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Arbeitsmarkt im MärzWeiterhin mehr als drei Millionen Arbeitslose

Die Zahl der Arbeitslosen ist im März nur leicht gesunken und liegt höher als im Vorjahresmonat. Die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt weiter auf niedrigem Niveau.

Keine Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt Foto: Hendrik Schmidt/dpa

afp | Die Frühjahrsbelebung beginnt verhalten: Die Zahl der Arbeitslosen ist im März nur leicht gesunken und bleibt über der Drei-Millionen-Schwelle. Sie nahm im Vergleich zum Februar um 49.000 auf 3,021 Millionen ab, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg am Dienstag mitteilte. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent zurück und lag demnach auf Vorjahresniveau.

Die wie üblich im März beginnende Frühjahrsbelebung starte dieses Jahr „ohne nennenswerten Schwung“, erklärte BA-Chefin Andrea Nahles. Im Vergleich mit dem Vorjahresmonat kletterte die Zahl der Arbeitslosen um 54.000, wie die BA weiter mitteilte.

Saisonbereinigt blieb die Arbeitslosenzahl nach Angaben der BA gegenüber Februar unverändert. Bei der Unterbeschäftigung, die auch Teilnehmer an Maßnahmen der Arbeitsförderung und kurzfristig Erkrankte mit einbezieht, gab es im Vormonatsvergleich saisonbereinigt ebenfalls keine Bewegung. Verglichen mit März vor einem Jahr sank sie um 4.000 auf 3,690 Millionen.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften verharrte auf niedrigem Niveau. Im März zählte die BA 638.000 offene Stellen und damit 5.000 weniger als vor einem Jahr.

Unternehmen halten sich bei Neueinstellungen weiterhin zurück

Der Arbeitsmarkt bleibe insgesamt „trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds stabil“, erklärte das Bundesarbeitsministerium. Jedoch hielten sich die Unternehmen weiterhin bei Neueinstellungen zurück und gerade für arbeitslose Menschen bleibe es schwierig, eine Beschäftigung aufzunehmen.

„Die wirtschaftliche Lage bleibt angespannt, auch durch weitere internationale Unsicherheiten“, erklärte Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD). Die Bundesregierung halte unter anderem mit dem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen dagegen. Bas verwies darauf, dass das Interesse junger Menschen an einer Ausbildung „zuletzt leicht gestiegen“ sei. Sie wolle die Betriebe „ausdrücklich ermutigen“, das zu nutzen und in Ausbildung zu investieren.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sank nach Hochrechnungen der BA von Dezember bis Januar saisonbereinigt um 30.000. Mit 34,75 Millionen Beschäftigten lag sie im Vorjahresvergleich um 72.000 niedriger.

Kurzarbeit wurde im März für 38.000 Beschäftigte angezeigt. Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme kann die BA bis Januar 2026 vorweisen: Nach vorläufigen hochgerechneten Daten bekamen 136.000 Beschäftigte Kurzarbeitergeld und damit 6.000 mehr als im Februar, aber 141.000 weniger als im März 2025.

ING-Analyst Carsten Brzeski wies zwar darauf hin, dass sich die schrittweise Verschlechterung der Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt in den vergangenen beiden Monaten etwas abgeschwächt hat. Für den Rest des Jahres erwartet der Analyst allerdings, dass es auf dem Arbeitsmarkt weiter allmählich bergab geht. Deshalb und mit Blick auf die zunehmende Inflation sei es „kaum vorstellbar“, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher mit ihrem privaten Konsum zum Wachstumstreiber der deutschen Wirtschaft werden könnten.

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