apokalypse der woche: Tundra fällt als CO2-Speicher aus
Schon wieder eine Kohlenstoffsenke weniger: Über Jahrtausende hat die arktische Tundra CO2 im gefrorenen Boden und in Bäumen gespeichert. Das ist nun vorbei. Einem Bericht der US-Klimabehörde NOAA zufolge entweicht dort aktuell mehr CO2 in die Atmosphäre, als aufgenommen wird. Grund: steigende Temperaturen, aber auch häufigere Waldbrände. Seit 2004 seien durch Brände in der Nordpolarregion durchschnittlich 207 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr in die Luft gelangt, heißt es in dem Bericht von 97 Forschenden aus 11 Ländern. Außerdem entweiche dort ständig klimaschädliches Methan. Pflanzen, Wildtiere und Menschen seien gezwungen, sich schneller an eine „wärmere, feuchtere und unsicherere Welt anzupassen“, heißt es weiter. Der zunehmende Regen falle oft auf Schnee, sodass die ganze Oberfläche von einer Eisschicht überzogen wird, was Tieren die Futtersuche erschwere. So gebe es in der Tundra nur noch ein Drittel so viele wandernde Rentiere wie vor 30 Jahren. (dpa)
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