live Israel und USA im Krieg mit Iran: Trump fordert „bedingungslose Kapitulation“
Die USA bombardieren nach eigenen Angaben unterirdische Raketenabschussrampen. Israel nimmt Bunker in Teheran ins Visier und verstärkt Angriffe auch in Beirut.
Inhaltsverzeichnis
- 16.47 Uhr: Israel warnt seine Bürger vor der Gefahr iranischer Streubomben
- 16.45 Uhr: Weitere Charterflüge bringen US-Bürger aus Nahem Osten zurück
- 15.23 Uhr: Trump: „Es wird kein Abkommen mit dem Iran geben“
- 14.07 Uhr: Iran greift erneut Ziele in der Golfregion an
- 11.11 Uhr: USA bombardieren unterdische Raketenstellungen Irans
- 10.49 Uhr: Einwohner von Dubai erhalten Warnung vor möglichen „Raketenbedrohungen“ auf ihre Handys
- 10.14 Uhr: Trump erwägt derzeit keine US-Bodentruppen in Iran
- 10.05 Uhr: Israel: Mehr als 1.600 Verletzte wegen Irankrieg
- 10.03 Uhr: Erneut iranische Angriffswelle auf Israel
- 09.35 Uhr: USA attackieren schwimmenden iranischen Drohnenstartplatz
- 8.27 Uhr: Zweiter Evakuierungsflug für Deutsche soll am Vormittag in Frankfurt landen
- 8.11 Uhr: Israel bombardiert Hisbollah-Stellungen in Vororten Beiruts
- 6.27 Uhr: Indonesien verlässt Friedensrat
- 5.55 Uhr: Raketenbeschuss auch am siebten Tag
- 0.18 Uhr: US-Abgeordnete setzen Trumps Irankrieg keine Grenzen
- 23.38 Uhr: Trump droht Kuba
16.47 Uhr: Israel warnt seine Bürger vor der Gefahr iranischer Streubomben
afp | Die israelischen Behörden haben ihre Bürger vor der Gefahr durch iranische Streubomben gewarnt. Die Polizei veröffentlichte am Freitag einen Aufruf, in dem einer ihrer Bombenentschärfungstechniker die Gefahren von Streubomben erläuterte. Israel sei im aktuellen Krieg einer Vielzahl von Bedrohungen ausgesetzt, „seien es Raketen, Drohnen oder Raketen“, sagt der Experte. Eine dieser Bedrohungen sei „etwas weniger bekannt“, nämlich die „Gefahr von Streumunition“. Die Polizei hatte am Mittwoch erklärt, dass Experten Hinweise auf Streumunition gefunden hätten, nachdem Raketenangriffe aus dem Iran gemeldet worden waren. Videomaterial der Nachrichtenagentur AFP von Donnerstagabend zeigte einen weiteren Angriff, bei dem ein Schwarm brennender Geschosse über dem Zentrum Israels niederging. Die Polizei äußerte sich zunächst nicht dazu, doch ein Militärexperte, der das AFP-Material analysierte, identifizierte die Geschosse als Teil einer Streubombe. Streumunition gilt als besonders verheerend: Eine Streubombe kann hunderte kleinerer Bomben freisetzen, die oft größere Gegenden zerstören können.
16.45 Uhr: Weitere Charterflüge bringen US-Bürger aus Nahem Osten zurück
ap | Die US-Regierung hat ihre Rückholaktionen für im Nahen Osten gestrandete Amerikaner intensiviert. Das Außenministerium in Washington sprach am Freitag in einem Social-Media-Beitrag von weiteren Fliegern, die dafür eingesetzt würden, darunter eine Maschine mit dem Logo des American-Football-Teams New England Patriots, wie Fotos zeigten. Der Eigentümer des Clubs, Robert Kraft, ist ein Freund und Unterstützer von US-Präsident Donald Trump. Sein Football-Franchise habe jedoch nicht für den Flug bezahlt, hieß es. Dafür sei das Außenministerium aufgekommen.
16.39 Uhr: Spanien bezeichnet Iran-Krieg als „schweren Fehler“
dpa | Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez hat erneut auf die scharfen Attacken von US-Präsident Donald Trump reagiert und den Iran-Krieg als „schweren Fehler“ bezeichnet. „Ich glaube, dass es zwischen verbündeten Ländern gut ist zu helfen, wenn man Recht hat, und auch darauf hinzuweisen, wenn man Unrecht hat oder einen Fehler begeht, was hier der Fall ist“, sagte Sánchez bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem portugiesischen Kollegen Luís Montenegro im südspanischen Huelva. Dieser Fehler werde „uns alle“ teuer zu stehen kommen, wie schon jetzt durch steigende Energiepreise, warnte Sánchez. Erneut warf er Israel und den USA vor, mit ihren Angriffen auf den Iran das Völkerrecht zu brechen. Selbstverständlich lehne auch Spanien das „iranische Regime“ ab. Aber dennoch müssten das internationale Recht und die Menschenrechte beachtet werden, betonte der Sozialist.
16.35 Uhr: Bundeswehr zieht weitere Soldaten aus Nahost ab
rtr | Die Bundeswehr zieht weitere Soldaten aus der Region rund um den Iran ab. Aufgrund der Sicherheitslage würden Soldaten im Rahmen des Unifil-Einsatzes im Libanon abgezogen, sagt ein Sprecher der Bundeswehr. In Erbil im Irak war die Zahl der Soldaten bereits deutlich reduziert worden. Einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) zufolge sind Soldaten aus Bahrain bereits abgezogen worden, in Kuwait werde dies vorbereitet. Zudem seien Soldaten und Botschaftsmitarbeiter von Bagdad nach Jordanien gebracht worden. Dazu äußert sich der Bundeswehr-Sprecher nicht. In der gesamten Region waren zuletzt etwa 500 Bundeswehrsoldaten stationiert, im Wesentlichen im Irak und Jordanien.
16.34 Uhr: Libanon: Bereits mehr als 200 Tote nach Angriffen Israels
dpa | Im Zuge der jüngsten Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah sind im Libanon nach Behördenangaben bereits 217 Menschen getötet worden. 798 Menschen wurden bisher verletzt, wie das Gesundheitsministerium in Beirut mitteilte.
16.32 Uhr: USA bringen Tausende Menschen aus Nahost in Sicherheit
rtr | Die USA bringen nach Angaben von Präsident Donald Trump Tausende Menschen aus verschiedenen Ländern im Nahen Osten in Sicherheit. Dies geschehe angesichts des militärischen Konfliktes zwischen den USA, Israel und dem Iran „leise, aber reibungslos“, erklärt Trump in einem Beitrag in sozialen Medien. Weitere Einzelheiten nennt er nicht.
16.30 Uhr: Bericht: USA wohl hinter Angriff auf Schule im Iran mit über 150 Toten
afp | Die USA sind laut einem Medienbericht wahrscheinlich für den Angriff auf eine Schule im Iran mit womöglich mehr als 150 Toten verantwortlich. Die „New York Times“ berichtete am Freitag, dies habe eine Auswertung von Satellitenbildern, Videos und Veröffentlichungen in Online-Medien ergeben. UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk drängte auf eine rasche Untersuchung. Mehr auf taz.de
16.26 Uhr: Pentagon-Vertreter dementiert iranischen Bericht über Drohnentreffer an „USS Lincoln“
afp | Der in der Golfregion eingesetzte US-Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ ist nach US-Angaben nicht von einer iranischen Drohne getroffen worden. „Die Berichte stimmen nicht“, erklärte ein Vertreter des US-Verteidigungsministeriums am Freitag mit Blick auf entsprechende Meldungen des iranischen Staatsfernsehens vom Vortag. Die iranischen Revolutionsgarden hatten dem Staatsfernsehen zufolge das US-Kriegsschiff mit Drohnen getroffen. Das iranische Staatsfernsehen hatte in seinem Bericht am Donnerstag keine weiteren Einzelheiten geliefert. Die Revolutionsgarden hatten zuvor für sich reklamiert, die „USS Lincoln“ getroffen zu haben. Das Pentagon erklärte zunächst jedoch, dass „abgefeuerte Raketen nicht einmal in die Nähe“ des Schiffes gekommen seien. Die Revolutionsgarden hatten zuvor Vergeltung für die am vergangenen Samstag begonnenen US-israelischen Angriffe angedroht. Sie kündigten „die heftigste Offensive in der Geschichte der Streitkräfte der Islamischen Republik Iran“ an.
16.16 Uhr: Hisbollah-Führung beschreibt Konflikt mit Israel als religiösen Kampf
ap | Die militärische Führung der Hisbollah hat den Konflikt mit Israel als religiöse Schlacht charakterisiert. In einer Nachricht an die Hisbollah-Kämpfer rief das Militärkommando der Schiitenmiliz dazu auf, „die Nation zu verteidigen“, um sicherzustellen, dass das gelbe Banner der Hisbollah weiter wehe. Die Kämpfer seien gefordert, „bis in den Tod“ zu kämpfen. Die Situation entspreche dem Kampf des Enkels des islamischen Propheten Mohammed, Imam Hussein, der in der Schlacht von Kerbela im Jahr 680 nach christlicher Zeitrechnung getötet wurde und schiitischen Muslimen als Symbol des Widerstands in der Auseinandersetzung um die rechtmäßige Nachfolge Mohammeds gilt. „Tötet sie, wo immer ihr sie findet“, hieß es in dem Schreiben. „Kerbela ereignet sich erneut.“
16.13 Uhr: Iranisches Staatsfernsehen: Feuer auf Schiff in Straße von Hormus nach Drohnenangriff
afp | Das iranische Staatsfernsehen hat am siebten Tag des Iran-Krieges einen erneuten Drohnenangriff auf ein Schiff in der strategisch und wirtschaftlich wichtigen Straße von Hormus gemeldet. Auf dem Schiff sei infolge des Beschusses ein Feuer ausgebrochen, berichtete das Staatsfernsehen am Freitag. Der Sender machte keine Angaben zum Schiffstyp oder dessen Herkunft. Zuvor hatte ein iranischer Militärsprecher erklärt, ein US-Öltanker stehe nach einem Angriff der iranische Streitkräfte in Brand.
16.12 Uhr: Sicherheitsbeamter: Flughafen und Öleinrichtungen im Süden Iraks von Drohnen getroffen
afp | Im Süden des Irak haben Drohnen nach Angaben eines Sicherheitsbeamten den Flughafen der Stadt Basra sowie zwei Öleinrichtungen getroffen. „Eine Drohne stürzte auf das Frachtterminal des Flughafens von Basra“, sagte der Beamte am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Zwei weitere Drohnen hätten ein US-Unternehmen im Ölkomplex von Burdschesia getroffen sowie eine vierte Drohne das Ölfeld in Rumaila, wo das britische Energieunternehmen BP tätig ist.
15.35 Uhr: Iranischer Polizeichef: Polizisten dürfen auf mutmaßliche „Plünderer“ schießen
afp | Inmitten des Krieges mit den USA und Israel sind iranische Polizisten nach den Worten ihres Chefs Ahmad Radan angewiesen worden, auf mutmaßliche „Plünderer“ zu schießen. „Da wir uns in einer Kriegssituation befinden, habe ich den Befehl erteilt, auf potenzielle Diebe zu schießen“, sagte Radan im iranischen Staatsfernsehen. Er fügte hinzu, dass jeder Dieb „schnell neutralisiert“ werde. Zudem sagte er, die Behörden hätten Maßnahmen ergriffen, um die Ordnung im Internet aufrechtzuerhalten. Radan begründete dies mit angeblicher „Hetze“ durch „eine Gruppe bezahlter Agenten“ gegen „die Einheit“ des Landes.
15.29 Uhr: Schweizer Botschaft in Teheran bleibt offen
dpa | Die Schweiz hält ihre Botschaft in Teheran weiter offen. Sechs Schweizer und 18 lokale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien dort weiter tätig, teilte das Außenministerium in Bern mit. Vier Schweizer hatten das Land am 3. März verlassen. Die Schweiz agiert als sogenannte Schutzmacht der USA im Iran. Sie vertritt dort seit dem Abbruch der amerikanisch-iranischen Beziehungen die Interessen der USA. Sie übermittelt Botschaften zwischen beiden Ländern und betreut bei Bedarf amerikanische Staatsbürger. Die Deutsche Botschaft Teheran ist nach Angaben des Auswärtigen Amtes für den Publikumsverkehr vorübergehend geschlossen. In Notfällen ist ein Bereitschaftsdienst telefonisch zu erreichen, wie es auf der Webseite der Botschaft hieß.
15.23 Uhr: Trump: „Es wird kein Abkommen mit dem Iran geben“
ap | US-Präsident Donald Trump hat Verhandlungen mit der iranischen Führung über ein Ende des Krieges im Nahen Osten weitgehend ausgeschlossen. „Es wird kein Abkommen mit dem Iran geben, außer einer bedingungslosen Kapitulation“, schrieb Trump am Freitag auf seiner Plattform Truth Social. „Danach und nach der Auswahl eines großartigen und akzeptablen Führers werden wir und viele unserer wunderbaren und sehr mutigen Verbündeten und Partner unermüdlich daran arbeiten, den Iran vom Rand der Zerstörung zurückzuholen und ihn wirtschaftlich größer, besser und stärker als je zuvor zu machen.“ Weiter schrieb Trump wie so oft komplett in Großbuchstaben: „Der Iran wird eine großartige Zukunft haben.“ In Anlehnung an seinen Wahlkampfslogan „Make America Great Again (MAGA)“ fügte Trump hinzu: „Make Iran Great Again (MIGA!)“.
15.20 Uhr: Öl-Preis steigt auf höchsten Stand seit fast zwei Jahren
afp | Der Öl-Preis ist vor dem Hintergrund der militärischen Eskalation im Nahen Osten weiter gestiegen. Am Freitagnachmittag kostete ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent zeitweise 90,25 Dollar – ein Anstieg um mehr als fünf Prozent seit Handelsbeginn und der höchste Stand seit April 2024. Die US-Sorte WTI legte um gut 8,1 Prozent auf rund 87,56 Dollar zu. Zuvor hatten die Behörden im Nordirak einen Angriff auf ein von der US-Firma HKN Energy betriebenes Ölfeld gemeldet. Die Produktion sei daraufhin eingestellt worden, hieß es. Zudem ist die Straße von Hormus weiterhin de facto gesperrt, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öltransports verläuft. Die Meerenge zwischen der arabischen Halbinsel und dem Iran wird vom iranischen Militär kontrolliert.
15.20 Uhr: Merz: Arbeite mit Partnern auf Friedensordnung im Nahen Osten hin
rtr | Deutschland wirkt nach Angaben von Bundeskanzler Friedrich Merz in Abstimmung mit Partnern in Europa und im Nahen Osten auf ein rasches Kriegsende im Iran und weiteren Staaten der Region hin. „Eine dauerhafte Fortführung dieses Krieges wäre nicht in unserem Interesse“, sagte Merz am Freitag auf der Internationalen Handwerksmesse in München. „Das Leitbild muss eine regionale Friedensordnung sein, die Sicherheit und Existenz aller Staaten, einschließlich Israels und der Golfstaaten, gewährleistet“, sagte Merz. „Die territoriale Integrität des Iran muss gewahrt bleiben.“
„Wir möchten hier kein syrisches Szenario erleben“, sagte Merz mit Blick auf den jahrelangen Bürgerkrieg in dem Land. Ein Zusammenbruch des iranischen Staates und auf iranischem Boden ausgetragene Stellvertreterkonflikte könnten „weitreichende Folgen haben für Europa, unter anderem auch für die Sicherheit, für die Energieversorgung und für die Migration“. Deutschland habe „ein hohes eigenes Interesse an einem Ende der Kämpfe, um auch neue Flüchtlingsströme aus der Region zu vermeiden“. Merz sagte, er appelliere an die USA und Israel, die den Iran angegriffen hatten, rasch Voraussetzungen für eine demokratische Stabilisierung des Iran zu schaffen. „Öffentliche Ordnung und Grundversorgung müssen aufrechterhalten werden.“
15.09 Uhr: Kurdische Kämpfer im Irak melden iranische Angriffe auf ihre Stellungen
afp | Am siebten Tag des Iran-Krieges hat der Iran nach kurdischen Angaben erneut Stellungen der iranisch-kurdischen Opposition im Nordirak angegriffen. „Unsere Stellungen werden vom iranischen Feind angegriffen“, sagte ein Vertreter der Demokratischen Partei Iranisch-Kurdistans (PDKI) am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. „Nach einem Angriff heute Morgen wurden unsere Stützpunkte vor 20 Minuten erneut mit sechs Drohnen attackiert“, führte er aus. Der Angriff dauere an. Teheran hatte für den Fall eines Eindringens kurdischer Kämpfer aus dem Nordirak in den Iran mit Angriffen auf „alle Einrichtungen“ im Nachbarland gedroht. „Bisher wurden nur Stützpunkte der USA und Israels sowie von separatistischen Gruppen der Region ins Visier genommen“, hieß es nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Mehr in einem Schreiben des iranischen Verteidigungsrates. Wenn aber kurdische Kämpfer womöglich in den Iran eindringen würden, dann wären „alle Einrichtungen der Region des kurdischen Irak das Ziel“ von Angriffen.
15.00 Uhr: Kiew will „in Kürze“ Militärexperten in die Golfregion entsenden
afp | Die Ukraine wird nach Angaben eines hochrangigen ukrainischen Regierungsvertreters „in Kürze“ Militärexperten in die Golfregion entsenden, um die USA und ihre Verbündeten bei der Abwehr iranischer Drohnen zu unterstützen. „Die Ankunft von ukrainischem Militärpersonal am Persischen Golf wird in naher Zukunft erwartet“, sagte der hochrangige Vertreter Kiews, der anonym bleiben wollte, am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Demnach liefen Gespräche darüber, wie dieser Einsatz aussehen könnte. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Donnerstag erklärt, die USA hätten Kiew um Unterstützung bei der Abwehr von iranischen Drohnen gebeten. Der Iran setzt Drohnen und Raketen bei seinen Angriffen als Reaktion auf die US-israelische Angriffe seit vergangenem Samstag ein. Die Ukraine hat in ihrem Abwehrkrieg gegen Russland auch viele Erfahrungen darin gesammelt, Drohnen abzuwehren. Der Iran hatte in den vergangenen Jahren iranische Drohnen an Russland geliefert.
14.58 Uhr: Freitagsgebete in Teheran: Proteste und Loyalität für Chamenei
ap | Tausende Menschen haben sich zu den Freitagsgebeten in den Straßen der iranischen Hauptstadt Teheran versammelt. Mit geballten Fäusten und iranischen Flaggen zogen die Demonstranten an einem Plakat des getöteten Obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei vorbei und skandierten: „Wir werden kämpfen, wir werden sterben, wir werden uns nicht demütigen lassen“ sowie „Keine Kompromisse, keine Kapitulation, Vernichtung Israels“. Der 54 Jahre alte Hassan Fathollahi sagte, er habe seine Kinder mitgebracht, um den Feinden des Landes zu verdeutlichen, dass die Menschen ihr Leben für die islamische Revolution opfern würden. „Wir werden das Blut unseres Führers nicht aufgeben. Jeder einzelne Sohn Irans ist bereit, gegen Amerika und Israel bis zum Sieg zu kämpfen, so Gott will“, sagte er.
14.49 Uhr: UKMTO: Schlepper in Straße von Hormus von Geschossen getroffen
rtr | In der Straße von Hormus ist der britischen Seeschifffahrtsbehörde UKMTO zufolge ein Schlepper von Geschossen getroffen worden. Die Art der Geschosse sei zunächst nicht bekannt. Der Vorfall habe sich sechs Seemeilen nördlich des Omans ereignet. Die für die Schifffahrt und insbesondere für die Erdölexporteure äußerst wichtige Straße von Hormus liegt zwischen dem Iran und dem Oman. Seit Beginn des Krieges am 28. Februar ist die Passage durch die Meerenge praktisch zum Erliegen gekommen. Es gab dort immer wieder Angriffe auf Schiffe.
14.07 Uhr: Iran greift erneut Ziele in der Golfregion an
ap | Der Iran hat fast eine Woche nach Beginn des Krieges mit den USA und Israel erneut verschiedene Ziele in der Golfregion angegriffen. Die iranischen Revolutionsgarden erklärten am Freitag, sie hätten US-Radarsysteme in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Jordanien und Katar zerstört. Die Armee erklärte laut iranischem Staatsfernsehen, US-Militärstützpunkte in Kuwait angegriffen zu haben. Die Angriffe würden in den kommenden Stunden fortgesetzt. In Kuwait-Stadt waren nach Angaben eines Journalisten der Nachrichtenagentur AFP Explosionen zu hören. Die Luftverteidigung sei gegen Raketen- und Drohnenangriffe im Luftraum von Kuwait im Einsatz, erklärte das Verteidigungsministerium. In Bahrains Hauptstadt Manama gab es laut einem AFP-Journalisten ebenfalls Detonationen. Das Innenministerium rief die Menschen auf, Ruhe zu bewahren und sich an einen sicheren Ort zu begeben. Auch im Iran gab es iranischen Medien zufolge Explosionen. Betroffen sei Bandar Abbas, eine strategisch wichtige Hafenstadt am Persischen Golf.
13.38 Uhr: Iran-Krieg treibt Frachtpreise für Hilfslieferungen hoch
dpa | Der Iran-Krieg sorgt für erheblich teurere Schiffsfrachtpreise in der Region – und erschwert damit die humanitäre Hilfe noch weiter. Große Transportunternehmen hätten Zuschläge für Konflikt- und Kriegsrisiken in Höhe von rund 3.000 Dollar pro Container eingeführt, berichtet die UN-Organisation für Migration IOM in Genf. Die humanitäre Hilfe ist wegen starker Budgetkürzungen in vielen Ländern ohnehin schon reduziert. Die Organisation liefert sonst von Dubai aus unter anderem gepanzerte Fahrzeuge und anderes Material in afrikanische Länder und darüber hinaus. Wegen der Sicherheitslage können aber unter anderem in der wichtigen Meerenge von Hormus zwischen dem Iran und Oman praktisch keine Schiffe mehr fahren. „Kommerzielle Spediteure haben uns über vorübergehende Verzögerungen bei einigen Transporten und risikobedingte Änderungen der Frachtraten informiert“, sagt die IOM-Spezialistin Anne Kathrin Schäfer. Wann Lieferungen wieder starten können, ist ungewiss. Besonders für den Sudan sei die Lage katastrophal, hieß es. Das Land hänge von Schiffslieferungen in den Hafen von Port Sudan ab. Auch die Lieferungen nach Somalia und Südsudan seien betroffen.
13.00 Uhr: Israel: Angriff auf Chameneis unterirdischen Bunker
dpa Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge den unterirdischen Militärbunker des getöteten Staatsoberhaupts und Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei angegriffen. Der unterirdische Komplex befinde sich unter iranischen Regierungsgebäuden im Zentrum der Hauptstadt Teheran, teilte das israelische Militär mit. Irans Staatsoberhaupt wurde vor fast einer Woche bei den israelischen und US-Luftangriffen in Iran getötet. Sein nun von rund 50 israelischen Kampfjets angegriffener Bunker sei von hochrangigen Vertretern der iranischen Führung genutzt worden. Er habe der Regierung „als Basis für militärische Aktivitäten“ gedient, teilte Israels Armee weiter mit.
Der Bunker soll sich den Angaben zufolge unterhalb mehrerer Straßen erstreckt und zahlreiche Eingänge gehabt haben. Der Angriff auf den Komplex schwäche „die Führungs- und Kontrollfähigkeiten des Regimes“ weiter, erklärte das israelische Militär. In Teheran berichteten Augenzeugen von heftigen Explosionen und Erschütterungen, die in vielen Wohnungen zu spüren waren.
12.57 Uhr: Auswärtiges Amt: Zypern hat EU-Beistandsklausel nicht ausgelöst
rtr Das EU-Land Zypern hat nach Angaben des Auswärtigen Amts nach einem Angriff mit iranischen Raketen die EU-Beistandsklausel nicht ausgelöst. Die zyprische Regierung habe bilateral einzelne Staaten um Hilfe gebeten, sagt ein Sprecher des Außenministeriums. „Griechenland hat zwei Fregatten und Kampfflugzeuge bereitgestellt, die sind auch bereits in Zypern angekommen.“ Frankreich verlege eine Fregatte in zyprische Hoheitsgewässer und habe die Entsendung eines Flugzeugträgers in Aussicht gestellt. „Insofern ist die Lage da … nicht so dramatisch.“ Eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums betont, dass Deutschland derzeit keine zusätzlichen militärischen Fähigkeiten für Zypern plane. Der deutsche Fokus liege weiterhin auf militärischen Beiträgen an der Ost- und Nordflanke der Nato.
12.56 Uhr: Peseschkian: Einige Länder beginnen Vermittlungsbemühungen
rtr | Dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian zufolge haben einige Länder Vermittlungsbemühungen aufgenommen. „Unsere Antwort an sie ist klar: Wir setzen uns für einen dauerhaften Frieden in der Region ein“, erklärt Peseschkian. Die iranische Führung zögere aber auch nicht, „die Würde und Autorität unseres Landes zu verteidigen“.
12.55 Uhr: Katarische Marineangehörige bei iranischem Angriff auf Bahrein unverletzt
afp | Iran hat nach Angaben aus Katar bei einem Angriff auf Bahrain auch Gebäude ins Visier genommen, in denen sich Angehörige der katarischen Marine aufhielten. Diese seien unverletzt geblieben, teilte das Außenministerium von Katar am Freitag mit. Die katarischen Marineangehörigen hätten sich in Bahrain aufgehalten, um dort am Maritimen Operationszentrum des Vereinten Militärkommandos des Golf-Kooperationsrats teilzunehmen.
12.52 Uhr: Israels Militär erteilt Evakuierungsbefehl für Gebiet in Ghom im Iran
rtr Das israelische Militär erteilt einen Evakuierungsbefehl für die iranische Stadt Ghom. Dies betreffe ein Industriegebiet, heißt es in der Erklärung. Anwohner seien aufgerufen, das Gebiet zu verlassen. Ghom liegt im Zentrum des Irans, südlich von Teheran, und gilt den Schiiten als heilige Stadt.
12.52 Uhr: Aserbaidschan evakuiert Diplomaten aus Iran
afp | Nach dem Einschlag mehrerer im Iran gestarteter Drohnen in Aserbaidschan hat die Regierung in Baku den Abzug ihres diplomatischen Personals aus dem benachbarten Iran angekündigt. Dies betreffe sowohl die Botschaft in Teheran als auch das Konsulat in Täbris, sagte Außenminister Dschejhun Bajramow am Freitag. Die Vorbereitungen dazu liefen derzeit. Er habe am Donnerstag mit seinem iranischen Kollegen Abbas Araghtschi über das Thema gesprochen, fuhr Bajramow fort. „Die iranische Seite hat versprochen, den Vorfall gründlich zu untersuchen, und wir erwarten Ergebnisse.“
12.45 Uhr: Griechenland will Patriot-System zum Schutz Bulgariens verlegen
afp | Griechenland plant die Verlegung eines Luftabwehrsystems vom Typ Patriot in den Norden des Landes, um Nachbar Bulgarien bei der Verteidigung gegen mögliche Angriffe aus dem Iran zu unterstützen. Das Patriot-System werde „in den nächsten Stunden“ verlegt, „um einen Großteil des bulgarischen Territoriums vor Raketenangriffen zu schützen“, sagte der griechische Verteidigungsminister Nikos Dendias am Freitag im griechischen Fernsehen. Griechenland werde „jede mögliche Unterstützung für Bulgariens ballistische Raketenabwehr gegen Iran“ bereitstellen, betonte er. Neben dem Patriot-System werden auch zwei Kampfjets vom Typ F-16 an einen Luftwaffenstützpunkt im Norden Griechenlands verlegt, um Bulgarien beim Schutz seines Luftraums zu unterstützen. Er sei in den vergangenen Tagen mit seinem bulgarischen Kollegen Atanas Zapryanov in Kontakt gewesen, erläuterte Dendias. Zuvor habe Sofia um Hilfe bei der Luftverteidigung gebeten.
12.44 Uhr: Iran meldet Angriff auf Öltanker „in US-Besitz“ vor Kuwait
dpa | Irans Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge einen Öltanker angegriffen. Das Schiff „in US-Besitz“ sei vor der Küste Kuwaits attackiert worden und stehe in Flammen, berichtete der staatliche Rundfunk unter Berufung auf das zentrale Hauptquartier „Chatam al-Anbija“, das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt. Außerdem seien wieder Ziele in Israel und US-Stellungen in den Golfstaaten mit fortschrittlichen Raketen angegriffen worden, hieß es in einem Bericht des Rundfunks. Dabei sei auch die Rakete vom Typ „Chorramshahr 4“ mit einem Zwei-Tonnen-Gefechtskopf zum Einsatz gekommen.
12.41 Uhr: Neue israelische Angriffe auf Vorstädte Beiruts
dpa | Die südlichen Vorstädte Beiruts sind am Vormittag zum Ziel erneuter israelischer Angriffe geworden. Auch aus dem Libanon flogen wieder Raketen in Richtung Israel. Bei einem israelischen Angriff auf ein Wohnhaus in der libanesischen Küstenstadt Sidon kamen nach Angaben von Behörden im Libanon fünf Menschen ums Leben, sieben weitere wurden demnach verletzt. Bei einem der Toten soll es sich nach Angaben von Sicherheitskreisen um ein Hamas-Mitglied gehandelt haben. In Aufnahmen waren dicke Rauchschwaden über den als Dahija bezeichneten südlichen Vorstädten Beiruts zu sehen. Die dicht besiedelten Viertel gelten als Hochburg der mit Iran verbündeten Schiitenmiliz Hisbollah. Deren Infrastruktur sei Ziel der Attacken, teilte das israelische Militär kurz vor Beginn der neuen Angriffswelle mit. Die Hisbollah bekannte sich unterdessen zu dem Raketenbeschuss auf den Norden Israels. Aus Kreisen der UN-Friedensmission Unifil wurde die Zahl der in Richtung Israel abgegebenen Geschosse auf etwa 250 beziffert. Berichte über Tote oder Verletzte von dort gab es zunächst keine.
12.14 Uhr: Teheran: Iraner versammeln sich zum ersten Freitagsgebet seit Kriegsbeginn
afp | In Teheran haben sich zahlreiche Iranerinnen und Iraner zum ersten Freitagsgebet seit Beginn des Iran-Krieges versammelt. Schwarz gekleidete Menschenmassen strömten auf den Platz vor der Großen Moschee in der iranischen Hauptstadt, einige Menschen schwenkten die iranische Flagge, wie iranische Medien am Freitag zeigten. Es handelte sich um das erste Gebet seit der Tötung des geistlichen Oberhaupts des Iran, Ayatollah Ali Chamenei. Über einen Lautsprecher wurden Gebete im Andenken an Chamenei verlesen. „Wir bezeugen, dass er die Verkörperung von Frömmigkeit und Schutz in unserer Zeit war“, ertönte die Stimme eines Mannes, während einige Gläubige auf Gebetsteppichen saßen und weinten. Im Anschluss wurden Koranverse rezitiert. Aufnahmen aus weiteren iranischen Städten, darunter Ilam und Borudscherd im Westen und Sahedan im Südosten des Landes, zeigten ähnliche Bilder.
12.04 Uhr: Iran droht mit Angriffen auf Nordirak im Falle von Eindringen kurdischer Kämpfer
afp | Für den Fall eines Eindringens kurdischer Kämpfer aus dem Nordirak in den Iran hat die Führung in Teheran mit Angriffen auf „alle Einrichtungen“ im Nachbarland gedroht. „Bisher wurden nur Stützpunkte der USA und Israels sowie von separatistischen Gruppen der Region ins Visier genommen“, hieß es nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Mehr in einem Schreiben des iranischen Verteidigungsrates. Wenn aber kurdische Kämpfer womöglich in den Iran eindringen würden, dann wären „alle Einrichtungen der Region des kurdischen Irak das Ziel“ von Angriffen.
11.57 Uhr: Libanesischer Premier Salam bittet um internationale Hilfe
ap | Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam hat die internationale Gemeinschaft wegen des eskalierenden Konflikts zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz um Hilfe gebeten. Wegen der Kämpfe seien zahlreiche Menschen auf der Flucht. „Es droht eine humanitäre Katastrophe“, sagte er. Die internationale Gemeinschaft solle helfen, die Angriffe Israels zu stoppen und darauf drängen, dass die Infrastruktur des Landes verschont bleibe. Salam kritisierte neben Israel auch die Hisbollah, die von Iran unterstützt wird und im Libanon eine Art Staat im Staat bildet. Der Libanon und das libanesische Volk hätten sich diesen Krieg nicht ausgesucht, sagte er.
11.38 Uhr: IEA-Chef: Es gibt „reichlich Öl“ auf dem Markt
afp | Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, hat versucht, Sorgen vor einer weltweiten Ölkrise im Zusammenhang mit dem Irankrieg zu entkräften. „Es gibt heute reichlich Öl auf dem Markt“, sagte Birol am Freitag in Brüssel. Eine durch den Krieg verursachte „logistische Störung“ führe zwar zu „Herausforderungen für viele Länder“, räumte er ein, aber: „Es gibt keinen Ölmangel“. Birol sprach von einem „ernsten Problem“. Dennoch gebe es einen „enormen Überschuss“ an Öl auf dem Markt. Mit Blick auf die strategischen Ölreserven der IEA sagte Birol, dass „alle Optionen auf dem Tisch liegen“. Derzeit gebe es aber „keine Pläne für ein gemeinsames Handeln“.
11.37 Uhr: UNHCR: Hunderttausende im Nahen Osten auf der Flucht – Humanitärer Notfall
rtr | Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) stuft die eskalierende Gewalt im Nahen Osten als großen humanitären Notfall ein. Sowohl im Libanon als auch in Iran seien in den ersten Tagen des Konflikts jeweils rund 100.000 Menschen vertrieben worden, teilt UNHCR-Direktor Ayaki Ito in Genf mit. Zudem seien Zehntausende syrische Flüchtlinge aus dem Libanon in ihr Heimatland zurückgekehrt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt angesichts der Massenflucht und des Mangels an sauberem Wasser vor dem Ausbruch von Krankheiten.
11.22 Uhr: Ölpreise steigen auf höchsten Stand seit April 2024
rtr | Der Ölpreisanstieg nimmt wieder an Fahrt auf. Das US-Öl WTI steigt wegen der Furcht vor langfristigen Lieferausfällen durch den Nahostkrieg um bis zu 4,8 Prozent auf 84,90 Dollar je Fass, den höchsten Stand seit April 2024. Das Nordseeöl Brent markiert mit einem Plus von 2,6 Prozent auf 87,66 Dollar je Fass ebenfalls ein 23-Monats-Hoch. Katar rechnet damit, dass alle Energieerzeuger am Golf ihre Exporte innerhalb weniger Wochen einstellen und den Ölpreis auf 150 Dollar pro Barrel treiben werden, sagte der Energieminister des Landes, Saad al-Kaabi, in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit der Financial Times. Selbst wenn der Krieg sofort beendet würde, würde Katar „Wochen bis Monate“ brauchen, um zu einem normalen Lieferzyklus zurückzukehren, erklärt Kaabi.
11.16 Uhr: Zweiter Evakuierungsflug für Deutsche in Frankfurt gelandet
afp | Der zweite von der Bundesregierung organisierte Evakuierungsflug für in der Golfregion wegen des Irankrieges festsitzende Deutsche ist eingetroffen. Laut Informationen des Flughafens Frankfurt am Main landete die Maschine der Fluggesellschaft Condor dort am Freitag kurz vor 11.00 Uhr. Das Flugzeug kam aus Maskat in Oman und war in der Nacht im ägyptischen Hurghada zwischengelandet. Eigentlich war dieser Flug bereits am Donnerstagabend in Deutschland erwartet worden. Der Abflug hatte sich jedoch erheblich verzögert. Zahlreiche Flughäfen der Golfregion sind wegen iranischen Beschusses geschlossen oder im Betrieb stark eingeschränkt, Maskat jedoch nicht. Reisende aus anderen Golfstaaten wurden vielfach auf dem Landweg dorthin gebracht.
11.11 Uhr: USA bombardieren unterdische Raketenstellungen Irans
ap | Die USA haben nach eigenen Angaben unterirdische Raketenabschussrampen in Iran attackiert. B-2 Tarnkappenbomber hätten am Freitagmorgen Dutzende Penetrator-Bomben auf tief vergrabene Abschussrampen für ballistische Raketen abgeworfen, sagte der Chef des US-Regionalkommandos im Nahen Osten, Brad Cooper. „Wir haben auch das iranische Äquivalent des Weltraumkommandos getroffen, was ihre Fähigkeit vermindert, die Amerikaner zu bedrohen“, sagte er.
Iran beschießt seit Beginn des Krieges Ende Februar Länder in der Golfregion, in denen US-Streitkräfte stationiert sind. Katar meldete am Morgen, es habe einen Drohnenangriff auf den Luftwaffenstützpunkt Al-Udeid abgefangen, wo wesentliche Teile des US-Regionalkommandos untergebracht sind. Das saudi-arabische Verteidigungsministerium teilte mit, die Streitkräfte des Königreichs hätten drei ballistische Raketen abgefangen und zerstört, die auf den Luftwaffenstützpunkt Prinz Sultan südlich von Riad abgefeuert worden seien. Auch dort sind US-Truppen stationiert. Cooper sagte, die iranischen Angriffe hätten inzwischen ein Dutzend Länder getroffen. „Diese zwölf Länder sind nicht allzu glücklich und ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit allen Partnern, die bereit sind, sich uns anzuschließen“, sagte er.
11.01 Uhr: Rheinmetall steht für Raketen-Produktion bereit
rtr | Rheinmetall sieht sich durch den Irankrieg in seinen Plänen bestätigt, die Raketenfertigung so schnell wie möglich auszubauen. Der stark wachsende Bedarf untermauere die Entscheidung, neue Kapazitäten zur Herstellung von Raketen oder Raketenmotoren zu schaffen, teilte der Konzern am Freitag auf Anfrage mit. Geplant sind neue Fertigungen am niedersächsischen Standort Unterlüß sowie im spanischen Burgos. Anlagen für Raketen in Unterlüß sollten im ersten Quartal 2027 fertiggestellt werden. Rheinmetall reagiert damit nach eigenen Angaben auf die begrenzten Fertigungskapazitäten in der westlichen Welt und will die lokale Wertschöpfung in Europa stärken. Experten hatten mit Blick auf den Irankrieg vor einer Verknappung von Raketen und Munition gewarnt. Auch Flugabwehrraketen könnten nicht ausreichend vorhanden sein.
10.52 Uhr: Schätzung: US-Angriff auf Iran kostet jetzt schon Milliarden
dpa | Der Militäreinsatz „Gewaltiger Zorn“ der USA mit Luftangriffen auf Iran hat allein in den ersten 100 Stunden nach unterschiedlichen Schätzungen bereits mehrere Milliarden Dollar gekostet – die Bandbreite der angenommenen Kosten ist allerdings groß. So geht das Institut Center for Strategic and International Studies (CSIS) mit Sitz in Washington von 3,7 Milliarden Dollar (knapp 3,2 Milliarden Euro) in den ersten vier Tagen aus. Es stützt sich dabei eigenen Angaben zufolge auf die wenigen Details, die das US-Verteidigungsministerium bisher offengelegt hat. Die Zeitung Wall Street Journal schreibt am Freitag von fast 11 Milliarden Dollar in den ersten vier Tagen und beruft sich dabei auf Elaine McCusker, die in der ersten Amtszeit von Präsident Donald Trump im Pentagon für den Verteidigungsetat zuständig war. Diese Kosten umfassen dem Zeitungsbericht zufolge auch die Stationierung von mehr als zwölf Schiffen und 100 Flugzeugen im Nahen Osten seit Dezember.
Das Pentagon hat laut McCusker wahrscheinlich Abfangraketen im Wert von rund 5,7 Milliarden US-Dollar zur Abwehr iranischer ballistischer Raketen und Drohnen eingesetzt, wie das Wall Street Journal weiter schreibt. Weitere 3,4 Milliarden US-Dollar entfielen auf Bomben und andere Raketentypen. Die Kostenschätzung beinhalte weder Gehälter, Ausbildung noch den Einsatz nationaler Ressourcen in der Region. „Die Umstellung der US-Streitkräfte auf kostengünstigere Munition und der starke Rückgang iranischer Drohnen- und Raketenstarts werden die Kosten senken“, heißt es in der Analyse der Denkfabrik CSIS vom Donnerstag. „Die zukünftigen Kosten werden jedoch maßgeblich von der Intensität der Operationen und der Wirksamkeit iranischer Vergeltungsmaßnahmen abhängen.“ Das Institut verwies ferner darauf, dass sowohl Trump als auch Verteidigungsminister Pete Hegseth am Donnerstag, dem sechsten Tag der Angriffe, angedeutet hätten, dass der Konflikt noch „Wochen“ andauern könnte.
10.49 Uhr: Einwohner von Dubai erhalten Warnung vor möglichen „Raketenbedrohungen“ auf ihre Handys
afp | Die Einwohner von Dubai haben vom Innenministerium der Vereinigten Arabischen Emirate am Freitag inmitten des Irankrieges eine Warnung auf ihre Handys erhalten, sich wegen möglicher „Raketenbedrohungen“ in Sicherheit zu bringen. „Aufgrund der aktuellen Lage und potenzieller Raketenbedrohungen suchen Sie sofort Schutz in dem nächstgelegenen sicheren Gebäude und halten Sie sich von Fenstern, Türen und offenen Bereichen fern“, heißt es in der Warnung laut Journalisten der Nachrichtenagentur AFP.
10.41 Uhr: EU-Kommissar: USA haben nicht genug Luftabwehrraketen für Golfstaaten und Ukraine
afp | Die USA haben nach Einschätzung von EU-Verteidigungskommissar Andrius Kubilius nicht ausreichend Luftabwehrraketen, um die Golfstaaten und die Ukraine bei deren Verteidigung zu unterstützen. „Die Amerikaner werden wirklich nicht in der Lage sein, genügend dieser Raketen bereitzustellen“, sagte Kubilius am Freitag bei einem Besuch in Warschau. Dies gelte sowohl für die Golfstaaten als auch für die US-Armee selbst und „den Bedarf der Ukraine“, erläuterte er. Es sei „ganz klar“, dass es nach dem Irankrieg „für uns in Europa noch dringlicher geworden ist, die Produktion von Luftabwehr- und Raketenabwehrsystemen hochzufahren“, betonte Kubilius. Europa stehe einer „riesigen Herausforderung“ gegenüber, wenn es um Entwicklung von Luftabwehr gehe, fügte er hinzu.
10.39 Uhr: Kreml: Krieg im Iran treibt Nachfrage nach russischem Öl und Gas
rtr | Der Krieg in Iran hat nach Darstellung des Kreml die Nachfrage nach russischen Öl und Gas angeheizt. Käufer wie China und Indien ließen sich dabei von ihren nationalen Interessen leiten, sagt Sprecher Dmitri Peskow. Russland sei und bleibe ein verlässlicher Lieferant von Öl und Gas, sowohl über Pipelines als auch in verflüssigter Form.
10.27 Uhr: Internet in Iran weiterhin gesperrt
dpa | Die Bevölkerung in Iran ist am siebten Kriegstag weitgehend vom internationalen Internetzugang abgeschnitten. Die auf Internetsperren spezialisierte Organisation Netblocks sprach am Freitag von nur einem Prozent Konnektivität. Daten des IT-Unternehmens Cloudflare zeigten ebenfalls einen vollständigen Einbruch des Internetverkehrs. Ein kleiner Teil des Militär- und Machtapparats in Iran nutzt das Internet unterdessen weiter ohne Einschränkungen. Seit Jahren verfügt ein privilegierter Kreis über sogenannte „weiße SIM-Karten“, die ermöglichen, ohne Sperren und Restriktionen online zu gehen. Auch iranische Medien publizieren ihre Nachrichten auf Telegram und X, die eigentlich gesperrt sind.
Irans Internet unterliegt auch in Friedenszeiten strenger Zensur. Viele Webseiten und auch Apps sind in dem Land mit gut 90 Millionen Einwohnern gesperrt. Um soziale Medien und Netzwerke wie etwa Instagram, Tiktok und Youtube zu nutzen, gehören Tunneldienste (VPN) für einen Großteil der Nutzer zum Alltag. Die Verbindungen sind dann jedoch oft langsam und unzuverlässig.
10.26 Uhr: Mehrere Festnahmen in England
dpa | Wegen des Verdachts der Unterstützung des iranischen Geheimdienstes sind vier Männer in England festgenommen worden. Ein Iraner und drei britisch-iranische Staatsbürger sollen im Auftrag des Geheimdienstes Personen und Orte mit Verbindungen zur jüdischen Gemeinde in London ausgespäht haben, wie die Metropolitan Police mitteilte. Sie sind weiter in Haft. Ermittler der Anti-Terror-Polizei nahmen die Männer demnach an mehreren Adressen in und um die britische Hauptstadt fest. In Harrow im Nordwesten Londons wurden zudem sechs weitere Männer wegen des Verdachts der Beihilfe zu einer Straftat aufgespürt.
10.14 Uhr: Trump erwägt derzeit keine US-Bodentruppen in Iran
afp | US-Präsident Donald Trump erwägt derzeit nach eigenen Angaben keine Entsendung von US-Bodentruppen nach Iran. „Das wäre Zeitverschwendung“, sagte Trump dem US-Sender NBC am Donnerstag (Ortszeit) in einem Telefoninterview. „Sie haben alles verloren. Sie haben ihre Marine verloren. Sie haben alles verloren, was sie verlieren können.“ Die Äußerung des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi, wonach Teheran vorbereitet sei auf eine Bodenoffensive durch die USA oder Israel, bezeichnete Trump als „verschwendeten Kommentar“.
Trump sagte jedoch, er würde eine Offensive iranisch-kurdischer Kämpfer befürworten. „Ich finde es wundervoll, dass sie das tun wollen, ich wäre voll dafür“, sagte er. Mehrere US-Medien hatten berichtet, dass die USA kurdische Milizen mit Waffen unterstützen wollen, um einen Aufstand in Iran zu provozieren. Dies wurde vom Weißen Haus dementiert.
10.05 Uhr: Israel: Mehr als 1.600 Verletzte wegen Irankrieg
dpa | Seit Beginn des Irankriegs sind laut Israels Gesundheitsministerium im Land mehr als 1.600 Verletzte in Krankenhäusern behandelt worden. Berichten zufolge sind darunter neben durch Raketenangriffe Verletzte auch viele Menschen, die sich auf dem Weg in Schutzräume verletzt haben. Zudem werden demnach auch Personen gezählt, die wegen Angstzuständen, ausgelöst durch die Angriffe, behandelt wurden. In den vergangenen 24 Stunden seien nach Raketenbeschuss 140 Menschen in Kliniken eingeliefert worden, darunter eine schwer verletzte Person, teilte das Gesundheitsministerium weiter mit. Insgesamt wurden in Israel im Zuge des Kriegs bislang elf Menschen getötet. In Iran sollen seit Samstag bereits mehr als 1.200 Menschen ums Leben gekommen sein, wie iranische Medien unter Berufung auf eine staatliche Stiftung berichteten. Auch in den Golfstaaten gab es bei iranischen Angriffen bereits mehrere Tote.
10.03 Uhr: Erneut iranische Angriffswelle auf Israel
afp | Infolge einer neuen iranischen Angriffswelle auf Israel am siebten Tag des Irankrieges sind in Tel Aviv Explosionen zu hören gewesen. Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten am Freitagmorgen von acht Explosionen in der israelischen Küstenstadt, nachdem die israelische Armee erneuten Raketenbeschuss durch Iran gemeldet hatte. Nach Angaben des Rettungsdiensts Magen David Adom wurden zunächst keine Opfer gemeldet. Die israelische Armee habe „Raketen identifiziert, die aus Iran in Richtung des israelischen Staatsgebiets abgefeuert wurden“, erklärten die Streitkräfte. Die Luftabwehr sei im Einsatz, „um die Bedrohung abzuwehren“.
10.02 Uhr: Universitäten in Iran stellen Betrieb ein
dpa | In Iran sind die Universitäten wegen des Kriegs bis auf weiteres geschlossen worden. Der Betrieb sei vollständig eingestellt worden, berichtete das Onlineportal „Eslahat-News“, das der Reformbewegung nahesteht, unter Berufung auf das Wissenschaftsministerium. Weder Unterricht in Präsenz noch Online-Lehre werde stattfinden, hieß es.
09.35 Uhr: USA attackieren schwimmenden iranischen Drohnenstartplatz
ap | Das US-Militär hat nach eigenen Angaben ein zum Drohnenstartplatz umfunktioniertes Containerschiff aus ran in Brand geschossen. Das Regionalkommando des US-Militärs im Nahen Osten veröffentlichte am Freitag Schwarz-Weiß-Aufnahmen der brennenden „IRIS Shahid Bagheri“. Das Schiff sei etwa so groß wie ein Flugzeugträger aus dem Zweiten Weltkrieg und stehe in Flammen, sagte Kommandeur Brad Cooper. Iran bestätigte den Angriff zunächst nicht. Iranischen Angaben zufolge hat die „Shahid Bagheri“ eine 180 Meter lange Startbahn für Drohnen und kann bis zu 22.000 Seemeilen zurücklegen, ohne in Häfen auftanken zu müssen. Erst vor wenigen Tagen hatte ein U-Boot der US-Marine vor der Küste Sri Lankas eine iranische Fregatte torpediert, als diese von einer Übung der indischen Marine zurückkehrte. Bei deren Untergang kamen mindestens 87 Seeleute ums Leben.
09.33 Uhr: Bahrain: Iranische Angriffe treffen Hotel und Wohngebäude
dpa | Bei mutmaßlich iranischen Angriffen auf Bahrain sind mehrere zivile Gebäude beschädigt worden. Wie das Innenministerium des Golfstaats mitteilte, wurden zwei Wohnhäuser und ein Hotel in der Hauptstadt Manama zum Ziel „iranischer Aggression“. In einem der Gebäude sei ein Wohnungsbrand gelöscht worden. Tote oder Verletzte habe es keine gegeben.
9.29 Uhr: Iranische Medien melden landesweite Angriffe
dpa | Am siebten Tag des Irankriegs melden iranische Medien wieder landesweite Angriffe. Nahe der Metropole Isfahan im Zentraliran seien drei Kleinstädte bombardiert worden, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim. Im Osten der Stadt selbst kam es demnach ebenfalls zu Luftangriffen. Mehrere Menschen seien verletzt, Wohnhäuser und Fahrzeuge beschädigt worden.
9.22 Uhr: Zypern strebt Nato-Beitritt an
dpa | Angesichts des Drohnenangriffs auf Zypern wird auf der EU-Inselrepublik ein Beitritt zur Nato diskutiert. „Wenn es möglich wäre, würden wir sogar morgen einen Antrag einreichen“, sagte Präsident Nikos Christodoulidis dem griechischen Sender Skai. Er erklärte zugleich, dass Zypern bereits Vorbereitungen für einen möglichen Nato-Beitritt treffe. Auf militärischer, operativer und administrativer Ebene werde daran gearbeitet, damit das Land handeln könne, „sobald die politischen Bedingungen dies zuließen“.
8.27 Uhr: Zweiter Evakuierungsflug für Deutsche soll am Vormittag in Frankfurt landen
afp | Der zweite von der Bundesregierung organisierte Evakuierungsflug für in der Golf-Region wegen des Irankrieges festsitzende Deutsche wird am Vormittag in Frankfurt erwartet. Laut Informationen des Frankfurter Flughafens soll die Maschine der Fluggesellschaft Condor dort kurz vor 11.00 Uhr landen. Das Flugzeug kommt aus Maskat in Oman und war in der Nacht im ägyptischen Hurghada zwischengelandet.
8.11 Uhr: Israel bombardiert Hisbollah-Stellungen in Vororten Beiruts
dpa | Bei ihren jüngsten Angriffen auf Ziele in mehreren Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut hat Israels Luftwaffe Armeeangaben zufolge in der Nacht unter anderem eine Kommandozentrale der Hisbollah ins Visier genommen. Außerdem seien zehn Hochhäuser angegriffen worden, in denen sich militärische Infrastruktur der Miliz befunden habe, teilte Israels Militär am Morgen mit. Ein weiteres Ziel sei ein Drohnenlager gewesen. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht.
8.06 Uhr: Irans Führungsrat befasst sich mit Chamenei-Nachfolge
dpa | Nach der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts hat sich der provisorische Führungsrat mit dessen Nachfolge befasst. Bei ihrer vierten Sitzung planten Präsident Massud Peseschkian, Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi sowie der Kleriker Aliresa Arafi die Einberufung einer Versammlung zur Bestimmung eines neuen Religionsführers, wie aus einer Regierungserklärung hervorgeht. Das Führungstrio wurde demnach zudem über die aktuelle Kriegslage unterrichtet.
7.32 Uhr: Iran kündigt Ausweitung der Gegenangriffe an
dpa | Irans Streitkräfte haben knapp eine Woche nach Kriegsbeginn eine Ausweitung ihrer Gegenangriffe angekündigt. In den kommenden Tagen werde der Feind intensiver und umfangreicher angegriffen, berichtete der staatliche Rundfunk unter Berufung auf das zentrale Hauptquartier „Chatam Al-Anbija“, das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt. Die iranische Militärführung berichtete unterdessen über Angriffe mit Kamikazedrohnen auf den Luftwaffenstützpunkt Ramat David und eine Radarstation in Israel, einen US-Stützpunkt in Kuwait sowie im irakischen Erbil.
7.05 Uhr: Saudi-Arabien fängt Drohnen ab
afp | Saudi-Arabien hat am siebten Tag des Irankriegs nach eigenen Angaben drei Drohnen östlich der Hauptstadt Riad abgefangen. Sie seien zerstört worden, erklärte das saudi-arabische Verteidigungsministerium am Freitag im Onlinedienst X. Zuvor am Freitag hatte das Ministerium bereits mitgeteilt, drei ballistische Raketen abgefangen und zerstört zu haben. Sie seien in Richtung des Prinz-Sultan-Luftwaffenstützpunkts abgefeuert worden.
🐾 7.03 Uhr: Die iranische Opposition ist fragmentiert
taz | Wie geht es der iranischen Opposition? Dem Schah-Sohn Reza Pahlavi fehlt es an einer multiethnischen Perspektive. Deswegen trauen nicht alle den Monarchisten, schreibt Ali Sadrzadeh für die taz.
6.27 Uhr: Indonesien verlässt Friedensrat
rtr | Mit Indonesien droht ein erstes Land, den von US-Präsident Donald Trump initiierten Friedensrat für den Gazastreifen wieder zu verlassen. Präsident Prabowo Subianto macht den Verbleib von Fortschritten für die Palästinenser abhängig. Sollte das Gremium keinen Nutzen bringen oder indonesischen Interessen widersprechen, werde sich Jakarta zurückziehen, teilt die Regierung nach einem Treffen mit islamischen Gruppen mit.
5.15 Uhr: Trump will kurdische Beteiligung
rtr | US-Präsident Donald Trump ermutigt iranisch-kurdische Kräfte in Irak zu Angriffen auf Iran. „Ich finde es wunderbar, dass sie das tun wollen, ich wäre dafür“, sagt er der Nachrichtenagentur Reuters. Iranisch-kurdische Milizen haben sich nach Angaben von drei mit der Angelegenheit vertrauten Personen in den vergangenen Tagen mit den USA darüber beraten, ob und wie sie die iranischen Sicherheitskräfte angreifen sollen. Die im irakisch-iranischen Grenzgebiet ansässigen Gruppen trainieren demnach für einen solchen Angriff. Sicherheitskreisen zufolge gab es am Donnerstag zwei iranische Drohnenangriffe auf ein Lager der iranischen Opposition im irakischen Kurdistan.
5.55 Uhr: Raketenbeschuss auch am siebten Tag
afp | Israel und Iran haben sich auch am siebten Tag des Irankriegs mit schweren Angriffen überzogen. Die israelische Armee erklärte am Freitagmorgen, die „iranische Terrorregime-Infrastruktur“ in der Hauptstadt Teheran angegriffen zu haben. Das iranische Staatsfernsehen sprach von Explosionen in mehreren Gebieten der Stadt. Der israelische Armeechef Ejal Samir hatte zuvor die „nächste Phase“ in dem Krieg angekündigt.
Die iranischen Revolutionsgarden erklärten am Freitagmorgen nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna, Raketen in Richtung Tel Aviv abgefeuert zu haben. Es handle sich um einen Angriff mit Raketen und Drohnen, Ziel seien Orte „im Herzen von Tel Aviv“. In der israelischen Stadt waren Explosionen zu hören.
3.05 Uhr: Drohnenangriff auf Katar
rtr | Ein Drohnenangriff auf den Luftwaffenstützpunkt Al Udeid in Katar ist nach Angaben des dortigen Verteidigungsministeriums abgewehrt worden. Es handelt sich um den größten US-Stützpunkt im Nahen Osten.
2.55 Uhr: Hisbollah fordert Räumung der Grenze
rtr | Die libanesische Hisbollah-Miliz fordert die israelischen Anwohner zur Räumung von Grenzorten auf. In einer auf ihrem Telegram-Kanal auf Hebräisch veröffentlichten Nachricht heißt es, dass alle Ortschaften in einem Abstand von weniger als fünf Kilometern zur Grenze geräumt werden müssen. Die Aggression des israelischen Militärs gegen die libanesische Souveränität und Zivilisten werde nicht unbeantwortet bleiben, erklärte die Miliz weiter.
2.05 Uhr: Syrien öffnet Luftkorridor
rtr | Syrien hat einen Luftkorridor von der nördlichen Stadt Aleppo zum Mittelmeer für ausländische Fluggesellschaften geöffnet und will damit den lahmgelegten Flugverkehr in der Region entlasten. Der Korridor solle eine sichere Flugroute für ankommende und abfliegende Maschinen bieten, sagte der Leiter der Zivilluftfahrtbehörde, Omar Hosari. Zudem seien die Flugrouten im Norden des syrischen Luftraums in Richtung Türkei wieder freigegeben worden. Ein erster Flug der Syrian Air von Aleppo nach Istanbul sei bereits sicher gelandet und markiere die schrittweise Wiederaufnahme des Betriebs am internationalen Flughafen von Aleppo.
Die Fluggesellschaft Etihad Airways nimmt vom 6. bis 19. März den kommerziellen Flugbetrieb teilweise wieder auf. Zu den wichtigsten Zielen von und nach Abu Dhabi gehören demnach unter anderem Kairo, Delhi, London, Frankfurt, New York, Paris, Moskau, Toronto und Zürich, wie das Unternehmen mitteilt.
1.15 Uhr: VAE könnten iranische Vermögen einfrieren
rtr | Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) erwägen einem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge, iranische Vermögenswerte in Milliardenhöhe einzufrieren. Die Zeitung beruft sich dabei auf mit den Gesprächen vertraute Personen.
0.18 Uhr: US-Abgeordnete setzen Trumps Irankrieg keine Grenzen
dpa | US-Kongressabgeordnete haben dem militärischen Vorgehen von US-Präsident Donald Trump in Iran keine Grenzen gesetzt. Eine Abstimmung im Repräsentantenhaus über einen parteiübergreifenden Antrag, der dem Kongress ein stärkeres Mitspracherecht beim Einsatz der Streitkräfte eingeräumt hätte, kam nicht auf genug Stimmen. Vier Demokraten stimmten mit der Mehrheit der Republikaner dagegen. Eine ähnliche Maßnahme war am Mittwoch bereits im Senat geblockt worden.
Sogenannte War Powers Resolutions wurden erstmals in Reaktion auf den Vietnamkrieg 1973 angewendet. Ein Hauptmerkmal solcher Resolutionen sind beschleunigte Verfahren, mit denen der Kongress über die Entsendung oder den Abzug von Truppen entscheiden kann.
23.38 Uhr: Trump droht Kuba
rtr | US-Präsident Donald Trump will sich nach eigenen Angaben mit Kuba befassen, sobald der Konflikt in Iran beendet ist. Er wolle diesen Konflikt zuerst abschließen, sagte Trump bei einem Empfang des Fußballteams Inter Miami im Weißen Haus. Danach sei es „nur eine Frage der Zeit, bis Sie und viele großartige Menschen“ nach Kuba zurückkehren könnten.
23.01 Uhr: Ukraine unterstützt USA bei Drohnenabwehr
rtr | Die Ukraine will die USA bei der Abwehr iranischer Drohnen unterstützen. Man habe eine entsprechende Anfrage aus Washington erhalten, erklärt Präsident Wolodymyr Selenskyj auf der Plattform X. Er habe die Entsendung von Spezialisten und Ausrüstung angeordnet, um beim Schutz vor „Schahed“-Drohnen zu helfen.
🐾 19.51 Uhr: Kurden in Iran gegen das Regime
taz | Ein Bündnis der wichtigsten kurdischen Parteien in Iran organisiert den Widerstand in der Opposition. Bekommen sie Waffen von den USA? Für die taz erklärt Jean Dumler en Bündnisfall.
19.37 Uhr: Macron unterstützt Libanon
rtr | Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kündigt an, die libanesischen Streitkräfte mit gepanzerten Fahrzeugen und logistischer Unterstützung zu stärken. Es müsse alles getan werden, um zu verhindern, dass das Land erneut in einen Krieg hineingezogen werde. Die Hisbollah müsse ihr Feuer auf Israel sofort einstellen.
🐾 19.15 Uhr: Durchhalten im Irankrieg
taz | Für wen spielt die Zeit in Iran? Israel und die USA versuchen Irans Angriffsarsenal auszuschalten, bevor ihnen und ihren Verbündeten in der Region selbst die Munition ausgeht, schreibt Felix Wellisch für die taz aus Tel Aviv.
🐾 19.12 Uhr: Stimmen aus dem Iran
taz | Unsicherheit und Hoffnung – Iraner erleben den Krieg mit gespaltenen Gefühlen. Manche begrüßen die Angriffe, andere bereiten sich auf einen neuen Aufstand vor. Die Situation ist fragil, schreibt Teseo La Marca für die taz.
18.00 Uhr: Mehrheit der Deutschen hält Krieg für nicht gerechtfertigt
rtr | Die Mehrheit der Deutschen hält einer Umfrage zufolge den Angriffskrieg der USA und Israels gegen Iran für nicht gerechtfertigt. 58 Prozent sehen dies so, wie eine repräsentative Erhebung für den ARD-Deutschland-Trend ergibt. Nur 25 Prozent der Befragten halten den Angriff für gerechtfertigt. 17 Prozent sind unentschieden oder machen keine Angaben. Die Meinungsforscher von Infratest dimap befragten von Montag bis Mittwoch 1317 Wahlberechtigte. Die USA und Israel hatten am Samstag mit ihrem massiven Angriff auf Iran begonnen und dabei auch dessen geistliches und politisches Oberhaupt, Ajatollah Ali Chamenei, getötet.
Unser Mittel gegen Antifeminismus
Wir machen linken Journalismus aus Überzeugung: kritisch, unabhängig und frei zugänglich für alle. Es gibt keinen Bezahlzwang, keine Paywall. Das geht nur, weil sich viele freiwillig beteiligen und unsere Arbeit unterstützen. Auch im Digitalen muss Journalismus, der für mehr Gleichberechtigung eintritt, finanziert werden. Unsere Leser:innen wissen: Journalismus entsteht nicht aus dem Nichts. Damit wir auch morgen noch unsere Arbeit machen können, brauchen wir Ihre Unterstützung. Schon über 48.000 Menschen machen mit und finanzieren damit die taz im Netz - kostenlos für alle. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5 Euro sind Sie dabei. Jetzt unterstützen
meistkommentiert