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Pressemitteilungen 2011

taz setzt wirtschaftliche Erfolgsserie fort und plant umfangreiche journalistische Neuerungen

(Berlin) Die taz setzt ihre erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung fort: Mit neuen Strukturen in Titel- und Schwerpunktressort sowie der Neugründung eines Recherche- und Reportage-Ressorts schafft sie weitere Voraussetzungen für die fortlaufende Verzahnung zwischen Print und Online.

Im neu geschaffenen Recherche- und Reportage-Ressort werden die bisherigen Reporter mit zwei neu besetzten Rechercheuren ein Team bilden. „Mit einer entsprechend größeren journalistischen Schlagkraft soll so die große Stärke der taz, ihre journalistische Unabhängigkeit, noch besser genutzt werden und sich in Recherchen wie beispielsweise der Geschichte zu den Machenschaften der Atomlobby manifestieren“, sagt Chefredakteurin Ines Pohl. Das Ressort wird von Kai Schlieter geleitet.

Print- und Online-CvDs werden zusammen gelegt und künftig im Online-Ressort angesiedelt sein. So sollen aus einer Hand die Produktionsaufgaben für beide Publikationswege gebündelt und optimiert werden, Dynamiken, die sich im Netz entwickeln, sollen damit schneller auch für die gedruckte taz aufbereitet werden.

Das neue Planungs-Ressort wird künftig für die Produktion und Gestaltung der Titel- sowie der Schwerpunktseiten zuständig sein. Klaus Hillenbrand, ehemals Chef vom Dienst und Gereon Asmuth, vormals Leiter der Berliner Lokalredaktion der taz, werden das neue Ressort leiten.

Für den taz-Verlag zeichnet sich derweil unterstützend für die geplanten Neuerungen nach zwei guten Jahren auch 2011 ein positives wirtschaftliches Ergebnis ab. Die den Verlag maßgeblich unterstützende taz-Genossenschaft bildet im 20. Jahr ihres Bestehens ein erfolgreiches und bundesweit einzigartiges Finanzierungsmodell. Vor dem Hintergrund wachsender Unsicherheit gerade im Markt der Printmedien sieht sich die taz damit gut auf die voranschreitenden technischen und journalistischen Neuerungen vorbereitet. Die Redaktion kann somit ohne Kostendruck und Gefahr von Stellenabbau Abläufe und journalistische Schwerpunktsetzungen verändern. „Wir haben die Möglichkeit, Dinge auszuprobieren und nach kreativen Lösungen zu suchen, ohne mit dem Rücken an der Wand zu stehen“, sagt Pohl, „eine sehr komfortable Lage, wenn man auf andere Häuser blickt.“

Fragen zum Thema beantwortet die Chefredaktion, Tel. 030-259 02 292, chefred@taz.de.

taz Genossenschaft mit neuem Mitgliederrekord

Die taz Genossenschaft hat ihr selbst gesetztes Ziel, bis zum 11.11.2011 das 11.111te Mitglied zu finden erreicht und sogar weit übertroffen. Am Vorabend des Stichtages zählt das Mitgliederverzeichnis bereits  11.352 Genossinnen und Genossen. Die Kampagne "Das ist 1zigartig!" war am 17. September im Rahmen der Generalversammlung in Berlin gestartet worden und hat der taz innerhalb von nur acht Wochen 502 neue Mitglieder und eine Kapitalaufstockung von 329.000 Euro zugeführt.

"Wir sind überwältigt über diesen Zulauf, mit dem wir nicht im Traum gerechnet hätten. Hinter jeder gezeichneten Einlage steht ein Mensch, dem die Unabhängigkeit der taz wichtig ist", so Genossenschaftsleiterin Konny Gellenbeck.

Die Berliner Tageszeitung "taz" feiert im kommenden Jahr das 20-jährige Bestehen ihrer Genossenschaft. 1992 von 3.000 Lesern und Leserinnen gegründet, begrüßte die Genossenschaft erst im letzten Jahr ihr 10.000stes Mitglied. Gemeinsam halten die taz-Genossen und Genossinnen inzwischen ein Kapital von mehr als 10 Millionen Euro.

Weitere Infos:

Konny Gellenbeck

Tel: 030-25 90 22 13, Email: geno@taz.de

Berlin, den 7.11.2011

Der taz-Publikumspreis zum open-mike 2011 – die Gewinnerin steht fest!

Zum 19. Mal fand am 5. und 6. November 2011 der open mike der Literaturwerkstatt Berlin statt. Zum fünften Mal verlieh die taz im Rahmen des open mikes den taz-Preis der Publikumsjury. Ausgezeichnet mit dem taz-Publikumspreis 2011 wurde Christina Böhm für den Text „Platzanweisung“. Christina Böhm, fünfunddreißig Jahre alt, studierte Rechtswissenschaften in Wien und Los Angeles und war unter anderem bei Gericht, in einer Drehbuchagentur und als Regieassistentin tätig, sie lebt und arbeitet in Wien.

Der open mike ist der renommierteste deutsche Literatur-Nachwuchspreis. Aus den über 700 eingegangenen gültigen Bewerbungen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum waren 22 Autoren und Autorinnen ausgewählt worden, die am 5. und 6. November 2011 beim Finale in der Wabe in Berlin ihre Texte vortrugen.

Der taz-Publikumspreis wurde im Anschluss an die Vorträge verliehen und beinhaltet den Abdruck eines Auszugs aus dem Gewinnertext in der taz. Die Publikumsjury besteht aus fünf taz-LeserInnen und Literaturbegeisterten, die von der Kulturredaktion ernannt wurden. taz-Redakteur Dirk Knipphals stand der Jury betreuend zur Seite.

Die offiziellen Preise wurden im Namen der literaturwerkstatt von den Juroren Felicitas Hoppe, Tilman Rammstedt und Kathrin Schmidt vergeben: Die Preise für Prosa gingen an Joseph Felix Ernst für den Text „Dora Diamant“ und ein weiteres Mal an Christina Böhm. Der Lyrikpreis ging an Sebastian Unger.

Weitere Informationen zum open mike finden Sie unter www.literaturwerkstatt.org

Rückfragen beantwortet: Anja Mierel, taz Abt. Werbung und Öffentlichkeitsarbeit, Rudi-Dutschke-Str. 23, 10969 Berlin, Tel. (030) 259 02 137.

Berlin, den 12. August 2011

Digitale Evolution - die taz weitet ihre Community Management-Aktivitäten aus

Bereits mit „taz zahl ich“, dem freiwilligen Mikropaymentsystem auf taz.de hat der Verlag ein starkes Signal in die Community gesendet: Unsere Inhalte sind gratis. Wir vertrauen darauf, dass ihr sie fair bezahlt.

Nun wird die Strategie der Offenheit und des Dialogs noch um das mittlerweile schon klassische Community Management erweitert. Die taz nennt ihre Community mit Anspielung auf das linke Erbe allerdings taz.kommune. Mit zwei Neuzugängen, Kaspar Zucker und Aline Lüllmann, soll zukünftig die Brücke zwischen den LeserInnen, NutzerInnen und FreundInnen der taz weiter gestärkt werde. Dazu werden die Inhalte der taz regelmäßig in den sozialen Netzwerken verbreitet. Neben redaktionellen Schwerpunkten werden auch Veranstaltungen aus der Bewegung, Mitteilungen über die Genossenschaft, Publikationen von taz-AutorInnen und Einblicke in die Verlagsbranche weitergegeben. Bisher warten alleine auf Facebook 5000 Fans auf den Start der Aktivitäten. Bei Twitter kommt die taz bereits auf fast 50.000 Follower. Neben den sozialen Netzwerken wird das Kommentarwesen auf taz.de von den taz.kommune-Beauftragten betreut. Um Datenschutz-Bedenken der kritischen Leserschaft entgegen zu kommen, werden Inhalte nicht exklusiv in den sozialen Netzwerken zu finden sein, sondern auch über taz.de. Unterscheiden wird sich die Community Management-Strategie in erster Linie durch die Transparenz und den Ton, mit dem die taz ihren FreundInnen und auch KritikerInnen gegenüber tritt.

Die taz bei Facebook

Fragen zum Community Management der taz beantworten Aline Lüllmann, al@taz.de Tel. 030-259 02-369 und Kaspar Zucker, zucker@taz.de, Tel. 030-259 02-415

Berlin, den 17. Juni 2011

taz startet Parteispenden-Suchmaschine

(Berlin) Die taz stellt mit www.taz.de/parteispenden-watch ein neues politisches Servicewerkzeug vor. Die bisher umfassendste Suchmaschine zu Parteispenden in Deutschland bietet aufwändig recherchiertes und dabei kostenloses OpenData-Material.

 

Über die Suchmaschine sind erstmals die jährlichen Spendenberichte des Bundestages maschinenlesbar gemacht – von 1994 bis 2009, also bis zum aktuellsten bisher erschienenen Bericht. Bisher mussten diese Zeile für Zeile auf der Bundestagswebsite durchgearbeitet werden. Jetzt sind sie bequem mit einer  Suchmaske zugänglich.

 

Es kann nach Partei, Betrag, nach Namen oder juristischen Personen gesucht werden. Das für Parteispenden besonders wichtige Bundestagswahljahr 2009 ist auch als Karte und mit detaillierter Straßensuche darstellbar.

Erfasst sind Spenden ab 10.000 Euro Gesamtsumme pro Person und Jahr, kleinere Summen sind laut Parteiengesetz nicht veröffentlichungspflichtig. Sobald neue  Rechenschaftsberichte vorliegen, wird www.taz.de/parteispenden-watch aktualisiert.

 

So kann z.B. auf der Karte für 2009 gezielt im jeweils eigenen Wahlkreis ermittelt werden, wer an welche Partei gespendet hat. In ihrer morgigen Wochenendausgabe ruft die taz ihre LeserInnen dazu auf, die Daten zu durchsuchen und der Redaktion Hinweise für weitere Recherchen zu möglichen Unregelmäßigkeiten im Rahmen von Parteispenden zu geben. Hat womöglich ein bekanntes regionales Unternehmen gespendet und offensichtlich später von den Spenden durch das Handeln der begünstigten Partei profitiert?

 

Die Informationen werden für taz.de zugänglich gemacht von Journalisten des Teams opendatacity.de. Sie programmierten auch die Suchmasken für die maschinenlesbaren Daten. Die Daten liegen als OpenData zum Download und zur freien Weiterverwendung für die Allgemeinheit vor.

 

Die taz stellt damit wieder einmal kostenlos aufwändig recherchiertes, inhaltlich und grafisch aufbereitetes Material online zur Verfügung. „Eine Investition, die wir gern machen“, wie Chefredakteur Reiner Metzger sagt. „Wir hoffen, dass das ein Dauerbrenner wird, mit immer neuen Tipps zu möglichen Unregelmäßigkeiten seitens unserer Leserschaft.“

Die taz zählt aber auch auf die Bereitschaft der UserInnen, eine solche journalistische Leistung freiwillig zu honorieren. So sollen noch mehr Nutzer über taz-zahl-ich, die im Frühjahr erfolgreich gestartete Mikropayment-Funktion freiwillig für das neue Angebot zahlen:

„Wir stellen Personal  und Knowhow im Wert von gut und gern zehntausend Euro zur Verfügung, um mit parteispenden-watch zu starten“, unterstreicht Metzger. „Wenn das tausend UserInnen jeweils zehn Euro wert ist, haben wir die Kosten gedeckt.“

 

Die Parteispenden-Suchmaske: www. taz.de/parteispenden-watch

 

Mehr über die Philosophie des Freiwilligen Bezahlens taz-zahl-ich:

www.taz.de/taz-zahl-ich

 

Für Rückfragen steht Reiner Metzger (metzger@taz.de, Tel. 030-259 02-292) zur Verfügung.

 

Berlin, den 2. Mai 2011

taz.de launcht eigene Multimedia-Serie

52 Folgen, 52 Portraits, 52 Berliner. Mit "berlinfolgen" erweitert die taz in Zusammenarbeit mit dem Produktionsstudio 2470media ihr journalistisches Spektrum um ein filmisches Format.

 

Sieben berlinfolgen sind mittlerweile auf taz.de zu sehen. Die zwei- bis dreiminütigen Filme bieten als Foto-Videos mit eingesprochenen Texten der Dargestellten eine neue Herangehensweise an Lokaljournalismus: Persönliche Multimedia-Portraits von Menschen aus Berlin. Dem schnelllebigen Online-Nachrichten-Geschäft von taz.de wird mit den Audio-Slideshows zu einem nachhaltigen Mehrwert verholfen. Die berlinfolgen werden nicht unaktuell, jede Woche wird die Serie um ein weiteres Porträt ergänzt. Immer Samstags wird in der gedruckten taz.die tageszeitung per 2 D Code auf die neue berlinfolge auf taz.de hingewiesen.

 

Die Nähe, aber auch die Unterschiede zum Vorbild "1 in 8 Million" der New York Times werden deutlich. berlinfolgen sind farbig, haben eine eigenständige Bildsprache und zeigen Menschen aus dem weitesten taz-Kreis, Menschen aus Berlin. Porträtiert werden ein Knopfhändler, eine Maultaschenverkäuferin, ein Gefangener, eine Bestatterin u.a., die über ihr Leben berichten.

Je nach Erfolg der Serie sollen die Folgen auf weitere Städte ausgeweitet oder mit Konzepten neuer Mediennutzung angereichert werden.

Sehen Sie berlinfolgen auf taz.de

 

Weitere Informationen erhalten Sie bei Nina Schoenian, ns@taz.de, Telefon 030-259 02 333.

Berlin, den 11. April 2011

taz zahl ich

Am vergangenen Samstag startete die taz mit einem Experiment: Bezahlen, was nichts kostet. Auf taz.de erscheint künftig mit „taz zahl ich“ die Aufforderung zur freiwilligen Bezahlung von Gratisinhalten: täglich gibt es 120 neue Artikel, Reportagen und Kommentaren der taz, die frei zugänglich im Netz stehen. Nach flattr stehen den 1,5 Milllionen Usern/Monat nun noch weitere Micropayment-Optionen zur Verfügung: die Bezahlung per Handy, Paypal, Direktüberweisung und Kreditkartenzahlung. Der Betrag ist von den Usern frei wählbar, mindestens 30 Cent müssen es allerdings sein. Die taz möchte mit diesem Schritt eine neue Fairness-Kultur im Netz etablieren. Mit „taz zahl ich“ setzt die taz ihre eigene Tradition fort. Dieser Schritt ist nur konsequent. Nach dem solidarischen Abopreis-Modell, der Genossenschaft und der Stiftung schenkt die taz ihren LeserInnen abermals volles Vertrauen. „taz zahl ich“ setzt auf vollkommene Freiwilligkeit für unabhängigen Journalismus zu zahlen.

Der Start von „taz zahl ich“ ist mehr als vielversprechend: 2965,21 Euro waren bis zum Montag morgen eingegangen. „Das ist soviel, wie wir bisher mit Flattr in zwei Monaten eingenommen haben“, sagt Matthias Urbach, Leiter taz.de. Das Feedback ist durchweg positiv. „Jeder vierte Zahler hinterlässt uns einen Eintrag im Gästebuch.“

Ökonomisch sind die Seiten von taz.de nach wie vor ein Zuschußgeschäft, dessen Kosten von den Erlösen aus Online-Anzeigen nicht einmal zur Hälfte gedeckt sind. Darüber, und welche Möglichkeiten es überhaupt gibt, guten Journalismus im Zeitalter freier digitaler Verfügbarkeit zu finanzieren, wird die taz auf dem „Schwerpunkt Freiwilliges Bezahlen“ und im Hausblog künftig regelmäßig berichten. Sowie natürlich darüber, ob und wie die „taz zahl ich“ Kampagne funktioniert.

Dieser Vorstoß ersetzt natürlich nicht die bereits bestehenden, digitalen Erlösmodelle der taz, sondern stellt nur eine Ergänzung dar. Die Möglichkeiten des ePaper im Abo, der App für iphone und ipad und des eKiosk bilden neben dem Anzeigengeschäft weitere tragende Erlössäulen.

Fragen zu „taz zahl ich“ beantwortet Projektleiterin Nina Schoenian, E-Mail, Telefon 030/25902-333

Berlin, den 1. April 2011

taz präsentiert:

KONTEXT Wochenzeitung aus Stuttgart

Mit KONTEXT, der neuen Wochenzeitung aus Stuttgart präsentiert die taz einmal mehr ein journalistisches Experiment. Ab 6. April ist das neue Medium unter www.kontextwochenzeitung.de online, ab 9. April liegt KONTEXT als vierseitige Beilage an jedem Samstag der Druckausgabe West der taz bei. Auch taz-LeserInnen in Nordrhein-Westfalen oder Bayern werden also in den Genuss dieses journalistischen Angebots kommen. Startschuss ist am kommenden Mittwoch mit einem „Abend der spitzen Feder“ im Staatstheater in Stuttgart.

 

Die Idee kam von einer Gruppe Stuttgarter JournalistInnen: Sie wollten kritischen und investigativen Qualitätsjournalismus im Netz machen. Nach Gesprächen mit der taz entschied man sich, dem Online-Angebot eine Printausgabe als regionale Beilage der taz hinzuzufügen. Schließlich könnten Stuttgart und Baden-Württemberg doch gut eine kritische Wochenzeitung vertragen. „Für uns ist das ein journalistisches Experiment, und wir wollen ein Zeichen setzen, dass es sich lohnt, auch in Zeiten der fortschreitenden Digitalisierung der Medien den Qualitätsjournalismus der gedruckten Zeitung nicht nur zu bewahren, sondern mit differenzierten Angeboten für neue Zielgruppen auszubauen“, sagt taz-Geschäftsführer Karl-Heinz Ruch.

 

Josef-Otto Freudenreich (60), bis Ende 2009 Chefreporter der Stuttgarter Zeitung, wird die sechsköpfige Redaktion von KONTEXT leiten. Geplant war die Wochenzeitung bereits vor den ersten großen Protesten gegen den Bahnhofneubau, wie Freudenreich berichtet. Aber: "Stuttgart 21 hat das Projekt doch beschleunigt".

 

Vorgestellt wird das KONTEXT am Mittwoch, den 6. April um 20 Uhr im Staatstheater Stuttgart (Arena), Türlenstraße 2.

Es diskutieren Wieland Backes (SWR), Ines Pohl (Chefredakion taz), Josef-Otto-Freudenreich, Rainer Nübel (KONTEXT) u.a.

Musik: Vincent Kling (Horn), Patrick Bebelaar (Flügel).

Josef-Otto Freudenreich nimmt auch am taz-Medienkongress am 9. April teil: "Machtkampf gegen die Medien? Das Beispiel Stutgart 21". Informationen unter www.tazlab.de

 

Weitere Informationen erhalten Sie bei Karl-Heinz Ruch, kalle@taz.de, Tel. 030-259 02 212.

Berlin, den 3. März 2011

Angela Merkel und Nina Hagen in der taz-Sonderausgabe zum 100. Internationalen Frauentag am 8. März 2011

100 Jahre Frauentag, 100 Frauenwünsche

(Berlin) Es ist viel erreicht worden in den vergangenen 100 Jahren: Frauen dürfen wählen, studieren, regieren und Unternehmen leiten, Kinder bekommen, wann sie wollen, Sex haben, mit wem sie wollen und sich scheiden lassen, wenn sie es wollen. Nichtsdestotrotz haben Frauen immer noch jede Menge Forderungen, Träume, Wünsche.

Zum 100. Internationalen Frauentag am 8. März präsentiert die taz eine Sonderausgabe unter dem Motto: „Wenn ich mir was wünschen dürfte“.

Geantwortet haben 100 Frauen aus Politik, Wissenschaft und Kultur. Dabei sind Sibylle Berg, Carolin Emcke, Uschi Glas, Nina Hagen, Monika Hauser, Tuba Isik-Yigit, Grada Kilomba, Charlotte Knobloch, Angela Merkel, Nicole, Annette Schavan, Kathrin Schmidt, Barbara Schöneberger, Kristina Schröder, Manuela Schwesig, Gloria von Thurn und Taxis, Sarah Wiener und viele andere. Sie haben geschrieben, gemalt, gekocht, gepuzzelt, fotografiert. Ihre Wünsche sind privat, utopisch, politisch, überraschend, witzig.

"Wir hätten in unserer Sonderausgabe viele Themen aufgreifen können: Quoten, die Situation von Frauen in Kriegsgebieten, Latte-Macchiatoväter oder kinderlose Karrieristinnen. Aber wir haben uns dafür entschieden, dieses besondere Jubiläum auf besondere Weise zu würdigen", sagt taz-Chefredakteurin Ines Pohl.

Die taz-Sonderausgabe zum 100. Internationalen Frauentag erscheint am Dienstag, den 8. März mit 20 durchgehend farbigen Sonderseiten und vier Seiten aktueller überregionaler Berichterstattung.

Fragen zur taz-Sonderausgabe beantwortet Simone Schmollack, sis@taz.de, Tel. 030-259 02 205.

Berlin, den 15. Februar 2011

taz bietet eigenen eKiosk auf taz.de

Die taz hält für ihre Leserschaft im Internet ein neues Angebot bereit. Der  taz-eKiosk funktioniert wie ein virtueller Zeitungskiosk, am Vorabend kann die jeweils aktuelle Ausgabe bezogen werden. Im digitalen Einzelverkauf sind auch die taz vom Vortag, die letzte Wochenendausgabe sowie LE MONDE diplomatique und die Editionen und Atlanten von LE MONDE diplomatique erhältlich.

Die taz-Einzelausgabe kostet am eKiosk 79 Cent, eine Wochenendausgabe inklusive sonntaz erhält man für 1,29 Euro, die Preise der LMd-Veröffentlichungen entsprechen den Preisen der Printausgaben. Bezahlt werden kann mit Kreditkarte, per Lastschrift, über Paypal oder mit dem Handy.

Hier finden Sie den taz-eKiosk: www.taz.de/eKiosk

Ausgaben, die am eKiosk bezogen werden, sind in den Dateiformaten epub, Mobipocket und PDF erhältlich.

Natürlich ist die taz auf taz.de auch weiterhin im Abo erhältlich: www.taz.de/zeitung/abo/e-abo/

Wir freuen uns über Berichterstattung. Fragen zum taz-eKiosk beantwortet Nina Schoenian, ns@taz.de, Tel. 030-259 02 333.

Berlin, den 11. Februar 2011

NPD-Leaks: taz veröffentlicht internen Email-Verkehr der NPD

Mehr als 60.000 Emails aus dem Inneren der rechtsextremen NPD wurden der taz und anderen deutschsprachigen Medien zugespielt. Die taz veröffentlicht ab Freitag, den 11. Februar um 16 Uhr eine Auswahl davon auf www.taz.de.

Die Mehrzahl der Emails wurden zwischen März 2010 und Januar 2011 verschickt. Darunter befindet sich Korrespondenz zwischen den führenden Köpfen der NPD, aber auch Anweisungen an die Kader vor Ort, Rechnungen, Mitgliederlisten und Darlehensverträge.

Die Emails wurden technisch und inhaltlich von der taz-Redaktion und externen Experten geprüft. Weder Plausibilitätsgesichtspunkte noch der Inhalt begründen Zweifel an deren Echtheit. Die NPD wollte der taz zunächst keine Stellungnahme geben.

Die Sammlung ermöglicht einen tiefen Einblick in die Strategie der NPD im Wahljahr 2011. Ein Schwerpunkt in den Emails liegt auf Sachsen-Anhalt, wo am 20. März ein neuer Landtag gewählt wird. Die Rechtsextremen setzen alles daran, dort über die Fünf-Prozent-Hürde zu kommen und somit in das dritte Landesparlament einzuziehen. Der Weg in den Landtag werde aber „nur über eine gigantische Materialschlacht erfolgreich zu beschreiten sein“, heißt es in einer internen E-Mail vom 12. Oktober 2010. Doch in der Realität scheitern die Rechtsextremen oft an Kleinigkeiten, werfen sich „Arbeitsverweigerung“ und „Kindergartenniveau“ vor.

Die Sprache der Emails bildet die menschenfeindliche, rassistische und neonazistische Ideologie der Partei ab. Dort ziehen NPD-Politiker über „Negerkinder“ und das „Fettfüttern von Bimbos“ her und grüßen sich mit der strafbaren Formel „mit Deutschem Gruß“ oder der Abkürzung „88“. Das steht in der rechtsextremen Szene für „Heil Hitler“.

Nach außen hin sind die NPD-Politiker hingegen um ein bürgerliches Auftreten bemüht, um größere Wählerschichten zu erreichen. Das geht aus einem „Leitfaden für NPD-Kommunalpolitiker und Mandatsträger“ hervor, der sich ebenfalls in den mehr als 60.000 Mails wiederfindet.

Teile der E-Mails liegen auch der Landtagsverwaltung des sächsischen Landtags vor und haben dazu geführt, dass nun einer möglichen Vermengung von Fraktionsarbeit und Parteiarbeit nachgegangen wird. Dabei geht es vor allem um Holger Apfel, der NPD-Fraktionsvorsitzender im sächsischen Landtag ist und den Wahlkampf der NPD im benachbarten Sachsen-Anhalt leitet.

„Die Landtagsverwaltung prüft, ob es einen Anfangsverdacht gibt, dass Fraktionsmittel durch die NPD unzulässig für Parteiarbeit verwendet wurden und ob Mitarbeiter der NPD-Fraktion während ihrer Arbeitszeit gesetzwidrig Parteiaufgaben übernommen haben“, sagte Landtagssprecher Ivo Klatte der taz. Feststellen müsse dies der Rechnungshof.

Eine Auswahl der Mails steht auf www.taz.de. Für Rückfragen stehen Reiner Metzger(metzger@taz.de, Tel. 030-259 02-292) und Wolf Schmidt (wolfschmidt@taz.de, Tel. 030-259 02 149) zur Verfügung.

Berlin, den 4. Februar 2011

Iran-Protestaktion: Gegen Inhaftierung und Berufsverbot iranischer Filmemacher

Die taz unterstützt den Protest gegen die Verurteilung der iranischen Regisseure Jafar Panahi und Mohammad Rassoulof. Sie wurden mit langjährigen Haftstrafen, Berufs-, Reise- und Interview-Verbot belegt, nicht weil sie einen kritischen Film gedreht hätten, sondern allein weil sie vorhatten, einen Film zu drehen.

Dieser Vorgang ist einmalig in der Kino- und Mediengeschichte. Jafar Panahi wurde von der Berlinale in die Wettbewerbsjury eingeladen und wird aller Voraussicht nach nicht ausreisen dürfen.

Neben vielen anderen hat sich der iranische Regisseur Rafi Pitts in einem Offenen Brief an Präsident Ahmadinedschad dagegen zur Wehr gesetzt. Er ruft dazu auf, am 11. Februar 2011 – dem 32. Jahrestag der iranischen Revolution – für zwei Stunden die Arbeit niederzulegen: Von 12.30 Uhr bis 14.30 Uhr europäischer Zeit. Der 11. Februar ist der zweite Tag des Filmfestivals in Berlin, zu diesem Zeitpunkt startet auch die Protestaktion: Die taz wird an diesem Tag grün eingefärbt erscheinen, auch taz.de wird grün.

Die taz freut sich, dass viele FilmemacherInnen, Kulturinstitutionen und Medien für die Aktion gewonnen werden konnten. Ihre Unterstützung zugesagt haben u.a. die Regisseurin und Gewinnerin des Goldenen Bären der Berlinale 2006 Jasmila Zbanic, die Regisseure Thomas Arslan, Robert Bramkamp, Alexander Kluge, Avi Mograbi, Christian Petzold und Rafi Pitts, außerdem die NGBK Berlin, Haus der Kulturen der Welt, Kulturstiftung des Bundes, Heinrich-Böll-Stiftung, Filmkrant, Filmmuseum Wien, Hebbel am Ufer Berlin, Schauspiel Frankfurt, Kunstwerke Berlin, Filmfest Hamburg, ZKM Karlsruhe, Der Standard (Österreich), und Cicero.

Bitte berichten Sie über die Protestaktion und leiten Sie den Protest-Aufruf an möglichst viele weitere Kultureinrichtungen und Distributoren gern auch im Ausland weiter.

Die Aufrufe (PDF) auf deutsch und englisch

Ein taz-Interview mit Rafi Pitts auf deutsch und englisch

Fragen zur Protestaktion beantwortet Ines Kappert, Tel. 030-259 02 255, kappert@taz.de

Berlin, den 20.01.11

taz-Chefredaktion wird weiblicher

Ines Pohl und Reiner Metzger bekommen Verstärkung im Team der taz-Chefredaktion. Die Redaktion akzeptierte in einer Vollversammlung am Mittwochabend die Berufung von Sabine am Orde (44) als stellvertretende Chefredakteurin durch den taz-Vorstand.

Anders als Chefredakteurin Ines Pohl, die vor gut eineinhalb Jahren von außen in die taz kam, ist Sabine am Orde ein klassisches Hausgewächs. Im Ruhrgebiet geboren, begann sie vor 13 Jahren ihre taz Karriere wie viele ihrer KollegInnen im Berlinteil. Zunächst Chefin vom Dienst, arbeitete sie anschließend  mehrere Jahre als Redakteurin für Bildung und Integration. Vor fünf Jahren wechselte sie als Redakteurin für Gesundheit und Integration in das Inlandsressort und wurde wenig später stellvertretende  Ressortleiterin.

"Wir freuen uns sehr, dass Sabine am Orde Lust hat, sich mit ihrer Fachkompetenz, ihrer Führungserfahrung und ihrer großen Bereitschaft zum konstruktiven Streiten für die Weiterentwicklung der taz zu engagieren", sagt Chefredakteurin Ines Pohl.

Die taz, so Pohl weiter, werde mit Power an der sehr erfolgreichen Weiterentwicklung ihres Online-Angebotes arbeiten. Als weitere Großprojekte habe sich die Redaktion vorgenommen, die Strukturen und Arbeitsabläufe so zu verändern, dass mehr Kapazitäten für Recherche frei werden.

Sabine am Orde studierte Politikwissenschaften in Marburg und Berlin, ihre ersten journalistischen Erfahrungen als Redakteurin sammelte sie im Bielefelder Stadtblatt und danach als freie Journalistin in Berlin. Sabine am Orde ist Mutter einer sieben- und einer vierjährigen Tochter.

Weitere Informationen und Bildmaterial erhalten Sie bei Anja Mierel, am@taz.de, Tel. 030-259 02 137.

taz und Freitag präsentieren:

tazlab medien 2011

"So haben wir uns die Revolution nicht vorgestellt! – Der Medienkongress in Berlin". 

Nach der Auftaktveranstaltung zum Thema universitäre Bildung lädt die taz im April 2011 zum zweiten taz.lab: Der Medienkongress findet am 8. und 9. April im Berliner Haus der Kulturen der Welt in Berlin statt.

Mit Aufkommen des Internets als globalem, demokratischem Informationsmedium träumte die Medienbranche in den 1990er Jahren von einer journalistischen und digitalen Revolution. Viel ist davon heute nicht übrig geblieben. Von Krise der Medien ist die Rede und davon, dass Zeitungen keine Zukunft mehr haben. In den USA wurden in den

vergangenen Jahren wichtige Titel eingestellt. Und auch deutsche Printmedien entließen JournalistInnen in Teamstärke, häufig zulasten journalistischer Qualität.

Die taz hat diesen Krisenbefund im Blick, wenn sie mit einer Reihe hochkarätiger KooperationspartnerInnen zum zweiten tazlab lädt: "So haben wir uns die Revolution nicht vorgestellt! – Der Medienkongress in Berlin“.

Erfoderlich ist eine kritische Bilanz. Welche Kontrollmöglichkeiten über die Mächtigen stehen der Presse noch zur Verfügung? Sind Presseunternehmen nicht vorrangig zu einem Wirtschaftszweig geworden, der unter der Maxime der Gewinnerzielung steht? Wächst durch die Verkleinerung und Schließung von Redaktionen die Gefahr, dass Zeitungen zu Spielwiesen von lobbyistischen Interessen werden? Hat die mediale Öffentlichkeit ihr moralisches Rückgrat verloren?

Die taz kooperiert für diesen Medienkongress mit der Wochenzeitung Freitag. Die KollegInnen bringen die „Freitag-Fabrik“ mit, die Raum für kritische Debatten bieten wird.

Mit eingeladen und zugesagt haben obendrein der Guardian, das Leitmedium der kritischen Öffentlichkeit in Großbritannien, die Internet-Plattform perlentaucher.de, die Nichtregierungsorganisation Reporter ohne Grenzen und die Redaktion der deutschen Ausgabe von Le Monde diplomatique.

Die taz Panter Stiftung wird das taz.lab Medien inhaltlich und organisatorisch unterstützen.

Das tazlab medien 2011 beginnt am Freitag, den  8. April 2011 ab 18 Uhr mit einer großen Auftaktveranstaltung und wird am Samstag, den 9. April 2011 ganztägig fortgesetzt.

Eintrittskarten für den Kongress können ab Mitte Januar 2011 bestellt werden. Die Karten kosten 10,-, 20,- oder 30,- Euro. Wie immer stellt die taz es Ihren BesucherInnen frei, einen Preis zu wählen.

Das taz.lab medien ist erreichbar unter taz.lab@taz.de, Anfragen beantwortet Jan Feddersen, Tel. 030-259 02 248.

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