HAUS DER DEMOKRATIE

16-Jähriger gesteht Brandanschlag

POTSDAM | Ein 16-Jähriger hat den Brandanschlag auf das Haus der Demokratie vor einer Woche in Zossen (Teltow-Fläming) gestanden. Er sei alleiniger Täter, nach bisheriger Erkenntnis „ist das Motiv für die Tat eine rechte Gesinnung“, heißt es in einer Mitteilung von Staatsanwaltschaft und Polizei von gestern in Potsdam. Es sei Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts der vorsätzlichen Brandstiftung erlassen worden. Der junge Mann sei nach Zeugenaussagen in das Visier der Ermittler geraten.

Justizminister Volkmar Schöneburg (Linke) äußerte sich erleichtert über den Fahndungserfolg. „Die schnelle Aufklärung von Straftaten macht der Zivilgesellschaft Mut in ihrem Kampf gegen Rechtsextremismus. Zudem stärkt der rasche Fahndungserfolg das Vertrauen der Bürger in den Rechtsstaat“, erklärte der Minister in einer Mitteilung. Durch das Feuer war das Haus der Demokratie vollständig zerstört worden. Der Treffpunkt für Menschen mit zivilgesellschaftlichem Engagement war im Herbst 2009 von einer Bürgerinitiative eröffnet worden. Es gab eine Ausstellung zu jüdischem Leben. (dpa)