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NahostIsrael enteignet erstmals heilige Stätte im Westjordanland

Mit dem Grab des Propheten Samuel hat Israel erstmals eine islamische heilige Stätte in den besetzten palästinensischen Gebieten enteignet. Nach Angaben der israelischen Organisation Peace Now erließ Israel einen Enteignungsbeschluss für insgesamt knapp 11 Hektar Land in Nabi Samuel nahe Jerusalem. Auf dem Gebiet befinde sich auch die Moschee mit der als Grab des Propheten Samuel verehrten Stätte. Sie ist bisher im Besitz der islamischen Behörde Waqf, die auch die heiligen islamischen Stätten auf dem Tempelberg verwaltet.

Auf dem enteigneten Gebiet liegen laut Peace Now auch ein archäologischer Park, Ackerflächen, eine Quelle sowie Zufahrtsstraßen. Die Organisation wirft Israel vor, auf diese Weise die Annektierung des Westjordanlands voranzutreiben. Die Enteignung einer religiösen Stätte drohe „einen politischen Konflikt in einen Religionskrieg zu verwandeln“.

Das palästinensische Gouvernement Jerusalem, auf dessen Gebiet Nabi Samuel liegt, warf Israel vor, systematisch die Übernahme palästinensischer archäologischer Stätten anzustreben. (kna)

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