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KM GalerieEin dumpfes Motorengeräusch und das Meer

„Wenn ich fortginge, würde ich alles mitnehmen, alles, was ich sehe, was ich jeden Tag unter den Händen habe, auch die Aschenbecher“ – so viel Sehnsucht, Naivität und Abgeklärtheit zugleich konnte im Film der Sechziger wohl niemand ein so gutes Gesicht geben wie die italienische Schauspielerin Monica Vitti. In Michelangelo Antonionis Klassiker „Die Rote Wüste“, aus dem Dragutin Banic und Ilse Henin die Vitti für ihre Gruppenausstellung zitieren, wird sie vor der Kulisse eines Industriehafens in Norditalien einer Depression verfallen. Orte auf der Schwelle zwischen Zweck und Phantasma sind das Thema von Banic und Henin, unter dem sie als Kuratoren in der Galerie KM zehn Künstler versammelt haben. Da täuscht etwa Robert Elfgens Messingtafel ein romantisches Landschaftsbild vor, um bei näherem Hinsehen nur geschundenes Metall zu sein. Und Özlem Sakalsiz versenkt menschliche Figuren in den Galerienboden, als habe er sich verflüssigt. „Ich frage mich, ob es einen Platz in dieser Welt gibt“ ist die Übersetzung des Ausstellungstitels. (soj)

Bis 15. 9., Mi.–So. 14–18­ Uhr, Mehringplatz 8

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