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taz🐾sachenDie Nachrichten von 1968

1968 war ein bewegendes Jahr. Und eines mit lang anhaltenden Folgen für alles was sich in den kommenden Jahrzehnten als linksalternativ verstand – und letztlich für die gesamte Gesellschaft. Aber wie und wann hat das alles begonnen?

Die Schüsse auf Rudi Dutschke in Berlin, die Ermordung von Martin Luther King in den USA, der Brandanschlag auf die Kaufhäuser in Frankfurt. Als gut geschulter Linker hat man solche Ereignisse natürlich als wichtig gespeichert – zumindest irgendwo im Hinterkopf. Aber dass das alles innerhalb von nur zehn Tagen im April geschah, in denen auch noch das Stanley Kubricks Meisterwerk „2001 -Odyssee im Weltraum“ in die Kinos kam, während die spanische Sängerin Massiel mit dem wegweisenden Titel „La la la“ den Eurovision Song Contest gewann, das haben wohl die wenigsten auf dem Schirm.

Um unseren LeserInnen ein Gefühl für diese Gleichzeitigkeit zu geben, starten wir heute das „kalenderblatt zum sommer 1968“. In den kommenden Monaten werden wir immer hier auf Seite 2 auf ein vor 50 Jahren aktuelles Ereignis hinwiesen – auch mit einer exemplarischen Schlagzeile, was die Zeitungen damals für berichtenswert hielten.

Das ist aber längst nicht alles, was die taz zum Jubiläum der 68er bringen wird. Schon in der kommenden Wochenendausgabe widmen wir uns mit einer Spezialausgabe den Umbrüchen von 1968 als globales Ereignis. Weitere Sonderausgaben werden sich im Laufe der nächsten Monate mit der Revolte in Paris, dem Prager Frühling sowie der Frauenbewegung befassen. Gereon Asmuth

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen