piwik no script img

Waffenstillstand zwischen Iran und USAKlare Sieger und Verlierer

Sven Hansen

Kommentar von

Sven Hansen

Für US-Präsident Trump war erst die Maximaldrohung, dann der Waffenstillstand der gesichtswahrende Ausweg aus dem Krieg. Denn eine Exitstrategie hatte er nicht.

Präsident Trump bei einer Pressekonferenz vor dem Weißen Haus am 6. April Foto: Alex Brandon/ap

D ie Welt atmet zu Recht auf, dass die Kriegsparteien am Golf einen zweiwöchigen Waffenstillstand samt Öffnung der Straße von Hormus sowie den Beginn von Friedensverhandlungen verkündet haben, auch wenn bei der Umsetzung vieles unklar ist.

Natürlich ist der Waffenstillstand nur ein erster Schritt und ein Spoiler könnte neben den noch offenen Fragen sein, dass Israels Premier Benjamin Netanjahu die Bekämpfung der Hisbollah im Libanon gleich ausgenommen hat. Das steht im Widerspruch zu Äußerungen des vermittelnden pakistanischen Premiers Shehbaz Sharif.

Dass sich die Regierungen der USA und Irans jetzt beide als Sieger darstellen, liegt in der Natur des Konflikts, dabei sind Sieg und Niederlage klar verteilt. Denn den von Trump verkündeten „totalen und vollständigen Sieg“ der USA gibt es nicht. Es ist sogar eher unwahrscheinlich, dass seine großmäuligen Maximaldrohungen gegen Iran das Regime in Teheran zum Einlenken bewegt haben.

Trump hat keines seiner nie klar definierten Kriegsziele erreicht. Einzig die vereinbarte Wiedereröffnung der Straße von Hormus ist ein Erfolg, doch hätte es deren Schließung nie gegeben, wenn die USA und Israel nicht Iran angegriffen hätten.

Das Logo der taz: Weißer Schriftzung t a z und weiße Tatze auf rotem Grund.
taz debatte

Die taz ist eine unabhängige, linke und meinungsstarke Tageszeitung. In unseren Kommentaren, Essays und Debattentexten streiten wir seit der Gründung der taz im Jahr 1979. Oft können und wollen wir uns nicht auf eine Meinung einigen. Deshalb finden sich hier teils komplett gegenläufige Positionen – allesamt Teil des sehr breiten, linken Meinungsspektrums.

Das Mullah-Regime ist gestärkt

Für Trump ist der Waffenstillstand jetzt ein gesichtswahrender Ausweg aus einem Konflikt, für den er neben dem von ihm erwarteten, aber nicht eingetretenen schnellen Sieg keine Exitstrategie hatte. Seine Verzweiflung über den für ihn völlig unerwarteten Kriegsverlauf drückte sich in seinen immer schrilleren Drohungen samt menschen- und völkerrechtsverachtender Rhetorik aus.

Ausgerechnet Irans 10-Punkte-Plan erklärt Trump plötzlich zu einer guten Verhandlungsgrundlage. Die USA haben den Konflikt beim jetzigen Stand strategisch und politisch verloren, auch aus globaler Perspektive. Während Washington sich mit seiner gigantischen Militärmaschinerie vergaloppiert hat, hat China im Hintergrund besonnen gehandelt und diplomatische Fäden gezogen und sich mit der Unterstützung pakistanischer Vermittlungsbemühungen als verantwortliche Macht präsentiert.

Das iranische Regime geht zwar militärisch geschwächt, aber eben nicht bezwungen und vor allem politisch gestärkt aus dem bisherigen Konflikt hervor. Auch das zeigt sich in Irans 10-Punkte-Plan, der als Sammelsurium von Maximalforderungen ungebrochenen Stolz ausdrückt. Diese Stärke ist ein Desaster für alle Gegner der Diktatur, die vergeblich gehofft hatten, dass der Krieg bei allem Leid wenigstens das Regime beenden und einen Neuanfang ermöglichen würde. Das Gegenteil ist jetzt wahrscheinlich.

Israels rechtsextreme Regierung kann mit dem bisherigen Ergebnis nicht zufrieden sein, weil die Bedrohungen aus Iran nicht beseitigt sind. Der Waffenstillstand ist für Netanjahu deshalb allenfalls von taktischem Wert, eine Lösung des Grundkonflikts gibt es nicht, was künftige Eskalationen wahrscheinlich macht.

Für die Weltwirtschaft bedeutet der Waffenstillstand eine Verschnaufpause. Zwar sind die anstehenden Verhandlungen voller Fallstricke und haben einen ungewissen Ausgang. Doch hat eben auch der Krieg keine Lösung des Konflikts gebracht, sondern nur viele neue Probleme geschaffen.

Gemeinsam für freie Presse

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen

Sven Hansen
Auslandsredakteur (Asien)
Asienredakteur seit 1997, studierte Politologie in Berlin und Communication for Development in Malmö. Organisiert taz-Reisen in die Zivilgesellschaft, Workshops mit JournalistInnen aus Südostasien und Han Sens ASIENTALK. Herausgeber der Editionen Le Monde diplomatique zu Südostasien (2023), China (2018, 2007), Afghanistan (2015) und Indien (2010). Schreibt manchmal auch über Segeln. www.fb.com/HanSensAsientalk @SHansenBerlin
Mehr zum Thema

34 Kommentare

 / 
  • Mittel- und langfristig kann dieser Verlauf das Regime im Iran leider sogar stärken. Siehe die Taliban in Afghanistan.



    Was Nethanjahu erreichen wollte wird wohl sein Geheimnis bleiben, er hat offenbar sehr merkwürdige Vorstellung von Stabilität im nahen Osten.



    Trump und seine Regierung hatten keine Ahnung und keinen Plan, wie schon oft bei geopolitischen / internationalen strategischen Fragen gesehen.

    • @T-Rom:

      Netanjahu hat kein Interesse an Stabilität im Nahen Osten. Er hat ein Interesse an Stabilität seiner Macht. Und die ist im Augenblick stabiler, wenn Konflikte da sind, die innerhalb Israels die Aufmerksamkeit weg von ihm und seiner Korruption lenken und eine existenzielle Bedrohung des Staates Israel zumindest weiterhin nicht ausgeschlossen lassen.

      Man stelle sich theoretisch vor, es käme im Nahen Osten zu einem anhaltenden und erfolgreichen Friedensprozess, der die Palästinenser und die Israelis nicht nur an den Verhandlungstisch, sondern Seite an Seite in eine friedliche Koexistenz bringt.

      Daran haben unterm Strich weder Hamas, noch Hisbollah, noch Hardliner in der IDF oder den rechten Siedlerbewegungen irgendein Interesse.

  • Ein gewisses Muster ist bei Trump ja vielleicht doch zu erkennen. Wenn man ihn nicht als Staatsmann sieht, sondern als Kaufmann. Ist folgendes völlig ausgeschlossen? Der Deal stand vor Ostern bereits weitgehend fest. Aber es hat Trump gefallen, gerade am Ostersonntag und -montag apokalyptische Reden zu schwingen, die Ölpreise nach oben und die Börsen nach unten zu peitschen. Nach zwei Tagen dann alles wieder zurückpendeln zu lassen. Ein paar Verwandte und Buddies um hunderte Millionen reicher zu machen und sich dabei gleichzeitig als Gottvater (in beiderlei Wortsinn) zu erweisen. Ist das so unrealistisch?

    • @Kohlrabi:

      Da ist gar nichts ausgeschlossen. Es ist mir unbegreiflich, wieso das nach nahezu 2 1/2 Amtsperioden Trump und zig Berichten zu Insiderhandel, Börsenkursen, Wetten auf Polymarket Profiteuren in Trumps Umfeld immer noch nicht wahrgenommen wird. Das passiert nach nahezu jeder "unberechenbaren" Aktion Trumps. Kann ich mir nur noch damit erklären, dass man das eigene Bild vom dummen Orangemann und seinem inkompetenten Freakshowkabinett nicht hinterfragen möchte.

      "Um 6.49 Uhr war der träge Montagshandel an den Rohstoffbörsen der USA plötzlich vorbei. In etwas mehr als einer Minute handelten Anleger rund 6.200 Kontrakte der Ölsorten Brent und WTI, obwohl dort am frühen Montagmorgen sonst kaum Geschäfte gemacht werden. Den Gesamtumfang der Trades bezifferte der Datenanbieter Dow Jones Market Data später auf 760 Millionen Dollar. Dass Anleger nur wenige Sekunden später auffällig viele Termingeschäfte auf den US-Aktienleitindex S&P 500 abschlossen, ist da nicht einmal eingerechnet. "

      www.zeit.de/geld/2...ld-trump-us-boerse

  • Wenn die VAE und Oman durch ihren Landzipfel einen Kanal für Schiffe bauen würden, wäre die Erpressbarkeit des Welthandels mit der Iranischen Kontrolle über die Meerenge von Hormus stark verringert.

    • @Land of plenty:

      Wirf einfach mal einen Blick auf eine Landkarte: Da ist ein Gebirge im Weg, de.wikipedia.org/w...f_location_map.jpg

      • @festus:

        Soweit auf der Karte erkennbar, ist die Hadschar-Gebirgskette auf dem Gebiet der VAE niedrig. Es gäbe zumindest eine Passage die durch das niedrigere Gebirge möglich wäre.

    • @Land of plenty:

      Zu kurz gedacht. Der Iran kann auch dort den Schiffsverkehr bedrohen. Drohnen und Raketen fliegen weit...

    • @Land of plenty:

      "Wenn die VAE und Oman durch ihren Landzipfel einen Kanal für Schiffe bauen würden..."



      Die geologischen Gegebenheiten da haben Sie sich angesehen?

      • @Encantado:

        VAE hat in Dubai eine unterirdische Metro. Einen solchen Kanal zu bauen dürfte mit den dortigen Ressourcen kein Problem werden. Die Golfstaaten haben für viele Projekte Ingenieure z.B. aus Japan kontraktiert oder eigene ausgebildet.

  • Die Verlierer sind nun die Gegner des islamistischen Regimes in Iran: jungle.world/blog/...ner-gerade-fuehlen

  • Es gibt da noch ein wenig Kleingedrucktes der Iraner, das Trump und Netanjahu wohl übersehen haben.



    Eigentlich sind wir jetzt da, wo wir vor einem Monat schonmal standen, nur ist alles jetzt noch viel schlechter.



    Ich möchte aber das Pferd von einer anderen Seite aufziehen. Es gab 2015 das Wiener Abkommen über das iranische Atomprogramm (auf Englisch: Joint Comprehensive Plan of Action oder JCPOA), in dem wir Europäer ziemlich stark engagiert waren. Warum konnten wir damals die US-Sanktionen nicht effektiv umgehen und den Iran im Abkommen halten? Das ist meines Erachtens die wichtigere Frage. Es kann doch nicht sein, dass ein völlig übergeschnappter US-Präsident bestimmt, ob bei uns ein IStGH-Richter eine Kreditkarte bekommt oder eine Gefangenenhilfsorganisation ein Bankkonto oder nicht! Wir brauchen dringend eine echte Unabhängigkeitserklärung im Hinblick auf unsere Zahlungssysteme. Unser Militär ist schwach, gebongt. Aber dass wir auch sonst trotz 500 Mio Einwohnern mit unserer Wirtschaftsmacht nichts Durchschlagendes auf die Reihe kriegen, das ist einfach eine Schande.

    • @hedele:

      Genau dieses Wiener Abkommen war voller Löcher und hinderte das Iran. Regime nicht am Weiterbau von Atomwaffen / nicht an der Fortsetzung der Anreicherung.

    • @hedele:

      Danke. Dem kann ich nichts mehr hinzufügen.

  • "Einzig die vereinbarte Wiedereröffnung der Straße von Hormus ist ein Erfolg (für Trump), ...."



    Die Einschätzung ist oberflächlich: die Mullahs sind jetzt darauf gekommen ein international anerkanntes Mautsystem zu etablieren. (...obwohl die Straße von Hormus bisher in Omanischem Gewässer passiert wurde.)



    Wenn die Straße nun geöffnet wird, fließen ab sofort nicht nur Waren, sondern auch die neuartige Maut. >> Klarer Malus für Trump. Ich hoffe er ersetzt den tölpelhaft Geschädigten fürderhin diese Gelder.

    • @ferry:

      Es wird Länder geben, die Rabatt auf die Maut bekommen. Spontan fällt mir China ein.

  • Deutschlands Kriegszurückhaltung und Nichtteilnahme am Teheraner Konflikt zahlen sich nun aus.

    • @Il_Leopardo:

      Wir haben doch teilgenommen. Wir haben unser Territorium zur Verfügung gestellt.

  • Und schon wieder hat er einen Krieg beendet. Wie viele waren es gleich nochmal? Sieben? Oder acht? Na dann her mit dem Friedensnobelpreis für den besten Präsidenten aller Zeiten!

  • "Für Trump war erst die Maximaldrohung, dann der Waffenstillstand der gesichtswahrende Ausweg aus dem Krieg."



    Buchstäblich jeder kann erkennen, dass Trump hier komplett verloren und absolut nichts erreicht hat. Nur seine Fangemeinde will das nicht sehen.



    Aber bei denen kann er auch kein Gesicht verlieren.

  • Der "globale Westen" isoliert sich gegenüber dem "globalen Süden" immer mehr, auch weil es keine eindeutige Verurteilung der Agression durch USA und Israel gab. Die Anzeichen, dass Israel die USA in diesen völkerrechtswidrigen Krieg hineingezogen haben und die Weltwirtschaft destabilisiert haben, wird dazu in der hiesigen Presse aus deutscher Staatsräson viel zu wenig erwähnt, analysiert und kritisiert.

  • Sowohl der Autor als auch alle Kommentatoren machen einen entscheidenden Fehler: Sie nehmen an, dass Trump verrückt, wahnsinnig und unzurechenbar sei. Dies ist grundlegend falsch. Alle diese scheinbar verrückten Aktionen verfolgen natürlich eine Agenda. Diese ist in mehreren Büchern öffentlich ausformuliert und hat natürlich die strukturelle, wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderung von Teilen der Welt als Ziel.



    Wer das übersieht, wird nie eine angemessene Antwort auf Trumps Politikstil liefern können und am Ende immer der Geprellte sein.

  • Wenn der Trick oder die Strategie von allen durchschaubar ist, dann ist es doch nicht mehr gesichtswahrend!

    • @Eulennest:

      Schön wäre es, doch in den USA glauben viele dem, was das Wahrheitsministerium verkündet.

  • Der „10 Punkte Plan“ als totaler Sieg des planlosen, alten, orangenen Mannes. Mag er sich als totaler Sieger gebahren und bei den midterms abgewählt werden. Von mir aus kann er dann auch den Pulizer-Preis für seine taktlosen Posts mit ins Grab nehmen.

  • Zum Thema Israel: "eine Lösung des Grundkonflikts gibt es nicht, was künftige Eskalationen wahrscheinlich macht".



    Die momentane Regierung in Israel hat überhaupt kein Interesse an einer Lösung des Grundkonflikts, sondern ist nur an maximaler Eskalation interessiert.

  • Dem Vernehmen nach ist Trump bereits auf dem Weg nach Oslo zur Entgegennahme eines unverzüglich zu verleihenden Sonderfriedensnobelpreises. An Bord einer B-52…

  • Kuba kann sich schon mal warm anziehen...

  • Eins weiß das Regime im Iran jetzt, nämlich dass sie mit getunten ballistischen Raketen und anderen leichten Verbesserungen an günstigen Waffensystemen die USA aus der Reserve locken können und Israel damit auch in die Gefahr bringen, dass dies weniger oder keine Abwehrwaffen aus den USA bekommt, weil der Spezialist im Weißem Haus alles hat verballern lassen. Die Option jetzt mal schnell haufenweise Soldaten für die eigene Eitelkeit zu verheizen wie der andere Spezialist im Kreml hat er nicht.



    Ein anderer böser Nebeneffekt ist, dass das Regime im Iran jetzt auch immer mehr Milizionäre aus den unterstützten Terrororganisationen im Land zusammenziehen kann um die Ausfälle bei den Basidsch durch noch fieseren Pöbel zu ersetzen um die eigene Bevölkerung zu drangsalieren.



    Das wäre in etwa so wie wenn die Alliierten 1944 bei erreichen der alten Reichsgrenzen einen Waffenstillstand vereinbart hätten, hinsichtlich der Unterdrückung der Bevölkerung eigentlich nicht auszumalen.



    Mal sehen wie das Kasperletheater in Washington sich das jetzt schön saufen möchte.

  • Also ganz so einfach würde ich das nicht sehen. Der Iran hat jede Menge Material, Ansehen und Glaubwürdigkeit innerhalb der Bevölkerung verloren. Und auch bei seinen Marionettenorganisaitonen Hizbollah, Hamas und den Huthis. Ok, mit der Sperrung der Straße von Hormus haben die Mullahs ein echtes Machtmittel in der Hand, das allerdings auch ihr Letztes ist und sie nicht nur gegen die USA / den Westen sondern auch gegen ihre unmittelbaren Nachbarn positioniert, Was längerfristig keine gute Idee ist. Und. die Mullahs haben eingelenkt / haben einlenken müssen, was weitere Glaubwürdigkeit kostet. Am Ende sitzt Trump doch am längeren Hebel. Ich sehe das Mullahregime nicht gestärkt, sndern geschwächt.

    Schließlich, Trump hat keine Exitstrategie? Haben wir denn eine beim UA-Krieg? Außer Geld in ein Faß ohne Boden zu schütten bis hoffentlich irgendwann ein Wunder eintritt? Sehe ich nicht , also erstmal an die eigene Nase fassen.

    • @Gerald Müller:

      Sie sehen noch etwas nicht: Der Ukrainekrieg wurde nicht von der NATO oder einem ihrer Mitglieder begonnen, sondern von Putins Russland. Ihr Vergleich hinkt also und lässt zudem die die Frage nach einer Exitstrategie Trumps unbeantwortet.

    • @Gerald Müller:

      Deutschland hat sich an diesem Krieg nicht beteiligt. Ich wage den längeren Hebel auch stark anzuzweifeln. China ist wach und beobachtet. Trump musste die Notbremse ziehen, weil die Krise sonst schlimmer als 2008 geworden wäre, plus Ungnade bei allen am Krieg Beteiligten.

    • @Gerald Müller:

      Guten Tag, Gerald Müller.

      Zur logischen Einordnung ihres Exit-Strategie-Vergleiches:



      "Wir", also ich nehme an , Sie meinen die Bundesrepublik Deutschland oder die Europäische Union, haben die Ukraine nicht planlos angegriffen. Gar nicht haben "wir" angegriffen. Ich glaube, der Unterschied ist deutlich genug geworden.

      Die Anzahl von sogenannten Mullahs ist im iranischen Regierungssystem übrigens gering.

      Die Regierung im Iran hat außer der Straße von Hormus noch einige Machtmittel mehr. Dazu gehört unter anderem die gegenseitige Unterstützung zwischen Iran und schiitischen Milizen im Jemen, Libanon und Irak.



      Nicht zuletzt ist Russland im Hintergrund mit im Spiel und das ist nun wirklich kein kleiner Unterstützer, der noch dazu von der Hormus-Sperre profitiert.

    • @Gerald Müller:

      "Der Iran hat jede Menge Material, Ansehen und Glaubwürdigkeit innerhalb der Bevölkerung verloren."



      Ganz im Gegenteil. Material ja, aber das lässt sich ersetzen. Darüber hinaus hat er es verstanden, sich gegen den übermächtigen Gegner USA erfolgreich zu behaupten.



      Der Gegner, der sich wiederum bei der Zivilbevölkerung im Iran, die vorher ziemlich klar auf seiner Seite stand, durch seine Kriegsführung nicht beliebt gemacht und in Bezug auf Regimechange absolut nichts erreicht hat.



      "Trump hat keine Exitstrategie? Haben wir denn eine beim UA-Krieg?"



      Wir lenken vom Thema ab, gell? Aber bitte. Haben wir den Ukrainekrieg begonnen? Äpfel und Birnen, oder so.