin Ulrike Folkerts, die seit vielen Jahren die Kampagne gegen Streubomben unterstützt, begrüßt diese Initiative: „Endlich tritt das Streubombenverbot in Kraft. Was bleibt, sind unendlich viele verminte Gebiete wie Laos und Opfer, zivile Opfer dieser mörderischen Waffen. Deshalb ist es so wichtig, ein Bewusstsein zu schaffen bei Jugendlichen und in der gesamten Öffentlichkeit, dass wir etwas erreichen können, wenn wir weiterhin die Aufmerksamkeit auf diese Langzeitproblematik lenken und uns um intensive Opferhilfe kümmern.“
Wenn am 1. August das Streubombenverbot in Kraft tritt, wird es in Laos große Feierlichkeiten geben. Das kleine Land in Südostasien wurde im Vietnamkrieg massiver bombardiert als je ein anderes Land der Welt. Nur wenige Hilfsorganisationen wie Handicap International kümmern sich um die Beseitigung der Kriegslasten und die Versorgung der Opfer. Der Verbotsvertrag fordert von allen beteiligten Staaten – also auch von Deutschland – eine wirkungsvolle Unterstützung der betroffenen Menschen und Regionen.
Der Artikel von Jan-Hendrik Mautsch wird am 31. Juli in der tageszeitung veröffentlicht. Sie finden ihn und die weiteren drei Siegerbeiträge außerdem auf www.taz.de, www.handicap-international.de und www.streubomben.de.
Information: Dr. Eva Maria Fischer 089/54 76 06-13, 0175-54 29 899,

(Berlin) Am 10. Juni meldete die taz, als erste Zeitung der Welt im neuen iBookstore der Firma Apple im Verkauf zu sein. Im Angebot war ein elektronisches Buch im Format EPUB zum Preis von täglich 99 Cent. Seit dem 7. Juni war die aktuelle Ausgabe zum Download bereit und schoss am 11. Juni auf Platz Eins der Topcharts der meistgekauften Bücher.
Von Beginn an hatte es bei der Auslieferung des iBooks jedoch Probleme gegeben, die abends gegen 22 Uhr fertigestellte neue Ausgabe schnell genug in den Verkauf zu bringen. So dauerte es mehrere Tage, bis eine hochgeladene Ausgabe in den virtuellen Bücherregalen erschien. Versuche der taz, Abhilfe zu schaffen, scheiterten an technischen Problemen. So war letztendlich nur einmalig der Kauf einer Ausgabe zum Preis von 99 Cent möglich. Darüberhinaus waren die Datumsangaben der jeweiligen Ausgaben nicht aktualisierbar.
Von Apple gab es leider keine Hilfestellung für dieses Problem. In einer Stellungnahme freute sich das Unternehmen zwar über das innovative Herangehen der taz. Der iBookstore sei jedoch nicht dazu gedacht, eine Tageszeitung als elektronisches Buch zu verkaufen. Auch eine Verkürzung der Zeit zwischen Upload und Verkaufsstellung sei nicht möglich.
Die taz sieht sich deshalb mit Bedauern gezwungen, das iBook aus dem Verkauf zu nehmen. Bedauerlich ist dies nicht zuletzt, da bislang immerhin 860 Exemplare verkauft wurden.
Die taz verweist auf das digitale Format MOBI, in dem die Zeitung ausgeliefert wird, und das auf Lesegeräten wie dem „Kindle“ und Handys wie dem Palm oder Blackberry lesbar ist. Noch im laufenden Sommer wird auch der Kauf digitaler Einzelausgaben wieder möglich werden, und zwar auf der Website der taz und auf vielen anderen möglichen Plattformen. Empfohlen wird darüberhinaus weiterhin das digitale Monatsabo der taz.
Fragen zum Projekt beantwortet Mathias Bröckers, broeckers@taz.de oder
Tel. 030-259 02 321.
Die deutsche Verlags- und Presseszenerie diskutiert die Frage, wie man journalistische Arbeit im Internet finanzieren kann. Sind die Nutzer der Internet-Seiten von Pressetiteln bereit, für den Aufruf von Artikeln zu bezahlen? taz.de bietet ihren Lesern durch eine neue Kooperation mit Flattr die Möglichkeit, dies selbst zu entscheiden.
Die taz war 1995 als erste überregionale Zeitung im Internet und bot ihren Lesern von Beginn an freien Zugang zu ihren Inhalten. “Was ist Ihnen die Internetausgabe der taz wert?” Diese Frage stellte die taz Ihren LeserInnen lange Zeit auf taz.de und bat um Überweisung eines selbst wählbaren Betrags. Dass viele der Leserinnen und Leser gern zahlen ließ sich nicht zuletzt bei einem Testlauf im April 2010 nachweisen.
„Die taz hat mit freiwilligen Zahlungen gute Erfahrungen gemacht,“ sagt Mathias Urbach, Leiter von taz.de und spielt damit auf die in drei Stufen frei wählbaren Abopreise für den Printtitel taz an. „Dennoch glauben wir nicht, dass wir mit Flattr schnell auf unsere Online-Kosten kommen werden. Wir haben gelernt, dass man mehrere Wege gleichzeitig beschreiten muss.“ Somit setzt taz.de weiterhin auf Werbung durch die Vermarktung von Bannern.
Mit Flattr, einem sozialen Mikro-Bezahlsystem wird darüberhinaus eine flexible Möglichkeit geboten, die Arbeit der taz-Journalisten zu finanzieren, ohne umständliche Banküberweisungen tätigen zu müssen. „With a flatrate fee you can flatter people“, „Mit einer Flatrate schmeicheln Sie Menschen“, zitieren die schwedischen Erfinder der Bezahlplattform das Wortspiel hinter Flattr. Jeder Internet-Nutzer erwirbt dabei ein Konto, auf dem ein monatlicher Beitrag für Internetinhalte bereitgestellt wird. Wird ein Beitrag auf einer mit Flattr verlinkter Internet-Seite gefunden, der Gefallen findet, wird der Seite ein Anteil aus dem Beitrag zugewiesen.
Ab sofort finden sich die Flattr-Buttons auch auf taz.de. taz.de bietet somit Presseverlagen die Möglichkeit, ihre Arbeit zu finanzieren und den Konsumenten die Chance, ihre Wertschätzung auszudrücken. Jeder Flattr-Button zeigt an, wie oft er geklickt wurde.
„Bislang ist Flattr noch in der Betaphase, und man kann sich noch nicht ohne weiteres registrieren, sondern muss um eine Einladung bitten“, sagt Urbach. Und natürlich funktioniert die Bezahlplattform nur, wenn sie genug Akzeptanz erwirbt, damit wirklich nennenswerte Beträge zusammenkommen. Auch hierzu trägt taz.de mit der Aufnahme von Flattr bei.
Weitere Informationen zur Kooperation von taz.de mit Flattr erhalten Sie bei Nina Schoenian, ns@taz.de oder unter blogs.taz.de/hausblog.
Seit 2005 zeichnet die taz mit dem taz Panter Preis Menschen aus, die sich sozial, politisch oder einfach nur menschlich für andere engagieren. Sie sind gegen politische und gesellschaftliche Missstände aktiv und vollbringen große Taten – häufig im Verborgenen. Mit ihrem meist ehrenamtlichen Engagement leisten sie einen wichtigen Beitrag für die Zivilgesellschaft.
Der taz Panter Preis holt diese Menschen und ihre Anliegen auf die Bühne und sorgt für Öffentlichkeit und Anerkennung.
Ab sofort bis zum 31. Mai können wieder Kandidatinnen und Kandidaten vorgeschlagen und Bewerbungen für den taz Panter Preis 2010 eingereicht werden.
Die nominierten KandidatInnen werden ab dem 26. Juni mit einer Reihe von Porträts in der taz und auf taz.de vorgestellt.
Der taz Panter Preis ist mit zweimal 5.000 Euro dotiert und wird von der taz Panter Stiftung finanziert. Die Preise werden am 18. September in einer festlichen Benefiz-Veranstaltung im Deutschen Theater Berlin verliehen. Vergeben wird er von einer prominent besetzten Jury und den Leserinnen und Lesern der taz.
Gewinnerinnen des taz Panter Preises 2009 waren die Münchnerin Bettina Theresa Ismair, die sich mit der Initiative "Offenes Haus – Offenes Herz" um Asylbewerberfamilien kümmert und sich für deren Integration stark macht. Den Preis der LeserInnen erhielt die Berliner Ärztin Jessica Groß, die sich um die medizinische Versorgung von Menschen ohne gültige Papiere kümmert.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.taz.de/panter. Hier können auch Vorschläge eingereicht werden.
Kampagnenmotive und Bildmaterial erhalten Sie bei: die tageszeitung, Anja Mierel, Rudi-Dutschke-Str. 23, 10969 Berlin, panter@taz.de.
Am 4. Mai 2010 erscheint die Edition LMd No. 7 "Indien. Die barfüßige Großmacht".
Das kommende Editionsheft von Le Monde diplomatique richtet den Blick auf Indien zwischen gestern und übermorgen. Heilige Kühe und Slums auf der einen, Call Center oder Weltraumtechnologie auf der anderen Seite bilden gängige Klischees von Indien ab. Doch was passiert wirklich auf dem Subkontinent? Welche Widersprüche prägen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft? Wie kommen die Menschen zurecht mit den extremen Gegensätzen zwischen Stadt und Land, reich und arm, heute und gestern? Und wer kämpft für Ihre Rechte?
Die in der Mehrzahl indischstämmigen Autoren und Autorinnen der Edition berichten über regionale Geopolitik und Außenpolitik, Demokratie und Kastenwesen, Biopiraterie und Gentechnik. Sie beschäftigen sich mit Kolonialgeschichte, Bollywood oder klassischer indischer Literatur.
Unter den Autoren sind Jayati Gosh (Professorin für Wirtschaftswissenschaften, Delhi), Urvashi Butalia (Feministin und Verlegerin, Delhi), Praful Bidwai (Journalist, Delhi), Amartya Sen (Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften), Suketu Mehta (Autor, Bombay/New York). Zusammengestellt hat das Heft der Asien-Redakteur der taz, Sven Hansen.
Die Themenhefte Edition Le Monde diplomatique erscheinen halbjährlich mit ausgewählten Texten aus der deutschsprachigen LMd, ergänzt um aktuelle Reportagen, Essays, Porträts sowie vielen Karten, Grafiken, Chronologien und Links. Le Monde diplomatique liegt monatlich einer Freitagsausgabe der taz bei und ist separat im Abonnement und am Kiosk erhältlich. Auch die Edition No. 7 ist am Kiosk oder unter www.monde-diplomatique.de erhältlich.
Wir freuen uns, wenn Sie das Editionsheft besprechen und senden Ihnen auf Wunsch gern ein Rezensionsexemplar zu. Wenn Sie regelmäßig über unsere Publikationen unterrichtet werden wollen, nehmen wir Sie gerne in unseren Newsletter auf.
Weitere Informationen und das Rezensionsexemplar erhalten Sie bei Zoé Sona, Le Monde diplomatique Rudi-Dutschke-Str. 23 10969 Berlin
+49.30.259 02-127 zoe@monde-diplomatique
(Berlin) Die taz übergibt ihre redaktionellen Leitungspositionen in der
Woche vom 19. bis 25. April komplett an Kolleginnen und Kollegen aus dem Haus, die jünger sind, als die Zeitung selbst ist. Alle Ressortleitungen und auch die Chefredaktion werden in dieser Woche von Volontären, Praktikanten und jungen Redakteuren unter 31 Jahren übernommen. Zum 31. Geburtstag der Zeitung entsteht so ein einzigartiges journalistisches Projekt.
taz-Chefredakteurin Ines Pohl, 43, unterstützt das Experiment: „Es ist bei uns ja gute Tradition, das Blatt zum Geburtstag in andere Hände zu geben. So haben in der Vergangenheit Schriftsteller, Cartoonisten, Achtundsechziger-Aktivisten oder die Lieblingsfeinde der taz die Redaktion übernommen.“
Die freundliche Übernahme der Redaktion ist jedoch mehr. Erstmalig wird das Blatt in die Hände von rund 30 jungen Kollegen gelegt, die keine vorgeplante Sonderausgabe produzieren, sondern eine Woche lang eine aktuelle Tageszeitung. „In jeder Redaktion haben es junge Kollegen schwerer als etablierte, selbstbewusst Impulse zu setzen. In der taz ist das einfacher als in vielen anderen Zeitungen – jetzt wollen wir noch einen Schritt weiter gehen“, sagt Luise Strothmann, 24, die die Chefredaktion übernehmen wird. Strothmann erhofft sich den Beginn eines Prozesses, der auch in der Zukunft Inhalte, journalistische Formate und Strukturen der taz beeinflussen wird.
Über ihre Pläne bewahren die kommenden Ressortleitungen und die Chefredaktion noch Schweigen. „Einige Veränderungen wird der Leser sofort beim Aufschlagen der Zeitung bemerken, andere, die vielleicht genauso wichtig sind, finden nur hier in der Redaktion statt“, sagt Strothmann. Fest steht, dass es eine intensivere Verzahnung zwischen Print- und Online-taz geben soll. In einer Debattenserie werden Nachwuchs-tazler ihre Utopien von Medien, Politik und Gesellschaft entwerfen. Und die sonntaz am 24. April wird sich mit dem Thema Bildung und Universität beschäftigen. Denn das Projekt bildet außerdem den Auftakt zum taz-Bildungslabor, das am 24. April im Berliner Haus der Kulturen der Welt stattfindet und sich in über 20 Veranstaltungen mit universitären Bildungsfragen beschäftigen wird.
Wir freuen uns über Ihr Interesse und laden Sie herzlich ein, den MacherInnen des Projekts bei ihrer Arbeit in der taz zuzuschauen.
Fragen zum Projekt beantworten Luise Strothmann, strothmann@taz.de oder Tel. 030-259 02 344 und Ines Pohl, chefred@taz.de oder Tel. 030-259 02 292. Terminanfragen richten Sie bitte an Anja Mierel, am@taz.de, oder Tel. 030-259 02 137.
Die taz lädt zum tazlabor Bildung: Einen Tag lang wird am 24. April im Berliner Haus der Kulturen der Welt eine anspruchsvolle Zukunftswerkstatt entstehen. In über 20 Veranstaltungen stellt die taz mit ihren Gästen eine der Leitfragen der öffentlichen Bildungsdebatte: "Welche Universitäten brauchen wir?"
An der Diskussion beteiligen sich hochkarätige Entscheider wie Bildungsministerin Annette Schavan, Philosophie-Professor Julian Nida-Rümelin und Margret Wintermantel, Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz ebenso wie engagierte Erstsemester. Und natürlich sind Leserinnen und Leser der taz und die am Thema interessierte Öffentlichkeit eingeladen, am tazlab Bildung 2010 teilzunehmen.
Ein Auszug aus dem Programm, das unter www.tazlab.de eingesehen werden kann:
- Bachelor und Master: Utopie? Desaster?
- Uni, die von morgen: Wie sieht die Universität des 21. Jh. aus?
- Bildungsstreik 2010: Scheitern per Gesetz?
- Privilegien gratis: Wie (un)gerecht ist die Campus-Maut?
Außerdem:
Speed-Networking, das ultimative Get-together-Spektakel. Theorie und Praxis – die besten Studi-Flugblätter von 1967 bis heute in einer Ausstellung. Schlechte Erinnerungen: taz-Zeichner TOM signiert schlechte Zeugnisse und andere Sauereien. Academic Club – Akademiker am DJ-Pult: Die taz feiert ihren 31. Geburtstag nach.
Termin und Ort: 24. April ab 9 Uhr, Haus der Kulturen der Welt, John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin.
Detaillierte Informationen, eine Programmübersicht und Eintrittskarten finden Sie unter www.tazlab.de. Besucher können selbst entscheiden, ob sie 15, 30 oder 60 Euro für eine Karte zahlen möchten.
Wir laden Sie herzlich zum tazlab Bildung 2010 ein und freuen uns über einen Programmhinweis oder Berichterstattung. Weitere Informationen erhalten Sie bei Martin Kaul, kaul@taz.de, Tel. (030) 259 02 367.
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Hinweis: Bitte senden Sie keine Newsletter und Pressemitteilungen an diese Adresse. Und bitte beachten Sie, dass wir unter dieser Adresse keine Artikelangebote an die taz entgegennehmen können. AnsprechpartnerInnen und Kontaktdaten für Ihr Angebot können über unsere Zentrale erfragt werden: Tel. 030-259 02 0. Kontaktdaten finden Sie darüberhinaus auf unserer Kontakt-Seite