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Kommunalwahlen in Frankreich Raufen sich Frankreichs Linke doch zusammen?

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Zuerst wollte keiner mit der Linkspartei LFI zusammenarbeiten. Nun zeichnen sich doch Bündnisse ab. Wie kommt das? Geht Paris trotzdem an die Rechten?

Frankreichs Linke schien wieder tief zerstritten. So hieß es noch kurz vor der ersten Runde der französischen Kommunalwahlen am 15. März, bei denen in 35.000 Städten und Kommunen die Rathäuser neu besetzt werden. Die einst bejubelte Nouveau Front populaire, die neue linke Volksfront, die 2024 die Parlamentswahlen für sich entscheiden konnte, ist Geschichte.

Doch warum das Ganze? Zum einen geht es um linke Grundsatzfragen, zum anderen um den Nahostkonflikt, um Antisemitismusvorwürfe gegen die Linkspartei La France insoumise (LFI) und im Speziellen gegen Parteigründer Jean-Luc Mélenchon. In vielen Kommunen schlossen die Sozialisten (PS) eine Zusammenarbeit mit der LFI kategorisch aus.

Nicht nur in Kleinstädten, sondern auch in Metropolen sah es zunächst so aus, als könnte die Spaltung der Linken sie die Mehrheiten kosten und so den Weg für die Konservativen oder sogar den rechtsextremen Rassemblement National in die Rathäuser ebnen.

Doch überraschend zeichnen sich nun doch Bündnisse ab. LFI-Kandidat:innen verzichteten auf ihre Kandidatur oder schließen sich den Lagern der Grünen und Sozialisten an – so etwa in Lyon oder Marseille. Andernorts – wie etwa in Paris – bleibt es spannend. Weil Emmanuel Grégoire (PS) partout keine Zusammenarbeit wollte, könnte die französische Hauptstadt nach der Stichwahl am kommenden Sonntag an die konservative Rachida Dati gehen.

Warum können sich Frankreichs Linke so schwer einigen? Ist die LFI wirklich so problematisch, dass es sich lohnt, einen Sieg der Rechten zu riskieren? Und was bedeutet das alles für die französischen Präsidentschaftswahlen im Frühjahr 2027? Darüber sprechen taz-Frankreichkorrespondent Rudolf Balmer und taz-Auslandsredakteur Fabian Schroer in der neuen Folge der Fernverbindung.

Diese Folge wurde aufgezeichnet am 17. März 2026 um 16 Uhr mitteleuropäischer Zeit.

Fernverbindung – Der Auslands-Podcast der taz erscheint jede Woche auf taz.de und überall, wo es Podcasts gibt.

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