Antifaschistische Kampfsportszene: Linker Haken, Rechte aufs Kreuz
In Ostdeutschland wächst eine antifaschistische Kampfsportszene heran. Es ist die Antwort auf rechte Gewaltmilieus und männerbündische Strukturen.
K ein Kampfsport den Faschisten“ steht auf den Plakaten, die Demonstranten an einem Samstagnachmittag vor dem Hallenser Hauptbahnhof in die Höhe recken. Vor allem junge Menschen sind Anfang März dem Demoaufruf der lokalen antifaschistischen Kampagne „den daumen runter“ gegen ein mutmaßlich rechtes Kampfsportstudio gefolgt. Die Veranstalter sprechen von 300 Teilnehmenden, die Polizei an diesem Tag von 170. Viele von ihnen tragen Atemschutzmasken vor den Gesichtern, Sonnenbrillen, Cappys und Kapuzen. Links und rechts der Menschentraube rahmt ein Halbkreis von Polizistenreihen die Szene.
„Gladiator Gym dichtmachen“, steht auf dem größten der Demo-Transparente. Daneben symbolhaft ein Daumen nach unten, der in die Deckung eines Gladiatorenhelms drückt. Der Helm ist das Logo des Kampfsportstudios „Gladiator Fight Academy“, das seit 2025 im Hallenser Süden existiert. Die Kampfsport GmbH steht im Verdacht, ein Ort rechter Vernetzung, Rekrutierung und Raumnahme zu sein.
Zum Umfeld des Gyms mit dem kriegerischen Namen gehören Personen, die in der Vergangenheit bereits einschlägig aufgefallen sind. Dazu zählt Theo Weiland, ein erfolgreicher deutscher Kampfsportler, der früher der Führungsriege der als extrem rechts eingeordneten Hooligangruppierung Jungsturm Erfurt zugerechnet wurde. Weiland wurde wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung und gefährlicher Körperverletzung verurteilt.
Die rechte Hooliganszene
Hans Krüger, der der Fanszene von Energie Cottbus zugerechnet wird, ist nach den vorliegenden Informationen als Nachwuchstrainer im Gladiator Gym tätig und nimmt auch an Kampfevents des Gyms teil. Auch Christopher Henze wird von lokalen Recherchegruppen der rechten Hooliganszene des 1. FC Lokomotive Leipzig zugerechnet.
Die taz hat das Gladiator Gym zu den rechtsextremen Umtrieben ihres Personals angefragt. Man sehe sich nicht in der Lage, innerhalb einer Frist von vier Tagen zu antworten, heißt es in der Antwort, man sei „in einem der schnellsten wachsenden Kampfsportstudios der Region mit über 500 Mitgliedern“ sehr beschäftigt.
Aber so viel sagt man dann doch: Außerhalb des Trainingsbetriebs sei man nicht dafür verantwortlich, was die Personen im Einzelnen machten. „Wer respektvoll trainiert und sich an die Hausordnung hält, ist Teil des Teams“. Das heißt im Klartext: Man dementiert auch nicht die rechtsextreme Szenezugehörigkeit des Personals.
Die Demonstranten fordern an diesem Frühlingsmorgen in Halle die Schließung der Gladiator Fight Academy. Während sie zu deren Trainingsstätte durch das Wohnviertel in Halle Süd ziehen, rufen sie: „Nazis raus aus den Kiezen.“
Zeitgleich richten die Gladiator-Betreiber im circa 20 Kilometer entfernten Teutschenthal die Premiere ihrer neuen „Gladiator Fight Series“ aus. Der Austragungsort wurde bis wenige Tage vor der Veranstaltung geheim gehalten. Fotos und Videoaufnahmen einer Spiegel-TV-Recherche zeigen, dass hier offensichtlich die rechtsextreme Szene zusammenkommt.
Auf einem Foto des Leipziger Rechercheportals periskop ebenfalls zu sehen: Paul Backmund, AfD-Direktkandidat für die anstehende Landtagswahl im Herbst im Wahlkreis Halle IV, Fabian Jank, AfD-Abgeordneter im Brandenburger Landtag und Benedikt Weiß, ebenfalls AfD-Direktkandidat in Halle II. Die taz hat alle angeschrieben und nach ihrer Teilnahme an der Veranstaltung gefragt, aber bisher keine Antwort erhalten.
Immer mehr linke Kampfsportvereine in Ostdeutschland
Besonders pikant: Die Veranstalter konnten für ihr Event ein Kultur- und Gemeindezentrum der Stadt Teutschenthal anmieten. Die Stadt hat auf taz-Nachfrage darauf verwiesen, dass die Vermietung kommunaler Gemeinschaftshäuser auf privatrechtlichen Verträgen beruhten. Zu deren Inhalt könne man keine Auskunft geben.
Auf der Demo ärgert man sich. Es sei unverantwortlich von der Stadt, dieses Gym und ihre Veranstaltung gewähren zu lassen – vor allem vor dem Hintergrund der anstehenden Landtagswahlen, tönt es aus einem Lautsprecher. 37,3 Prozent erreichte die AfD bei der Bundestagswahl 2025 in Sachsen-Anhalt. Laut neuesten Umfragen könnten es bei der Wahl im September 38 Prozent werden.
Maxim, linker Kampfsportler
Unter den Demonstranten sind auch viele linke Kampfsportler. Einer davon: Maxim, Ende 20, groß, schlank, selbstbewusst, in Sportklamotten. Er trainiert in einem der ausdrücklich antifaschistischen Kampfsportvereine, die in den vergangenen zehn Jahren vermehrt in ostdeutschen Städten wie Chemnitz, Leipzig, Berlin, Rostock oder Halle entstanden sind. In welchem Studio er genau trainiert, möchte er aus Sicherheitsgründen, wie er sagt, nicht preisgeben. „Ich denke, dass es wichtig ist, Safe Spaces für flinta* Personen in der größtenteils rechtsoffenen und männerdominierten Kampfsportlandschaft zu schaffen“, sagt Maxim.
Einige, häufig links gerichtete Kampfsportvereine haben proaktiv-präventive Strategien gegen Diskriminierung und Gewalt, weiß Robert Claus. Der Autor der 2024 vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft herausgegebenen Studie, unterscheidet drei Arten von Gyms: proaktiv-präventive Studios, wie das Redore Gym in Halle, das Ende März „Bildungswochen gegen Rassismus“ veranstaltete. Claus, dessen Arbeit im Rahmen des Bundesprogramms gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit im Sport gefördert wurde, war dort Gastredner.
Ein Studio, offen für Gewalt
Dann gebe es indifferente Studios, wie Claus sie nennt, bei denen eher ein wirtschaftliches Interesse im Vordergrund stehe. Und schließlich seien da gewalt- und diskriminierungsoffene Studios. In diese Kategorie falle die Gladiator Fight Academy, weil die Hauptakteure belegbar aus männerbündischen Gewaltszenen stammen.
Auf Mailanfrage antworten die Betreiber: „Wir haben mit extremistischen Strömungen jeglicher Art nichts zu tun“ und betonen, es erfolge keine „Gesinnungsprüfung“. Das Sportangebot sei offen für Menschen unterschiedlicher Hintergründe und Lebensläufe.
Laut Trainingsplan gibt es dort auch ein Frauenkampfsporttraining. Der erste Kampf der Gladiator Fight Series war ein Frauenkampf. Zuletzt sammelte das Gladiator medienwirksam Spenden für einen Verein, der Familien von schwerkranken Kindern finanziell hilft. Robert Claus sieht hier Strategien der Selbstverharmlosung, was die Gymbetreiber aber zurückweisen.
Und dann gibt es noch Kampfsportvereine wie die Culture Academy, die nochmal einen ganz eigenen Ansatz vertreten, mit dem sie demokratische Strukturen in der Kampfsportszene fördern wollen. In der Nähe der Martin-Luther-Universität gelegen, sieht man bereits von Weitem den Slogan des Vereins, „Bildung und Bewegung für Demokratie“, auf einer großen Tafel leuchten. Der Verein finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge und über die Sportvereinsförderung der Stadt. 2025 gab es vom Bundesprogramm „Integration durch Sport“ eine Projektförderung.
Wo Männer sich auch umarmen können
Auf dem Trainingsplan, einer bunt beschrifteten Schiefertafel im Flur, stehen nicht nur Mixed Martial Arts, Yoga, Kids Capoeira, Thaiboxen und Kickboxen, sondern auch Kochen, Medienpädagogik, politische Bildung und Sozialzeit. Aus der Küche tönen fröhliche Stimmen von Jugendlichen, die gerade für alle kochen.
Manche von ihnen tragen teure Marken, andere No-Name-Kleidung. Manche gehen aufs Gymnasium, andere machen eine Ausbildung. Die meisten kommen aus Sachsen-Anhalt. Eine junge, dunkelhäutige Frau, die Paprika schneidet, kann heute nicht wie sonst beim Thai-Boxtraining mitmachen. „Weil ich mir selbst ein Piercing gestochen habe“, wirft sie stolz in die Runde.
Die Menschen, die jetzt nach und nach zur Trainingseinheit Bodenkampfsportart Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ) eintrudeln, tragen bunte Outdoorkleidung. Sie begrüßen sich herzlich, lachen, fragen sich, wie es geht. Männer umarmen sich.
Im Trainingsraum, der mit grau-roten Matten ausgestattet ist, sind die Scheiben bereits beschlagen von Feuchtigkeit. Zwei junge, muskulöse Männer rangeln ineinander verknotet am Boden. „Wir toben uns gerade noch aus“, erklärt ein dritter lächelnd, der sich die Techniken des kämpfenden Knäuels genau anschaut. Ein Timer ertönt, die Trainierenden lösen sich voneinander und geben sich gegenseitig Feedback.
Junger Kampfsportler mit frisch gestochenem Marx Tattoo
Ohne die im BJJ übliche Verbeugung oder andere Rituale geht der einstündige Kurs los. Dabei ist auch Vereinsleiter und Trainer Christian Köhler-Warmbrunn. Der Mittvierziger, studierter Ethnologe, hat eine Dissertation über Kampfsport geschrieben. Sein Kopf drückt beim Ringen hart gegen den Oberkörper des Gegenübers.
Einen 30 Minuten zu spät kommenden jungen Mann, der kein Deutsch spricht, nimmt er mit ins Geschehen: „Die Aufgabe gerade ist guard passing.“ Ziel dieser Technik: Stehend oder auf allen Vieren an den Beinen des liegenden Trainingspartners vorbeikommen, sich auf ihn legen und Hebel und Griffe am Hals oder Arm ansetzen, bis das Gegenüber zweimal schnell hintereinander mit der flachen Hand auf den Körper des Gegenübers oder dem Boden abklatscht: das Signal für Abbruch.
Eine muskulöse, technisch fortgeschrittene Frau erklärt einer schwächeren unter ihr liegenden Anfängerin die Technik und lässt sie probieren. Man hört Lachen, lautes Ausatmen und Fallgeräusche. Hände, die auf Körper und Matten schlagen.
An die Wand gelehnt sitzt ein junger Kampfsportler mit frisch gestochenem Marx Tattoo. Über die Demo sagt er: „Die bringt einfach nichts.“ Klar sei er gegen rechte Kampfsportler. „Aber eine Schließung des Gladiator Gyms ändert an den schlechten Bedingungen des Breitensports nichts. Es braucht ein anderes Angebot im Kiez“, ist er überzeugt.
Rechte füllen Lücken
Eine junge Frau im Shirt mit „Feminist“-Schriftzug, die nach Trainingsende verschwitzt aus dem dampfenden Raum kommt, stimmt ihm zu. Den Boykottaufruf der Kampagne „den daumen runter“ gegen die Gladiator Fight Academy hole die Leute vor Ort einfach nicht in ihrer Lebensrealität ab. „Was sollen denn Mütter in Halle Süd machen, die keine Mittel haben, ihr Kind in ein Training weiter weg zu geben?“, fragt sich die Frau, die selbst Mutter ist.
Christian Köhler-Warmbrunn, Trainer und Vereinsleiter
Wenig später im vereinseigenen Podcaststudio, eine Etage unter den Trainingsräumen. Trainer Köhler-Warmbrunn sagt, Rechte nutzten die Lücken, die die Sportpolitik lasse. Vor allem im Bereich des kommerziellen Kampfsportsektors fehle es an Kontrolle und Regularien. Vorbestrafte Neonazis könnten problemlos eine Kampfsport GmbH aufmachen. Dem müsse man auf der Angebotsseite etwas entgegensetzen. Denn Kampfsport und Selbstverteidigung boomt, die Studios erleben großen Zulauf. „Es braucht insgesamt mehr staatliche Förderungen, lizenzierte Trainer und mehr Angebote für Kinder und Jugendliche“, fordert der gebürtige Dessauer. Glaubhaften Aussteigern aus der rechten Szene müsse die Hand, beziehungsweise der Boxhandschuh gereicht werden.
Diesen Weg ist sein Verein mit dem Kickboxtrainer Martin Bissinger gegangen. Der ehemalige Funktionär des Dritten Wegs, einer rechtsextremen Kleinpartei, leitet den nächsten Kurs: Thaiboxen, bei dem neben Fäusten, Knien und Tritten auch Ellenbogen erlaubt sind. 2018 habe er noch mit Personen aus dem Gladiator Gym trainiert, sagt er. Bilder auf Social Media aus der Zeit zeigen ihn bei rechten Kampfsporttrainings. Nicht alle in der linksalternativen Gymszene finden das gut: Köhler-Warmbrunn sagt, von manchen Studios werde die Culture Academy gemieden, wenn es um Einladungen zu Veranstaltungen oder in Podcasts gehe.
Im Raum mit den Boxsäcken, Handschuhen, Schienbeinschonern und Kraftgeräten: Bissinger, kurz geschorene blonde Haare, durchdringender Blick, lächelt kaum. „Die Knie müssen schießen und die Ellenbogen schneiden, Leute!“, ermahnt er die hoch konzentrierte Gruppe aus etwa neun Männern und Frauen.
Der Ex-Neonazi über Männlichkeit
Die scheinen den strengen Ton ihres Trainers schon zu kennen. Fäuste knallen auf Handpratzen und Kicks auf Schienbeinschoner. Auch hier, beschlagene Fenster. Die Boxhandschuhe riechen streng nach Schweiß, geliehen werden sie sich trotzdem gegenseitig. Das Training dauert über zwei Stunden, danach sind alle platt. Zum Schluss gibt's noch Kraftübungen im Kreis. Während alle den Unterarmstütz halten, fragt Bissinger: „Wie hat's euch gefallen? Wie war's für euch?“
„Die Standkampfsportarten“ – wie Thaiboxen, Kickboxen und Boxen –, erzählt der Ex-Neonazi später im Podcaststudio, „sind am anfälligsten dafür, Gewaltkompetenzen zu vermitteln.“ Umgezogen, mit bunter Häkelmütze und lockerer Stoffhose, sitzt er neben Köhler-Warmbrunn. Die erste Folge des Vereins-Podcasts „Kampfgefuehl“ widmete sich seinem Ausstieg und den emanzipatorischen Potenzialen von Kampfsport. „Ich will vor allem männlichen, radikalisierungsgefährdeten Jugendlichen vermitteln, dass nicht jedes Sparring ein Ego-Test ihrer Männlichkeit ist.“
Köhler-Warmbrunn, der neben ihm sitzt, macht es konkreter: „Man kann Jugendlichen im Kampfsport direkt spiegeln, dass die Gemeinschaft und Werte, die sie im gemeinsamen Kampfsporttraining erleben, das genaue Gegenteil rechter Ausgrenzung sind.“ Gemeinsame Praxis und Erfahrung statt Abgrenzung und erhobener Zeigefinger, lautet die Devise des Studioleiters, der vom brasilianischen Kampftanz Capoeira kommt.
Beide beteuern allerdings: „Bei Neonazis und rechten Hools mit gefestigtem Weltbild, die sich nicht distanzieren und aussteigen wollen, hört es auf.“ Mit denen trainiere man nicht. Aussteiger Bissinger sagt, seit 2020 habe er keinen Kontakt mehr zu seinen ehemaligen Leuten, noch zu rechtsoffenen Kampfsportgyms. Dass er das glaubhaft machen konnte, war die Bedingung für sein Engagement in der Culture Academy. Es gibt bisher keine Anhaltspunkte dafür, dass Bissinger nicht die Wahrheit sagen könnte.
Proteste gegen das rechte Hausprojekt „Flamberg“
Vor sieben Jahren gab es in Halle Proteste gegen das rechte Hausprojekt „Flamberg“, in dem auch Kampfsport betrieben wurde. Auch Martin war damals im Zentrum der Identitären Bewegung involviert, einer rechtsextremen, aktivistischen Bewegung. Ähnlich wie aktuell gegen das Gladiator Gym, informierten die Antifas die Nachbarschaft des Hausprojekts und bauten so öffentlichen Druck auf. Zwar haben linke Initiativen das rechte Hausprojekt erfolgreich aus der Hallenser Innenstadt verdrängt, aber lediglich nach Schkopau, ein 10.000-Einwohner-Ort rund elf Kilometer südlich von Halle.
Das eigentliche Problem, sagt der Kampfsportexperte Robert Claus deshalb, sei eine Sportpolitik, die den kommerziellen Kampfsport nicht berücksichtige. Es brauche aber eine Sportförderung, die sich aktiv mit dem kommerziellen Kampfsportsektor beschäftige, diesen reguliere und fachliche Standards fördere. Beispielsweise müssten die Begriffe „Prävention“ und „Selbstverteidigung“ geschützt werden, Trainerlizenzen vereinheitlicht und pädagogische Standards, zu denen auch demokratische Wertevermittlung gehören sollte, zur Bedingung gemacht werden, sagt Claus.
Mit einer Vergabe von Trainerlizenzen über einen Verband könne zudem verhindert werden, dass jemand, der wegen Körperverletzung vorbestraft ist, Nachwuchs trainieren kann. Er verweist auf das holländische Modell, wo ein Vollkontaktverband und eine Kampfsportfachstelle für diese Aufgaben gegründet wurden.
Zudem, sagt Claus, sei es wichtig, Geldflüsse der Privatanbieter von Gyms zu kontrollieren. Ein Transparenzregister, fordert er, könne zum Beispiel verhindern, dass kriminelle Strukturen per Geldwäsche über die Kampfsportstudios finanziert werden.
Naziland ist abgebrannt
Im Moment ist der Kampfsport in Halle politisiert und polarisiert. Eine Lagerhalle, in der die Betreiber des Gladiator Gym ursprünglich einziehen wollten, brannte im Frühjahr 2024 komplett nieder. Die Antifa sendete „Ostergrüße“, die Staatsanwaltschaft ermittelte, aber die Brandursache blieb unklar.
Auf der Demo im Frühjahr 2026 sagt Kampfsportler Maxim auf die Frage, ob es für ihn auch darum gehe, die erlernte Technik im Zweifel „auf der Straße“, gegen das andere politische Lager, anwenden zu können: „Ich weiß, was Tritte und Schläge für Schäden anrichten können“, sagt er ruhig, kurz bevor er sich in sein Thaiboxtraining aufmacht. Auch in der Culture Academy lehnt man das Gesetz des Stärkeren ab. Der Verein kämpft einen anderen Kampf: Der Aussteiger Bissinger ist ein Beispiel für etwas, das beinahe eine Floskel ist: Integration durch Sport.
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