+++ Nachrichten im Nahost-Krieg +++: USA und Iran melden jeweils neue Angriffe
Kuwait meldet Angriffe mit Raketen und Drohnen. Die USA sind für eine Waffenruhe im Libanon, wenn die Hisbollah ihre Angriffe auf Israel einstellt.
US-Regierungsvertreter: Hisbollah muss zuerst Angriffe auf Israel einstellen
Die USA haben nach den Worten eines Regierungsvertreters im Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon darauf gedrängt, dass die pro-iranische Miliz all ihre Angriffe auf Israel einstellt. „Im Gegenzug würde Israel von jeglicher Eskalation in Beirut absehen“, sagte der US-Regierungsvertreter, der anonym bleiben wollte, am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. Demnach sprach US-Außenminister Marco Rubio mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu über die laufenden Verhandlungen. Die Hisbollah fordert, dass Israel zuerst die Angriffe einstellt.
Zwischen Israel und dem Libanon gilt seit Mitte April offiziell eine Waffenruhe, die von der pro-iranischen Hisbollah-Miliz allerdings nicht anerkannt wird. Die Hisbollah setzt ihre Angriffe auf Israel fort, Israels Armee rückte im Vorgehen gegen die vom Iran unterstützte Miliz in den vergangenen Tagen immer weiter in den Süden des Libanon vor. Am Sonntag nahm das israelische Militär die strategisch wichtige Burg Beaufort ein. (afp)
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USA und Iran melden jeweils neue Angriffe – Kuwait: Raketen- und Drohnenattacken
Die USA und der Iran haben trotz einer derzeit geltenden Waffenruhe jeweils neue Angriffe gemeldet. Die US-Armee griff nach eigenen Angaben am Wochenende Radar- und Drohnenkontrollanlagen im Süden des Iran an. Die „Selbstverteidigungsangriffe“ richteten sich gegen die Stadt Goruk und die Insel Keschm nahe der Straße von Hormus, erklärte das für die Golfregion zuständige US-Regionalkommando Centcom am Sonntag im Onlinedienst X. Sie seien als Reaktion auf „aggressive“ Handlungen des Iran erfolgt, dazu gehöre die Zerstörung einer US-Drohne über internationalen Gewässern.
Die iranischen Revolutionsgarden griffen derweil nach eigenen Angaben einen Stützpunkt an, der von der US-Armee für Angriffe auf den Iran genutzt worden sei. Der Standort wurde in der am Montag von iranischen Staatsmedien verbreiteten Erklärung der Revolutionsgarden nicht genannt.
Kuwaits Militär hatte kurz zuvor erklärt, dass seine Luftabwehr „feindliche Raketen- und Drohnenangriffe“ abgefangen habe. Die staatliche Nachrichtenagentur Kuna meldete, dass Luftschutzsirenen ertönten. Im Golfemirat Kuwait sind US-Soldaten stationiert. (afp)
Britische Außenministerin fordert Ende der Eskalation im Libanon
Die britische Außenministerin Yvette Cooper fordert ein Ende der israelischen Angriffe im Libanon. Die Eskalation habe Zivilisten getötet und vertrieben, Infrastruktur zerstört und den Raum für Diplomatie eingeschränkt, erklärt sie auf der Kurznachrichtenplattform X. Zugleich müsse die Hisbollah-Miliz ihre Angriffe auf Israel einstellen und sich entwaffnen. Alle Seiten müssten die Waffenruhe respektieren und ernsthaft verhandeln. (rtr)
Libanons Gesundheitsministerium: Acht Tote bei israelischem Angriff
Bei einem israelischen Angriff auf den Süden des Libanon sind libanesischen Angaben zufolge acht Menschen getötet worden. 19 Menschen seien verletzt worden, erklärte das libanesische Gesundheitsministerium am Sonntag. (afp)
Wadephul: Israels Vorrücken im Libanon Anlass zur Sorge
Außenminister Johann Wadephul ruft Israel und die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz im Libanon dringend auf, zur vereinbarten Waffenruhe zurückzukehren. „Das weitere Vorrücken der israelischen Armee im Süden Libanons gibt Anlass zu großer Sorge“, teilte der CDU-Politiker am Rande seines Besuches bei den Vereinten Nationen (UN) in der US-Ostküstenmetropole New York mit. Israel müsse bei seinem Vorgehen gegen die Hisbollah Zivilisten und zivile Infrastruktur schützen. „Jede weitere Eskalation verschärft die ohnehin schon angespannte Lage zusätzlich und sorgt für neue Fluchtbewegungen innerhalb Libanons“, warnte Wadephul. Das weitere Vorrücken der israelischen Armee im Süden Libanons sei eine Reaktion auf fortdauernde Angriffe der Hisbollah auf den Norden Israels, die endlich aufhören müssten.
Natürlich habe Israel legitime Sicherheitsinteressen. Wenn aber Zivilistinnen und Zivilisten den Preis einer militärischen Eskalation zahlten und Teile des Libanon dauerhaft unbewohnbar würden, mache das Israels Nachbarschaft langfristig nicht sicherer. Der Schlüssel zu einer Stabilisierung des Libanon liege in einer Stärkung des libanesischen Staates. Dazu gehöre, dass die libanesische Regierung entschieden gegen die Hisbollah vorgehen und ihr Gewaltmonopol auf seinem gesamten Territorium ausüben müsse, erklärte Wadephul. Die Gespräche Israels und des Libanons in Washington, bei denen eine weitere Runde geplant sei, seien „der richtige Kanal, um Erfolge zu erzielen“. Die Hisbollah dürfe diesen Friedensprozess nicht weiter torpedieren. Israel war zuletzt immer weiter in den Libanon vorgerückt und hatte eine strategisch wichtige Festung eingenommen. Der libanesische Staat selbst ist nicht Konfliktpartei. (dpa)
Libanons Parlamentspräsident: Hisbollah zu Waffenruhe bereit
Nach dem militärischen Vorstoß Israels tief in den Libanon hat der libanesische Parlamentspräsident Nabih Berri eine belastbare Waffenruhe aller Konfliktparteien gefordert. Er könne das „uneingeschränkte, umfassende und sofortige Bekenntnis“ der Hisbollah zu einer Feuerpause garantieren, sagte Berri, ein wichtiger Verbündeter der Schiitenmiliz, am Sonntag seinem eigenen Fernsehsender NBN. „Aber wer wird Israel dazu zwingen, seine Aggression einzustellen?“, fragte er.
Nominell gilt seit dem 17. April eine Waffenruhe im Libanon. Die Hisbollah und Israel lieferten sich aber dennoch weitere Gefechte. Zuletzt rückten israelische Truppen so weit ins Nachbarland vor wie seit 26 Jahren nicht mehr und riefen Menschen in der Region dazu auf, ihre Häuser zu verlassen. (ap)
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