Vergangenheit kehrt wieder

Um die Unterbringung von Flüchtlingen in den Griff zu bekommen, erwägt Sozialsenator Detlef Scheele (SPD), Wohnschiffe zu chartern. Es fehlten Unterkünfte für 4.000 Menschen, sagte Scheele der Süddeutschen Zeitung. Er habe die Port Authority gebeten, Liegeplätze im Hafen zu suchen. Ob Plätze in einem Containerdorf oder auf einem Schiff geschaffen würden, sei egal – „Hauptsache, wir bekommen genügend Plätze“. Auf eine schwimmende Unterbringung von Flüchtlingen setzte die Stadt schon 1989, nach dem Zusammenbruch des Warschauer Paktes: Bis 2006 dienten am Altonaer Elbufer die Wohnschiffe „Bibby Altona“ (Foto), „Bibby Kalmar“, „Bibby Stockholm“ und „Bibby Challenge“ mit bis zu 2.300 Plätzen als „zentrale Aufnahmestelle“.