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brief des tages

Rollstuhlfahrer ohne Zug?

„Berliner Behindertenparlament: Fokussieren auf die größten Baustellen “,

taz vom 9. 5. 25

Ich bin Rollstuhlfahrerin. Vor Kurzem wollte ich mit dem Metronom von Hamburg nach Lüneburg fahren. Ich hatte mich erkundigt, ob ich mit meinem E-Rollstuhl Metronom fahren kann. Es hieß: Ja, das geht klar. Ich habe auf den Zug vorne, wo der Rollstuhlwagen hält, gewartet. Als die Türen aufgingen, bediente der Bahnmitarbeiter die Rollstuhlrampe nicht, er ließ die Fuß­gän­ge­r*in­nen und Menschen mit Kinderwagen einsteigen. Ich fragte, was das soll, sagte, ich wolle auch mitfahren, ich habe einen wichtigen Termin. Der Metronom-Mitarbeiter erwiderte, die anderen müssten zur Arbeit und das sei wichtiger. Der Ton war bedrohlich. Ich habe gefragt, woher er wissen wolle, dass mein Termin nicht so wichtig ist wie der von den anderen. Er möge mich bitte jetzt endlich reinlassen, Platz sei vorhanden! Er kam ein paar Schritte auf mich zu, ich habe richtig Angst bekommen. Ich wurde am Bahnsteig zurückgelassen. Es kann doch nicht sein, dass Menschen mit Behinderung einfach zurückgelassen werden! Je­de*r hat das Recht auf Mobilität! Justine, Mitglied bei der ­Antiableistischen Aktion Lüneburg

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