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Friedensgespräche für die UkraineNächste Runde am nächsten Mittwoch

Ukraines Präsident Selenskyj kündigt eine zweite Runde von Direktgesprächen mit Russland ab dem 4. Februar an. Das ist drei Tage später als zunächst geplant.

Russland, Ukraine und die USA wollen ab Mittwoch in Abu Dhabi verhandeln, verkündet Präsident Selenskyj Foto: Danylo Antoniuk/AP/dpa

dpa/rtr | Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die nächste Gesprächsrunde mit Russland in Abu Dhabi über eine Beendigung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine für den kommenden Mittwoch angekündigt. „Die Termine für die nächsten trilateralen Treffen stehen fest – 4. und 5. Februar in Abu Dhabi“, teilte er mit. Es habe einen entsprechenden Bericht seines Verhandlungsteams erhalten.

Trilaterale Gespräche – also zwischen ukrainischen und russischen Vertretern sowie US-Unterhändlern – hatte es vergangenes Wochenende bereits in Abu Dhabi gegeben. Danach war zunächst dieser Sonntag als Termin für eine Fortsetzung genannt worden. Die Regierungen in Moskau und Kyjiw hatten den Termin zwar angekündigt, aber – wie schon vorige Woche – weder einen genauen Ort noch einen Zeitpunkt genannt.

„Die Ukraine ist bereit für eine substanzielle Diskussion, und wir sind an einem Ergebnis interessiert, das uns einem echten und würdigen Ende des Krieges näher bringt“, teilte Selenskyj jetzt mit.

Eine russische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor. Der Sekretär des russischen Sicherheitsrates, Sergej Schoigu, traf derweil zu Gesprächen mit dem chinesischen Außenminister Wang Yi ‌in China ein.

Russische Angriffspause endet am Sonntag

Unklar blieb auch, ob die russische Pausierung der Angriffe auf die Energieinfrastruktur nun ebenfalls über Sonntag hinaus fortgesetzt werden könnte oder nicht. Russland hatte einer Bitte von US-Präsident Donald Trump zugestimmt, auf neue Angriffe gegen Energieanlagen vorübergehend zu verzichten, auch um eine gute Grundlage für die Verhandlungen in Abu Dhabi zu schaffen.

Neue Meldungen über russische Angriffe auf ukrainische Energieanlagen gab es am Sonntag zunächst nicht. Nach einem Blackout am Samstag durch einen Ausfall von Leitungen dauerten die Arbeiten zur Wiederherstellung der Versorgung an. Im ganzen Land gab es Behörden zufolge weiter Notabschaltungen.

Kyjiws Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete, dass immer mehr Häuser wieder an die Heizungsversorgung angeschlossen würden. Demnach waren am Morgen noch rund 1.000 Häuser in der Hauptstadt ohne Wärmeversorgung, nach 3.500 Häusern am Vorabend.

Bei einem russischen Drohnenangriff in der Stadt Dnipro wurden nach Behördenangaben in der Nacht zu Sonntag zwei Menschen getötet. Ein Mann und eine Frau starben, wie Militärgouverneur Olexander Hanscha mitteilte. Es sei ein Feuer ausgebrochen. Ein Haus sei zerstört, zwei weitere Gebäude seien beschädigt worden. Die ukrainischen Luftstreitkräfte meldeten insgesamt 90 russische Drohnenangriffe im Land, insgesamt habe es gut ein Dutzend Einschläge gegeben.

Bei zwei russischen Drohnenangriffen in der Stadt Saporischschja wurden nach Behördenangaben am Sonntag mindestens sechs Menschen verletzt. Ein Angriff traf eine Geburtsklinik und traf zwei Schwangere, die sich dort gerade zur Untersuchung aufhielten, berichteten ukrainische Medien.

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