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live +++Angriffe auf Venezuela+++USA unter Trump wollen Venezuela vorerst selbst führen

US-Streitkräfte haben Venezuelas Staatschef Maduro und dessen Ehefrau festgenommen. Schon wenige Stunden später droht Trump mit weiteren Attacken und Bodentruppen.

Trump:„Wir werden das Land so lange regieren, bis wir einen sicheren, ordentlichen und vernünftigen Übergang gewährleisten können“ Foto: Alex Brandon/ap
Inhaltsverzeichnis

Die USA haben in der Nacht zu Samstag Venezuela angegriffen. Nach Angaben von US-Präsident Trump wurde Venezuelas Präsident Maduro gefangen genommen und außer Landes gebracht. Donald Trump verkündete am Samstagabend, dass die USA Venezuela vorerst selbst führen wollen und bereit seien für eine zweite Welle von Angriffen auf Venezuela, falls es nötig wird.

19.46 Uhr: Laut Trump würde es für Machado „schwierig“ in Venezuela

Nach dem Sturz des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro hat sich US-Präsident Donald Trump skeptisch über die Eignung von Oppositionsführerin María Corina Machado als dessen Nachfolgerin geäußert. „Ich denke, es wäre sehr schwierig für sie, die Führungsposition zu übernehmen, da sie weder die nötige Unterstützung noch den nötigen Respekt im Land genießt“, sagte er bei einer Pressekonferenz in seiner Residenz Mar-a-Lago in Florida über die Friedensnobelpreisträgerin. „Sie ist eine sehr nette Frau, aber ihr fehlt der Respekt der Bevölkerung.“

Trump verneinte zuvor eine Frage, ob er wisse, wo sich Machado derzeit aufhalte und ob er mit ihr gesprochen habe. Der Aufenthalt der venezolanischen Regierungskritikerin ist bislang nicht bekannt. (dpa)

18.35 Uhr: Trump hat „keine Angst vor US-Truppen in Venezuela“

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CNN-Video über Angriffe in Caracas

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US-Präsident Donald Trump steht einem Einsatz von US-Streitkräften auf venezolanischem Boden gelassen gegenüber. „Wir haben keine Angst vor Bodentruppen. Und wir müssen welche haben, wir hatten vergangene Nacht Bodentruppen vor Ort“, sagte er bei einer Pressekonferenz in seiner Residenz Mar-a-Lago in Florida. Er scheue sich nicht, das zu sagen. „Wir werden sicherstellen, dass dieses Land ordnungsgemäß regiert wird“, sagte er. (dpa)

18.23 Uhr: Trump will Venezuela „reich, unabhängig und sicher“ machen

US-Präsident Donald Trump hat nach der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro wirtschaftliche und sicherheitspolitische Zusagen für Venezuela gemacht. Bei einer Pressekonferenz erklärte Trump, große US-Ölkonzerne sollten Milliarden Dollar investieren, um die nach seinen Worten „schwer beschädigte“ venezolanische Öl-Infrastruktur zu modernisieren. Ziel sei es, das Land wirtschaftlich wiederaufzubauen.

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Eine Partnerschaft mit den Vereinigten Staaten werde Venezuela „reich, unabhängig und sicher“ machen, sagte Trump. Trump sagte zudem, Millionen Venezolaner im Exil – auch in den USA – würden von den geplanten Maßnahmen profitieren. (dpa)

🐾 Luftschläge in Venezuela und eine mögliche Entführung Maduros: US-Präsident Donald Trump will den Regimewechsel in Caracas. Was hat ihn dazu getrieben? Eine Analyse vom taz Autor Leon Holly.

18.22 Uhr: Meloni: „Externes militärisches Vorgehen“ nicht richtig – aber legitim

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat sich zu den US-Angriffen auf Venezuela und der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro abwägend geäußert. Ein „externes militärisches Vorgehen“ sei nicht der richtige Weg, um „totalitäre Regime zu beenden“, hieß es in einer Mitteilung von Melonis Amtssitz. Die rechte Politikerin gilt als Sympathisantin von US-Präsident Donald Trump, der die Angriffe angeordnet hatte.

Gleichzeitig betonte Meloni, ihre Regierung halte ein „Eingreifen defensiver Natur“ gegen hybride Angriffe auf die eigene Sicherheit für legitim – etwa wenn staatliche Akteure den Drogenhandel in einem anderen Land fördern oder begünstigen. Trump hatte Maduro immer wieder vorgeworfen, einen Drogenstaat zu führen und die USA mit Drogen zu überschwemmen.

Meloni betonte, Italien habe stets das Streben des venezolanischen Volkes nach einem demokratischen Übergang in dem lateinamerikanischen Land unterstützt. Ihre Regierung habe zudem das repressive Vorgehen Maduros immer wieder verurteilt und gemeinsam mit den wichtigsten internationalen Partnern eine Anerkennung der Wiederwahl des Politikers nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl im Sommer 2024 vehement abgelehnt. (dpa)

Nach Angriffen in der Nacht auf Venezuela: Das Land meldet tote und verletzte Soldaten sowie Zivilisten Foto: reuters

18.10 Uhr: Trump: US-Embargo gegen Öl aus Venezuela bleibt bestehen

18.01 Uhr – Das US-Embargo gegen venezolanisches Öl bleibt vorerst in Kraft. ⁠Das kündigt US-Präsident Trump auf einer Pressekonferenz in Washington an. Die US-Marine bleibe ebenfalls in Position. Die USA behielten sich alle militärischen Optionen vor, „bis unsere Forderungen in vollem Umfang erfüllt sind.“ (rtr)

18.00 Uhr: Trump: USA wollen Venezuela vorerst selbst führen

Nach ihrem Militäreinsatz in Venezuela und der Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro wollen die USA nach den Worten von Präsident Donald Trump vorübergehend die Führung des Landes übernehmen. „Wir werden das Land so lange regieren, bis wir einen sicheren, ordentlichen und vernünftigen Übergang gewährleisten können“, sagte Trump am Samstag bei einer Pressekonferenz in seiner Privatresidenz Mar-a-Lago in Florida. Gleichzeitig kündigte er an, US-Ölunternehmen sollten in Venezuela aktiv werden, um „anzufangen, Geld für das Land zu machen“. (afp)

🐾 Schon immer haben sich die USA gewaltsam in die Angelegenheiten lateinamerikanischer Staaten eingemischt. Aus politischen und Wirtschaftsinteressen. Ein Bericht vom taz Autor Stefan Schaaf.

17.55 Uhr: Trump: Bereit für zweite Welle von Angriffen auf Venezuela

US-Präsident Donald Trump hat eine „zweite, deutlich größere Welle“ von Angriffen in Venezuela in Aussicht gestellt. Diese sei wahrscheinlich nicht nötig, weil das US-Militär bei seiner Festnahme von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro „so erfolgreich“ gewesen sei, sagte er bei einer Pressekonferenz in seiner Residenz Mar-a-Lago in Florida. „Wir sind aber darauf vorbereitet, eine zweite, deutlich größere Welle durchzuführen.“ (dpa)

17.40 Uhr Trump veröffentlicht Foto von Maduro in Handschellen

Nach der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro bei einem US-Militäreinsatz hat US-Präsident Donald Trump ein Foto veröffentlicht, das diesen in Handschellen und mit verbundenen Augen zeigt. Auf dem Bild sei Maduro an Bord des US-Kriegsschiffs „USS Iwo Jima“ zu sehen, kommentierte Trump am Samstag in Onlinediensten das Foto des mit einem grauen Jogginganzug bekleideten langjährigen venezolanischen Staatschefs. Bei einem groß angelegten Militäreinsatz hatten die USA in der Nacht Ziele in Venezuela angegriffen und Maduro und dessen Frau gefangen genommen.

16.56 Uhr: Oppositionsführerin Machado begrüßt Maduro-Festnahme

Auf dem Kurznachrichtendienst X wird – unter anderem im Audioformat – ein Statement verbreitet, das der der venezuelanischen Oppositionsführerin María Corina Machado zugeschrieben wird.

Darin heißt es: „Nicolás Maduro muss sich ab heute vor der internationalen Justiz für die grausamen Verbrechen verantworten, die er gegen Venezolaner und Bürger vieler anderer Nationen begangen hat. Angesichts seiner Weigerung, eine Verhandlungslösung zu akzeptieren, hat die Regierung der Vereinigten Staaten ihr Versprechen, das Gesetz durchzusetzen, eingelöst. Es ist an der Zeit, dass die Volkssouveränität und die nationale Souveränität in unserem Land herrschen. Wir werden Ordnung schaffen, politische Gefangene befreien, ein außergewöhnliches Land aufbauen und unsere Kinder nach Hause holen. Wir haben jahrelang gekämpft, wir haben alles gegeben, und es hat sich gelohnt. Was passieren musste, passiert gerade. Dies ist die Stunde der Bürger. Diejenigen, die am 28. Juli alles für die Demokratie riskiert haben. Diejenigen, die Edmundo González Urrutia zum legitimen Präsidenten Venezuelas gewählt haben, der sofort sein verfassungsmäßiges Mandat antreten und von allen Offizieren und Soldaten der Nationalen Streitkräfte als Oberbefehlshaber anerkannt werden muss. Heute sind wir bereit, unser Mandat durchzusetzen und die Macht zu übernehmen. Bleiben wir wachsam, aktiv und organisiert, bis der demokratische Übergang vollzogen ist. Ein Übergang, der uns ALLE braucht. An die Venezolaner, die sich in unserem Land befinden: Seien Sie bereit, das umzusetzen, was wir Ihnen sehr bald über unsere offiziellen Kanäle mitteilen werden. Die Venezolaner im Ausland müssen mobilisiert werden, um die Regierungen und Bürger der Welt zu aktivieren und sie schon jetzt für die große Operation des Aufbaus des neuen Venezuela zu gewinnen. In diesen entscheidenden Stunden sende ich Ihnen meine ganze Kraft, mein Vertrauen und meine Zuneigung. Bleiben wir alle wachsam und in Kontakt.“

Der Text endet mit den Parolen „VENEZUELA WIRD FREI SEIN!“ und „Wir gehen Hand in Hand mit Gott bis zum Ende“.

Machado, Friedensnobelpreisträgerin 2025, gilt als Sympathisantin des US-Präsidenten Donald Trump. (smd)

16.39 Uhr: Russland fordert Freilassung Maduros

Russland hat die USA aufgefordert, den gefangen genommenen venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro und dessen Frau freizulassen. „Wir fordern die amerikanische Führung nachdrücklich auf, ihre Position zu überdenken und den rechtmäßig gewählten Präsidenten des souveränen Landes und seine Frau freizulassen“, erklärte das Außenministerium in Moskau am Samstag. (afp)

16.34 Uhr: USA will laut Trump in Venezuela „sehr involviert sein“

Nach der Festnahme von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro durch US-Spezialkräfte will Präsident Donald Trump bei der Machtfrage in Caracas mitentscheiden. „Wir treffen diese Entscheidung jetzt. Wir können nicht riskieren, dass jemand anderes übernimmt und einfach so weitermacht“, sagte er in einem Telefoninterview des Senders Fox News auf die Frage nach der politischen Zukunft von Venezuela. „Wir werden sehr involviert sein. Wir wollen Freiheit für die Menschen erreichen.“

Nach der venezolanischen Verfassung würde Vizepräsidentin Delcy Rodríguez bei einem Ausfall des Staatschefs bis zu Neuwahlen die Regierungsgeschäfte übernehmen. Als mögliche Szenarien werden in der Verfassung unter anderem Tod, Rücktritt, Amtsenthebung oder Amtsaufgabe aufgeführt.

Da im vorliegenden Fall keiner dieser Gründe vorliegt, geht Venezuelas Außenminister davon aus, dass Maduro weiterhin Präsident ist. „Die Verfassung ist klar: Der gewählte Präsident, der verfassungsmäßige Präsident ist Nicolás Maduro Moros. Seine physische Anwesenheit in Venezuela muss von den USA sofort wieder hergestellt werden“, sagte Yvan Gil im Staatsfernsehen. (dpa)

16.30 Uhr: Venezuelas Opposition fordert Präsidentschaft für Gonzalez

Die venezolanische Oppositionsführerin Maria Corina ‌Machado hat Edmundo Gonzalez als neuen Präsidenten des Landes vorgeschlagen. ⁠Maduro sei abgesetzt worden, weil er sich Verhandlungen verweigert habe, erklärt Machado in einem am Samstag veröffentlichten Brief.

Die jüngst mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete Machado beansprucht mit ihrer Opposition den Sieg bei der Präsidentschaftswahl 2024. Der Diplomat Gonzalez war dabei Spitzenkandidat des Oppositionsbündnisses, nachdem Machado das passive Wahlrecht entzogen worden war. (rtr)

16.02 Uhr: China wirft USA Verstoß in „schwerwiegender Weise gegen Völkerrecht“ vor

China hat die ‌Absetzung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch die USA scharf ⁠verurteilt. „China ist zutiefst erschüttert und verurteilt die Anwendung von Gewalt durch die USA gegen einen souveränen Staat und die Anwendung von Gewalt gegen den Präsidenten eines Landes auf das Schärfste“, teilt das Außenministerium in Peking in einer Erklärung mit.

„China lehnt ein solches hegemoniales Verhalten der USA entschieden ab, das in schwerwiegender Weise gegen das Völkerrecht verstößt, die Souveränität Venezuelas verletzt und den Frieden und die Sicherheit in Lateinamerika und der Karibik bedroht.“ Die Regierung fordert die USA auf, sich an das Völkerrecht sowie die Ziele und Grundsätze der UN-Charta zu halten. Sie sollten aufhören, die Souveränität und Sicherheit anderer Länder zu verletzen. (rtr)

15.42 Uhr: Trump will kompletten Regierungswechsel

Dem bei einem US-Militäreinsatz in Venezuela gefangen genommenen Präsidenten Nicolás Maduro soll nach den Worten von US-Präsident Donald Trump kein Vertreter von dessen Regierung nachfolgen. Er werde niemandem erlauben, „dort weiterzumachen, wo er aufgehört hat“, sagte Trump in einem Telefoninterview dem US-Sender Fox News mit Blick auf Maduro. Der venezolanische Staatschef sei in einer Art „Festung“ gefangen genommen worden und solle nach New York gebracht werden. (afp)

15.35 Uhr: Trump will Maduro zur Kapitulation aufgefordert haben

US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Worten vor einer Woche Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro zur Kapitulation aufgefordert. „Ich sagte, du musst aufgeben. Du musst dich ergeben“, sagte Trump im Interview mit dem US-Fernsehsender Fox News.

Maduro und er hätten vor etwa einer Woche miteinander telefoniert. Der nun von US-Eliteeinheiten festgenommene Staatschef habe sich geweigert. (dpa)

15.30 Uhr: Premier der Slowakei Fico verurteilt US-Angriff

Der als Sympathisant von US-Präsident Donald Trump geltende slowakische Premier Robert Fico hat den US-Angriff auf Venezuela entschieden verurteilt. Die US-Militäraktion zeige, dass „das Völkerrecht nicht gilt, militärische Gewalt ohne UN-Mandat angewendet wird und jeder, der groß und stark ist, macht, was er will“, schrieb der Linksnationalist auf Facebook.

Als Regierungschef eines kleinen Landes müsse er „so ein Untergraben des Völkerrechts resolut ablehnen“, wie er auch den Irak-Krieg und die russische Invasion in der Ukraine abgelehnt habe. Auch die Europäische Union rief Fico zu einer ebenso „konsequenten“ Verurteilung auf, wie beim Angriff auf die Ukraine. Ansonsten wäre die EU „pharisäerhaft“, schrieb der Linksnationalist. (dpa)

15.17 Uhr: US-Vizepräsident Vance will „gestohlenes Öl zurück“

US-Vizepräsident JD Vance hat die Kritik an dem US-Angriff auf Venezuela sowie an der Festnahme von Staatschef Nicolás Maduro zurückgewiesen. „Gegen Maduro liegen in den Vereinigten Staaten mehrere Anklagen wegen Drogenschmuggels und Terrorismus vor. Man kann der Justiz in den USA nicht entgehen, nur weil man in einem Palast in Caracas lebt“, schrieb er auf der Plattform X.

US-Präsident Donald Trump habe deutlich gemacht: „Der Drogenhandel muss aufhören, und das gestohlene Öl muss an die Vereinigten Staaten zurückgegeben werden.“

Trump habe Maduro in der Vergangenheit „mehrere Auswege“ angeboten. „Maduro ist der jüngste, der erfahren musste, dass Präsident Trump seine Worte ernst meint.“

14.25 Uhr: USA wollen Maduro wegen Drogenhandels und Terrorismus den Prozess machen

Die US-Justiz will dem beim Militäreinsatz der Vereinigten Staaten gegen Venezuela mutmaßlich gefangen genommenen Staatschef Nicolás Maduro wegen Vorwürfen des Drogenhandels und des Terrorismus den Prozess machen. Maduro und seine Ehefrau seien angeklagt und würden bald mit „dem ganzen Zorn der amerikanischen Justiz auf amerikanischem Boden in amerikanischen Gerichten konfrontiert werden“, schrieb US-Justizministerin Pam Bondi am Samstag im Onlinedienst X.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor mitgeteilt, dass Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores während des nächtlichen US-Einsatzes „gefangen genommen und außer Landes geflogen“ worden seien.

Bondi verwies nun darauf, dass gegen Maduro bereits in der Vergangenheit Anklage wegen „Verschwörung zum Drogenterrorismus und Verschwörung zur Einfuhr von Kokain“ erhoben worden sei. Diese Anklage gegen Maduro hatte das US-Justizministerium bereits 2020 – während Trumps erster Amtszeit – angestrengt.

Washington beschuldigt Maduro, den Drogenhandel für das „Kartell der Sonnen“ zu leiten, dessen Existenz zahlreichen Experten zufolge allerdings erst noch bewiesen werden muss. Maduro wies in der Vergangenheit alle Anschuldigungen zurück. (afp)

14.00 Uhr: Gemischte Reaktionen aus deutscher Politik

Der Militärschlag der USA gegen Venezuela und die Festnahme von Staatschef Nicolás Maduro rufen in Deutschland unterschiedliche Reaktionen hervor. Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jürgen Hardt, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND), das Ende der Herrschaft von Maduro „wäre ein Signal der Hoffnung für Venezuela, dessen Bevölkerung zu großen Teilen vor Maduros Regime ins Ausland floh“.

Linke-Chef Jan van Aken sagte hingegen: „Wer wie Trump das Völkerrecht bricht und Präsidenten entführen lässt, der betreibt brutalen Staatsterrorismus.“ Die USA hatten Maduro und dessen Ehefrau bei dem Angriff gefasst und außer Landes gebracht, wie US-Präsident Donald Trump mitgeteilt hatte.

Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge forderte eine klare Reaktion der Bundesregierung. Die Luftangriffe stellten einen Bruch des Völkerrechts und eine gefährliche militärische Eskalation dar, sagte sie dem RND. „Wir erwarten daher von der Bundesregierung, dass sie dies verurteilt und sich unmissverständlich gegenüber den USA für Deeskalation, die Einhaltung des Völkerrechts und die Achtung staatlicher Souveränität einsetzt.“

Dröge betonte, die Politik Maduros sei in keiner Weise akzeptabel. Doch auch die US-Politik sei falsch: „Unter Donald Trump verfolgen die USA international eine Politik, die immer mehr auf das Recht des Stärken setzt und die Einhaltung internationalen Rechts missachtet.“ Es bestehe die Gefahr, dass andere Staaten diesem Beispiel folgten und die Welt so immer gefährlicher werde. (dpa)

13.35 Uhr: Venezuelas Innenminister: „Wir werden siegen“

Venezuelas Innenminister Diosdado Cabello hat sich trotz des US-Militärangriffs und der Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro siegesgewiss gezeigt. „Am Ende dieser Angriffe werden wir siegen“, sagte Cabello, der als einer der mächtigsten Männer des Landes gilt, am Samstag im staatlichen Fernsehen.

Es sei „nicht der erste Kampf gegen unser Volk“, sagte der Innenminister weiter und fügte hinzu: „Es lebe das Vaterland! Es lebe! Immer loyal! Niemals Verräter!“ Das venezolanische Volk wisse, wie es „unter allen Umständen überlebt“. Auf Online-Plattformen hatte es Gerüchte über eine Festnahme oder den Tod Cabellos gegeben. (afp)

13.29 Uhr: EU-Chefdiplomatin erinnert an Völkerrecht

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat nach dem US-Angriff auf Venezuela zur Achtung des Völkerrechts aufgerufen. „Unter allen Umständen müssen die Grundsätze des internationalen Rechts und der Charta der Vereinten Nationen eingehalten werden. Wir rufen zur Zurückhaltung auf“, schrieb Kallas auf X. Nach eigenen Angaben hatte sie zuvor mit US-Außenminister Marco Rubio telefoniert.

Die Europäische Union beobachte die Lage in Venezuela aufmerksam, heißt es im Post von Kallas. Die EU habe wiederholt erklärt, dass Maduro Legitimität fehle, und sich für einen friedlichen Übergang ausgesprochen. „Die Sicherheit der EU-Bürger in diesem Land hat für uns oberste Priorität“, fügte die estnische Politikerin hinzu.

Auch EU-Ratspräsident António Costa zeigte sich besorgt über die. „Die Europäische Union ruft zur Deeskalation und zu einer Lösung unter vollständiger Achtung des Völkerrechts und der in der Charta der Vereinten Nationen verankerten Grundsätze auf“, schrieb Costa auf X. Die EU werde sich weiterhin für eine friedliche, demokratische und inklusive Lösung in Venezuela einsetzen.

Die USA hatten in der Nacht auf Samstag (Ortszeit) Ziele in Venezuela angegriffen und nach Angaben von Präsident Donald Trump auch den autoritären Staatschef Maduro gefasst und außer Landes gebracht. Die Luftschläge richteten sich Berichten zufolge vor allem gegen Militärstützpunkte, Flugplätze, Kommunikationsanlagen und Häfen. (dpa)

13.24 Uhr: Milei feiert Maduros Festsetzung durch die USA

Argentiniens Präsident Javier Milei feiert die von den USA verkündete Festsetzung von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro. „DIE FREIHEIT SCHREITET VORAN, ES LEBE DIE FREIHEIT VERDAMMT NOCHMAL“, schrieb der ultraliberale Politiker auf X in Versalien zu einem Nachrichtenbericht, den er auf der Plattform teilte. (dpa)

12.27 Uhr: Russland fordert zur Rückkehr zu Gesprächen auf

In einem russischen Regierungsstatement heißt es: „In der gegenwärtigen Situation ist es vor allem wichtig, eine weitere Eskalation zu verhindern und sich auf die Suche nach einer Lösung im Dialog zu konzentrieren. Wir gehen davon aus, dass alle Parteien, die möglicherweise Beschwerden gegeneinander haben, Lösungen durch dialogbasierte Mechanismen suchen müssen. Wir sind bereit, solche Bemühungen zu unterstützen.“

Russland bekräftigt darüber hinaus seine „Solidarität mit dem venezolanischen Volk“ und eine „Unterstützung für den Kurs seiner bolivarischen Führung, der darauf abzielt, die nationalen Interessen und die Souveränität des Landes zu wahren.“ (smd)

11.55 Uhr: Venezuela meldet Tote und Verletzte

Bei dem US-Angriff auf Ziele in Venezuela sind nach Regierungsangaben Soldaten und Zivilisten getötet worden. „Wir verurteilen diesen Angriff auf unser Volk, der Beamten, Soldaten, Unschuldigen und Zivilisten das Leben gekostet hat“, sagte Vizepräsidentin Delcy Rodríguez im Staatsfernsehen. (dpa)

11.50 Uhr: Viele falsche Video im Netz geteilt

In den Social-Media-Kanälen werden aktuell zahlreiche Videos geteilt, die den US-Angriff auf Venezuela zeigen sollen. Nicht alle davon sind echt. Darauf hat auf X der BBC-Journalist Shayan Sardarizadeh hingewiesen, dessen Spezialgebite Verifikation und Desinformation sind. So zeige ein Video, das angeblich den US-Angriff auf eine Militärbasis in Venezuela zeigen soll, eine iranische Raketen auf Israel. (ga)

11.40 Uhr: Russland verurteilt US-Angriff auf Venezuela als „verwerflich“

Russland hat den US-Militärangriff auf Venezuela mit deutlichen Worten verurteilt. Das Vorgehen sei „zutiefst beunruhigend und verwerflich“, erklärte das russische Außenministerium in Moskau am Samstag. Es gebe keine Rechtfertigung für diese „bewaffnete Aggression“. (afp)

11.35 Uhr: Spanien ruft zur Deeskalation in Venezuela auf

Spanien hat angesichts der US-Angriffe in Venezuela und der Mitteilung über eine Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro zur Mäßigung aufgerufen. Das Völkerrecht und die UN-Charta müssten beachtet werden, stand in einer ersten Erklärung des spanischen Außenministeriums zur Lage in dem südamerikanischen Land.

Zugleich bot die linke Regierung in Madrid ihre Hilfe an, um „eine friedliche und durch Verhandlungen erzielte Lösung der gegenwärtigen Krise zu erreichen“. (dpa)

11.35 Uhr: „New York Times“: Keine Opfer auf US-Seite

Bei dem Angriff auf Venezuela gab es laut einem Medienbericht keine Opfer auf US-Seite. Dies berichtete die Zeitung „New York Times“ unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person. (dpa)

11.20 Uhr: Krisenstab der Bundesregierung tagt

Im Auswärtigen Amt wird heute der Krisenstab der Bundesregierung zusammentreten. „Wir beobachten die Lage in Venezuela sehr aufmerksam und verfolgen die aktuellen Meldungen mit größter Sorge“, heißt es im Außenministerium. Das Auswärtige Amt stehe im engen Kontakt mit der Botschaft in Caracas. Die Lage sei derzeit „in Teilen noch unübersichtlich“. Die Bundesregierung stimme sich eng mit den Partnern ab. (rtr)

11.15: US-Senator zu Venezuela: „Dieser Krieg ist illegal“

Nach dem Angriff der USA auf Venezuela haben mehrere US-Parlamentarier Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Vorgehens geäußert. Der demokratische Senator von Arizona, Ruben Gallego schrieb im Kurznachrichtendienst X: „Dieser Krieg ist illegal. Es ist beschämend, dass wir uns vom Weltpolizisten zum Weltmobber entwickelt haben. Es gibt keinen Grund, warum wir mit Venezuela im Krieg sein sollten“.

Auch ein Parteifreund von US-Präsident Donald Trump, der republikanische Senator Mike Lee von Utah, meldete Zweifel an: „Ich bin gespannt darauf zu erfahren, was – falls überhaupt etwas – diese Handlung verfassungsrechtlich rechtfertigen könnte, angesichts des Fehlens einer Kriegserklärung oder einer Genehmigung zum Einsatz militärischer Gewalt.“ (dpa)

11.08 Uhr: Vizepräsidentin weiß nicht, wo Maduro ist

Die venezolanische Regierung weiß derzeit nicht, wo sich Präsident Nicolas Maduro und seine Frau aufhalten. Das teilt Vizepräsidentin Delcy Rodriguez in einer im Staatsfernsehen ausgestrahlten Audiobotschaft mit. Sie fordert „einen sofortigen Beweis“, dass die beiden noch am Leben seien. US-Präsident Donald Trump hat mitgeteilt, dass Maduro ⁠und ‍seine Frau gefangen genommen und außer Landes geflogen worden seien. (rtr)

10.55 Uhr: US-Elitesoldaten sollen Maduro gefangen genommen haben

Die Gefangennahme ⁠von Venezuelas Präsident Nicolas Maduro erfolgte nach Angaben eines US-Vertreters durch amerikanische Elitesoldaten. Der Sender CBS News berichtet, es habe sich um Mitglieder der Delta Force gehandelt, einer Spezialeinheit der US-Armee. (rtr)

10.55 Uhr: Venezuela kündigt „massiven“ Einsatz all seiner militärischen Mittel an

Wegen des US-Angriffs auf Venezuela hat das südamerikanische Land am Samstag einen „massiven“ Einsatz all seiner militärischen Mittel angekündigt. In einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums in Caracas wurde den USA überdies vorgeworfen, auch Wohngebiete mit Zivilisten bombardiert zu haben. (afp)

10.42 Uhr: Trump kündigt Pressekonferenz an

US-Präsident Trump verkündet in einem social media post, Venezuelas Präsident Nicolás Maduro und seine Frau in Gewahrsam genommen wurden und zur Stunde aus dem Land geflogen werden. Trump befindet sich derzeit in seinem Anwesen in Mar-a-Lago in Florida und hat dort für 11 Uhr Ortszeit eine Pressekonferenz angekündigt. (sny)

10.40 Uhr: Venezuelas Verteidigungsminister meldet sich lebend

Venezuelas Verteidigungsminister, General Vladimir Padrino Lopez, hat sich als erstes Regierungsmitglied an die Öffentlichkeit gewendet. Zuvor war auf X spekuliert worden, der General sei Opfer des US-Angriffs geworden. Padrino Lopez gilt als einer der engsten Mitarbeiter der Maduro-Regierung. (sny)

10.37 Uhr: Kuba verurteilt den US-Angriff

Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel verurteilt den US-Angriff auf Venezuela als „kriminellen Attacke“. Er fordert die internationale Gemeinschaft zu einer „dringende Reaktion“ auf. (sny)

10.35 Uhr: Trump bestätigt Angriff in Venezuela – Maduro gefangen genommen

US-Präsident ⁠Donald Trump hat bestätigt, dass die USA Venezuela angegriffen haben. Es habe sich ⁠um ‍einen großangelegten Angriff ⁠gegen das Land und seinen Anführer gehandelt, teilte Trump am Samstag mit. Venezuelas Präsident Nicolas Maduro ⁠sei gefangen genommen und außer ⁠Landes gebracht worden.

10.34 Uhr: Iran verurteilt US-Militärangriff auf Venezuela

Der Iran hat einen Militärangriff der USA auf Venezuela scharf verurteilt. Es handle sich um eine „eklatante Verletzung seiner nationalen Souveränität und territorialen Integrität“, teilte das iranische ⁠Außenministerium ‍mit. Iran forderte den UN-Sicherheitsrat auf, „sofort zu handeln, um ⁠die unrechtmäßige Aggression zu stoppen“ und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Der Iran gilt als enger Verbündeter Venezuelas. (rtr)

10.29 Uhr: CBS News: Angriffe in Venezuela schon Weihnachten geplant

US-Präsident Donald Trump hat für Angriffe auf Venezuela laut einem Medienbericht bereits vor Tagen grünes Licht erteilt. Militärvertreter hätten erwogen, die Attacken an Weihnachten durchzuführen, berichtete der US-Nachrichtensender CBS News unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Aufgrund der US-Luftschläge in Nigeria gegen Ziele des Islamischen Staates (IS) seien die Pläne dann allerdings verschoben worden. CBS News zufolge gab es in den Tagen nach Weihnachten weitere Zeitfenster für Angriffe – allerdings sei das Wetter ungünstig gewesen, sodass das US-Militär auf bessere Bedingungen gewartet habe.

In der Nacht zum Samstag haben die Vereinigten Staaten dann offensichtlich Ziele in Venezuela angegriffen. Die Regierung in Caracas warf Washington vor, eine militärische Aggression gegen zivile und militärische Ziele durchzuführen. Auch die US-Medien CBS News und Fox News berichteten, die USA hätten Ziele in Venezuela attackiert. (dpa)

10.15 Uhr: US-Luftfahrtbehörde untersagt Flüge rund um Venezuela

Die US-Luftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Administration) hat Flüge rund um Venezuela untersagt. „In Zusammenhang mit den andauernden militärischen Aktivitäten“ ist der Betrieb von kommerziellen und privaten US-Flügen in bestimmten Gebieten verboten. Das geht aus einer sogenannte Notam (Notice to Airmen, Hinweise an Piloten) hervor, die die FAA bei verschiedenen Gefahrensituationen und Lagen herausgibt. Konkret handelt es sich um die venezolanische Küstenstadt Maiquetía, die Karibikinsel Curaçao, um Piarco auf der Insel Trinidad sowie um San Juan auf Puerto Rico. (dpa)

09.58 Uhr: US-Medien: Militäreinsatz gegen Venezuela geht von den USA aus

Der Militäreinsatz gegen Venezuela geht nach Informationen von US-Medien von den USA aus. Die Sender CBS News und Fox News berichteten am Samstag, dass Vertreter der US-Regierung, die anonym bleiben wollten, die Beteiligung der US-Armee bestätigt hätten. Das Weiße Haus und das Pentagon äußerten sich zunächst nicht.

Die venezolanische Regierung warf der Regierung von US-Präsident Donald Trump einen „schweren militärischen Angriff“ vor. Dieser habe sich gegen „zivile und militärische Orte in Caracas und den Bundesstaaten Miranda, Aragua sowie La Guaira rund um Caracas“ gerichtet.

„Eine solche Aggression bedroht den Frieden und die internationale Stabilität“ und bringe „das Leben von Millionen Menschen schwerwiegend in Gefahr“, hieß es in der Erklärung weiter. Ziel der USA sei „nichts anderes, als sich Venezuelas strategischer Ressourcen zu bemächtigen, insbesondere seines Erdöls und seiner Mineralien“. Die Regierung in Caracas rief den Ausnahmezustand aus und ordnete eine Mobilisierung des ganzen Landes zur Abwehr „diesen imperialistischen Angriffs“ auf. (afp)

09.28 Uhr: Die Lage am Samstagmorgen

In der venezolanischen Hauptstadt Caracas haben sich Medienberichten zufolge eine Reihe von Explosionen ereignet. Auf vom Fernsehsender NTN24 veröffentlichten Bildern waren Explosionen und Rauchwolken zu sehen. Mehrere davon sollen sich im Gebiet La Carlota ereignet haben, wo ein Stützpunkt der venezolanischen Luftwaffe liegt. Auf einem Video des Senders VPItv war zu sehen, wie mehrere Hubschrauber über die nächtliche Stadt fliegen. Was der Auslöser der Explosionen war, blieb zunächst unklar. ‍Ziel sollten ⁠unter anderem Militäreinrichtungen sein, berichtete die Reporterin des Senders CBS am Samstag auf ⁠X unter Berufung auf US-Vertreter.

Die Regierung in Venezuela hat den USA einen „schweren militärischen Angriff“ vorgeworfen. Sein Land ⁠lehne diese Aggression ab, heißt es in einer Erklärung des Staatschefs Nicolás Maduro. Ziel der Angriffe waren demnach die Hauptstadt Caracas und La Guaira sowie die Bundesstaaten Miranda und ⁠Aragua. Maduro habe daraufhin den Ausnahmezustand ausgerufen und die Mobilisierung der Bevölkerung angeordnet, hieß es am Samstag in einer Mitteilung der Regierung. US-Präsident Donald Trump hatte Maduro kürzlich gedroht, dass dessen Tage „gezählt“ seien.

Explosionen in Venezuela: Rauch steigt am Flughafen La Carlota auf Foto: dpa

Der Militäreinsatz gegen Venezuela geht nach Informationen von US-Medien von den USA aus. Die Sender CBS News und Fox News berichteten am Samstag, dass Vertreter der US-Regierung, die anonym bleiben wollten, die Beteiligung der US-Armee bestätigt hätten. Das Weiße Haus und das Pentagon äußerten sich zunächst nicht.

Auch der Präsident des Nachbarlandes Kolumbien hat von einem Angriff auf Venezuela gesprochen. „In diesem Moment wird Caracas bombardiert. Alarm an alle: Venezuela wurde angegriffen. Sie beschießen es mit Raketen“, schrieb Staatschef Gustavo Petro auf der Plattform X. „Die Organisation Amerikanischer Staaten und die Vereinten Nationen sollten sofort zusammentreten“, forderte er.

USA werfen Venezuela vor, Drogenschmuggel zu fördern

Feuer über Caracas Foto: reuters

Der Konflikt zwischen den USA und Venezuela war zuletzt immer weiter eskaliert. Die US-Streitkräfte haben vor der Küste Venezuelas zahlreiche Kriegsschiffe, Kampfflugzeuge und Soldaten zusammengezogen. Das Militär versenkte zuletzt eine Reihe von angeblichen Drogenbooten, die Küstenwache beschlagnahmte mit Sanktionen belegte Öltanker. US-Präsident Donald Trump bestätigte zudem einen Angriff auf ein Hafengebiet in dem südamerikanischen Land.

Venezuelas autoritärer Präsident Maduro wirft dem Weißen Haus vor, einen Machtwechsel in Caracas erzwingen zu wollen. Im Oktober hatte Trump öffentlich bestätigt, dass er verdeckte Einsätze des Auslandsgeheimdienstes CIA in Venezuela genehmigt habe.

Die USA werfen Venezuela vor, den Drogenschmuggel in die Vereinigten Staaten aktiv zu fördern und damit die Sicherheit der USA und ihrer Bürger zu gefährden. Venezuelas Präsident Maduro vermutet dagegen US-Pläne zu seinem Sturz und ein Bestreben der USA, sich der riesigen venezolanischen Erdölvorkommen zu bemächtigen.

Am Donnerstag zeigte sich Maduro jedoch offen für Gespräche mit den USA. „Wo immer sie wollen und wann immer sie wollen“, sagte er im Staatsfernsehen mit Blick auf mögliche Gespräche mit den USA über die Bereiche Drogenhandel, Öl und Migration. Maduro betonte jedoch auch die Wehrhaftigkeit seines Landes: „Das nationale Verteidigungssystem hat die nationale Integrität, den Frieden des Landes und die Nutzung unserer Territorien garantiert und garantiert dies weiterhin“, erklärte er. (afp/reuters/dpa)

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2 Kommentare

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  • Das Signal 💨 im Neuen Jahr.

    Ist doch sowas von sonnenklar!



    Wladimirowitsch -



    So! Geht - den Hinterhof aufräumen!



    Ja Wladi, da kannst du doch nur von Träumen •

  • Booey - Schweinebucht 2.0 Reloaded ?



    Leider nein! Chile 🇨🇱 9/11 läßt Grüßen •