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Nachrichten im Iran-KriegIran meldet Angriff auf Uran-Aufbereitungsanlage

Laut Staatsmedien wurden ein Schwerwasserreaktor und eine Uran-Aufbereitungsanlage getroffen. Israel droht mit Ausweitung der Angriffe.

Von Luftangriffen zerstörte Gebäude in Teheran, 27. März Foto: Majid Asgaripour/WANA/reuters

Staatsmedien: Angriff auf Schwerwasserreaktor und Uran-Aufbereitungsanlage im Iran

Bei einem Angriff der USA und Israels im Zentrum des Iran ist nach Angaben der iranischen Staatsmedien ein Schwerwasserreaktor getroffen worden. Die Atomanlage Chondab (früher Arak) sei in zwei Wellen angegriffen worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Fars am Freitag unter Berufung auf die Verwaltung der Provinz Markasi. Nach Angaben der iranischen Atombehörde wurde zudem eine Uran-Aufbereitungsanlage in Arkadan im Zentrum des Landes getroffen. Die Anlage zur Umwandlung von Uranoxid sei „vor wenigen Minuten vom amerikanisch-zionistischen Feind“ ins Visier genommen worden, berichtete die Behörde im Onlinedienst Telegram.

Radioaktives Material sei jedoch nicht freigesetzt worden. Auch bei dem Angriff auf den Schwerwasserreaktor trat laut Fars keine Radioaktivität aus. Niemand sei verletzt worden. Die USA und Israel hatten bereits vor Tagen die schwer gesicherte Atomfabrik Natans angegriffen, die aus oberirdischen und unterirdischen Einrichtungen zur Urananreicherung besteht. US-Präsident Donald Trump hat die Vernichtung des iranischen Atomprogramms als eines der Ziele des seit rund vier Wochen andauernden Krieges genannt. (afp)

Regierung meldet vier Tote bei Luftangriff an libanesischer Küste

Bei einem Luftangriff im Südlibanon sind nach Regierungsangaben vier Menschen getötet worden. Weitere acht hätten Verletzungen erlitten, als der Angriff ein Haus in dem Küstendorf Saksakije zerstört habe, teilte das Gesundheitsministerium mit. Libanesische Staatsmedien berichteten auch über Luftangriffe in anderen Teilen des Südlibanon, darunter die Stadt Nabatije und umliegende Dörfer sowie Orte in der Küstenregion Tyrus. Am Freitagnachmittag flogen israelische Kampfflugzeuge Angriffe auf südliche Vororte von Beirut. Das israelische Militär erklärte, es attackiere die Infrastruktur der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz in der Hauptstadt. Die Angriffe erfolgten, während es in anderen Teilen des Südlibanon zu heftigen Kämpfen zwischen israelischen Truppen und Hisbollah-Kämpfern kam. Nach Angaben der Hisbollah lieferten sich ihre Kämpfer heftige Gefechte in den Dörfern Chamaa und Bajada nahe der Mittelmeerküste. (ap)

Iran meldet Tod von Diplomaten bei Angriff im Libanon

Teherans Außenministerium hat Israel einen tödlichen Angriff auf einen Wohnsitz iranischer Diplomaten im Libanon vorgeworfen. Das Ministerium sprach in einer Mitteilung von sechs getöteten Diplomaten und verurteilte den Angriff aufs Schärfste. Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen. Die israelische Armee äußerte sich zunächst nicht zu den iranischen Angaben. (dpa)

Wadephul fordert Iran zu „ernsthaften Verhandlungen“ mit den USA auf

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat den Iran zu „ernsthaften Verhandlungen“ mit den USA aufgefordert. Das iranische Regime sei „gut beraten, jetzt in ernsthafte Verhandlungen mit den USA einzusteigen“, sagte Wadephul am Freitag zum Abschluss des G7-Außenministertreffens in der Nähe von Paris. Es gebe „erste Anzeichen, die zuversichtlich stimmen können, dass solche Gespräche stattfinden sollen“, sagte der Minister. Ein künftiges Treffen von Vertretern der USA und des Irans sei durchaus möglich. Allerdings würde dies „unter Kriegsbedingungen“ stattfinden, daher seien Kommunikation und Abstimmung schwierig, betonte er. Am Morgen hatte Wadephul Pakistan als möglichen Ort genannt. (afp)

Russland schickt tonnenweise Arzneimittel in den Iran

Nach dem iranischen Angriff: Schäden in der Stadt Arad in Israel Foto: Ilan Rosenberg/reuters

Russland hat große Mengen Medikamente in den Iran geliefert. 313 Tonnen Medizin seien auf Anweisung von Präsident Wladimir Putin per Eisenbahn an die Grenze zwischen Aserbaidschan und dem Iran gebracht worden, teilte das russische Katastrophenschutzministerium am Freitag mit. Dort seien sie Vertretern des Irans übergeben worden. Vor einiger Zeit hatte das Ministerium 13 Tonnen humanitäre Hilfsgüter mit einem Flugzeug in den Iran gebracht. (ap)

Iran verliert WM-Test gegen Nigeria

Der Iran hat das erste Fußball-Länderspiel seit Beginn des Krieges im Nahen Osten verloren. Der WM-Teilnehmer unterlag 1:2 (0:1) gegen Nigeria. Das Spiel, das eigentlich in Jordanien hätte stattfinden sollen, wurde kurzfristig ins türkische Antalya verlegt und fand ohne Zuschauer statt. Der iranische Verband hatte politische Proteste von in der Türkei lebenden Iranern im Stadion befürchtet. (dpa)

Wadephul: Haben gemeinsame Linie mit den USA zum Iran-Krieg

‌Nach Angaben von Außenminister ‌Johann Wadephul haben die G7-Staaten eine gemeinsame Linie zum Iran-Krieg gefunden – und damit auch mit den USA. Zugleich wies er nach einem Treffen der G7-Außenminister in der Nähe von Paris den Eindruck eines Zerwürfnisses zwischen Washington und Deutschland zurück. „Es gab und ‌es gibt keine Anforderung der Vereinigten Staaten von Amerika, insbesondere an uns, vor Ende der Kampfhandlungen einen militärischen Beitrag zu leisten“, betonte der CDU-Politiker. Wadephul betonte, dass die Bundesregierung diplomatisch aktiv sei, man stimme sich eng ‌miteinander ab. „Für ein Szenario danach habe ich unsere prinzipielle Bereitschaft bekundet, dass wir über so etwas miteinander sprechen können, wenn ⁠es sinnvoll ist, wenn es notwendig ist.“ Während er zuvor gesagt hatte, dass er mit US-Außenminister Marco Rubio bereits über diese Frage gesprochen habe, sagte ‌Wadephul nach ‌dem G7-Treffen, dass man zum jetzigen ⁠Zeitpunkt noch nicht so weit sei, über eine Nachkriegs-Hilfe zu sprechen. Auf die Frage, ob ‌die G7-Staaten mit US-Außenminister Rubio ‌eine gemeinsame Linie gefunden hätten, antwortete er mit „Ja“. (rtr)

Indien kürzt Steuern auf Diesel und Benzin

Vor dem Hintergrund der Folgen des Iran-Kriegs für die Energieversorgung haben Indien und Vietnam Entlastungen bei den Steuern auf Kraftstoffe verkündet. In Indien sinken die Verbrauchssteuern auf Benzin und Diesel um umgerechnet rund neun Cent pro Liter, „um die Verbraucher vor Preissteigerungen zu schützen“, wie die indische Finanzministerin Nirmala Sitharaman am Freitag mitteilte. Unterdessen setzte Vietnam eine Umweltsteuer auf Kraftstoffe aus. Sitharaman verkündete zudem Gebühren auf Exporte von Diesel und Kerosin in Höhe von 20 Cent beziehungsweise 27 Cent. „Dies wird eine ausreichende Versorgung mit diesen Produkten für den inländischen Verbrauch sicherstellen“, erklärte die indische Finanzministerin. (afp)

Vietnam setzt Umweltsteuer aus

In Vietnam hatte sich der Dieselpreis seit Kriegsbeginn mehr als verdoppelt, bis die Regierung am Mittwoch Schritte ergriff, um die Kosten zu senken. Am Freitag setzte Hanoi zudem eine Umweltsteuer auf Kraftstoffe bis zum 15. April aus, wie das Handelsministerium mitteilte. Demnach erwartet das Ministerium, dass damit der Benzinpreis um rund 26 Prozent sinkt und der Dieselpreis um etwa 15 Prozent. (afp)

Iran-nahe Hacker: Haben uns Zugang zur Mailbox von FBI-Chef Patel verschafft

Der US-Präsident betont: Man sei im Gespräch mit Iran. Parallel lässt er Truppen Richtung Iran verlegen Foto: Kevin Lamarque/reuters

Hacker mit Verbindungen zum Iran ‌haben sich nach eigenen Angaben Zugang zum E-Mail-Account des FBI-Direktors Kash Patel verschafft und angebliches Material daraus veröffentlicht. Auf ihrer Website teilte die Hackergruppe Handala Hack Team mit, der Chef der US-Bundespolizei werde „nun seinen Namen auf der Liste der erfolgreich gehackten Opfer finden“. Ein Beamter des Justizministeriums bestätigte Reuters, dass Patels E-Mails kompromittiert worden seien, nannte aber keine Details. Später sagte eine Quelle aus dem Ministerium, das Material scheine echt zu sein. (rtr)

Bericht: Zwei wichtige Stahlwerke bei US-israelischen Angriffen beschädigt

Bei US-israelischen Luftangriffen auf den Iran sind iranischen Medienberichten zufolge zwei wichtige Stahlwerke beschädigt worden. „Vor wenigen Minuten hat der amerikanisch-zionistische Feind in separaten Angriffen auf die Stahlfabriken Chusestan (im Südwestiran) und Mobarakeh in Isfahan (im Zentraliran) gezielt“, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Fars am Freitag. Rettungskräfte hätten sich unmittelbar vor Ort begeben, hieß es weiter. Auch der staatliche Rundfunk Irib berichtete über die Angriffe. Ersten Informationen zufolge seien in der Fabrik von Mobarakeh „ein Umspannwerk und eine Produktionslinie für legierten Stahl“ angegriffen worden, berichtete Fars. In der Fabrik von Chusestan sei ein Lager getroffen worden. Stahl ist für die Produktion zahlreicher industrieller und militärischer Güter unverzichtbar, darunter Raketen, Drohnen und Schiffe. (afp)

UNO warnt vor „humanitärer Katastrophe“ im Libanon

Infolge der erneuten Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz warnt das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) vor einer „humanitären Katastrophe“ im Libanon. „Die Lage bleibt äußerst besorgniserregend, und die Gefahr einer humanitären Katastrophe ist real“, sagte die UNHCR-Repräsentantin in dem Land, Karolina Lindholm Billing, am Freitag in Genf. (afp)

Wall Street gibt nach

Der ‌andauernde Nahost-Konflikt hat ‌die US-Börsen am Freitag belastet. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte und der breiter gefasste S&P 500 verloren je rund ein Prozent auf 45.515 und 6417 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank um 1,2 Prozent auf 21.139 Punkte. (rtr)

Ausschusschef Röwekamp pocht auf deutschen Militäreinsatz

Der Vorsitzende des Bundestags-Verteidigungsausschusses, Thomas Röwekamp (CDU), pocht auf einen deutschen Militäreinsatz in der Straße von Hormus. „Die Stabilität im Golf ist für unsere sicherheitspolitischen Interessen von zentraler Bedeutung“, sagte Röwekamp der „Rheinischen Post“ (Samstagsausgabe). „Deshalb halte ich es für richtig, dass wir uns auch selbst einbringen – etwa beim Schutz der Schifffahrtswege in der Straße von Hormus.“ „Es geht dabei ausdrücklich nicht um einen Kampfeinsatz, sondern um Verantwortung in einer Phase nach akuten Kampfhandlungen“, betonte der Verteidigungspolitiker. Ein solcher Einsatz sei im Aspides-Mandat – die EU-Marinemission im Roten Meer – schon so angelegt und regional erfasst. „Wer verlässliche Stabilität will, darf sich dieser Verantwortung nicht entziehen“, mahnte Röwekamp. (afp)

Straßen in Dubai nach Starkregen überflutet

Nach Starkregen waren Straßen in einigen Städten der Vereinigten Arabischen Emirate überflutet. In Dubai steckten Autos im Wasser fest, Menschen wateten durch hüfthohes Wasser. Das meteorologische Institut der Emirate hatte eine entsprechende Wetterwarnung herausgegeben, die Region soll demnach noch bis zum Freitagabend davon betroffen sein. Ein Bäcker in der Hafenstadt Schardscha sagte der staatlichen Zeitung „The National“, er sei vom Wasser beim Ausliefern des Brotes gehindert worden. Er habe sein Fahrrad abgestellt und sei durch hüfthohes Wasser gewatet, um seine Kunden zu versorgen.

Flüge in Schardscha waren vom Wetter am Freitag teilweise noch betroffen, meldete die Flughafenbehörde auf X. Die Polizei der Hafenstadt bat Anwohner in den sozialen Medien darum, von unnötigen Reisen abzusehen. Der Verkehr fließe derzeit jedoch. Die Behörde für Katastrophenschutz der Emirate warnte auf X davor, überflutete Gegenden zu betreten. Auch Teile von Abu Dhabi waren laut „The National“ am Freitag überflutet. Seit den Morgenstunden hätten Aufräumarbeiten begonnen. Offizielle Angaben zu Schäden gibt es bisher nicht. (dpa)

US-Insider: Nur etwa ein Drittel des iranischen Raketenarsenals zerstört

Die USA können ‌Insidern zufolge mit Sicherheit nur bestätigen, dass sie etwa ein Drittel des riesigen iranischen Raketenarsenals zerstört haben. Dies sagen fünf den US-Geheimdiensten nahestehende Personen. Der Status von etwa einem weiteren Drittel ist weniger klar, doch die Bombardements haben diese Raketen wahrscheinlich beschädigt, zerstört oder in unterirdischen Tunneln und Bunkern verschüttet, sagen vier der Insider. Ein Insider sagt, die Erkenntnisse seien ähnlich wie bei den Drohnenkapazitäten des Irans, wobei eine gewisse Sicherheit bestehe, dass etwa ein Drittel zerstört worden sei. Die Einschätzung, über die bisher noch nicht berichtet wurde, zeigt, dass zwar die meisten iranischen Raketen entweder zerstört oder unzugänglich sind, Teheran jedoch immer noch über einen beträchtlichen Raketenbestand verfügt und möglicherweise in der Lage sein könnte, einige verschüttete oder beschädigte Raketen wiederherzustellen, sobald die Kämpfe aufhören. (rtr)

Großbritannien: Iran darf Weltwirtschaft nicht als Geisel nehmen

Die britische Außenministerin Yvette Cooper hat eine rasche Lösung des Krieges im Nahen Osten und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus gefordert. Bei einem Treffen der G7-Außenminister außerhalb von Paris erklärte Cooper, die Regierung in Teheran untergrabe die Weltwirtschaft, indem sie den internationalen Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus blockiere. „Es ist schlichtweg unzulässig, dass der Iran die Weltwirtschaft wegen einer Meerenge, die für internationale Schifffahrtsrouten und die Freiheit der Schifffahrt von entscheidender Bedeutung ist, als Geisel nimmt“, sagte sie. (ap)

Dombrovskis: EU droht durch den Iran-Krieg Stagflation

Die ‌Wirtschaft der Europäischen Union ist EU-Wirtschaftskommissar Valdis Dombrovskis zufolge von Stagflation bedroht. Grund sei der durch den Krieg der USA und Israels gegen den Iran verursachte Anstieg der Energiepreise, sagt Dombrovskis nach einem Treffen der EU-Finanzminister. „Die Aussichten sind von großer Unsicherheit überschattet, aber es ist klar, dass wir Gefahr laufen, einen stagflationären Schock zu erleben, das heißt eine Situation, in der ein langsameres Wachstum mit einer höheren Inflation einhergeht.“ Dies gelte auch, wenn die Unterbrechungen der Energieversorgung relativ kurz sein sollten. „In einem solchen Szenario deutet unsere Analyse darauf hin, dass das Wachstum in der EU im Jahr 2026 um etwa 0,4 Prozentpunkte niedriger ausfallen könnte als in unserer Herbstprognose prognostiziert, und die Inflation um bis zu einen Prozentpunkt höher“, sagt er. (rtr)

Wadephul trifft Rubio

Außenminister Johann Wadephul bemüht sich nach der US-Kritik gegen Deutschland und Europa wegen des Iran-Kriegs um eine Entspannung des Verhältnisses zu Washington. „Die Stimmung ist eine Arbeitsatmosphäre. Sie ist ernst, weil die Lage ernst ist“, sagte der CDU-Politiker nach ersten Beratungen mit seinem US-Kollegen Marco Rubio im Kreis der Außenminister der G7-Partner wirtschaftsstarker Demokratien in der Nähe von Paris. Da man sehe, „dass Iran und Russland auf das Engste zusammenarbeiten, da müssen wir noch enger zusammenstehen“. (dpa)

Unicef: 370.000 Kinder durch israelische Angriffe im Libanon vertrieben

Die UN-Kinderhilfsorganisation Unicef zeichnet ‌ein verheerendes Bild ‌der israelischen Angriffe auf den Libanon. Seit Beginn der Offensive hätten 370.000 Kinder aus ihren Wohnungen und Häusern fliehen müssen, sagte der Unicef-Gesandte Marcoluigi Corsi am Freitag auf einer Pressekonferenz. Mindestens 121 Kinder seien getötet und 399 verletzt worden. Die Menschen im Libanon hätten keinen sicheren Ort mehr für eine Zuflucht – nicht einmal in der Hauptstadt Beirut. Etwa ein Fünftel der Bürgerinnen und Bürger ‌seien inzwischen Vertriebene. Unicef müsse dringend Zugang zu allen Bedürftigen bekommen, um humanitäre Hilfe leisten zu können.

Ein Vertreter des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR sagte, im Süden des Libanons seien inzwischen rund 150.000 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten, nachdem Israel dort Brücken zerstört habe. Israel habe zudem seine Wortwahl mit Blick auf sein Vorgehen im Libanon deutlich verschärft. Dabei sei es äußerst wichtig, dass die territoriale Integrität und die Souveränität des Libanons ohne Einschränkungen akzeptiert werde. (rtr)

Ökonomen: Iran-Krieg sorgt für größten Preisschub seit 2022

Der Iran-Krieg ‌lässt die deutschen ‌Verbraucherpreise nach Prognose von Ökonomen so schnell steigen wie seit dreieinhalb Jahren nicht mehr. Waren und Dienstleistungen dürften sich im März um durchschnittlich 1,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat verteuern, sagen von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Volkswirte voraus. Das wäre der größte monatliche Zuwachs seit September 2022, als nach der russischen Invasion in der Ukraine viele Rohstoffe teurer wurden. „Der starke ‌Anstieg der Öl- und Gaspreise dürfte dafür gesorgt haben“, erklärten die Analysten der Landesbank Helaba am Freitag.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat dürften die Verbraucherpreise um 2,6 Prozent steigen, sagen die Ökonomen voraus. Das wäre die höchste Inflationsrate seit Dezember 2024. Im Februar hatte sie noch bei 1,9 Prozent gelegen, im Januar bei 2,1 Prozent. Das Statistische Bundesamt will an diesem Montag eine erste offizielle Schätzung vorlegen. (rtr)

Regierungssprecher: Trump-Äußerung raubt uns nicht den Schlaf

Die Bundesregierung reagiert zurückhaltend auf neue Kritik von US-Präsident Donald Trump wegen ausbleibender Hilfe bei der Sicherung der Straße von Hormus. „Wir kommentieren jetzt nicht jede Äußerung anderer Staatsoberhäupter und werden auch in diesem Fall diese Äußerung intern bewerten“, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius vor Journalisten in Berlin. Man stehe im engen Kontakt mit der US-Regierung. „Aber es ist jetzt keine Äußerung, die uns den Schlaf raubt“, fügte er hinzu. Trump hatte Deutschland am Vortag im Zusammenhang mit dem Krieg gegen den Iran kritisiert. (dpa)

Israel droht mit Ausweitung der Angriffe im Iran

Während es aus den USA Signale für eine mögliche Verständigung mit dem Iran gibt, kündigt Israels Verteidigungsminister eine Ausweitung der israelischen Angriffe im Iran an. Grund sei der andauernde Raketenbeschuss aus dem Land auf Israel, teilte Israel Katz nach Angaben seines Büros mit. Israels Armee werde deshalb ihre Angriffe „eskalieren“ und mehr Ziele und Gebiete im Iran ins Visier nehmen. Im Fokus sollen demnach Ziele in Verbindung mit iranischen Waffen stehen. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und er hätten Teheran dazu aufgefordert, Raketenangriffe auf Israels Zivilbevölkerung einzustellen, sagte Katz. Aber trotz der Warnungen gehe der Beschuss weiter. Am frühen Nachmittag hatte es in Israel erneut Raketenbeschuss aus dem Iran gegeben. Berichte über Schäden oder Opfer gab es zunächst nicht. (dpa)

Soldateneltern verlangen Ende der israelischen Einsätze im Libanon

Eltern israelischer Soldaten haben ein Ende des Krieges gegen die Hisbollah-Miliz im Libanon gefordert. In einem Brief an den israelischen Generalstabschef Ejal Zamir verlangten die Unterzeichner am Freitag ein Ende der Bodenoffensive im Libanon. Der Gruppe „Eltern von Kampfsoldaten“ gehören 600 Mütter und Väter von Militärangehörigen an. In dem Brief hieß es, das Militär erhalte Befehle von Politikern, die bereit seien, die Kinder zu opfern. Zamir werde dringend gebeten, sich auf eine politische Lösung zu konzentrieren. „Vier Soldaten sind bereits im Libanon getötet worden, wie viele werden noch umsonst ihr Leben opfern?!“, heißt es in dem Brief. (ap)

Rotes Kreuz: Mehr als 1900 Tote und mindestens 20.000 Verletzte im Iran

Im Iran sind nach Angaben des Rotes Kreuzes mehr als 1900 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 20.000 Personen seien verletzt worden, teilt das Rote Kreuz mit, das sich auf Angaben des im Iran vertretenen Roten Halbmondes bezieht. 17 Zentren des Roten Halbmondes seien getroffen worden, nahezu 100 Krankenwagen beschädigt oder zerstört worden. 289 pharmazeutische, medizinische und Gesundheitseinrichtungen seien beschädigt worden. Auch etwa 600 Schulen und andere Bildungseinrichtungen seien getroffen worden. Das Rote Kreuz ruft die internationale Gemeinschaft auf, die Einsätze der Hilfsorganisation im Iran zu unterstützen. (rtr)

Teheran: 120 Museen und Kulturstätten durch Angriffe der USA und Israels beschädigt

Bei den Luftangriffen der USA und Israels auf den Iran sind nach Angaben Teherans zahlreiche Museen und andere Kulturstätten beschädigt worden. „Mindestens 120 Museen, historische Gebäude und Kulturstätten in verschiedenen Provinzen wurden direkt angegriffen und erlitten schwere bauliche Schäden“, sagte ein Vertreter des Ministeriums für Kulturerbe in Teheran am Freitag dem Staatsfernsehen. Er nannte unter anderem den zum Unesco-Weltkulturerbe zählenden Golestan-Palast sowie den Saadabad-Palast, den Marmor-Palast und das sogenannte Kriegsmuseum in Teheran. (afp)

Iranische Miliz stoppt drei Schiffe in der Straße von Hormus

Die paramilitärische Basidsch-Miliz im Iran hat drei Containerschiffen die Fahrt durch die Straße von Hormus verwehrt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim begründete die Miliz ihr Vorgehen mit angeblichen Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, wonach die Meerenge für die Schifffahrt offen sei. Die Miliz wies auf die offizielle iranische Haltung hin, dass für Schiffe mit Verbindungen zu Israel, den USA und deren Verbündete die Passage verboten sei. Trump verlängerte am Donnerstag sein Ultimatum zur Wiedereröffnung der Meerenge erneut. Die angekündigten Angriffe auf Irans Energieinfrastruktur verschob er um zehn Tage – auf den 6. April 2026. Zuvor hatte er die Passage von zehn Öltankern als „Geschenk“ Teherans bezeichnet und als Zeichen des guten Willens dargestellt.

Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) erklären, dass der Schiffsverkehr „von und zu Häfen von Verbündeten und Unterstützern der israelisch-amerikanischen Feinde“ über jeden Korridor und zu jedem Zielort verboten sei. Das berichten iranische Staatsmedien. Die Straße von Hormus sei gesperrt. Jeder Transit durch die Wasserstraße werde mit harten Maßnahmen geahndet. Drei Containerschiffe verschiedener Nationalitäten seien nach Warnungen der Marine der Garden aus der Straße von Hormus zurückgeschickt worden. (dpa/rtr)

Zeitung: USA haben über 850 Tomahak abgefeuert – Pentagon alarmiert

Das US-Militär hat einem Bericht der Washington Post zufolge in den vier Wochen des Krieges mit dem Iran über 850 Tomahawk-Marschflugkörper abgefeuert. Damit seien diese Präzisionswaffen in einem Tempo verbraucht worden, das einige Vertreter des Pentagon alarmiert und interne Diskussionen darüber ausgelöst hat, wie man den Vorrat aufstocken könnte, berichtet die Zeitung unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Reuters konnte den Bericht nicht sofort bestätigen. Das US-Verteidigungsministerium und das Weiße Haus reagierten nicht sofort auf Anfragen von Reuters nach einer Stellungnahme. (rtr)

Französische Verteidigungsministerin Vautrin: „Nicht unser Krieg“

Frankreich setzt zur Beendigung des Iran-Kriegs ausschließlich auf diplomatische Mittel. Der Krieg im Nahen Osten sei „nicht unser Krieg“, sagte Verteidigungsministerin Catherine Vautrin am Freitag in Interviews. Frankreichs Position sei rein defensiv. In Gesprächen mit den Sendern Europe 1 und CNews erklärte die Ministerin, Frankreichs Strategie im Nahen Osten beruhe auf einem diplomatischen Ansatz, um eine Eskalation in der Region zu vermeiden. „Das Ziel ist, ich wiederhole es, den diplomatischen Weg zu ebnen“, sagte sie. Mit Blick auf die faktische Blockade der Straße von Hormus erklärte Vautrin: „Das Ziel ist ganz klar dieser diplomatische Ansatz, denn nur er kann die Rückkehr zum Frieden gewährleisten. Viele Länder sind besorgt, und es ist absolut notwendig, dass wir eine Lösung finden.“ (ap)

Ukraine verkündet Rüstungskooperation mit Saudi-Arabien

Die Verteidigungsministerien der Ukraine und von Saudi-Arabien haben sich nach ukrainischen Angaben auf eine Rüstungskooperation geeinigt und ein erstes Abkommen unterzeichnet. „Es legt die Grundlage für weitere Verträge, technologische Zusammenarbeit und Investitionen und stärkt die internationale Rolle der Ukraine als Lieferant von Sicherheit“, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf sozialen Netzwerken. Selenskyj hatte demnach ein Treffen mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman. Der ukrainische Staatschef verwies dabei auf das vorhandene ukrainische Wissen bei der Abwehr von Drohnen und ballistischen Raketen im Krieg mit Russland. Kiew sei bereit, dieses mit Riad zu teilen. „Und Saudi-Arabien hat das, woran die Ukraine interessiert ist“, schrieb er ohne konkretere Angaben.

Bei ihrem Gespräch seien die Situation im Nahen Osten und am Persischen Golf, die Hilfe für den Iran durch Russland, die Situation auf den Treibstoffmärkten und eine mögliche Zusammenarbeit im Energiebereich besprochen worden. Zuvor hatte Selenskyj ein Treffen mit ukrainischen Militärs, die nach seinen Angaben bereits eine Woche in Saudi-Arabien sind. Die Ukraine bietet seit dem Ausbruch des Irankrieges vor knapp einem Monat den Staaten im Nahen Osten und den Golfmonarchien Hilfe bei der Abwehr von iranischen Drohnen an. (dpa)

Iran will US-Soldaten in Hotels in Golfstaaten ins Visier nehmen

Der Iran hat mit Angriffen auf Hotels in der Golfregion gedroht, die US-Armeeangehörige beherbergen. „Wenn US-Soldaten in einem Hotel untergebracht werden, dann wird dieses Hotel aus unserer Sicht amerikanisch“, sagte der Sprecher der iranischen Armee, Abolfasl Schekartschi, am Donnerstagabend im iranischen Staatsfernsehen. „Wir müssen natürlich dort zuschlagen, wo sie sind“, fügte er hinzu. Ähnlich äußerte sich der iranische Außenminister Abbas Araghtschi. Er warf den Staaten des Golf-Kooperationsrats am Donnerstag vor, ihre Bürger als „menschliche Schutzschilde“ zu nutzen. US-Soldaten würden sich „in Hotels und Büros verstecken“, erklärte er im Onlinedienst X. Er forderte Hotels in der Region auf, ihnen Zimmer zu verweigern.

Der iranischen Nachrichtenagentur Fars zufolge schickte der Iran entsprechende „eindringliche Warnungen“ an zahlreiche Hotels, insbesondere in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Bahrain. Fars zufolge hat der Iran aber auch ähnliche Einrichtungen in Syrien, dem Libanon und Dschibuti identifiziert, die von US-Militärangehörigen genutzt würden. Die iranischen Revolutionsgarden forderten am Freitag Zivilisten in der Region auf, sich von US-Einrichtungen fernzuhalten. „Wir empfehlen, Standorte, an denen US-Streitkräfte stationiert sind, dringend zu verlassen“, erklärten die Revolutionsgarden auf ihrer Website. (afp)

EASA: Empfehlen Meidung des Luftraums über Konfliktgebieten bis 10. April

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) verlängert ihre Warnung für Fluggesellschaften für den Luftraum über dem Iran, Israel und mehreren Golfstaaten. Die Empfehlung den Luftraum aufgrund erhöhter militärischer Aktivitäten zu meiden gelte nun bis zum 10. April, teilt die EASA mit. Die Empfehlung galt zuvor bis zum 27. März. (rtr)

Irans Chefdiplomat: USA und Israel haben Genozid vor

Teherans Außenminister Abbas Araghtschi warnt vor einem Völkermord durch Israel und die Vereinigten Staaten in seinem Land. In einer Dringlichkeitssitzung des UN-Menschenrechtsrates in Genf verwies er auf zahlreiche Angriffe auf Zivilisten und zivile Einrichtungen in seinem Land. „Das Vorgehen der Aggressoren, gepaart mit ihrer Rhetorik, lässt kaum Zweifel an ihrer klaren Absicht, Völkermord zu begehen“, sagte er in einer Videobotschaft an das Gremium. (dpa)

Saudi-Arabien: Iran feuert Raketen auf Riad ab

Der Iran hat nach Angaben aus Saudi-Arabien sechs Raketen auf die Hauptstadt Riad abgefeuert. Vier der Raketen seien in den Persischen Golf gestürzt oder auf unbewohntem Gelände eingeschlagen, teilte das Königreich am Freitag mit. Zwei weitere Geschosse seien abgefangen worden. (ap)

Luftangriff in Ghom: Behörden melden 15 Tote

Bei einem Luftangriff auf Ziele in der iranischen Stadt Ghom sind nach Angaben der örtlichen Behörden mindestens 15 Menschen getötet worden. Weitere zehn Personen seien verletzt, sagte der stellvertretende Gouverneur der gleichnamigen Provinz, Mortesa Heidari, der staatlichen Nachrichtenagentur Isna. Die Rettungskräfte suchten im Stadtviertel Pardisan weiterhin nach Verschütteten. Die Zahl der Todesopfer könne daher noch steigen. Es liegen keine Angaben über die getroffenen Ziele vor, und es gibt keine unabhängige Bestätigung. Ghom gilt als religiöses Zentrum im Iran und zählt zu den wichtigsten schiitischen Wallfahrtsorten weltweit. Die Region ist zudem wegen strategischer Industrie- und Atomanlagen von strategischer Bedeutung. (dpa)

Australien betont Unterstützung für Golfstaaten nach Trump-Kritik

Nach Kritik von US-Präsident Donald Trump hat Australien seine praktische Unterstützung für den Iran-Krieg unterstrichen. Das Land habe mit der Entsendung eines militärischen Aufklärungsflugzeugs einen konstruktiven Beitrag geleistet, sagte Premierminister Anthony Albanese am Freitag. „Wir haben das E-7-Wedgetail-Flugzeug bereitgestellt, das eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung der Golfstaaten spielt“, erklärte der Regierungschef und bezog sich dabei auf ein von den Vereinigten Arabischen Emiraten angefordertes Aufklärungsflugzeug. Der Botschafter der Emirate in Australien, Fahad Obaid Mohamed Altaffag, sagte dem Rundfunksender ABC, die Wedgetail sei einsatzbereit und habe sich als sehr hilfreich erwiesen. „Sie hat uns in unserer weiterhin verfolgten defensiven Haltung maßgeblich unterstützt.“

Seit Kriegsbeginn hat der Iran die Vereinigten Arabischen Emirate mit mehr als 3.300 Raketen und Drohnen angegriffen. Rund 95 Prozent der Geschosse seien abgefangen worden, sagte Altaffag. Trump bezeichnete Australien bereits zweimal als einen der US-Verbündeten, die keine ausreichende militärische Hilfe leisteten und ihn damit enttäuscht hätten. „Australien war nicht gut. Ich war etwas überrascht von Australien“, sagte der US-Präsident zuletzt. Albanese erklärte, er pflege ein sehr konstruktives Verhältnis zu Trump. „Ich habe schon früh gesagt, dass ich seine täglichen Äußerungen nicht kommentieren werde, aber ich wiederhole: Es gibt keine an Australien gerichtete Anfrage, der nicht zugestimmt wurde.“ (ap)

Ölpreis steigt und sinkt

Das ‌verlängerte Iran-Ultimatum von US-Präsident ‌Donald Trump hat am Ölmarkt für etwas Entspannung gesorgt. Öl der Nordseesorte Brent und US-Öl WTI verbilligten sich am Freitag in der Spitze um jeweils gut 2,5 Prozent auf 105,09 beziehungsweise 92,08 US-Dollar je Fass.

Trump hat die angedrohten Angriffe auf Energieanlagen im Iran nach eigenen Angaben für zehn ‌weitere Tage ausgesetzt. Zudem sagte er, die laufenden Gespräche mit der Regierung in Teheran liefen sehr gut. Am Donnerstag hatten schwindende Hoffnungen auf ein rasches Ende des Nahost-Krieges die Preise noch um rund fünf Prozent nach oben getrieben. (rtr)

Trump verlängert Ultimatum an Iran

US-Präsident Donald Trump hat sein Ultimatum an den Iran zur Freigabe der Straße von Hormus erneut verlängert. Auf Ersuchen der iranischen Regierung werde er vorerst bis zum 6. April von Bombenangriffen auf iranische Kraftwerke absehen, erklärte Trump am Donnerstag auf seiner Plattform Truth Social. Die Verhandlungen würden fortgesetzt.

Zuvor hatte Trump erklärt, der Iran habe mehreren Öltankern die Passage durch die strategisch wichtige Meerenge erlaubt. Er interpretiert dies als ein Zeichen guten Willens für Verhandlungen. „Ich denke, wir haben es mit den richtigen Leuten zu tun“, sagte er.

Trump erklärte, dass er mögliche Maßnahmen aufschiebe, weil die Gespräche zur Beendigung des Konflikts „sehr gut“ liefen – obwohl der Iran weiterhin betont, dass er nicht mit dem Weißen Haus über einen angeblichen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges verhandle. Am Mittwochabend hatte Irans Außenminister Abbas Araghtschi im iranischen Staatsfernsehen mitgeteilt, es habe keine Verhandlungen mit den USA zur Beendigung des Krieges gegeben und der Iran plane dies auch nicht.

Trump sagte, der Iran habe um eine Fristverlängerung gebeten. „Sie haben um sieben Tage gebeten“, sagte er in der Sendung „The Five“ des Senders Fox News. „Und ich sagte: Ich gebe euch zehn.“ (dpa)

Hafen in Kuwait-Stadt angegriffen

Der wichtigste Hafen in Kuwait ist bei einem Angriff beschädigt worden. Die Behörden teilten am Freitag mit, Ziel des Angriffs sei der Hafen Schuwaich in Kuwait-Stadt gewesen. Es seien Schäden entstanden, aber keine Verletzten gemeldet worden. In den Golfstaaten Bahrain und Katar wurde am Freitagvormittag wegen eines drohenden iranischen Angriffs Raketenalarm ausgelöst. (ap)

Außenminister: Indirekte Kontakte zwischen USA und Iran

Bundesaußenminister Johann Wadephul zufolge hat es indirekte Kontakte zwischen den USA und dem Iran gegeben. Derzeit liefen Vorbereitungen für direkte Gespräche, sagt Wadephul im Deutschlandfunk. Diese sollte zeitnah in Pakistan stattfinden. „Und das ist doch eine gute Nachricht, dass diese Gespräche stattfinden können.“ Anscheinend seien bereits erste Positionen über Dritte schriftlich ausgetauscht worden. Eventuell gebe es beim G7-Treffen in Frankreich von US-Außenminister Marco Rubio mehr Details. (rtr)

Israel greift Raketenproduktion in Iran an

Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge in der Nacht erneut Ziele im Iran angegriffen. Ins Visier seien dabei unter anderem Produktionsstätten für ballistische Raketen, Raketenlager und Raketenabschussrampen genommen worden, teilte das israelische Militär am Morgen mit. Angriffe habe es unter anderem in der iranischen Hauptstadt Teheran gegeben. Ziel sei es, den iranischen Beschuss auf Israel einzuschränken.

Dennoch heulten wegen Angriffen aus dem Iran in der Nacht erneut die Sirenen in Israel, darunter in der Küstenmetropole Tel Aviv. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht.

Israelischen Medienberichten zufolge liegt der Fokus der israelischen Angriffe im Iran derzeit nicht mehr so sehr auf dem iranischen Machtapparat wie zuvor, sondern vor allem auf militärischen Zielen wie der Rüstungsindustrie. Hintergrund dürfte demnach sein, dass Israel sich darauf vorbereitet, dass US-Präsident Donald Trump schon bald eine Waffenruhe mit dem Iran verkünden könnte. (dpa)

🐾 Israels Abwehr am Limit

Der Irankrieg legt die Schwachstellen von Israels Raketenschirm offen. Und zeigt: Iran hat seit dem Krieg im letzten Sommer dazugelernt. Ob das dem Land ernsthaft gefährlich werden kann, analysiert taz-Korrespondent Felix Wellisch in Tel Aviv.

Emirate wollen Straße von Hormus sichern

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) wollen sich einem Zeitungsbericht zufolge an einem ‌multinationalen Marineeinsatz zur Wiederöffnung der Straße von Hormus beteiligen. Die VAE hätten ihre Bereitschaft dazu den USA und anderen westlichen Verbündeten mitgeteilt, berichtet die Financial Times (FT). Dem zufolge bemühen sich die VAE zudem darum, Dutzende Länder für die Bildung einer „Hormus-Sicherheits-Truppe“ zu gewinnen. Diese solle die Meerenge vor iranischen Angriffen schützen und die Schifffahrt eskortieren. Die VAE arbeiten laut FT zusammen mit Bahrain an einer Resolution des UN-Sicherheitsrates, die ein Mandat für einen Einsatz erteilen soll. (rtr)

Frachter im Arabischen Golf auf Grund gelaufen

In der Straße von Hormus ist ein thailändisches Frachtschiff nach einem Angriff auf Grund gelaufen. Das thailändische Außenministerium teilte am Freitag mit, iranische und omanische Einsatzkräfte hätten die „Mayuree Naree“ erreicht. Drei Seeleute würden vermisst. Das Schiff war am 11. März von iranischem Gebiet aus angegriffen worden. Die halbstaatlichen iranischen Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars, die der iranischen Revolutionsgarde nahestehen, berichteten, dass das Schiff in der Nähe des Dorfes Ramcha auf der Insel Keschm festsitze. (ap)

USA prüfen Entsendung weiterer Truppen

Das US-Verteidigungsministerium prüft einem Zeitungsbericht zufolge die Entsendung „von bis zu 10.000 zusätzlichen Bodentruppen“ in ⁠den Nahen Osten. Damit solle US-Präsident Donald Trump mehr militärische Optionen erhalten, auch wenn er Friedensgespräche mit der Regierung in Teheran erwäge, berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf Insider aus dem ‌Pentagon. (rtr)

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