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+++ Nachrichten im Irankrieg +++Trump droht Iran abermals mit Zerstörung

Die USA und Israel bereiten sich laut Medien auf eine Wiederaufnahme ihrer Angriffe in Iran vor. US-Präsident Trump droht: „Für Iran tickt die Uhr“.

17. Mai 2026: Trump lässt sich per Videoschalte zur Gebetsveranstaltung „Rededicate 250: A National Jubilee of Prayer, Praise & Thanksgiving“ zuschalten Foto: Eric Lee/rtr

Trump: Wir wollen ein Abkommen schließen

US-Präsident Donald Trump droht mit einer Wiederaufnahme des Krieges gegen Iran. „Für Iran tickt die Uhr, und sie sollten sich besser SCHNELL bewegen, sonst wird von ihnen nichts mehr übrig bleiben“, schrieb er auf der Plattform Truth Social. „DIE ZEIT DRÄNGT!“ Der US-Verbündete Israel stellt sich bereits auf einen möglichen Neubeginn der gemeinsamen Angriffe in Iran ein. Ein iranischer Militärsprecher warnte laut Nachrichtenagentur Tasnim, jede neue „Torheit“ der USA werde „noch vernichtendere und schwerere Schläge“ zur Folge haben.

Das US-Nachrichtenportal „Axios“ zitierte Trump nach einem Telefoninterview mit der Aussage, dass Iran „viel härter“ als zuvor getroffen werde, sollte die Führung des Landes in den Bemühungen um ein Kriegsende keinen besseren Vorschlag vorlegen. „Wir wollen ein Abkommen schließen. Sie sind noch nicht da, wo wir sie haben wollen. Sie müssen dorthin gelangen, sonst werden sie hart getroffen, und das wollen sie nicht“, betonte der US-Präsident demnach.

Der von Tasnim zitierte iranische Militärsprecher drohte seinerseits, Washington werde mit „neuen offensiven und überraschenden Szenarien“ konfrontiert, sollte es seine Drohungen in die Tat umsetzen. „Axios“ zitierte US-Beamte, wonach erwartet wird, dass Trump am Dienstag mit seinem nationalen Sicherheitsteam im „Situation Room“, dem streng gesicherten Lagezentrum der US-Regierungszentrale, zusammenkommen wird. Dort sollten Optionen für militärische Maßnahmen erörtert werden. Optionen lägen wieder auf dem Tisch. (dpa)

Iran-Experte: Gräben weiterhin tief

Der israelische Iran-Experte Danny Citrinowicz schrieb auf der Plattform X: „Die Gräben zwischen beiden Seiten sind weiterhin tief und in vielerlei Hinsicht kaum zu überbrücken.“ Der einzig realistische Weg zu einem diplomatischen Durchbruch bestehe darin, dass sich Washington „direkter“ mit der „Substanz des iranischen Vorschlags auseinandersetzt“. Irans Prioritäten blieben unverändert. Dazu gehöre unter anderem die Beendigung der wirtschaftlichen Blockade, Verhandlungen über ein Ende des umfassenderen Konflikts und erst im Anschluss die Behandlung der Atomfrage, schrieb Citrinowicz weiter.

Der mangelnde Fortschritt bei den diplomatischen Bemühungen sorgt in Washington zunehmend für Frust. Die New York Times hatte bereits am Freitag berichtet, das Pentagon bereite sich auf einen möglichen Neubeginn des Krieges vor. Hintergrund sei, dass die Ziele – insbesondere mit Blick auf das iranische Atomprogramm – bislang nicht erreicht worden seien.

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu erörterte laut Times of Israel am Sonntagabend mit Trump die Möglichkeit einer Wiederaufnahme des Krieges mit Teheran. Netanjahu hatte zuvor gesagt: „Unsere Augen sind weit geöffnet in Bezug auf Iran.“ Die Zeitung Jediot Achronot schrieb, Israel warte auf eine Entscheidung Trumps. Die Verbündeten hatten den Krieg gegen Iran Ende Februar begonnen. Teheran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel und die Staaten am Persischen Golf, die es als US-Verbündete betrachtet. Seit Anfang April gilt eine von Trump zuletzt einseitig verlängerte Waffenruhe. (dpa)

Saudi-Arabien und Emirate melden Drohnenangriffe

Spannungen in der Region hatten die Waffenruhe jedoch mehrfach ins Wanken gebracht. Sie hänge nur noch am seidenen Faden, sagte Trump vor einer Woche. Saudi-Arabien meldete unterdessen erneut Drohnenangriffe. Drei unbemannte Flugobjekte seien am Sonntagmorgen abgefangen und zerstört worden, nachdem sie aus dem irakischen Luftraum eingedrungen seien, hieß es in einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums auf X.

Am Sonntag hatten bereits die Vereinigten Arabischen Emirate drei Angriffe von aus dem Westen einfliegenden Drohnen gemeldet. Zwei wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums abgefangen, eine traf einen Stromgenerator außerhalb des inneren Sicherheitsbereichs des Atomkraftwerks Baraka. Woher die Drohnen stammten, werde noch untersucht, hieß es. (dpa)

G7-Finanzminister befassen sich mit Folgen des Konflikts

Vor dem Beginn des Treffens der Finanzminister der G7-Gruppe führender westlicher Industriestaaten in Paris heute warnte Bundesfinanzminister Lars Klingbeil vor den wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs und einer Sperrung der Straße von Hormus. Er sprach von einer „ernsthaften Bedrohung für die Weltwirtschaft“. Der Krieg schade der wirtschaftlichen Entwicklung massiv.

Bei dem G7-Treffen stehen die Auswirkungen des Konflikts im Mittelpunkt. Irans Streitkräfte hatten kurz nach Kriegsbeginn die Kontrolle über die für den Öl- und Gashandel wichtige Straße von Hormus übernommen. Durch Drohungen, Kontrollen und Angriffe auf Schiffe kam der Verkehr in der Meerenge weitgehend zum Erliegen. Die Folge waren weltweit deutlich steigende Energie- und Kraftstoffpreise. Die Meerenge ist laut Iran zudem inzwischen vermint.

Teheran betont stets, die Straße von Hormus sei nicht blockiert. Sie sei nur für Irans Feinde gesperrt. Faktisch müssen sich Reedereien mit iranischen Kontaktstellen koordinieren und dürfen anschließend nur einen Korridor nahe der iranischen Küste passieren. Dafür verlangt Irans Führung hohe Gebühren. (dpa)

Netanjahu: Israel „sehr nah“ an Tötung aller Verantwortlichen für 7. Oktober

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu sieht das Ziel, alle Verantwortlichen für den Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 zu töten, nach eigenen Angaben nahezu erreicht. „Ich habe versprochen, dass jeder einzelne Architekt des Massakers und der Geiselnahme bis zum letzten ausgeschaltet wird, und wir sind sehr nah daran, diese Mission abzuschließen“, sagte Netanjahu am Sonntag bei der wöchentlichen Kabinettssitzung.

Am Freitag hatte die israelische Armee mitgeteilt, der Kommandeur des bewaffneten Arms der Hamas, Essedin al-Haddad, sei bei einem Luftangriff im Gazastreifen getötet worden. Netanjahu bezeichnete Haddad nun als „verabscheuungswürdigen Terroristen“. Nach dem Angriff der Hamas auf Israel im Oktober 2023 hatten die israelische Armee und die Geheimdienste eine Militärkampagne gegen führende politische und militärische Vertreter der Hamas im Gazastreifen und in der Region begonnen. (afp)

Trump telefoniert mit Netanjahu und droht Iran

US-Präsident Donald Trump hat vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen mit Iran mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu telefoniert. Das Telefonat habe am Sonntag stattgefunden, teilte Netanjahus Büro mit. Wenig später schrieb Trump in sozialen Medien: „Für Iran läuft die Zeit, und sie sollten sich besser SCHNELL bewegen, sonst wird von ihnen nichts mehr übrig bleiben.“

Nach Angaben von zwei mit der Situation vertrauten Quellen stimmt sich Israel mit den USA über eine mögliche Wiederaufnahme der Angriffe gegen Iran ab. Netanjahu sagte in einer Kabinettssitzung: „Wir sind auf jedes Szenario vorbereitet.“ Israel halte die Augen offen. (ap)

Libanon: Mindestens fünf Tote bei neuen israelischen Angriffen

Trotz der Verlängerung der Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon sind bei israelischen Angriffen im Süden des Libanon nach libanesischen Angaben am Sonntag mindestens fünf Menschen getötet worden. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden in der Ortschaft Tayr Felsay drei Menschen getötet, darunter ein Kind. Zwei Tote, unter ihnen ein weiteres Kind, gab es demnach in der Ortschaft Tayr Debba. Bei den Angriffen wurden nach Angaben des Ministeriums insgesamt elf Menschen verletzt. (afp)

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