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Mietenpoltik in BerlinSpannende Frage für den Wahlkampf

Uwe Rada
Erik Peter

Kommentar von

Uwe Rada und Erik Peter

Die Wohnunspolitik wird wichtiges Thema bei der Wahl in der Hauptstadt sein. Die Linke will enteignen. Die SPD will den Markt regulieren. Wer ist die Berliner Mieterpartei?

Die SPD hat noch Luft nach oben, meint die Linkspartei Foto: Imago/ Emmanuele Contini

W enn Berlin am 20. September wählt, könnte die Wohnungspolitik wahlentscheidend sein. Die SPD hat einen neuen Vorschlag gemacht. Wie der zu bewerten ist? Da sind sich die beiden taz-Redakteue Uwe Rada und Erik Peter nicht einig.

Uwe Rada: Die Berliner SPD lag bei den Mieten lange hinten. Nun aber hat sie sich überraschend zurückgemeldet. Mit einem neuen Mietendeckel sollen die Mieten von 1,4 Millionen privaten Wohnungen eingefroren und die Gewinne privater Konzerne gedeckelt werden. Weil ein erster Mietendeckel 2021 in Karlsruhe gescheitert ist, soll nun der Vergesellschaftungsparagraf 15 im Grundgesetz herhalten. Offenbar hat die SPD begriffen, dass sie im bevorstehenden Mietenwahlkampf liefern muss.

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Erik Peter: Wirklich? Ist nicht die SPD die Partei, die den Anstieg der Angebotsmieten in der Stadt um 132 Prozent in den vergangenen 15 Jahren wie keine andere zu verantworten hatte. Sozialdemokratische Mietenpolitik war meist der blinde Fokus auf Neubau und die Abwehr der 2021 von den Berlinern mehrheitlich per Volksentscheid geforderten Vergesellschaftung der privaten Wohnungskonzerne. Und genau darum geht es der SPD auch jetzt. Der Volksentscheid wird als Auftrag ausgelegt, den Paragrafen 15 anzuwenden, aber eben nicht, um die privaten Unternehmen in Landesbesitz zu übernehmen.

Rada: Stimmt schon. SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach will keine Enteignung. Für die Linke, die bei den Wahlen im September gute Chancen hat, das Amt der Regierenden Bürgermeisterin zu übernehmen, ist die Umsetzung des Volksentscheids dagegen die Voraussetzung dafür, eine Koalition einzugehen. So kann aber nur argumentieren, wer auch nachweisen kann, dass die Konkurrenz konzeptlos ist. Dann bleibt die Vergesellschaftung gewissermaßen alternativlos. Nun aber hat auch die SPD ein Konzept.

Peter: Was die SPD hier vorschlägt, ist nichts anderes als eine Regulierung der Wohnraumbewirtschaftung – die Begrenzung von Mietsteigerungen und erkaufte Sozialbindungen. Darüber nachzudenken ist gut, aber das gegen eine Vergesellschaftung auszuspielen, bleibt unredlich und undemokratisch. Außerdem ist der argumentative Weg über den Vergesellschaftungspragrafen höchst wackelig und könnte im erneuten Desaster in Karlsruhe enden. Dort wird zwar auch die Vergesellschaftung landen, doch deren konzeptionelle Umsetzung ist eingehend geprüft und für machbar befunden worden.

Rada: Und dann sind da noch die Kosten, klar, auch ein Thema, über das noch gestritten werden kann. Wichtig ist doch aber, dass eine künftige Regierungskoalition aus Linken, Grünen und SPD nun mehrere Vorschläge auf dem Tisch hat. Ob es da für die Linke klug ist, eine rote Linie zu ziehen? Denn die SPD ist mit diesem Konzept womöglich auch anschlussfähig für eine Koalition mit Grünen und CDU. Die würde automatisch auf Berlin zukommen, wenn die Linkspartei, aus welchen Gründen auch immer, nicht regieren will. Interessant dabei: CDU-Regierungschef Kai Wegner hat die SPD-Forderungen nicht pauschal abgelehnt.

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Peter: Berlin ist unbezahlbar geworden. Die rote Linie der Linken ist nicht nur stadtpolitisch richtig, sondern auch schiere Notwendigkeit, um als Partei glaubwürdig zu sein. Wenn sich die SPD dagegen sperrt, wird sie weiterhin die Mietenmisere der Stadt verantworten. Und mit der CDU wird sie ihre schönen neuen Ideen niemals durchkriegen,

Rada: Abwarten. Womöglich verabschiedet Schwarz-Rot schon vor den Wahlen ein verschärftes Mietengesetz. Dann steht die Linkspartei unter Zugzwang. Der Wahlkampf wird spannend.

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Uwe Rada
Redakteur taz.Berlin
Jahrgang 1963, ist Redakteur für Stadtentwicklung der taz. Weitere Schwerpunkte sind Osteuropa und Brandenburg. Zuletzt erschien bei Bebra sein Buch "Morgenland Brandenburg. Zukunft zwischen Spree und Oder". Er koordiniert auch das Onlinedossier "Geschichte im Fluss" der Bundeszentrale für politische Bildung. Uwe Rada lebt in Berlin-Pankow und in Grunow im Schlaubetal.
Erik Peter
Politik | Berlin
Leiter der Berlin-Redaktion und Redakteur für parlamentarische und außerparlamentarische Politik in Berlin, für Krawall und Remmidemmi. Schreibt über soziale Bewegungen, Innenpolitik, Stadtentwicklung und alles, was sonst polarisiert. War zu hören im Podcast "Lokalrunde".
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24 Kommentare

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  • Man muss sich im Geiste der freien Marktwirtschaft von lähmenden Traditionen freimachen und z.B. das Bundesland Berlin in Gänze zum Kauf anbieten. Was die Politik und durch überbordende Bürokratie gelähmte Privatwirtschaft nicht hinbekommt, schafft die höhere Finanzwirtschaft jeden Tag: Aus einem Bankrott Gewinne ziehen und Schulden in Vermögen verwandeln. Und soviel sollen wir Adepten der Oikodizee doch schon verstanden haben: Geht es der Wirtschaft gut, dann geht es auch der Menschheit … Menschen …. vielen … einigen … wenigen … vielleicht … irgendwie? Auf jeden Fall geht da immer noch was.

    • @DemokratischeZelleEins:

      Marktwirtschaft?



      Funktioniert nur reguliert.



      Und das haben wir nicht.

    • @DemokratischeZelleEins:

      Putin will eher seine Datscha in Dresden zurück.



      Großstädte ohne ihren Speckgürtel haben fast immer zu kämpfen. Wenn die Bundeshauptstadt dann auch noch die Polizei von Berlin im Alleingang in Trab hält und Wegner den Autoverkehr noch dopt, statt ihn einzuhegen. Wenn zwei Verwaltungen derart zusammengeführt wurden, dass sie alle eingestellt wurden. Wenn Diepgen Bankenrettung auf Staatskosten betrieb und Sarrazin die kostbaren Wohnungen en gros verschleuderte (recherchieren Sie mal den m²-Preis damals von den Haien). Dann so etwas.

      Finanzkapitalismus kann u.a. auch öffentliche Ressourcen aussaugen. Das schafft dann wirklich die "angemessenen" zweistelligen Renditen für hiesige Erben und auswärtige Geldwäschers. Das ist nicht wirklich "die Wirtschaft". Die sollte nämlich für die Vielen da sein, nicht nur für Bonzenrendite. Kann mensch meinen - aber dann auch so wählen hierzulande.

  • Beide juristischen Ansätze mögen jeweils gut sein, bringen bis zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts über Jahre gar nichts.

    Was nötig wäre: ein Kompetenzcenter mit 20 Juristen und einigen Sachbearbeitern einzurichten, die konsequent gegen Mietwucher (möblierte Vermietung, Leerstände und Mierhöhungen juristisch im Namen der Mieter vorgehen.



    Das hieße: Personal in der Verwaltung und Justiz, damit die rechtlichen Vorgänge abgearbeitet werden können.



    Am Wichtigsten: gesetzliche Regleungen vom Bund, die Schluss mit der Vermietung möblierter Wohnungen, Steuertricks (Grunderwerbsteuer, Gewerbesteuer) beim Erwerb und Verkauf von Mehrfamilienhäusern, die große Investoren nutzen.



    Share-Deals, Real Estate Investment Trusts (REITs) und andere rechtliche Konstruktionen, die das Wohnungen aufkaufende Großkapital nutzt, müssen weg!

  • Vielleicht war die Verlegung des Regierungssitzes von Bonn nach Berlin der nicht wieder gutzumachende Fehler.

    • @Franz Hofer:

      Naja dadurch wurde Berlin Hauptstadt und Hauptstadtmieten sind weltweit immer hoch, im International Vergleich ist Berlin immer noch spottbillig.

  • Der Wohnraum pro Person steigt fast jedes Jahr. Wer das Knappheitssignal Preis in diesem Kontext ausknipsen wollte, müsste erst recht gute Alternativen bringen. Effizienter und kompakter wohnen ist gerade eine gemeinschaftliche Herausforderung.

    Zugleich ist der Wohnungs"markt" besonders: Umzüge kosten nicht nur Geld, Obdachlosigkeit erst recht; Neu- und Altmieten klaffen auseinander; es gibt verzerrendes Wohngeld (faktisch für Vermieter); es gibt verzerrende Steuerabzüge fürs Pendeln; Intransparenz, Klüngel, Diskriminierung, um nur einiges zu nennen. Das ist nur sehr bedingt ein Markt.

    Vor allem haben wir eine jäh klaffende Zahlungsfähigkeit. Mit jedem Jahr wird der Abstand größer zwischen denjenigen, die sich in der teuersten Ecke Münchens ein leerstehendes Neubau-Appartment leisten, denn zuweilen im Jahr geht man ja dort in die Oper. Und denen, die über fast alles froh sein müssen. Die Verteilungsfrage, wieder einmal, und dringender denn je. Da anzupacken sollte auch den Wohnmarkt entspannen.

    • @Janix:

      Man müsste den Mietmarkt in einen wirklichen Markt verwandeln und gleichzeitig dafür sorgen das die untere Mittelschicht (um die geht es hier primär) mehr Geld in der Tasche hat.

  • In Deutschland leben 30 Mio Menschen zu viel. Wohnraum gibt es trotzdem mehr als genug. Er wird nur oft nicht vermietet.

  • "Die Linke will enteignen. Die SPD will den Markt regulieren. Wer ist die Berliner Mieterpartei?" - Die Antwort ist simpel: Keine von beiden.



    Beide Ansätze sind sehr wahrscheinlich verfassungswidrig und damit schlechter als Nichtstun. Und selbst wenn diese Ansätze nicht verfassungswidrig wären, sind sie immernoch keine Lösung. Das Hauptproblem ist ein Wohnungsmangel, den beide Ideen massiv verstärken anstatt ihn zu lösen.



    Und es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass eine rot-rote Landesregierung unter einem Gewissen Klaus W. es war, die rund 600.000 landeseigene Wohnungen verhökert hat. Die selben Figuren wundern sich nun über hohe Mieten und gerieren sich als Retter der Menschen vor den selbst verursachten Problemen...

    • @Samvim:

      Ja, Sarrazins Missetat, um den Finanzsenator damals auch zu nennen, der sich dessen regelrecht brüstete. Zu einem Schleuderpreis pro m² übrigens auch noch. Anstatt die langfristige Magnetwirkung einer Bundeshauptstadt einzukalkulieren, wie bei anderen Staaten die Regel.



      Wohnungsmangel entsteht durch Zuzug, durch ineffiziente Belegung. Die wiederum durch fehlende Witwenwohnungen in der Ecke, durch Alt- vs. Neumiete, ...



      Wer da gute Rezepte findet, hätte den Nobelgedächtnispreis für Wirtschaft redlich verdient. Was der Sozialdemokratie in Hamburg für eine Weile gelang, ist nicht unbedingt übertragbar.



      Einen sehr verzerrten und besonderen Markt regulieren kann verfassungskonform sein. Enteignung hat sogar einen eigenen Artikel, und bewusst so.



      Lieber wäre mir: Jedem genügend Geld für eine schlichte Wohnung oder ein Zimmer (ja: Umverteilung mal nach unten statt andersherum). Keine Bezuschussung von Eigentümern durch "Wohngeld" o.ä. Und das Knappheitszeichen Miethöhe beibehalten, egal ob es eine alte oder neue Miete ist. Dann sind die Anreize deutlicher, den fiesen Discounterparkplatz zumindest mit Wohnungen zu überbauen etc. Und den Leerstand oder Mehrfachwhg. aufs Minimum zu bringen

    • @Samvim:

      Geschickt. Erst die Mieten explodieren lassen und dann eine rot-rote Mehrheit mit irgendwelchen Versprechungen zur Lösung des Problems holen wollen. Klaus W hat wenigstens zugegeben dass der die Stadt systematisch arm hält („Arm aber sexy“) - wo käme man hin wenn ein breiter Wohlstand ausbrechen würde und rot-rot keine Mehrheit mehr holt und alle auf einmal die Partei der Besserverdienenden wählen.

  • Ich bin ja mal gespannt, wie die verstaatlichen Wohnungen in 20 Jahren aussehen. Die Löhne der Handwerker steigen, die Materialien steigen und Berlin soll ja CO" neutral werden. Dafür muss dann auch noch viel Geld in die Hand genommen werden.



    Dafür könnte ja dann der Länderfinanzausgleich herhalten. Hamburger Mieter zahlen einen Soli damit die Berliner Mieten nicht steigen.

  • Wer im Berliner Mieterverein ist oder Zugang zu dem Mietermagazin hat, kann dort in der neuesten Ausgabe nachlesen, dass auch die städtischen Wohnbaugesellschaften ganz kräftig an der Mietpreisspirale drehen und mitwirken.



    Ohne Subventionen aus öffentlichen Mitteln wird Wohnraum für den Durchschnittsverdiener nicht mehr finanzierbar sein.

    • @Ratio:

      Genau wie in Hamburg. Die städtische Saga (größter kommunaler Vermieter in der BRD) machte 2024 einen Rekordgewinn von 283 Millionen Euro, der in den allgemeinen Haushalt floß, statt Saga-Mieten und damit den Mietspiegel zu senken. Pflege der Grünanlagen und Reinigung, Handwerksdienste wurden outgesourct, Hausmeister eingespart.

    • @Ratio:

      Was sollen die Wohnungsbaugesellschaften oder Genossenschaften denn machen. Investitionen in den Bestand müssen sein, wenn man die Wohnungen noch längere Zeit vermieten möchte. Nur sind diese Kosten analog den Kosten eines Neubaus auch in den letzten Jahren um den Faktor x gestiegen.



      Wer keine Lösung hat (zugegeben ich auch nicht) brüllt einfach direkt immer nach dem Staat und Subventionen. Praktisch jeder, welcher im normalen Wirtschaftsleben versagt. Bauern, Verkehrsbetriebe, Immobilienbesitzer, Umweltschützer, Gastronomen etc. Dabei sollte man sich aber auch einmal eingestehen, das man sich neu orientieren müsste, statt ein totes Pferd zu reiten, das nur durch staatliche Mittel noch am leben gehalten wird.



      jedenfalls kann ich schon verstehen, das die Geberländer im Finanzausgleich nicht einsehen, das Berliner (Wohn-)Versagen über Jahre zu alimentieren.

      • @Oleg Fedotov:

        Das Berliner(Wohn-)Versagen gibt es flächemdeckend.



        Glauben Sie, in Rhein-Main oder vergleichbar sieht es besser aus?



        Wir brauchen Lösungen und Antworten, wie Wohnen bezahlbar wird.



        Kapitalgesteuerter Irrglauben wird nicht zum gewünschten Erfolg führen.

    • @Ratio:

      Ja, und zugleich: Wenn z.B. Kinder wieder ganz normal draußen auf der Straße spielen können (statt Auto-Wild-West), werden Kinderzimmer-Bedarfe wieder ganz anders.



      Und vielleicht muss auch einfach mal die Verteilung von oben nach unten gehen statt andersherum. Das entspannt die Lage nämlich dann auch.

      • @Janix:

        Das nennt man Gentrifizierung, welche natürlich grundsätzlich negiert wird.



        Die Besserverdienenden glauben, ein Exklusivrecht auf Wohnen in den Städten zu haben.



        Das Prekariat darf dann per Deutschlandticket in die Städte fahren, um denen auch noch für Dumpinglohn die Treppenhäuser zu putzen.

      • @Janix:

        Sorry aber die Idee das Kinderzimmer kleiner werden können nur weil die Kinder draußen spielen ist Boomer Unfug. Das Wetter in Deutschland gibt das einfach nicht her, dazu sind Kinder nur relativ kurz im Alter wo sie draußen spielen, dann werden Computerspiele, Social Media etc. interessanter.

    • @Ratio:

      Dann müssen bald die Steuern erhöht werden, wenn so viele Bürger Subventionen für Wohnkosten bekommen sollen.



      Eine andere Lösung wäre, die Baukosten spürbar zu senken, damit endlich mehr Wohnraum neu gebaut wird.

    • @Ratio:

      Er ist finanzierbar und er wird es bleiben aber halt nicht in der Traumlage da verdrängt die obere Mittelschicht.

  • Was mir immer noch nicht einleuchtet, wenn Berlin genug „Bares“ für die Vergesellschaftung aufbringen kann, warum wird die Kohle dann nicht lieber für eine städtische Bestandserweiterung genutzt. Dicke politische Bretter müssen doch auf jeden Fall gebohrt werden, bevor die Wohnungssuchenden davon profitieren können. Aber so müsste das zusätzliche Angebot durch die nicht profitorientierte Staatsbeteiligung ja zu mehr günstigerem Wohnraum führen, wenn die bisher vorgebrachten Parameter stimmen. Das wiederum sollte doch auch automatisch die Preise im bisherigen Bestand entspannen.

    • @vieldenker:

      Dann müsste man sich mit zwei Dingen auseinandersetzen, die man schon bei der Enteignung ausblendet.

      1. Der Staat is inkompetent und mit solchen Projekten überfordert. (Wird er auch beim Managment der enteigneten Wohnungen sein

      2. Bauen ist schweineteuer. (Das wird die Sanierung der enteigneten Wohnungen auch).

      Die Mietdebatte ist reaktionäres Träumen von Links, Mieten sind teuer weil Neubau teuer ist. Neubau wird aber nie wieder günstig weil Baumaterialien und Handwerkerkosten dauerhaft hoch bleiben und der gesetzliche Rahmen viel strenger ist als noch in den 1970er Jahren.