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Iran und USAVance: Trumps Zustimmung zu Waffenruhe ist offen

Iran und die USA sollen sich auf ein vorläufiges Abkommen verständigt haben. Iran dementiert, eine Einigung sei weder ausformuliert noch bestätigt.

Vielleicht, vielleicht auch nicht: US-Vizepräsident J. D. Vance am Donnerstag Foto: Matt Rourke/reuters

afp/ap/dpa | US-Vizepräsident J. D. Vance hat nach Berichten über eine Einigung iranischer und US-amerikanischer Unterhändler auf ein mögliches Veto von Präsident Donald Trump hingewiesen. „Ich glaube, es ist schwer zu sagen, wann genau oder ob der Präsident die Absichtserklärung unterzeichnen wird“, erklärte Vance. Es seien angeblich Fortschritte gemacht worden, allerdings werde noch an einigen Punkten gearbeitet. „Es geht im Moment hin und her wegen einiger sprachlicher Details“, sagte Vance.

Zuvor hatte am Donnerstag das Portal „Axios“ berichtet, Unterhändler aus den USA und Iran hätten eine vorläufige Einigung auf ein Rahmenabkommen zum Iran-Krieg erzielt, das eine Verlängerung der Waffenruhe und den Beginn von Gesprächen über das iranische Atomprogramm vorsieht. Von iranischer Seite lag zunächst keine Bestätigung vor.

Aus Iran hieß es inzwischen, besagte Einigung zwischen Teheran und Washington sei nicht ausformuliert und dementsprechend auch noch nicht bestätigt. Das berichtete die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim am Abend unter Berufung auf eine Quelle mit Verbindungen zum Verhandlungsteam.

Unterdessen hat das US-Militär iranische Berichte über eine angeblich über dem Persischen Golf abgeschossene US-Drohne dementiert. Die Berichte seien falsch, die US-Luftwaffe habe keine Verluste zu verzeichnen, teilte das zuständige Regionalkommando (Centcom) in der Nacht auf Freitag mit. Tasnim hatte zuvor gemeldet, eine Rakete habe eine US-Drohne nahe der südlichen Hafenstadt Buschehr abgeschossen. Die Angaben beider Seiten ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

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Meldungen über Raketenbeschuss

Schon kurz vor der Vielleicht-beziehungsweise-vielleicht-nicht-Einigung war die Feuerpause an der Straße von Hormus ins Wanken geraten, als Kuwait am Mittwochabend Raketenbeschuss gemeldet hatte. Es habe sich um einen „eklatanten Verstoß gegen die Waffenruhe“ gehandelt, teilte Centcom am Donnerstag mit. Kuwait habe die Raketen erfolgreich abgefangen. Die iranischen Revolutionsgarden drohten im Falle weiterer US-Angriffe mit einer „entschiedenen Antwort“.

Zumindest „Axios“ zufolge verständigten sich beide Seiten nun auf eine Absichtserklärung, mit der die Feuerpause verlängert und Verhandlungen über das iranische Atomprogramm aufgenommen werden sollen. Die Vorabvereinbarung löst demnach die Frage des iranischen Atomprogramms noch nicht, öffnet aber den Weg für vertiefte Gespräche dazu.

Der mögliche Fortschritt in den Verhandlungen erfolgt inmitten neuer Spannungen zwischen Washington und Teheran. Nach gegenseitigen Angriffen hatten Iran und die USA einander am Donnerstag mit scharfen Worten die Verletzung der seit dem 8. April geltenden Waffenruhe vorgeworfen.

Ein zentraler Streitpunkt der Verhandlungen über ein dauerhaftes Ende des Krieges ist neben dem iranischen Atomprogramm die Straße von Hormus. Durch die Meerenge wird normalerweise ein großer Teil des weltweiten Öl- und Flüssiggashandels abgewickelt. Iran blockiert die Wasserstraße seit Kriegsbeginn Ende Februar weitgehend.

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