+++ Nachrichten im Iran-Krieg +++: „Ich werde nicht mehr lange geduldig sein“
US-Präsident Trump markiert im Iran-Krieg erneut den starken Mann. Unterdessen sollen die Saudis und die Emirate erstmals Iran direkt angegriffen haben.
Trump trifft Xi
China und die USA sind sich nach den Worten von US-Präsident Donald Trump einig, dass der Iran nicht in den Besitz von Atomwaffen gelangen darf. Darüber habe er mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping gesprochen, erklärt Trump zum Abschluss seines Besuches in China. Zudem seien sich China und die USA einig darüber, dass sie „die Meerenge offen“ wollten, erklärt Trump mit Blick auf die für die internationale Schifffahrt wichtige Straße von Hormus. „Wir haben viele verschiedene Probleme gelöst, die andere nicht hätten lösen können.“ (rtr)
Trump droht Iran
Trump droht zugleich dem Iran mit dem Ende seiner Geduld. „Ich werde nicht mehr lange geduldig sein“, sagt Trump in einem Interview mit dem Sender Fox News. Der Iran solle ein Abkommen schließen. Das angereicherte Uran des Iran könne sicher verschlossen gelagert werden. Er hätte es lieber in den USA, aber dies sei mehr für Public Relations als alles andere. Die iranischen Führer, mit denen die US-Regierung verhandele, seien vernünftig. (rtr)
Bericht: Saudi-Arabien und Emirate haben Iran angegriffen
Unterdessen sollen Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate einem Medienbericht zufolge als Vergeltung für iranische Angriffe auf das eigene Staatsgebiet ihrerseits Ziele im Iran attackiert haben. Es sei das erste Mal gewesen, dass die beiden arabischen Länder den Iran direkt angriffen, berichtete die New York Times unter Berufung auf aktuelle und ehemalige ranghohe US-Beamte. Über Zeitpunkt und Ziele der unabhängig voneinander durchgeführten Attacken machten sie keine Angaben.
Weder Saudi-Arabien noch die Emirate bestätigten die Angriffe. Der Iran hatte im jüngsten Krieg mit den USA und Israel immer wieder Ziele in den beiden Ländern angegriffen und erhebliche Schäden angerichtet. Das US-Militär unterhält sowohl in Saudi-Arabien als auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten Stützpunkte.
Saudi-Arabien und Iran ringen seit langem um die Vorherrschaft in der Region. Die Rivalität wird auch vom konfessionellen Konflikt zwischen dem sunnitischen Islam in Saudi-Arabien und dem schiitischen Islam im Iran geprägt. Auch die Beziehungen zwischen den Emiraten und dem Iran sind angespannt. Das arabische Land ist ein wichtiger Verbündeter der USA und hatte zuletzt auch seine Beziehungen zu Irans Erzfeind Israel normalisiert. (dpa)
Öl auf hohem Niveau, MDax sinkt
Anleger warten derweil weiter auf eine Lösung im Irankrieg, die Ölpreise bleiben auf hohem Niveau, und in Asien prägten vor dem Wochenende Gewinnmitnahmen, insbesondere bei den stark gelaufenen Halbleiterwerten, das Bild. Eher skeptisch betrachten die Anleger bislang auch das Treffen zwischen Xi Trump in Peking.
Die Inflationsproblematik werde immer klarer und zum anderen verliefen die Gespräche zwischen China und den USA in Bezug auf die Importe von wichtigen KI-fähigen Halbleitern nicht so wie erwartet, erklärte Marktexperte Andreas Lipkow von CMC Markets.
Der MDax der mittelgroßen Werte sank um 1,19 Prozent auf 31.514 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 1 Prozent. (dpa)
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