Angriffe auf Flüchtlingsheime gesunken

Alle 2,5 Tage gibt es einen Angriff

Noch immer wird alle paar Tage eine Unterkunft für Geflüchtete in Deutschland angegriffen. Dennoch sinkt die Zahl: im Vorjahr waren es mehr als doppelt so viele.

In Jüterbog ist das Fenster eines Flüchtlingsunterkunft angekokelt

Vor zwei Jahren gab es noch mehr Angriffe: Das Fenster eines Flüchtlingsheimes nach einem Anschlag Foto: dpa

BERLIN rtr | Die Zahl der Angriffe auf Asylunterkünfte ist einem Zeitungsbericht zufolge in diesem Jahr deutlich zurückgegangen. In den ersten neun Monaten verzeichneten die Behörden 110 Straftaten gegen Asylunterkünfte, wie Sachbeschädigung, Schmierereien oder Volksverhetzung, wie die Neue Osnabrücker Zeitung unter Berufung auf Angaben des Bundeskriminalamts (BKA) berichtete.

Im Vorjahreszeitraum waren es mehr als doppelt so viele. Während 2017 pro Quartal im Schnitt 80 Straftaten verzeichnet würden, seien es 2018 lediglich 36 gewesen.

Dennoch komme es rechnerisch nach wie vor alle 2,5 Tage zu einem Angriff auf ein Asylbewerberheim. Zumeist hätten die Taten einen rechtsradikalen Hintergrund. Zudem könne die Zahl noch steigen, hieß es weiter: Bislang lägen lediglich vorläufige Angaben vor, in der Regel gebe es später noch Nachmeldungen.

Die Zahl der Straftaten gegen Asylunterkünfte sinkt seit mehreren Jahren wieder. 2017 hatten die Behörden insgesamt 312 Straftaten gegen Asylunterkünfte registriert, 2016 waren es bundesweit 995 und 2015 waren es 1031.

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Weltweit sind mehr als 60 Millionen Menschen auf der Flucht vor Kriegen, Verfolgung und Armut. Im Mittelmeer sterben Zehntausende. Und die EU setzt auf Abschottung.

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