Nachrichten im Iran-Krieg: Bundesregierung weist Trumps Nato-Bitte zurück
Die deutsche Regierung lehnt eine Nato-Mission in der Straße von Hormus ab. Auch viele andere Länder sind skeptisch. Israel greift erneut in Teheran an.
Teile von iranischer Rakete stürzen nahe Grabeskirche zu Boden
Teile einer abgefangenen iranischen Rakete sind auf das Dach des griechisch-orthodoxen Patriarchats in Jerusalem gestürzt. Dieses liegt nur wenige Meter von der Grabeskirche entfernt, die an der Stelle errichtet wurde, an der Jesus nach christlicher Überlieferung begraben wurde und auferstanden ist. Das Patriarchat bestätigte den Einschlag der Trümmerteile am Montag. Berichte über Verletzte lagen nicht vor. Die Altstadt von Jerusalem, in der sich Stätten befinden, die Muslimen, Christen und Juden heilig sind, ist in diesem Krieg stärker unter Beschuss geraten als bei vorangegangenen Konflikten wie dem Zwölftagekrieg mit dem Iran im vergangenen Jahr. Unter anderem wurden Wohnhäuser in Ostjerusalem, eine Hauptverkehrsstraße nach Jerusalem und ein Konzertsaal in Westjerusalem getroffen. (ap)
EU verhängt wegen Niederschlagung von Protesten im Iran Sanktionen
Die Europäische Union verhängt Sanktionen gegen 16 Personen und drei Organisationen wegen möglicherweise schwerer Verletzungen der Menschenrechte im Iran. „Die neuen Sanktionen richten sich gegen eine Reihe von Personen und Organisationen, die eine Schlüsselrolle bei der Niederschlagung der Straßenproteste im Januar 2026 gespielt haben, die zu Tausenden von Opfern unter der Zivilbevölkerung geführt haben“, erklärt der Rat der EU in einer Stellungnahme. (rtr)
WHO: Sechs Kliniken im Iran evakuiert – Gesundheitssystem hält
Das Gesundheitssystem im Iran hält der WHO zufolge trotz des Beschusses durch Israel und den USA stand. Sechs Krankenhäuser hätten zwar evakuiert werden müssen, aber noch funktioniere das System und der Iran habe die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht um Notfallhilfe gebeten, sagt die Direktorin für die Region, Hanan Balkhy. Der iranische Botschafter bei den Vereinten Nationen in Genf, Ali Bahreini, teilt mit, dass seit Beginn des Krieges am 28. Februar mehr als 1300 Menschen ums Leben gekommen seien und mehr als 7000 verletzt wurden. (rtr)
IEA-Chef: Bei Bedarf könnten weitere Ölvorräte freigegeben werden
Die Mitgliedsländer der Internationalen Energieagentur (IEA) verfügen IEA-Chef Fatih Birol zufolge noch über 1,4 Milliarden Barrel Öl-Notreserven und könnten bei Bedarf weitere Ölvorräte freigeben. „Trotz dieser enormen Freigabe haben wir immer noch große Vorräte. Die derzeitige Freigabe wird, sobald sie abgeschlossen ist, die Notvorräte in den IEA-Ländern nur um etwa 20 Prozent reduzieren“, sagt Birol in einem Video. (rtr)
UN: Israelischer Angriff auf Gefängnis im Juni 2025 war Kriegsverbrechen
Eine UN-Untersuchungskommission stuft einen israelischen Luftangriff auf ein Gefängnis im vergangenen Jahr als Kriegsverbrechen ein. Es gebe hinreichende Gründe für die Annahme, dass Israel bei dem Angriff auf das Ewin-Gefängnis in Teheran im vergangenen Juni vorsätzlich ein ziviles Ziel angegriffen habe, sagt die Vorsitzende der Kommission, Sara Hossain, vor dem UN-Menschenrechtsrat. Bei dem Angriff im Zuge des Zwölftage-Krieges seien 80 Personen, darunter ein Kind und acht Frauen, ums Leben gekommen. Eine Stellungnahme Israels liegt zunächst nicht vor. (rtr)
AFP-Journalisten: Explosionen über Jerusalem zu hören
Über Jerusalem sind am Montag nach Angaben von Journalisten der Nachrichtenagentur AFP Explosionen zu hören gewesen. Die israelische Armee erklärte, Raketen identifiziert zu haben, die vom Iran aus in Richtung Israel abgefeuert worden seien. Die Luftverteidigungssysteme seien aktiviert worden, um diese abzufangen, hieß es weiter. Die meisten der vom Iran auf Israel abgefeuerten Raketen werden von der Luftabwehr abgefangen, doch die auf den Boden fallenden Trümmer oder Geschosse sorgen regelmäßig für Verletzte und Schäden. Seit Beginn des Kriegs, der am 28. Februar durch US-israelische Angriffe auf den Iran ausgelöst worden war, wurden in Israel insgesamt zwölf Menschen getötet. (afp)
Israel zerstört Weltraum-Anlage in Teheran
Bei Angriffen auf Ziele in Teheran hat Israels Luftwaffe Armeeangaben zufolge eine Anlage ins Visier genommen und zerstört, in der der Iran Fähigkeiten für Angriffe auf Satelliten im Weltraum entwickelt haben soll. Die von Irans Regierung genutzte Einrichtung sei deshalb „eine Bedrohung für Israels Satelliten sowie Weltraumressourcen anderer Länder“ gewesen. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Über sein eigenes Raumfahrtprogramm hatte Teheran in der Vergangenheit erklärt, dass es keinerlei militärische Ziele verfolge. Da es jedoch faktisch von den iranischen Revolutionsgarden kontrolliert wird, gibt es international Zweifel an dieser Darstellung.
Israels Armee warf dem Land nun vor, seit Jahren „erhebliche Mittel in die Entwicklung seiner Fähigkeiten zur Kriegsführung im Weltraum“ zu investieren. Teheran wolle auf diese Weise die regionale und internationale Stabilität untergraben. Das israelische Militär sprach von einem „bedeutenden Schlag im Herzen Teherans“. Auf dem getroffenen Gelände wurde den Angaben zufolge auch der Satellit „Chamran-1“ entwickelt, den der Iran im Herbst 2024 in die Erdumlaufbahn brachte. Laut dem Land handelte es sich auch dabei um einen Forschungssatelliten mit ausschließlich wissenschaftlichen Zielen. Die Islamische Republik hat bereits öfter Satelliten in den Weltraum befördert, um eigenen Angaben zufolge Daten über Wetter, Naturkatastrophen und Landwirtschaft zu gewinnen. (dpa)
AFP-Journalisten: Explosionen in Doha zu hören
In der Hauptstadt von Katar, Doha, sind am Montag nach Angaben von Journalisten der Nachrichtenagentur AFP mehrere Explosionen zu hören gewesen. Das Verteidigungsministerium des Golfemirats teilte im Onlinedienst X mit, die Streitkräfte hätten einen gegen Katar gerichteten Raketenangriff abgewehrt. (afp)
Bessent: Passage von einigen Schiffen durch Straße von Hormus ist in Ordnung
Die USA haben Finanzminister Scott Bessent zufolge derzeit kein Problem damit, dass einige iranische, indische und chinesische Schiffe die Straße von Hormus passieren. „Das dürfte sich schon verstärken, bevor überhaupt Flotten oder Schutzverbände im Golf eintreffen. Wir gehen also davon aus, dass die Iraner eine natürliche Öffnung zulassen werden. Und vorerst ist das für uns in Ordnung. Wir wollen, dass die Welt gut versorgt ist“, sagt Bessent im einem Interview mit CNBC. Etwaige Maßnahmen zur Eindämmung der Preissteigerungen hingen davon ab, wie lange der Krieg in Iran andauere. (rtr)
Jemens Regierung wirft Huthi tödlichen Artillerieangriff vor
Bei Artilleriebeschuss eines Dorfes in Nordjemen sollen mindestens zehn Menschen, darunter sechs Kinder, ums Leben gekommen sein. Mehr als 30 weitere Menschen seien verletzt worden, vermeldete das Informationsministerium der international anerkannten Regierung des Landes am Montag. Es machte die von Iran unterstützten Huthi-Rebellen für den Angriff in der Provinz Hadschdscha verantwortlich. Diese wird größtenteils von den Huthi kontrolliert, einige Gebiete werden jedoch auch von der in Aden ansässigen Regierung gehalten. Die Umstände des Angriffs am Sonntag waren zunächst unklar. Huthi-Vertreter lehnten eine Stellungnahme ab. (ap)
Bundesregierung warnt vor größeren Bodeneinsätzen im Libanon
Die Bundesregierung äußert sich „enorm beunruhigt“ über die Entwicklungen im Libanon und warnt die israelische Regierung vor einer größeren Bodenoffensive. „Der Blick auf diesen Teil des Kriegsgebietes erfüllt uns mit Sorge, weil wir Vorbereitung für eine größere israelische Bodenoffensive sehen“, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius in Berlin. Eine solche Offensive würde „die ohnehin angespannte humanitäre Lage in der Region deutlich verschlechtern (…) und noch mal zu einem erhöhten Fluchtgeschehen beitragen“, fügte er hinzu. Aus diesem Grund fordere man „auch unsere israelischen Freunde eindringlich auf, diesen Weg nicht einzuschlagen, und sind auch im Kontakt, diese Botschaft mitzuteilen“, sagte Kornelius.
Die Bundesregierung verurteile scharf, dass die Hisbollah-Miliz aufseiten Irans wieder in den Kampf gegen Israel eingetreten sei. Die Hisbollah müsse die Kämpfe einstellen und die Waffen niederlegen. Man begrüße, dass es Anstrengungen gebe, die Gespräche zwischen Israel und dem Libanon wieder in Gang zu setzen, sagte Kornelius. Die Bundesregierung fordere Israel zudem auf, zivile Ziele und die Friedenstruppe der UN-Beobachtermission Unifil nicht anzugreifen. Unifil-Blauhelmsoldaten waren zuletzt im Grenzgebiet zu Israel immer wieder zwischen die Fronten und unter Beschuss geraten. (dpa)
Außenminister Araghtschi: Iran wird Krieg „so weit wie nötig“ weiterführen
Iran ist nach den Worten von Außenminister Abbas Araghtschi bereit, den Krieg nach den Angriffen der USA und Israels „so weit wie nötig“ weiterzuführen. Er sei überzeugt, dass die beiden Staaten mittlerweile verstanden hätten, mit was für einem Land sie es zu tun hätten – „einem Land, das nicht zögert, sich zu verteidigen und bereit ist, den Krieg, wohin er auch führen mag, fortzusetzen“, sagte Araghtschi am Montag bei einem wöchentlichen Termin des Außenministeriums mit Medienvertretern. (afp)
Spahn warnt vor Flüchtlingskrise durch Iran-Krieg
Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) hat angesichts des Iran-Kriegs vor einer möglichen neuen Flüchtlingskrise gewarnt. „Es darf kein zweites 2015 geben“, sagte Spahn am Montag dem Sender ntv. Der CDU-Politiker forderte, schon jetzt vorsorglich ein europäisches Abkommen mit sicheren Drittstaaten abzuschließen, um auf eine mögliche neue Flüchtlingsbewegung vorbereitet zu sein. „Wir haben bei Syrien erlebt, wie schnell sich Dinge entwickeln können“, sagte er mit Blick auf die starke Fluchtbewegung aus dem Bürgerkriegsland vor rund zehn Jahren. „Deswegen muss man jetzt schon mit den Nachbarländern reden.“
Als Beispiel nannte Spahn Gespräche mit der Türkei, um Unterstützung in der Region sicherzustellen. Solche Vorbereitungen dürften nicht erst beginnen, wenn sich Menschen bereits auf den Weg machten, sagte er. Der Krieg in Iran unterstreiche, wie wichtig eine „Migrationswende“ sei – nicht nur in Deutschland, sondern vor allem auf europäischer Ebene, fügte er hinzu. (afp)
Starmer: „Keine Nato-Mission“ für Straße von Hormus
Die für den weltweiten Öltransport bedeutende und von iranischer Seite de facto blockierte Straße von Hormus soll aus Sicht des britischen Premierministers Keir Starmer ohne Beteiligung der Nato wieder für die Schifffahrt passierbar gemacht werden. „Lassen Sie mich das deutlich sagen: Es wird keine Nato-Mission sein und es war auch nie als eine Nato-Mission vorgesehen“, sagte Starmer am Montag vor Journalisten. Starmer hatte zuvor nach offiziellen britischen Angaben von Sonntag mit US-Präsident Donald Trump über die Blockade der Meerenge beraten. (afp)
Bundesregierung weist Trumps Drohung zurück
Die Bundesregierung hat Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zu einem Einsatz der Nato in der Straße von Hormus widersprochen. „Das ist nicht der Krieg der Nato“, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius am Montag in Berlin. „Die Nato ist ein Bündnis zur Verteidigung des Bündnisgebietes.“ Für einen Einsatz zum Schutz des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus fehle der Allianz ein Mandat, fügte er hinzu. „Ich sehe den Zusammenhang mit der Nato nicht.“ Regierungssprecher Kornelius erinnerte in Berlin daran, „dass die Vereinigten Staaten und auch Israel uns vor dem Krieg nicht zu Rate gezogen haben und dass Washington zu Kriegsbeginn ausdrücklich erklärt hat, dass europäische Hilfe weder erforderlich sei noch gewünscht sei“. Insofern sei dieser Krieg „nicht die Angelegenheit der Nato oder der Bundesregierung“.
Auf die Frage, inwieweit die Bundesregierung die Drohungen Trumps gegen die Nato ernst nehme, erwiderte Kornelius: „Man muss jedes Wort des amerikanischen Präsidenten als ein Wort des amerikanischen Präsidenten nehmen. Das spricht aus einer gewissen Autorität des Amtes.“ Kornelius bekräftigte das Angebot der Bundesregierung, bei einer Beilegung des Konflikts behilflich zu sein. Es sei „eindeutig, dass die Region nicht in einen ewigen Krieg hineinschlittern darf“, sagte er. „Deswegen setzt sich die Bundesregierung für einen schnellen Plan zur Beendigung des Krieges ein.“ (afp)
Iran: Gebäude der Stromwerke getroffen – mehrere Tote
Bei einem israelischen Luftangriff in Teheran ist iranischen Angaben zufolge ein Gebäude der städtischen Stromwerke bombardiert worden. Das Verwaltungsgebäude im Stadtteil Schohada sei getroffen worden, berichtete das staatliche TV-Netzwerk SNN. Mehrere Mitarbeiter und Ingenieure kamen demnach ums Leben. Eine genaue Opferzahl nannte der Bericht nicht. Durch die Druckwelle der Explosion seien auch Gebäude in unmittelbarer Nähe beschädigt worden. Splitter hätten Passanten in den Tod gerissen und verletzt. (dpa)
Pistorius schließt Bundeswehr-Einsatz zum Schutz der Straße von Hormus aus
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat eine Beteiligung der Bundeswehr an einer Sicherung der Straße von Hormus ausgeschlossen. Es werde „keine militärische Beteiligung“ geben, sagte Pistorius am Montag nach einem Treffen mit seinem lettischen Kollegen Andris Spruds in Berlin. Deutschland sei jedoch bereit, auf diplomatischem Wege zu einer sicheren Passage von Schiffen durch die Straße von Hormus beizutragen. Pistorius sagte, die USA und Israel hätten sich für den Angriff auf Iran entschieden und drohten nun, Europa mit hineinzuziehen. „Was erwartet Donald Trump von einer Handvoll oder zwei Handvoll europäischen Fregatten dort in der Straße von Hormus zu leisten, was die machtvolle amerikanische Navy dort alleine nicht hinbekommen kann?“ Um für einen Bundeswehreinsatz im Persischen Golf ein Bundestagsmandat einzuholen, sehe er „ganz klar keinerlei Veranlassung“, betonte der SPD-Politiker. „Es ist nicht unser Krieg. Wir haben ihn nicht begonnen.“ (afp)
Iran: Straße von Hormus nur für Feinde und deren Verbündete gesperrt
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat die De-Facto-Blockade der Meerenge von Hormus bestritten. Die für die weltweite Ölversorgung wichtige Wasserstraße sei nur für Schiffe der USA, Israels und von deren Verbündeten gesperrt, sagte Araghtschi am Montag in Teheran. „Aus unserer Sicht ist sie offen“, sagte er über die Meerenge. „Sie ist nur für unsere Feinde geschlossen, für diejenigen, die eine ungerechtfertigte Aggression gegen unser Land verübt haben, und für ihre Verbündeten.“ Iran hat nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe die Straße von Hormus blockiert, durch die etwa ein Fünftel des weltweit geförderten Öls, aber auch verflüssigtes Erdgas verschifft wird. Dadurch sind weltweit die Ölpreise stark gestiegen. Die iranische Revolutionsgarde hat erklärt, sie werde dafür sorgen, dass nicht „ein einziger Liter Öl“ den Persischen Golf verlasse. (ap)
Iran warnt vor „Angriffen unter falscher Flagge“
Iran hat im Krieg vor militärischen Täuschungsmanövern durch Israel und die USA gewarnt. „Unsere Streitkräfte erklären mutig und ehrenhaft jedes Ziel, das sie angreifen“, sagte Außenamtssprecher Ismail Baghai bei einer Pressekonferenz, wie sein Außenministerium mitteilte. Seinen Worten nach sei es denkbar, dass die USA oder Israel „Angriffe unter falscher Flagge“ ausführten. Als Beispiel nannte Baghai einen Drohnenangriff im Golfstaat Oman. Die US-Streitkräfte hätten eine mit Sprengstoff beladene Kamikazedrohne nachgebaut, sagte der Sprecher. Er äußerte die Sorge, dass etwaige Angriffe auch auf Ziele im US-Festland fälschlicherweise Iran zugeschrieben werden könnten. Die amerikanische Bundespolizei FBI hatte vor wenigen Tagen vor derartigen Angriffen in Kalifornien gewarnt, wie der Sender ABC News berichtete. (dpa)
Asiatischer Fußballverband geht von Teilnahme Irans an Weltmeisterschaft aus
Der Asiatische Fußballverband AFC geht davon aus, dass die iranische Fußball-Nationalmannschaft an der Weltmeisterschaft in Nordamerika im Sommer teilnehmen wird – auch wenn US-Präsident Donald Trump den Spielern zuletzt einen Verzicht nahelegte. „Soweit wir wissen, spielt Iran“, sagte AFC-Generalsekretär Windsor Paul John am Montag bei einer Pressekonferenz am Sitz des Verbands im malaysischen Kuala Lumpur. Es gebe „keine offiziellen Informationen, dass sie nicht spielen“, fügte er hinzu. Die iranische Auswahl sei ein „Top-Team“, sagte John. Der AFC hoffe, dass die Islamische Republik mit Spielern bei der Fußball-WM vertreten sei. Der Verband behalte die Entwicklungen im Auge. (afp)
Wadephul sieht die Nato in der Straße von Hormus „nicht zuständig“
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat sich skeptisch über eine mögliche Nato-Mission für die Sicherung der Straße von Hormus gezeigt. Er sehe nicht, dass die Nato „zuständig werden könnte für die Straße von Hormus“, sagte Wadephul am Montag vor einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel. Angesichts der Fortsetzung des Krieges der USA und Israels gegen Iran stelle sich die Frage „zum jetzigen Zeitpunkt“ nicht, fügte Wadephul hinzu. „Wir wollen zunächst einmal von Israel und den Vereinigten Staaten von Amerika erfahren, wann sie ihre militärischen Ziele in Iran erzielt haben wollen“, sagte der Außenminister. Erst dann könne in einer nächsten Phase „eine Sicherheitsarchitektur für diese gesamte Region“ definiert werden. „Ich denke, wenn wir da sind, können weitere Fragen beantwortet werden“, sagte Wadephul. (afp)
Miliz in Irak: Haben sechs US-Soldaten bei Angriff getötet
Eine mit Iran verbündete Miliz hat nach eigenen Angaben einen US-Militärstützpunkt in Irak angegriffen und dabei sechs US-Soldaten getötet. Vier weitere US-Soldaten seien bei dem Raketenangriff auf die Militärbasis in der Nähe des Flughafens von Bagdad schwer verletzt worden, teilte die Miliz Saraja Aulija al-Dam mit. Vom US-Militär gab es zunächst keine Informationen zu dem Vorfall. Das Medienbüro der irakischen Streitkräfte erklärte, es habe am Abend Angriffe mit fünf Raketen auf die Gegend rund um den Flughafen gegeben. Mehrere Sicherheitskräfte, Flughafenmitarbeiter und ein Ingenieur seien verletzt worden. Einige der Raketen seien auf dem Flughafengelände niedergegangen.
Saraja Aulija al-Dam ist eine kleinere Miliz, die seit einigen Jahren vor allem mit Angriffen auf US-Truppen und -Konvois im Irak auf sich aufmerksam macht. Sie hat Verbindungen zu den sogenannten Volksmobilisierungseinheiten (PMU), einem Netzwerk aus schiitischen bewaffneten Gruppen, von denen viele von Iran unterstützt werden und die im Irak großen Einfluss haben. (dpa)
Israelischer Minister: Eskalation im Iran-Krieg möglich
Der israelische Sport- und Kulturminister Miki Zohar hält eine baldige Zuspitzung des Iran-Kriegs für möglich. „Wir wissen, dass es in den kommenden Tagen zu einer Eskalation kommen könnte“, sagte er dem israelischen Radiosender 103FM. „Der gesamte Staat Israel, wir alle müssen in den kommenden Tagen besser vorbereitet sein.“ Die Lage sei dynamisch, sagte der Politiker mit Blick auf den Krieg in Iran sowie mit der Hisbollah im nördlichen Nachbarland Libanon. Einzelheiten zu einer möglichen Eskalation der Situation nannte er nicht. Zohar ist – wie auch Ministerpräsident Benjamin Netanjahu – Mitglied der rechtskonservativen Regierungspartei Likud. Weiter sagte er, dass der Krieg noch viele Wochen dauern könne. Auch der israelische Militärsprecher Effie Defrin hatte zuletzt gesagt, die Armee plane den Krieg noch mindestens drei Wochen fortzusetzen. In einem Interview des US-Senders CNN erklärte er, Israels Militär habe zudem „weitergehende Pläne für weitere drei Wochen darüber hinaus“. (dpa)
Iranische Medien melden Explosionen in Teheran
Iranische Medien haben eine neue Angriffswelle in der Hauptstadt Teheran gemeldet. Im Osten der Stadt seien nach israelisch-amerikanischen Angriffen Explosionen zu hören gewesen, berichtete die Nachrichtenagentur Fars. Das staatliche Fernsehnetzwerk SNN meldete Explosionen an mehreren Orten in der Millionenmetropole. Das Ziel der neuen Angriffe war zunächst unklar. Die Bevölkerung ist nun seit mehr als zwei Wochen vom Internet abgeschnitten. Nachrichten dringen folglich nur schwer nach außen. Am Sonntag meldete die auf Internetsperren spezialisierte Organisation Netblocks zudem den Einbruch von Verbindungen bei einem der letzten Telekommunikationsnetzwerke. (dpa)
EU-Außenbeauftragte bringt UN-Abkommen für Straße von Hormus ins Spiel
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas bringt ein UN-Abkommen zur Öffnung der Straße von Hormus ins Gespräch. Sie habe mit UN-Generalsekretär António Guterres darüber beraten, ob eine Initiative nach dem Vorbild des Getreideabkommens für das Schwarze Meer im Ukraine-Krieg möglich sei, sagt Kallas vor einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel. 2022 hatten sich Russland und die Ukraine unter UN-Aufsicht darauf verständigt, Getreidetransporte nicht anzugreifen. 2025 verabredeten beide kriegsführenden Staaten unter Vermittlung der USA, die zivile Schifffahrt von den Kämpfen auszunehmen. (rtr)
Kallas nennt zwei Möglichkeiten für EU-Einsatz an Straße von Hormus
Die Europäische Union erwägt nach Angaben ihrer Außenbeauftragten Kaja Kallas zwei Arten von Marineeinsätzen, um die von Iran praktisch blockierte Meerenge von Hormus wieder für den Schiffsverkehr zu öffnen. Die EU könne ihre Operation „Aspides“ zum Schutz der Schifffahrt im Roten Meer auf den Persischen Golf ausweiten, sagte Kallas am Montag vor einem EU-Außenministertreffen. Die zweite Möglichkeit sei, eine „Koalition der Willigen“ zu bilden, zu der die Mitgliedstaaten der Lage entsprechend militärische Mittel beisteuern könnten. „Es liegt in unserem Interesse, die Straße von Hormus offenzuhalten, und deshalb diskutieren wir auch, was wir in dieser Hinsicht von europäischer Seite aus tun können“, sagte Kallas. Steigende Preise für Energie und Düngemittel hätten den Iran-Krieg zu einem vordringlichen Thema gemacht. (ap)
Dax stagniert
Nach den jüngsten Verlusten im Zuge des Iran-Krieges stabilisiert sich der Dax. Der deutsche Leitindex pendelte am Morgen um seinen Schlusskurs vom Freitag und stand zuletzt minimal im Minus bei 23.444 Punkten. Im Rampenlicht steht heute auch die Commerzbank: Die italienische Großbank Unicredit hat ein offizielles Übernahmeangebot vorgelegt. „Der Krieg im Nahen Osten bleibt weiterhin das dominierende Thema und straft mit jeder neuen Kriegswoche all diejenigen Lügen, die von einem kurzen und einfachen Militärschlag ausgegangen sind“, schrieb Marktanalyst Andreas Lipkow vom Handelshaus CMC Markets.
Die Energiepreise würden so zu einem echten Problem, das sich erst in den kommenden Monaten so richtig entfalten dürfte. Die Folgen sollten laut Lipkow sowohl direkt über sinkende Margen bei den Unternehmen als auch über anziehende Inflationstendenzen und daraus folgende Konsumzurückhaltung spürbar werden. Der MDax der mittelgroßen Werte legte um 0,3 Prozent auf 28.898 Zähler zu. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx gab geringfügig nach. (dpa)
Iran erklärt Stützpunkte für Versorgung von US-Flugzeugträger zu Zielen
Iran betrachtet Logistik- und Servicezentren für den US-Flugzeugträger „USS Gerald Ford“ und den dazugehörigen Marineverband als militärische Ziele. Der Flugzeugträger im Roten Meer stelle eine Bedrohung für die Islamische Republik dar, sagt Ebrahim Solfaqari, Sprecher des zentralen Kommandos der Streitkräfte. Entsprechend seien die Versorgungseinrichtungen für den Marineverband ins Visier genommen worden, heißt es in einem Video der Nachrichtenagentur Fars. (rtr)
Emirate: Erneuter Brand in Ölindustriegebiet nach Drohnenangriff
Nach einem erneuten Drohnenangriff auf das Ölindustriegebiet Fudschaira in den Vereinigten Arabischen Emiraten inmitten des Iran-Kriegs ist in dem Bereich laut örtlichen Behörden am Montag ein Feuer ausgebrochen. Den Angaben zufolge handelte es sich um einen „großen Brand“. Einsatzkräfte waren demnach mit dem Löschen der Flammen beschäftigt. Es seien keine Verletzten gemeldet worden. (afp)
Parteien gegen deutsche Beteiligung an US-Militärmission
Bundestagsabgeordnete von CDU, SPD und AfD lehnen Forderungen der US-Regierung ab, dass auch europäische Kriegsschiffe in der Straße von Hormus Öltanker vor iranischen Attacken beschützen sollen. Die enge Durchfahrt könne mit Marineeinheiten allein gar nicht gesichert werden, sagte der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Jürgen Hardt, im Deutschlandfunk. Die Küste sei dicht besiedelt, von dort könne Iran mit Mörsern oder einfachen Drohnen leicht angreifen. „Mit Schiffen ist es nicht getan. Das hat Donald Trump nicht bedacht, als er diesen Krieg mit Israel gemeinsam gegen Iran begonnen hat“, sagte er mit Blick auf den US-Präsidenten.
Weiter sagte Hardt, nach seinem Eindruck wisse Trump selbst nicht, wie dieses Problem gelöst werden kann. „Ich würde vorschlagen, wir müssen es jetzt einfach hinnehmen, dass die Durchfahrt so lange gesperrt ist, bis es zu einer wie auch immer gearteten Veränderung im Iran kommt.“ Das bedeute entweder eine Art Waffenstillstand oder den Sturz des Regimes. Der SPD-Außenexperte Adis Ahmetovic sagte im ZDF-Morgenmagazin, Stand jetzt habe sich Trump verkalkuliert. „Es war am Anfang angesetzt ein sehr schneller, kurzer Krieg. Und wir merken jetzt, dass dieser Krieg noch weitere Wochen gehen wird.“ Die deutsche Marine sei sehr gut und habe besondere Fähigkeiten, aber die Kapazitäten seien nicht darauf ausgerichtet, sich jetzt in diesem möglichen Szenario zu beteiligen. Zudem seien Ziele und Strategie der USA und Israels in dem Krieg, der völkerrechtswidrig sei, nicht überzeugend. AfD-Chefin Alice Weidel sagte dem Portal „The Pioneer“, derzeit sei nicht einmal die größte Marine der Welt, die US-Navy, in der Lage, eine sichere Passage durch die Straße von Hormus zu gewährleisten. Vor diesem Hintergrund sei ein Einsatz der „kleinen deutschen Marine – auch im Rahmen der EU – illusorisch und hochgefährlich“. (dpa)
Israel meldet Zerstörung von Chameneis Regierungsflieger
Israels Militär hat die Zerstörung eines iranischen Regierungsfliegers gemeldet, der in der Vergangenheit vom obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei genutzt worden sein soll. „Damit wurde dem iranischen Regime ein weiteres strategisches Gut entzogen“, hieß es in einem auf Persisch verfassten Beitrag der israelischen Streitkräfte auf X. Der Flieger sei für Flüge im In- und Ausland verwendet worden. Irans oberster Führer Chamenei wurde am 28. Februar bei einem israelischen Luftangriff in der Hauptstadt Teheran getötet. Offiziell flog das Staatsoberhaupt seit seiner Ernennung 1989 zum Religionsführer nie ins Ausland. Chamenei reiste jedoch gelegentlich in die iranischen Provinzen. Der Flughafen Mehrabad, Sitz der iranischen Regierungsflotte, wurde in den vergangenen Tagen mehrfach bombardiert. (dpa)
Ölpreise: Brent steigt auf knapp 105 US-Dollar
Die Ölpreise steigen weiter – und ein Ende des Iran-Krieges ist nicht in Sicht. Am Morgen wurde für ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im Mai 104,61 US-Dollar bezahlt und damit etwa anderthalb Prozent mehr als am Freitag. Das Hoch lag vor einer Woche bei knapp 120 Dollar. Zum Vergleich: Vor Beginn der Angriffe der USA und Israels auf Iran lag der Preis Ende Februar nur bei rund 73 Dollar. (dpa)
Israels Armee bestätigt „begrenzte“ Bodeneinsätze im Libanon
Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge in den vergangenen Tagen „begrenzte und gezielte Bodeneinsätze“ im Süden des Nachbarlands Libanon begonnen. Ziel seien aktive Hisbollah-Mitglieder sowie die Infrastruktur der Miliz, teilte Israels Armee am Morgen mit. Die Einsätze am Boden seien „Teil umfassenderer Verteidigungsmaßnahmen“, um die Einwohner im angrenzenden Nordisrael zu schützen. Vor dem Einmarsch der Soldaten habe Israels Militär Angriffe mit Artillerie und aus der Luft ausgeführt, „um Bedrohungen im Einsatzgebiet zu minimieren“. Die Times of Israel sprach von einer „Erweiterung der Pufferzone“ im Südlibanon, „um die Bedrohung durch die Hisbollah von der Grenze fernzuhalten“. (dpa)
China reagiert reserviert auf Trump-Forderung zu Straße von Hormus
China reagiert zurückhaltend auf die Forderung von US-Präsident Donald Trump, sich an der Sicherung der Straße von Hormus zu beteiligen. Wegen der derzeitigen Situation stehe man in Kontakt mit allen Seiten, erklärt das Außenministerium in Peking. Man sei einer Deeskalation der Lage verpflichtet. Zur Drohung Trumps, den geplanten China-Besuch zu verschieben, sagt Ministeriumssprecher Lin Jian, man spreche mit den USA über die Besuchspläne. Die Diplomatie auf Ebene der Staatschefs spiele eine unersetzliche Rolle für die strategische Ausrichtung der Beziehungen. (rtr)
Fünfte iranische Fußballerin zieht Asyl in Australien zurück
Eine fünfte Spielerin der iranischen Frauen-Fußballnationalmannschaft hat ihren Asylantrag in Australien zurückgezogen und das Land verlassen. Australische Medien berichteten unter Berufung auf iranische Staatsmedien, dass es sich dabei um die Kapitänin des Teams handele. Sie soll in der Nacht aus Australien abgeflogen sein, auf dem Weg in ihr vom Krieg stark beeinträchtigtes Heimatland.
Damit haben inzwischen fünf der sieben Teammitglieder, denen die australische Regierung nach dem Asien Cup humanitäre Visa gewährt hatte, ihre Asylgesuche wieder zurückgezogen. Zwei Frauen wollen demnach weiterhin in Australien bleiben. Nach dem Turnier hatten zunächst fünf Mitglieder Asyl beantragt und die Zusage mit Australiens Innenminister Tony Burke gefeiert. Kurz darauf erhielten eine weitere iranische Fußballerin sowie ein Mitglied des Teams ebenfalls Asyl. (dpa)
Saudi-Arabien fängt mehr als 60 Drohnen ab
Saudi-Arabien hat in der Nacht mehr als 60 Drohnen im ölreichen Osten des Landes abgefangen. Die Drohnen seien zerstört worden, erklärte das Verteidigungsministerium in mehreren Mitteilungen. Im Osten des Königreichs liegen um Abkaik die größten Ölfelder und -anlagen des Landes, die im Krieg mit Iran schon mehrfach Ziel von Angriffen wurden. Zugleich kündigte das Ministerium einen neuen Dienst an, mit dem Bewohner des Landes „verdächtige Aktivitäten am Himmel“ melden können. Der Dienst ist Teil einer Handy-Anwendung für Bürgerdienste in Saudi-Arabien.
Auch die Vereinigten Arabischen Emirate standen erneut unter Beschuss. Das Verteidigungsministerium sprach ohne nähere Details von „Bedrohungen mit Drohnen und Raketen aus Iran“. Iran hat die Emirate im Krieg bisher besonders stark angegriffen. Die Flugabwehr reagierte dort bisher auf Beschuss mit rund 300 Raketen, 1.600 Drohnen und 15 Marschflugkörpern. Die Angriffe in den Emiraten haben eine ähnliche Intensität wie Irans Angriffe in Israel. (dpa)
Japan startet Freigabe von Teil der Ölreserven
Japan hat mit der Freigabe von Teilen der strategischen Ölreserven begonnen. Nach einer am Montag erschienen Bekanntmachung im Amtsblatt des Landes wird der Stand der Ölreserven „gesenkt“ – dieser Vermerk verpflichtet die Verwalter der Vorräte, einen Teil des Öls freizugeben, um der neuen Vorgabe zu entsprechen. Ein Regierungssprecher sagte, das Land werde Erdöl des Privatsektors in Höhe des Bedarfs von 15 Tagen freigeben. Die Mitglieder der Internationalen Energie-Agentur (IEA) hatten in der vergangenen Woche die Freigabe von 400 Millionen Barrel Öl beschlossen, um den durch den Iran-Krieg ausgelösten Preisanstieg abzufedern. (afp)
Behörden: Palästinenser bei Raketenangriff in Abu Dhabi getötet
In den Vereinigten Arabischen Emiraten ist inmitten anhaltender iranischer Angriffe am Montag nach Behördenangaben ein Palästinenser von einer Rakete getötet worden. Laut dem Medienbüro von Abu Dhabi traf das Geschoss das Auto des Zivilisten in einem Außenbezirk der Hauptstadt der Emirate. Die Behörden hätten auf einen „Vorfall im Bereich Al-Bahia reagiert“, erklärte das Medienbüro weiter. (afp)
EU berät über Optionen bei Straße von Hormus
Die EU-Staaten beraten nach Angaben der Außenbeauftragten Kaja Kallas über Möglichkeiten zur Öffnung der Straße von Hormus. „Es liegt in unserem Interesse, die Straße von Hormus offenzuhalten, und deshalb diskutieren wir auch, was wir in dieser Hinsicht von europäischer Seite aus tun können“, sagt Kallas vor einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel. (rtr)
Verbündete weisen Trump-Forderung nach Beteiligung an Schutz von Öltankern zurück
Verbündete der USA reagieren ablehnend auf die Forderung von US-Präsident Donald Trump, sich an der Sicherung der Straße von Hormus zu beteiligen. Bundesaußenminister Johann Wadephul erklärte am Sonntagabend, eine dementsprechende Ausweitung des EU-Einsatzes Aspides sei unwahrscheinlich. „Ich bin sehr skeptisch“, sagte der CDU-Politiker in der ARD. Aspides war nach Angriffen der Huthi-Rebellen im Jemen auf Handelsschiffe im Zuge des Gaza-Kriegs gegründet worden und soll die zivile Schifffahrt in der Region um das Rote Meer schützen. Wadephul bekräftigte, Deutschland werde sich nicht aktiv am Nahost-Konflikt beteiligen. Japan und Australien erklärten am Montag, sie planten keine Entsendung von Kriegsschiffen in die für die weltweite Ölversorgung wichtige Wasserstraße zwischen Iran und der arabischen Halbinsel. (rtr)
Flughafen von Dubai nimmt Betrieb nach Drohnenvorfall und Brand teilweise wieder auf
Nach der vorübergehenden Schließung infolge eines Drohnenvorfalls und eines Brandes hat der internationale Flughafen von Dubai am Montag seinen Betrieb teilweise wieder aufgenommen. Starts und Landungen am Flughafen mit dem Kürzel DXB würden „schrittweise zu bestimmten Zielen wieder aufgenommen“, teilte der Flughafenbetreiber im Onlinedienst X mit. Die mehrere Stunden dauernde Aussetzung des Flugbetriebs sei eine „Vorsichtsmaßnahme“ gewesen. Die Fluggesellschaft Emirates teilte mit, dass sie nach 10.00 Uhr Ortszeit (07.00 MEZ) mit einem „eingeschränkten Angebot“ rechne. (afp)
Schule bei Luftangriff in Zentraliran zerstört
Bei einem Luftangriff in Zentraliran ist iranischen Angaben zufolge eine Schule zerstört worden. Der Angriff ereignete sich in der Kleinstadt Chomein, wie die iranische Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf den Gouverneur der Provinz Markasi meldete. Es habe keine Todesopfer gegeben. Mehrere Häuser in der Umgebung seien beschädigt worden. Bilder mehrerer iranischer Medien zeigten ein völlig zerstörtes Hauptgebäude hinter dem Eingang des Gymnasiums. Welche Luftwaffe für die Bombardierung verantwortlich war, blieb zunächst unklar. Der Gouverneur in Markasi sprach von einem Angriff des „zionistisch-amerikanischen Regimes“. Bei weiteren Angriffen in der Provinz seien fünf Menschen getötet worden. (dpa)
Iran will bombardierte Mädchenschule in Museum umwandeln
Iran will die am ersten Kriegstag bombardierte Schule im Süden des Landes in ein Museum umwandeln. „Diese Schule ist ein lebendiges Dokument der Bereitschaft der Amerikaner zu Verbrechen und muss zur Bewahrung im historischen Gedächtnis des iranischen Volkes registriert und dokumentiert werden“, hieß es in einer Regierungserklärung. Nähere Details zu den Museumsplänen gab es zunächst nicht. Die Schule selbst soll im Gedenken an die Opfer an anderer Stelle neu aufgebaut werden. Bei dem Angriff in Minab am Persischen Golf waren Ende Februar mindestens 168 Schülerinnen zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie 4 Eltern ums Leben gekommen.
Medienberichten zufolge sind US-Streitkräfte für den Angriff verantwortlich. Wie die New York Times und der Sender CNN unter Berufung auf vertrauliche Quellen berichteten, geht das aus vorläufigen Ergebnissen einer Untersuchung hervor. Die USA hätten einen Stützpunkt der Revolutionsgarden im Visier gehabt, zu dem das Schulgebäude früher gehörte. Veraltete Ortungsdaten führten demnach zu dem folgenschweren Fehler der US-Streitkräfte. (dpa)
Trump fordert Nato-Beteiligung in Straße von Hormus
In der Frage um einen internationalen Marineeinsatz zur Sicherung der Schifffahrt durch die für die internationale Ölversorgung wichtige Straße von Hormus hat US-Präsident Donald Trump den Druck auf Verbündete erhöht. Eine ausbleibende Unterstützung durch Nato-Verbündete wäre „sehr schlecht“ für die Zukunft des Verteidigungsbündnisses, sagte Trump in einem am Sonntag veröffentlichten Interview mit der britischen Financial Times. Trump drohte zudem mit der Verschiebung seiner Reise nach China.
Trump forderte eine Reaktion der Nato. „Wenn es keine Antwort gibt oder wenn es eine negative Antwort gibt, halte ich das für sehr schlecht für die Zukunft der Nato“, sagte er der Financial Times. Die US-Regierung habe die Ukraine in ihrem Krieg gegen Russland unterstützt, erklärte Trump. Er erwarte daher Hilfe von den europäischen Verbündeten Washingtons in der Straße von Hormus.
Nachdem Trump zunächst angekündigt hatte, die US-Kriegsmarine werde in Kürze mit der Eskortierung von Tankern durch die Straße von Hormus beginnen, war er am Samstag umgeschwenkt. Stattdessen drängte er andere Länder zur Entsendung von Kriegsschiffen, um die Schifffahrt durch die Meerenge abzusichern. Trump erklärte, „viele Länder“ würden sich beteiligen, und nannte China, Frankreich, Japan, Südkorea und Großbritannien. Am Montag sagte Trump vor Journalisten an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One, seine Regierung sei mit „etwa sieben“ Ländern im Gespräch. (afp)
Australien: Entsenden keine Marineschiffe in Hormus-Passage
Australien wird keine Marineschiffe zur Unterstützung in die Straße von Hormus entsenden. Dies teilte Ministerin Catherine King, Ministerin für Infrastruktur und Transport im Kabinett von Premierminister Anthony Albanese, in einem Interview mit dem staatlichen Sender ABC mit. Man sei sich der Bedeutung der Meerenge bewusst, werde sich aber nicht an einer Marine-Mission beteiligen. Australien habe jedoch auf Anfrage der Vereinigten Arabischen Emirate bereits Flugzeuge zur Unterstützung der Verteidigung des Landes bereitgestellt. (rtr)
Irans Außenminister: Angriffe auf Treibstofflager in Teheran sind „Ökozid“
Israelische Angriffe auf Treibstofflager in Teheran stellen nach Auffassung des iranischen Außenminister Abbas Araghtschi aufgrund der langfristigen Gesundheitsrisiken für die Anwohner einen „Ökozid“ dar. Die Angriffe „verstoßen gegen das Völkerrecht und stellen einen Ökozid dar“, erklärte Araghtschi am Montag im Onlinedienst X. Anwohner seien „langfristigen Schäden an ihrer Gesundheit“ ausgesetzt. Außerdem könnte die „Kontamination von Boden und Grundwasser Auswirkungen über Generationen hinweg haben“. (afp)
Trump wirft Iran KI-Desinformation im Krieg vor
US-Präsident Donald Trump hat Iran den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) als „Desinformationswaffe“ im Krieg mit den USA und Israel vorgeworfen. Auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social nannte Trump drei Beispiele für angebliche Täuschungen. So habe Iran nicht existierende „Kamikaze-Boote“ gezeigt und fälschlicherweise einen erfolgreichen Angriff auf den Flugzeugträger USS Abraham Lincoln dargestellt. Zudem seien Bilder, die 250.000 Iraner bei einer Kundgebung für den neuen Obersten Führer Modschtaba Chamenei zeigten, „vollständig KI-generiert“. Die Nachrichtenagentur Reuters hat jedoch Bilder verifiziert, die einen Angriff iranischer Boote auf zwei Tanker zeigen. Eine Reuters-Recherche ergab zudem keine Berichte westlicher Medien, die eine Zahl von 250.000 Teilnehmern bei einer Kundgebung nennen. (rtr)
Japan: Vorerst kein Marine-Einsatz in der Straße von Hormus
Japan plant Ministerpräsidentin Sanae Takaichi zufolge derzeit keine Entsendung der Marine zum Schutz von Schiffen im Nahen Osten. Es sei noch keine Entscheidung getroffen worden, sagte Takaichi im Parlament. Die Regierung prüfe weiterhin, was Japan im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten tun könne. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor Verbündete aufgefordert, Öltanker in der Straße von Hormus zu schützen. Eine formelle Anfrage der USA liegt Takaichi zufolge jedoch noch nicht vor. (rtr)
Drohne setzt Treibstofflager am Flughafen Dubai in Brand
Bei einem Drohneneinschlag in Dubai ist ein Treibstofflager des Flughafens in Flammen aufgegangen. Einsatzkräfte brachten das Feuer am Morgen unter Kontrolle, es gab keine Verletzten, wie die Behörden des Emirats auf der Plattform X erklärten. Der Flughafen stellte den Betrieb auf Anweisung der Luftfahrtbehörde vorübergehend ein. Es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme, Reisende sollten ihre Fluggesellschaften kontaktieren, erklärten die Behörden weiter. Der Flugbetrieb in Dubai – normalerweise eines der wichtigsten internationalen Drehkreuze – ist wegen des Iran-Kriegs und der Gegenangriffe Teherans auf Staaten in der Golfregion immer noch massiv eingeschränkt. Schon vor der jüngsten Attacke galt kein regulärer Flugplan. (dpa)
Trump: Iran nicht „bereit“ für Abkommen zur Beendigung des Krieges
Iran ist nach Auffassung von US-Präsident Donald Trump nicht „bereit“ für ein Abkommen zur Beendigung des Krieges. „Ich glaube nicht, dass sie bereit sind. Aber sie sind schon ziemlich nah dran“, sagte Trump am Sonntag (Ortszeit) vor Journalisten an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One. Trump erklärte zudem, es gebe diplomatische Bemühungen, den Krieg zu beenden. „Ja, wir sprechen mit ihnen“, sagte der US-Präsident mit Blick auf die Führung in Teheran. Zugleich sagte Trump, er sei sich nicht sicher, ob er ein Abkommen zur Beendigung des Krieges schließen wolle. „Zuerst einmal weiß niemand so genau, mit wem man es überhaupt zu tun hat, weil die meisten ihrer Führung getötet wurden“, sagte er. Trump beharrte jedoch darauf, dass „sie verzweifelt ein Abkommen schließen wollen“. (afp)
Trump verschärft Druck auf US-Medien wegen Iran-Berichten
US-Präsident Donald Trump hat seine Kritik an US-Medien wegen angeblicher Falschberichterstattung über den Iran-Krieg erneuert. Der Republikaner warf ihnen vor, vom iranischen Machtapparat mittels Künstlicher Intelligenz erzeugte Fake-Bilder und -Videos sowie Falschbehauptungen zu verbreiten – „in enger Abstimmung“ mit Iran. Iran sei dabei, den Krieg zu verlieren, und „Die linksradikale Presse weiß das ganz genau, verbreitet aber weiterhin falsche Berichte und LÜGEN“, schrieb der Präsident auf seiner Plattform Truth Social. Deshalb sei er begeistert, dass die Lizenzen einiger dieser „korrupten und hochgradig unpatriotischen ‚Nachrichten‘-Organisationen“ nun von der Medienaufsichtsbehörde überprüft würden. (dpa)
Israelische Armee startet „groß angelegte“ Angriffswelle auf Teheran
Die israelische Armee hat am Montagmorgen nach eigenen Angaben eine „groß angelegte“ Welle von Angriffen auf die iranische Hauptstadt Teheran gestartet. Dabei werde die Infrastruktur „des iranischen Terrorregimes in Teheran“ ins Visier genommen, teilte die Armee im Onlinedienst Telegram mit. (afp)
Trump und Starmer beraten über Blockade der Straße von Hormus
US-Präsident Donald Trump und der britische Premierminister Keir Starmer haben über die Blockade der für den Ölhandel wichtigen Straße von Hormus beraten. Starmer und Trump hätten „die anhaltende Lage im Nahen Osten und die Bedeutung einer Wiedereröffnung der Straße von Hormus besprochen, um die Störung der globalen Schifffahrt zu beenden“, erklärte eine Sprecherin des Büros des britischen Premiers am Sonntag. Trump hatte am Samstag gefordert, andere Staaten sollten im Iran-Krieg die Schifffahrt durch die für die internationale Ölversorgung wichtige Straße von Hormus absichern. Dabei stieß er bei den Verbündeten aber auf zurückhaltende Reaktionen. (afp)
Macron: Irans Angriffe auf Nachbarn müssen aufhören
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat an seinen iranischen Kollegen Massud Peseschkian appelliert, dass Angriffe auf Länder in der Region sofort aufhören müssen. „Ich habe ihn aufgefordert, die inakzeptablen Angriffe, die Iran gegen die Länder der Region führt – sei es direkt oder über Stellvertreter wie im Libanon und im Irak -, unverzüglich einzustellen“, schrieb Macron nach einem Telefonat mit Peseschkian auf der Plattform X. Er warnte Peseschkian demnach davor, Frankreich ebenfalls ins Visier zu nehmen: Frankreich handele ausschließlich zum Zweck der Verteidigung, um seine Interessen und die der Partner in der Region zu schützen sowie die Freiheit der Schifffahrt zu gewährleisten. Mit Blick auf den Krieg sprach er von einer „unkontrollierten Eskalation“, die die gesamte Region in Chaos stürze, mit schwerwiegenden Folgen für heute und die kommenden Jahre. Opfer sei die Zivilbevölkerung – in Iran und überall in der Region. (dpa)
Fünf Verletzte durch Raketenangriff auf Flughafen von Bagdad
Bei einem Raketenangriff auf den internationalen Flughafen von Bagdad sind am Sonntag fünf Menschen verletzt worden. Es seien insgesamt fünf Raketen in Richtung des Flughafens abgefeuert worden, erklärten die irakischen Sicherheitskräfte. Raketengeschosse seien vor allem auf dem Gelände des zivilen Flughafens eingeschlagen, auf dem wegen des Iran-Krieges derzeit aber keine Maschinen starten und landen. Auf dem riesigen Flughafengelände befindet sich auch eine diplomatische Vertretung der USA. Geschosse schlugen den Angaben zufolge auch nahe dem Flughafen bei einer Wasseraufbereitungsanlage und einem Gefängnis ein, in dem Kämpfer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) inhaftiert sind. (afp)
US-Ölkonzerne warnen vor Verschärfung der Energiekrise
Die Chefs der führenden US-Ölkonzerne warnen die Regierung von Präsident Donald Trump einem Zeitungsbericht zufolge vor einer Verschärfung der Energiekrise. In Gesprächen im Weißen Haus hätten die Spitzen von Exxon Mobil, Chevron und ConocoPhillips deutlich gemacht, dass die Störungen in der Straße von Hormus die weltweiten Märkte weiter belasten würden, berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf Insider. (rtr)
Iranische Führung kündigt Anhebung des Mindestlohns um 60 Prozent an
Inmitten des Iran-Kriegs hat die Führung in Teheran eine deutliche Anhebung des Mindestlohns angekündigt. Der Mindestlohn solle um gut 60 Prozent steigen, teilte das iranische Arbeitsministerium am Sonntag laut dem Bericht staatlicher Medien mit. Auch die Unterstützung für Familien mit Kindern solle in ähnlichem Umfang erhöht werden. Iran passt den Mindestlohn jährlich an die Inflation an. Diese war aufgrund internationaler Sanktionen in den Monaten vor dem Iran-Krieg sprunghaft gestiegen. Im Dezember kam es deshalb im ganzen Land zu massiven Protesten. Diese entzündeten sich zunächst an der schlechten Wirtschaftslage und den hohen Preisen. Sie entwickelten sich aber schnell zu grundsätzlichen Protesten gegen die Führung des Landes. Die iranischen Behörden ließen die Demonstrationen mit Gewalt niederschlagen, weshalb US-Präsident Donald Trump dem Land mit einem militärischen Eingreifen drohte. (afp)
Iran: 700 ballistische Raketen seit Kriegsbeginn abgefeuert
Irans Luftstreitkräfte haben eigenen Angaben zufolge seit Kriegsbeginn 700 Raketen auf Ziele in Israel und US-Stützpunkte der Golfregion gefeuert. Daneben seien rund 3.600 Kampfdrohnen für den Kamikazeeinsatz gestartet worden, berichteten die iranischen Onlineportale „Tabnak“ und „Avash“ unter Berufung auf einen Militärsprecher der Revolutionsgarden. General Ali Mohammed Naini, Sprecher der Revolutionsgarden, hatte dem iranischen Staatsfernsehen am Sonntag ein Interview gegeben. Auch die Nachrichtenagentur Fars, die der Elitestreitmacht nahesteht, zitierte daraus. Naini sagte demnach, dass viele der abgefeuerten Raketen aus alten Beständen stammten. Viele der ballistischen Raketen aus neuer Produktion seien noch nicht zum Einsatz gekommen, sagte der Sprecher. (dpa)
Spanien verlegt Irak-Spezialkräfte
Wegen des Iran-Kriegs und der verschlechterten Sicherheitslage im Nahen Osten hat Spanien seine im Irak eingesetzten Spezialkräfte vorübergehend verlegt. Die Militärangehörigen seien ohne Zwischenfälle an sichere Orte gebracht worden und wohlauf, teilte das Verteidigungsministerium in Madrid mit. Die den spanischen Spezialkräften übertragenen Aufgaben könnten derzeit im Irak „nicht wahrgenommen werden“, hieß es. Nach Angaben des staatlichen Fernsehsenders RTVE sind insgesamt rund 300 Angehörige der spanischen Streitkräfte im Irak in zwei Missionen eingesetzt: In der von den USA angeführten Operation „Inherent Resolve“ gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sowie in der Ausbildungsmission der Nato, in der im Juni ein spanischer General das Kommando übernehmen soll. (dpa)
Auch Italien zieht seine Truppen im Norden Iraks ab
Nach einem Drohnenangriff auf eine Militärbasis im Nordirak bereitete auch Italien den Abzug seiner Truppen vor: 102 Soldaten sind bereits zurück in Italien, 75 wurden nach Jordanien verlegt. Für die übrigen sollte nach Angaben von Freitag eine Verlegung auf dem Landweg organisiert werden, um nach Italien zurückzukehren. Erst am Freitag hatte Frankreich mitgeteilt, dass bei einem ähnlichen Angriff auf französische Truppen im Irak ein Soldat getötet und mehrere weitere verletzt wurden; Präsident Emmanuel Macron bezeichnete den Angriff als inakzeptabel. (dpa)
Iran: 500 Festnahmen wegen Spionagevorwürfen
In Iran sind nach Angaben der Polizei 500 Menschen wegen Spionagevorwürfen festgenommen worden. Ihnen werde zur Last gelegt, Informationen an Feinde weitergegeben zu haben, sagt Polizeichef Ahmadresa Radan. In der Hälfte der Fälle handele es sich um schwere Fälle. Dazu zählten die Übermittlung von Zieldaten für Angriffe sowie das Filmen von Einschlagstellen. (rtr)
Netanjahu macht sich über Internet-Gerüchte über seinen angeblichen Tod lustig
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat sich über Internet-Gerüchte über seinen angeblichen Tod lustig gemacht. Er könnte lediglich „für einen Kaffee sterben“, sagte Netanjahu sarkastisch in einem am Sonntag auf seinem Konto im Onlinedienst X veröffentlichten Video – und bekommt umgehend einen Kaffee gereicht. Dann hob der Regierungschef seine Hände vor die Kamera und fragte: „Wollt ihr die Finger zählen?“ Dabei spielte er auf Spekulationen in Online-Netzwerken an, dass seine jüngste Fernsehansprache von Künstlicher Intelligenz generiert worden sei, da er den Spekulationen zufolge an einer Hand sechs Finger zu haben schien. Die iranischen Revolutionsgarden hatten am Sonntag gedroht, Netanjahu zu töten. Die Revolutionsgarden würden Netanjahu „verfolgen und töten“, sollte dieser noch am Leben sein, erklärte die iranische Nachrichtenagentur Irna auf X. (afp)
US-Angriffe auf Iran kosteten laut Berater zwölf Milliarden Dollar
Angriffe auf Iran haben die USA laut dem Direktor des Nationalen Wirtschaftsrats rund zwölf Milliarden Dollar gekostet. Dies sei die letzte Zahl, die ihm genannt worden sei, sagte Kevin Hassett am Sonntag in der Nachrichtensendung „Face the Nation“. In Schätzungen des Pentagons, die dem Kongress vorgelegt wurden, hieß es, dass der Krieg in der ersten Woche 11,3 Milliarden Dollar kosten würde. Hassett machte keine genauen Angaben zum Zeitraum, auf den sich die Ausgaben in Höhe von zwölf Milliarden Dollar beziehen. (ap)
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