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+++ Nachrichten im Ukraine-Krieg +++Ukrainische Drohnen greifen Ölterminal in St. Petersburg an

Ukraine beschießt kurz vor Wirtschaftsforum St. Petersburg. Nato-Generalsekretär in Kyjiw. EU-Innenminister beraten über Aufnahme ukrainischer Flüchtlinge.

Nato-Generalsekretär in Kyjiw

rtr | Nato-Generalsekretär Mark Rutte ist in der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw angekommen. Das teilt die ukrainische Eisenbahn mit. „Wir freuen uns, heute Nato-Generalsekretär Mark Rutte im Kyjiwer Hauptbahnhof begrüßen zu dürfen“, erklärt die staatliche Eisenbahngesellschaft Ukrsalisnyzja auf Telegram und veröffentlicht Fotos von seiner Ankunft

Selenskyj bestätigt Drohenangriff auf Ölterminal in St. Petersburg

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rtr/afp/dpa/taz | Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj das Ölterminal in St. Petersburg angegriffen. Zudem sei eine Rüstungsfabrik in der russischen Oblast Tambow beschossen worden. Tambow liegt südlich von Moskau.

Kyjiw zufolge zielten die Angriffe darauf ab, das dreitägige Wirtschaftsforum zu stören, an dem auch der russische Präsident Wladimir Putin teilnehmen soll. Das am Mittwoch beginnende Treffen gilt als „russisches Davos“.

Von russischer Seite wurden die Angriffe bestätigt. „Mehrere“ Infrastruktureinrichtungen seien am Mittwoch beschädigt worden, dabei sei jedoch niemand getötet worden, teilte der Gouverneur der Stadt, Alexander Beglow, mit.

Die Behörden der Millionenmetropole hatten zuvor Einwohner und Gäste am Morgen vor Drohnenangriffen gewarnt. „Achtung! Es besteht Drohnengefahr auf dem Gebiet von St. Petersburg, möglich sind Störungen des mobilen Internets“, hieß es in der versandten SMS.

Drohnenangriffe auf St. Petersburg

rtr | Bei Drohnenangriffen auf St. Petersburg wurden nach Angaben des Gouverneurs Teile der Infrastruktur in mehreren Bezirken beschädigt und mehrere Menschen verletzt. In der russischen Metropole beginnt am Mittwoch ein internationales Wirtschaftsforum, das als „russisches Davos“ von Präsident Wladimir Putin gilt.

Zuvor hatte Russland den Abschuss mehrerer Drohnen über der Region Leningrad und im Anflug auf Moskau gemeldet. In der Region im Nordwesten des Landes seien drei Drohnen abgeschossen worden, teilt Gouverneur Alexander Drosdenko ‌im Kurznachrichtendienst Telegram mit. Weitere 13 Drohnen habe die Luftabwehr vor der Hauptstadt abgefangen, erklärt der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin.

Mindestens 7 Tote nach Drohnenangriff in Donezk

rtr Bei einem Drohnenangriff im russisch kontrollierten Teil ‌der ostukrainischen Region Donezk werden nach Angaben der dortigen Behörden sieben Menschen getötet und elf weitere verletzt. Die Drohne habe einen Reisebus getroffen, der zwischen Moskau und Simferopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim unterwegs gewesen sei, teilt der von Moskau eingesetzte Regionalgouverneur Denis Puschilin auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit.

Unterdessen wird am St. Petersburger Flughafen Pulkowo der Flugverkehr vorübergehend eingeschränkt, wie ⁠die Luftfahrtbehörde Rosawiazija mitteilt. In St. Petersburg beginnt in Kürze das Internationale Wirtschaftsforum.

Verlängerung für Ukrainer-Aufnahme mit Ausnahme für Männer?

dpa | Die Innenminister der Europäischen Union sollen an diesem Donnerstag darüber beraten, ob Männer einer bestimmten Altersgruppe künftig von der Aufnahmerichtlinie für Geflüchtete aus der Ukraine ausgeschlossen werden sollen.

Wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr, liegen zwei Vorschläge auf dem Tisch: Eine Verlängerung der aktuell bis zum 4. März 2027 geltenden Schutzregelung für alle Ukraine-Flüchtlinge in der aktuellen Fassung um ein weiteres Jahr oder eine Verlängerung, bei der ukrainische Männer im Alter zwischen 23 und 60 Jahren vom vorübergehenden Schutz ausgeschlossen würden. Sollten sich die EU-Mitgliedstaaten für die zweite Variante entscheiden, würde die neue Regelung allerdings nur bei Männern, die neu in die EU kommen, Anwendung finden.

Kraftstoffausgabe im russisch besetzten Luhansk begrenzt

dpa Nach der Einführung von Benzin- und Diesellimits auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim müssen sich nun auch die Menschen im besetzten ukrainischen Gebiet Luhansk auf eine begrenzte Ausgabe von Kraftstoff einstellen. Bei den Marken AI-95 (entspricht Super in Europa) und AI-92 (Normal) sowie Diesel werde die Abgabe auf höchstens 20 Liter pro Person beschränkt, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf die Besatzungsbehörden.

Begründet wurde der Schritt demnach mit den derzeitigen Vorräten und einer gestiegenen Kraftstoffnachfrage in den vergangenen Tagen. Es handele sich um vorübergehende Beschränkungen, hieß es weiter.

Auf der 2014 von Russland annektierten Schwarzmeerhalbinsel Krim war bereits am Wochenende eine vorübergehende Begrenzung für die Ausgabe von Benzin eingeführt worden. Die russische Regierung untersagte außerdem erstmals und zunächst bis Ende November die Ausfuhr von Kerosin.

In dem vor mehr als vier Jahren von Kremlchef Wladimir Putin befohlenen Angriffskrieg gegen die Ukraine setzt Kyjiws Militär bei seinen Gegenangriffen seit Monaten auf Attacken gegen die russische Ölindustrie. Damit will die Ukraine den Treibstoffnachschub für die russische Armee stören und die für Moskaus Kriegskasse wichtigen Einnahmen aus dem Energiegeschäft schmälern.

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