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Lars Klingbeils ReformredeEin Meister des Ungefähren

Stefan Reinecke

Kommentar von

Stefan Reinecke

Die Ideen, die SPD-Chef Klingbeil in seiner Reformrede verkündet, klingen ambitioniert. Ob sie durchsetzbar sind, ist hingegen mehr als fraglich.

Ein paar Aber und ganz viel SPD-Programm, Finanzminister Lars Klingbeil Foto: Christian Spicker/imago

W er befürchtet hatte, Lars Klingbeil würde nach den Wahlniederlagen eine neue Agenda 2010 verkünden, kann erst mal beruhigt sein. Die SPD will Blockaden sprengen. Doch dann kommen ein paar Aber und ganz viel SPD-Programm. In der Bundesrepublik gilt ein ehernes Gesetz: das Sowohl-als-auch-Gesetz. Und Lars Klingbeil ist ein Kind der Bundesrepublik.

Wir müssen mehr arbeiten, verkündet der SPD-Chef. Er meint aber nicht die Normalverdiener, sondern das Ehegattensplitting, das Frauen abhält, Vollzeit zu arbeiten. Später in Rente? Ja, aber laut Klingbeil nur Akademiker, die später angefangen haben zu arbeiten. Wir können, so einer der Merksätze des Finanzministers, „nicht mehr alle Probleme mit mehr Steuergeld lösen“. Das klingt rabiat. Sparen bedeutet, dass manche weniger bekommen. Wird man also selbst mehr für Gesundheit zahlen müssen? Wird es weniger Wohngeld geben, damit die Leute mehr arbeiten? Man erfährt es nicht.

Die Merksätze und Überschriften von Klingbeils Reformrede – sparen und mehr arbeiten – klingen wie FDP, die Inhalte nach Sozialdemokratie. Der SPD-Chef will eine Einkommensteuerreform, die fast alle entlastet, nur die oberen 5 Prozent nicht. Er will mehr Ganztagsbetreuung und eine staatliche Wohnungsbaugesellschaft, die auch eher Geld kosten würde. Wie verträgt sich das mit dem Sparen?

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Man kann bezweifeln, ob mit der Merz-Union die Abschaffung des Ehegattensplittings und niedrigere Steuern für Normalverdiener und höhere Steuern für Reiche machbar sind. In den Koalitionen mit Kanzlerin Angela Merkel konnte die SPD ungestört werkeln. Das ist jetzt anders. Die Merz-Union glaubt, ihre heillosen Wahlversprechen umsetzen zu müssen, die Rezession macht viele sowieso nervös. Es ist fraglich, ob die angeschlagene SPD in dieser Lage die Ideen, die ihr Chef skizziert, umsetzen kann. Im schlimmsten Fall könnte Klingbeil, der Meister des Ungefähren, nur die Stichworte für die konservative Agenda von Schwarz-Rot geliefert haben: Wir müssen sparen und mehr arbeiten.

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Stefan Reinecke
Korrespondent Parlamentsbüro
Stefan Reinecke arbeitet im Parlamentsbüro der taz mit den Schwerpunkten SPD und Linkspartei.
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44 Kommentare

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  • "Man kann bezweifeln, ob mit der Merz-Union die Abschaffung des Ehegattensplittings und niedrigere Steuern für Normalverdiener und höhere Steuern für Reiche machbar sind."



    Merz hatte die FDP soeben "für tot erklärt", wahrscheinlich will er sie (noch) nicht reanimieren mit solchen Zugeständnissen oder Kompromissen.

  • Moin,



    auch wenn ich jetzt anecke: Viele Kommentare kritisieren, manche sind unüberhörbar hasserfüllt, aber wenige machen durchführbare Vorschläge.



    Meine wären:



    -steuerlicher Grundfreibetrag von 12.348 Euro auf 18.000 Euro anheben (Mindestlöhner und Spitzenverdiener profitieren). Gegenfinanziert durch leichte Anhebung des Spitzensteuersatzes und erschweren von Steuerbetrug (ja, mehr Steuerprüfer)



    - MwSt-satz auf europäisches Mittelmaß von 21% anheben



    - Renteneintritt nach "Lebensarbeitszeit" festlegen (vorher muß geklärt werden was zur "Lebensarbeitszeit" alles zählt, wird spannend)



    - Ehegattensplitting abschaffen, ja. Familieneinkommen bestimmen und versteuern - fertig.



    - ...



    Bitte nicht nur an der Person Klingbeil abarbeiten sondern die Vorschläge von SPD bewerten und ggf. auseinandernehmen...

    • @Dirk Güntner:

      Sie zeigen uns mit diesem Kommentar, dass die besorgte und engagierte Zivilgesellschaft konstruktiv mitdenkt, gute Ideen entwickelt und praktikable Vorschläge unterbreiten kann.



      "Die Politik" funktioniert aber offensichtlich anders, eben nicht streng rational (Bashing "Heizungsgesetz") oder Bürgerwunsch-konform.



      !Tempolimit auf Autobahnen wäre auch mehrheitsfähig...



      Oft gibt es das Phänomen des "Elefanten im Raum".



      "Bitte nicht nur an der Person Klingbeil abarbeiten"



      Die allermeisten bissigen Kommentare der hiesigen Forist*innen treffen m.E. noch regelmäßig andere Spitzenpolitiker*innen mit verbalen Spitzen, die sich dafür dauerhaft exponier(t)en.

  • Wie kann Lars Klingbeil nur so Weltfremd mit seiner SPD durchs Land tappen ? Viele Ehefrauen von Unternehmern gehen einer Teilzeitbeschäftigung aus Berufung oder Langeweile nach, finanzieren mit ihrem Einkommen haupsächlich ihre private Krankenversicherung, da Privatversicherte Selbständige & Freiberufler für ihre Ehefrauen auch Beiträge in die PKV entrichten müssen. Wird das Ehegattensplitting aufgehoben, entfällt für viele Ehefrauen der Anreiz überhaupt einer bezahlten Beschäftigung nachzugehen, also bewirkt die fixe Idee der SPD genau noch weniger Anreiz für Ehepartner für eine Berufstätigkeit.



    Zack Zack Herr Soldatensohn - nochmal schlau machen, den Kopf einschalten, sich ein Bild von der Situation der vielen Berufstätigen im Lande einholen...

  • taz: *Wir müssen mehr arbeiten, verkündet der SPD-Chef. Er meint aber nicht die Normalverdiener, sondern das Ehegattensplitting, das Frauen abhält, Vollzeit zu arbeiten.*

    Das ist aber nett, dass dieser überbezahlte "S"PD-Volksvertreter die Normalverdiener mal nicht zu noch mehr Arbeit heranziehen möchte, wie es ja der BlackRock-€DU-Mann gerne möchte.

    Dass die Arbeitslosenzahl trotz "Schönung" der Bundesagentur für Arbeit/Jobcenter immer größer wird, davon hat Lars Klingbeil aber wohl noch nichts mitbekommen.

    Wir brauchen ein neues Wirtschaftssystem - das weder Natur/Klima noch Menschen ausbeutet - und keine alten Phrasen aus dem letzten Jahrhundert.

    • @Ricky-13:

      @Ricky-13



      Nicht nur Larsi der Soldatensohn hat ein Bildungsproblem, ein noch größeres wird auf unser Schulsystem zukommen, wenn die vielen Ehefrauen, die z. Z. als Lehrerinnen in Teilzeit im Schuldienst arbeiten und dann aber, aufgrund der Abschaffung des Ehegattinsplittings, doch lieber ne' Runde Golf mehr spielen gehen werden und halt lieber etwas eher in Pension gehen...



      Industrie, Wirtschaft & Kapital haben Lsrsi den Soldatensohn einfach nur für ihre Intressen gebrieft, Lars sollte sich von anderen Leuten und nicht von Lobbyisten aus Wirtschaft, Industrie & Kaptal schulen lassen, falls er noch etwas für die SPD reißen möchte.

      • @Alex_der_Wunderer:

        **... ein noch größeres wird auf unser Schulsystem zukommen, wenn die vielen Ehefrauen, die z. Z. als Lehrerinnen in Teilzeit im Schuldienst arbeiten und dann ...**

        Das hat doch aber auch sein Gutes, denn 'dumme Bürger' sind ja bekanntlich 'gehorsame Bürger'. Und wer weiß, ob man solche dummen Bürger bei einer AfD/CDU-Koalition nicht irgendwann ganz dringend braucht. Wir sehen ja momentan, was dabei herauskommt, wenn ein Staat seine Bürger immer mehr verblöden lässt (siehe hierzu die MAGA-Bewegung in den USA).

        Der Kabarettist Georg Schramm sagte ja auch schon vor vielen Jahren, dass die Produktion von "PISA-Idioten" wissentlich in Kauf genommen wird und warf den Verantwortlichen im Bundestag vor, das Bildungssystem systematisch verrotten zu lassen.

  • Wenn sie den Soldaten-Sohn als SPD-Aufsteiger (und sonst gar nichts!) heute so hören würden, drehen sich viele verdiente SPD-Größen im Grab um, gehören doch Volkswillenverdreher wie Klingbeil im trauten Zusammenwirken mit Spahn, Söder und Merz inzwischen zum -leider auch noch von einer blinden Presse geförderten- Mainstream in den Parlamenten, wo gerade 'unsere' Demokratie von mangelhaft einsichtigen Möchtegernen zu Grabe getragen werden. Das größte Missverständnis insbesondere der in der SPD jetzt groß gewordenen Funtionärsschicht liegt darin, Mitbestimmung so zu verstehen, dass davon ausgegangen wird, dass nur der Profit entscheidend dafür ist, dass der Wohlstand für alle erhalten bleiben sollte: Dabei sind es doch gerade die Erwartungen der Couponschneider, die darauf dringen, immer größere Unternehmen zu schaffen mit möglichst geringen Arbeitskosten und damit dazu beitragen, dass bald einer Mehrheit der Gesellschaft die Überlebenschancen immer weiter eingeschränkt werden. Das Paradoxe dabei: Als 'Kunden' werden die einfacher Lebenden durchaus gebraucht und mit Werbung für viel Fragwürdiges wie zum Beispiel ein 'Auto für alle' oder Kosmetika zugeschüttet, wie lange noch ?

    • @Dietmar Rauter:

      „Als 'Kunden' werden die einfacher Lebenden durchaus gebraucht und mit Werbung für viel Fragwürdiges wie zum Beispiel ein 'Auto für alle' oder Kosmetika zugeschüttet, wie lange noch ?"



      Bis zum Ende. Ich schrieb es schon mehrfach:



      Es zählt der Mensch am End' Nur als Konsument.



      Darum kam auch die Idee für das BGE aus der Konsumwirtschaft.



      de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6tz_Werner



      „Werner war zudem Gründer der Initiative ,Unternimm die Zukunft' für ein bedingungsloses Grundeinkommen."

  • Die spd eilt mit Riesenschritten der FDP in den Untergang hinterher. Sie hat bis heute nicht begriffen, daß Schröder und seine Agenda 2010 den Weg in den Abgrund eingeleitet haben. Später kam dann die Erhöhung der Mehrwertsteuer dazu, eine Erhöhung die im Augenblick wieder diskutiert wird. Das waren nur einige der Maßnahmen die ausschließlich das eigene Clientel belastet haben. Die spd ist gerade dabei den letzten Rest ihrer Wähler der AgD in die Hände zu treiben und freut sich noch darüber, daß ihre Vorhaben von der (ultra)rechten Seite begeistert gelobt werden.

  • "Der SPD-Chef will eine Einkommensteuerreform, die fast alle entlastet, nur die oberen 5 Prozent nicht"

    Weil die gar keine Einkommenssteuer mehr bezahlen?



    Klingbeil macht Vorschläge, wenn nur wenig dabei rauskommt, kommt für die SPD auch wenig dabei rum. Das ist der Punkt.



    Klingbeil könnte aber schon bald zurücktreten, insofern ist das ein wenig sein Vermächtnis. Wenn eine Parteiführung für solche Verluste gerade stehen muss, dann ist diese Parteiführung nur noch auf Abruf und es würde reichen, wenn auch nur ein Ministerpräsident oder der Fraktionsvorsitzender sagt, das war's.



    Für mich ist Klingbeil ein sonderbarer Fall, er verliert und steigt auf, das erinnert mich an Siegmar Gabriel, der hat nur verloren, es hat seiner individuellen Karriere aber nie geschadet. Allerdings ist die SPD hat entkernt worden. So ähnlich kommt mir das auch jetzt vor. Die fünf Prozent, die dann nicht entlastet werden ... Also die 'Reichensteuer' das sind ca. 130.000 Betroffene. Während der Spitzensteuersatz durchaus 3-4 Mio. Menschen betrifft. Die dann nicht entlastet werden würde.

  • Der letzte Satz bringt es auf den Punkt: Sparen und Arbeiten, dann geht es auch wieder voran in Deutschland. Ganz symptomatisch sind an dieser Stelle für mich die (akademischen) Berufsanfänger, die direkt nach Uniabschluss in Teilzeit beginnen zu arbeiten, obwohl sie ungebunden , ohne Kinder und ohne Pflegeaufgaben sind. Dieser Unfug muss sofort aufhören.

    • @Flocke:

      Oha, Sie glauben diese Floskeln. Haben Sie schon mal davon gehört, dass Berufsanfänger frei sind (in unserer liberalen Demokratie)?

      • @Yes:

        Diese Freiheit bezahlen andere da trotz weniger geleisteter Arbeit und Beiträge z.B.. voller Anspruch in der Krankenversicherung besteht. Ergo Freiheit und Selbstverwirklichung vs. sozial denken und handeln.

        • @Flocke:

          Mal abgesehen davon, dass auch die Beitragsbemessungsgrenze das Solidarprinzip verletzt, da durch sie ein Geringverdiener im Verhältnis zu seiner Leistungsfähigkeit mehr leisten muss als ein Besserverdiener, wäre es nach Ihrer Logik nicht solidarischer, nicht mehr zum Arzt zu gehen?

          • @Yes:

            Solidarisch ist es in unserem System die eigene Leistungsfähigkeit im Gemeinwesen einzubringen. Das kann man besonders von Uniabgängern erwarten., dass sie Vollzeit arbeiten. Später im Leben kann das anders sein, aber ungebunden ohne care Arbeit gibt es keinen Grund sich hier voll einzubringen.

    • @Flocke:

      Was ein Unsinn. Die Abgänger sind froh, wenn sie überhaupt einen Job finden

      • @Joe Raecher:

        Kein Unsinn, sondern erlebte Realität .Im Medizinbereich gibt es genügend Arbeitsplätze und seit 2-3 Jahren taucht in den Bewerbungsgesprächen zunehmend diese Forderung auf.

        • @Flocke:

          Was ja auch am Arbeitgeber liegen könnte.

          • @Yes:

            Eher nicht, sonst hätte man sich ja nicht gezielt bei diesem Arbeitgeber beworbwn.

  • Wenn einer nicht mehr weiter kann,



    Versucht er es mit Bertelsmann.



    (Einer muss ja die Drecksarbeit machen.)

    • @Mondschaf26:

      Bei meinem / Vorturnen dort & der Nachfrage nach dem Reichsdrückerkolonnenführer - 🗞️



      Wurde mir versichert bei Stöpsel-Liz würde nun endgültig nicht mehr versucht der 👵 - im



      Halbschatten der Bahnhofsunterführung auch noch das 5. Hör-zu-Abo aufs Auge zu drücken.



      Vier mußten reichen & in welchem 🏌️⛳️Club ich denn zu spielen gedenke?!



      Ja Volkers 🫦 “Der 🏌️‍♀️ball bestimmt das Bewusstsein“ •

  • Das ist eine "interessante" Bewertung der Reformideen!



    Fasst man es zusammen, sollten keine " linken Forderungen mehr gestellt werden,solange die Gefahr besteht, dass die rechte Seite anderer Meinung ist".



    Ende des Ehegattensplittings, Besteuerung der oberen 5%,



    Festhalten an einer Lebensarbeitszeit.



    Das sind gute und faire Ideen.



    Die Behauptung des Artikelautors von weniger Wohngeld und höheren Krankenkassenbeiträgen sind aus der Luft gegriffen. Abgesehen davon gehören Krankenkassenbeiträge nicht ins Ressort des Finanzministers.



    Wer in Deutschland linke Positionen vertritt, sollte sie auch unterstützen.



    Angesichts der Tatsache, dass die taz eine linke Tageszeitung ist, verwundert die Kritik hingegen.

    • @Philippo1000:

      Das, genau, ist der Grund dafür, die TAZ zu konsumieren!?



      In welchem anderen Medium wird denn noch ergebnisoffen über die aktuelle Situation berichtet. Für eine gewinnbringende Diskussion muss es dabei - zwangsläufig - mindestens 2 Meinungen geben! Und es muss dann auch erlaubt sein, beide Meinungen darzustellen!? 🤔

      • @Stephan Weber:

        Nunja - unser Tausendsassa - hats halt doch eher mit dem -



        “einarmigen Juristen!;)“ Newahr 🙀



        Normal Schonn 😂



        (steinalter Witz!;))

  • Zu diesem Thema ist die Würdigung der kompletten Rede Klingbeils unerlässlich:

    www.bundesfinanzmi...mann-stiftung.html

    Blüten wie "Wo ist der deutsche Standortpatriotismus geblieben?" - allein deshalb ist die Rede des Lesens wert. Hat der Mensch den keinen EU-Patriotismus? Frau von der Leyen, nehmen Sie Herrn Klingbeil mal unter Ihre Fittiche!

    In Sachen Bürgergeldabschaffung zeigt er sich komplett von Merz weichgeklopft. Fehlt jetzt nur noch die Fusion von SPD und CDU zur bundesweiten CSU?

    Zitat Artikel: "Fall könnte Klingbeil, der Meister des Ungefähren, nur die Stichworte für die konservative Agenda von Schwarz-Rot geliefert haben: Wir müssen sparen und mehr arbeiten."

    Mehr erreichen sagt er ja auch! Immerhin.

  • "Der Begriff gähnen selbst bezeichnet einen reflexartigen Vorgang, bei dem tief eingeatmet wird, oft ausgelöst durch Müdigkeit oder Langeweile."



    Man möchte nicht in seiner Haut stecken.

    • @Andreas Flaig:

      @Andreas Flaig



      Wieso ? Larsi der Soldatensohn hat sich doch bequem eingerichtet - im Politik-Business, artig seine Phrasen in Dauerschleife auswendig gelernt, den können Sie aus dem Schlaf holen und der legt gleich los, mit seinen Unverbindlichkeiten. Sein weiteres Plus zur Zeit, kein weiterer Depp findet sich - um ihn vom Sessel zu schubsen...



      Die Wähler werden die SPD so abstrafen wie die FDP & die CDU mit ihreren Schwestparteien CSU & AfD.

      • @Alex_der_Wunderer:

        Der Typ steht vor einem Trümmerhaufen (sPD) und quält uns mit langweiligen Antworten.



        Klar ist er finanziell abgesichert, muss aber trotzdem seinen Untergang erklären. Ein Scheiss Spiel, das tun zu müssen.

      • @Alex_der_Wunderer:

        Was soll der Unsinn mit dem Soldatensohn? Der Mann (den ich für einen politischen Nullbon halte; Hausdurchsungen nicht vor 8.30 Uhr, bitte, ich muß erst Yoga machen und die Medikation einstellen) kann nichts für seine Eltern, ebensowenig wie Sie oder ich. Geht es nicht noch etwas niveauloser? Vielleicht waren ja seine Großeltern in der Partei?

        • @mumba:

          @numba



          Vielleicht waren Lars Klingbeils Großeltern ja auch schon beim Militär.



          Lars Klingbeil, als Soldatensohn kann selbstverständlich nix dafür, ein Soldatensohn zu sein, er hebt es jedoch sehr gerne in Diskussionen oder auch Interviews hervor - von daher scheint es schon eine prägende Erfahrung für ihn in seinem Leben darzustellen.

          • @Alex_der_Wunderer:

            Das ist ihm wichtig - wie einst schon



            “Hamse gedient?“ Schmidt Schnauze - wa!



            Und Hans “ich brech mir die Finger im Hosenstall an“ Apel



            Als BVM - wider dem Bourgeoisie Vorwurf Vaterlandslose Gesellen!



            Und ooch klar - Underdog Fehler ubiquitär: Überangepaßt verwandelten sie Das Graue Heer



            Mit Schießschnüren Paspelierungen



            usw in eine Pfingst🐂ansammlung •

            Na Mahlzeit

        • @mumba:

          Volkers 🫦 Der Apfel 🍎 fällt nicht weit vom 🍐🌳 ist ehna nicht geläufig?



          Nun ja! Dann eben jetzt.



          Zu Ironie & Humor ein andermal!



          Willse ja nicht überfordern! Woll



          Ok Ok - hier noch das 🛋️ zum Übelnehmen - wa!

          Na Mahlzeit

      • @Alex_der_Wunderer:

        Das ist kein Problem der SPD, das ist ein systemisches Problem! Politik wird - in praktisch allen Parteien - von Berufspolitikern gemacht, die im Leben nicht viel mehr geleistet haben, als älter zu werden und die deshalb viel Zeit hatten (und offensichtlich auch genutzt haben) von einem Rethorik Seminar zum nächsten zu eilen ...

        • @Stephan Weber:

          @Stephan Weber



          Wohl wahr - nur Larsi als Soldatensohn hat natürlich den Vorteil, hierarchische Strukturen wie sie bei der Bundeswehr existieren, von klein auf zuhause kennengelernt zuhaben, genauso wie Parteien ja hierarchisch aufgebaut sind. Da fällt es einem Soldatensohn doch viel leichter sich den Parteistrukturen einzufügen, unterzuordnen und zu funktionieren ohne sein Gewissen gegenüber der Bevölkerung, überstrapazieren zu müssen.

          • @Alex_der_Wunderer:

            „den Vorteil, hierarchische Strukturen wie sie bei der Bundeswehr existieren, von klein auf zuhause kennengelernt zuhaben"



            Vorteil? Den „Vorteil" hierarchischer Strukturen mit einem Oberbefehlshaber an der Spitze führen just mal wieder die USA mit ihrem POTUS der Welt vor.

            • @Mondschaf26:

              @Mondschaf26



              Liebes Mondschaf - für Sie gerne noch nachträglich den expliziten Hinweis - " Vorteil " war mit einem ironischem 🎵🎶🎶🎶 Kling Klang Ton zu lesen 😉

    • @Andreas Flaig:

      Ehrlich gesagt ist er in einer hervorragenden Lage, in der er für Deutschland Gewaltiges reißen könnte und Deutschland wieder auf einen hervorragende Weg bringen könnte - wenn er den Mut und die Entschlusskraft hätte.



      Das größte Problem ist das Geld. Deswegen soll mehr gespart und mehr gearbeitet werden.



      Aber das muss gar nicht sein. Denn das Geld liegt zwar nicht auf der Straße, aber auf den Konten sehr weniger Menschen. Und sogar noch besser: In den Aktiendepots sehr weniger Menschen. Alleine die reichsten 500 Deutschen sind nur von 2020-2024 um 500 Mrd. € reicher geworden. Ohne eigene Leistung. Einfach weil ihr Vermögen sowieso in Aktien angelegt war. Und die Staaten und Zentralbanken Unmengen von Kapitel in die Finanzmärkte gepumpt haben. Aus Angst die Aktienmärkte würden zusammenbrechen. Dadurch sind die Aktienkurse gewaltig in die Höhe gegangen. Einen Teil dessen könnte sich der Staat wiederholen (z.B. von den 500 Mrd. € 50 Mrd. pro Jahr. Dann hat er alles Geld, was er braucht. Und die CDU/CSU würde sogar mitmachen. Wieso? Hier ist es erläutert:



      demokratieingefahr...on-fuer-die-demokr

  • Sparen, wo man sparen kann, ist immer gut. Sparen da, wo das Geld eigentlich gut angelegt ist, ist meistens eine schlechte Idee, weil das auf Dauer mehr Geld kostet als es spart. Z.B. bei Integrationskursen für Migranten.



    Mehr arbeiten ist ein Rezept aus dem letzten Jahrhundert. Viele Menschen arbeiten bereits mehr als gesund für sie ist. Und mit dem Einzug von KI wird man viel weniger Arbeit auf dieselbe Menge Menschen verteilen müssen. Der einzelne wird eher weniger arbeiten. Mehr arbeiten, um die Probleme zu lösen, wird nicht funktionieren. Es geht eher drum, intelligenter zu arbeiten.

    Wo man Geld holen könnte, ist sehr einfach. Seit der Finanzkrise 2008 haben Staaten und Zentralbanken Unmengen an Geld in die Finanzmärkte gepumpt. Ca 60.000 Milliarden. Dadurch sind die Aktienkurse seitdem explodiert. Dadurch sind alleine die reichsten 500 Deutschen von 2020-2024 ohne eigene Leistung um 500 Mrd. € reicher geworden. Ein Teil dieses Geldes muss sich der Staat von Milliardären und Superreichen wieder zurückholen. Nur so kommen Staat, Gesellschaft, Demokratie und SPD wieder auf die Beine. demokratieingefahr...ratie-und-die-spd/

  • Zeitpunkt und Inhalt dieser Rede erwecken den Eindruck des blinden Aktionismus um den Verbleib in der eigenen Position zu rechtfertigen. Dabei wird jede noch so durchdiskutierte Position aus dem Winterschlaf geholt.

    Es kommt dann auch garnicht darauf an, ob der jeweilige Punkt sinnvoll oder durchsetzbar ist.

    Je nach Standpunkt erinnert das an einen verletzten Löwen oder den letzten verzweifelten Aufschrei vor dem Untergang.

    • @DiMa:

      @DiMa



      Versuchen nicht alle Parteien z. Z. den Wählern / der Bevölkerung, die Verantwortung für die jetzigen, aktuellen politischen Entwicklungen zuschreiben zu wollen ? Dabei wählen wir Bürger seit bestehenden der Bundesrepublik unsere Parlamentarier gerade dafür, damit wir Bürger - vor Industrie, Wirtschaft & Kapitalstrukturen von unseren legitimierten Parlamentarier geschützt werden. Nicht damit wir alle den Wohlstand einiger weniger finanzieren.

      • @Alex_der_Wunderer:

        Das mag ich an der Stelle nicht einschätzen. Mein Kommentar bezog sich lediglich auf den plötzlichen Aktionismus des Herrn Klingbeil.

  • Klingbeil hat vielleicht einen ganz guten Job als Generalsekretär gemacht. Für grosse Reformen oder gar neue Konzepte in der Finanz- oder Sozialpolitik ist er nicht der Richtige, bzw da hat er nicht die Fähigkeiten für. Er ist halt bei Weitem kein Brandt, Schmidt oder Schröder.